Ein gebrochenes Herz

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Morallosigkeit Selbstsucht Verrat Wedel

Ich habe gestern Abend meiner Freundin, mit der ich zweieinhalb Jahre zusammen war, ohne Vorwarnung auf heftigste Weise das Herz gebrochen, indem ich mich von ihr trennte. Sie hatte den Eindruck, dass alles in Ordnung war, und war über beide Ohren in mich verliebt, wohl wie am ersten Tag. Ich wusste seit einigen Monaten, dass unsere Beziehung auf lange Frist nichts werden konnte, habe die Illusion aber weiter aufrechterhalten. Wohl aus Unfähigkeit, mich ihr gegenüber auszusprechen. Ich beichte also, dass ich ein taktloses Arschloch bin - und feige noch dazu, weil ich bald wegziehe. Ich hoffe wirklich, dass sie nicht lange darunter leiden muss, obwohl ich weiß, dass sie diesen Vertrauensmissbrauch vermutlich ihr Leben lang mit sich herumschleppen wird. Ich bitte um Absolution, weil ich diese Entscheidung um meiner Karriere und meiner Selbst willen gefällt habe.

Beichthaus.com Beichte #00031934 vom 22.09.2013 um 22:24:36 Uhr in 22880 Wedel (Mühlenstraße) (20 Kommentare).

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Jammern auf hohem Niveau

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Zorn Aggression Politik

Ich beichte, dass ich nicht zur Bundestagswahl gegangen bin, obwohl ich es mir fest vorgenommen hatte. Auf dem Weg zum Wahllokal traf ich insgesamt drei Bekannte, die mir ungefragt erzählten, was sie gewählt hatten. Dabei blieb es aber nicht, es fielen auch die typischen Weltverbesserer-Floskeln: "Es ist wichtig, dass wir wählen, denn wer nicht wählt, der wählt rechts" oder "Weißt du, wie viele Menschen sterben mussten, damit du wählen kannst?" Es ist furchtbar, dass plötzlich jeder zu wissen scheint, was passieren muss, um unseren Wohlstand und das Land zu retten. Ich weiß es leider nicht, aber die Leute, die sich zehn Minuten vor der Wahl durch den Wahl-O-Mat geklickt haben, verlangen, dass man sich informieren solle, um zur Wahl zu gehen.


Ich habe nicht gewählt! Zum einen, weil ich mich zwar informiere, aber trotzdem nicht weiß, wie man Europa retten kann, oder wer der/die "Bessere" ist. Zum Anderen wollte ich ein Zeichen setzen, denn eigentlich heißt es, dass Wählen auch Freiheit bedeutet, aber die Gesellschaft zwingt einen doch dazu. Das habe ich übrigens auch bei einem bekannten sozialen Netzwerk kundgetan: Man KANN wählen, muss aber nicht. Und diejenigen, die keine Ahnung haben... Aber das würde jetzt zu weit führen. Deutschland ist ein tolles Land und wer großartig daran herummeckert, klagt auf sehr hohem Niveau - genau wie ich.

Beichthaus.com Beichte #00031932 vom 22.09.2013 um 16:24:25 Uhr (31 Kommentare).

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“Folge

Streit um das dreckige Geschirr

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Unreinlichkeit Ekel Rache Engherzigkeit WG

Ich beichte, dass ich gerade das Handtuch meiner Mitbewohnerin benutzt habe, um mein Geschirr abzutrocknen und es danach fein säuberlich in den Schrank zurückgelegt habe. Wenn sie das wüsste, würde sie kotzen, sie ist nämlich sehr auf Körperpflege bedacht. Was andere hygienische Dinge betrifft, aber leider nicht so. Ich musste gerade mein Zeug in der Badewanne abwaschen, weil sie seit einer Woche die Spüle in der Küche mit ihrem Kram blockiert. Klar, ich hätte das auch einfach da ausräumen können, aber es ist nicht mein Job, einer fast dreißigjährigen ihren Scheiß hinterherzuräumen. Außerdem wollte ich sehen, wann es ihr selbst auffällt. Das tut es aber offenbar nicht - und das mach mich wahnsinnig. Schließlich habe ich ihn schon hundert Mal gesagt, dass sie ihren Kram nicht einfach in die Spüle stellen soll. Was mir daran wirklich leidtut, ist, dass ich so kindisch bin und mir nichts Besseres eingefallen ist, als ihr Handtuch zu benutzen. Das nächste Mal knalle ich ihr das dreckige Zeug ins Bett.

