Meine Frau, mein Auto, mein Haus!

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Vandalismus Boshaftigkeit Familie Rache Bayern

Kein Familientreffen vergeht, bei dem mein Bruder nicht seine Errungenschaften in den Mittelpunkt stellt. "Meine Frau", "mein Haus", "mein Auto" - das ist alles, was in seinem Kopf herumschwirrt. Er hat mich noch nie gefragt: "Bruder, wie geht es dir?" oder überhaupt Interesse für mich gezeigt. Es ist nicht so, dass ich neidisch bin auf seine Luxuskarosse oder sein Nobelhäuschen - aber sein "Ich habe es geschafft"-Verhalten, bringt mich auf die Palme. Letzten Sommer war wieder einmal seine 3-Jahres-Frist vergangen und einer neuer Schlitten mit allem Schnickschnack und blendenden Spoilern stand in seiner Einfahrt. Ich konnte die Sätze quasi schon hören, die mich bald überrollen würden - inklusive mitleidiger Blicke auf meinen Kleinwagen natürlich.

In der Nacht vor dem Geburtstag meiner - ach so hübschen - Schwägerin, wartete ich bis unser beschauliches Dörfchen im Schlaf lag und schlich mich dann zum Carport meines Bruders. Mit meinem Lieblingsschraubenzieher in der Hand stand ich nun vor der neuesten Errungenschaft der Autoindustrie. Ein kurzes Zögern und dann tat ich es. Ich zauberte ein fantastisches Schnörkelmuster auf alle großen Flächen des glänzenden Lackes. Meine Kreativität kannte keine Grenzen und Skrupel mehr. Die Aufgelöstheit meines Bruders am nächsten Morgen war grenzenlos und entschädigte mich für viele Jahre erlittener Prahlerei. Die Geburtstagsparty fand erst nach der Neulackierung des Wagens statt.

Beichthaus.com Beichte #00041139 vom 04.04.2018 um 10:48:10 Uhr in Bayern (