Beichthaus.com Beichte #00031930 vom 21.09.2013 um 13:33:17 Uhr (9 Kommentare).

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Die etwas andere Apfelschorle

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Boshaftigkeit Ekel Rache Engherzigkeit Schule

Es ist zwar schon eine Weile her, aber trotzdem möchte ich das loswerden. Als ich in der siebten Klasse war, und wir wieder unseren wöchentlichen Sportunterricht hatten, bat ich meinen Klassenkameraden um einen Schluck seiner Apfelschorle. Meine Familie verdiente nicht so sonderlich viel und ich war zur Hälfte des Monats meistens pleite, da ich nicht viel Taschengeld bekam. Ich hatte nur Wasser dabei, welches ich trinken sollte, und eben kein Geld, um mir etwas anderes zu kaufen - die Reaktion des Klassenkameraden war allerdings nur, dass er die halbe Flasche genüsslich leer trank. Während des Sportunterrichts musste ich dann auf die Toilette, und auf das folgende bin ich wirklich nicht stolz. Ich nahm nämlich einen großen Schluck von der Apfelschorle, und damit nicht sofort rauskam, dass da jemand von getrunken hatte, füllte ich den Rest wieder auf, und sparte mir den Gang zum Klo. Als unsere Sportstunde dann vorbei war, gingen wir alle wieder zurück zu unseren Klassenzimmern, und wer lief neben mir? Genau, der Schüler, dem ich in die Apfelschorle gepinkelt hatte. Und um mir noch einmal zu demonstrieren, wie lecker sein Getränk ist, und dass ich nichts davon bekommen hatte, trank er noch den letzten Rest der Flasche, gab ein zufriedenes "Aaaah" von sich und grinste mich selbstgefällig an. Im Nachhinein betrachtet war das Ganze unglaublich eklig und deshalb tut es mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00031928 vom 21.09.2013 um 22:42:03 Uhr (16 Kommentare).

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“Beichte

Alkohol ist nicht die beste Medizin

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Trunksucht Falschheit Ex

Mein Ex (27) ist Medizinstudent und ein Frauen-schlagender Alkoholiker, der nicht einmal nüchtern Auto fahren kann. Und nach eigener Aussage ist er ohne einen Whiskey am Morgen nicht in der Lage, sich zu konzentrieren. Angefangen hat das mit einem Glas, das er abends trank, aber inzwischen hat er sogar einen Flachmann in der Uni. Er brachte es sogar schon einmal fertig, alkoholhaltiges Mundwasser zu trinken, als nichts anderes im Haus war. Vor einem Jahr habe ich dann eingesehen, dass er keine Hilfe haben will, weil ihm sein Leben so gefällt. Er kann es so schließlich "kontrollieren", zumal ich, als Geisteswissenschaftlerin sowieso nichts davon verstehen würde, wie es in einem "echten" Studium oder gar einem "echten" Job abläuft. Laut ihm benötigt er den Alkohol nämlich als Puffer für den Stress. Leider hat er trotz allem seine Prüfungen mehr oder minder gut bestanden und macht demnächst sein Staatsexamen. Ich möchte beichten, dass ich ihn neulich anonym bei seiner Praktikumsstelle gemeldet habe - mit einem genauen Hinweis darauf, wo er seinen Flachmann aufbewahrt. Deshalb ist er dort rausgeflogen und konnte nur mit viel Glück eine neue Stelle finden. Außerdem möchte ich beichten, dass ich ihn, auch nach seinem Staatsexamen, bei seiner Arbeitsstelle verpfeifen werde. Ich tue das, weil ich es einfach nicht mit mir vereinbaren kann, dass er so mit Patienten arbeitet. Dennoch tut es mir leid, dass ich unter Umständen seine gesamte Karriere zerstöre, denn sein Studium und der Job sind für ihn das Wichtigste.

Beichthaus.com Beichte #00031927 vom 20.09.2013 um 14:36:35 Uhr (38 Kommentare).

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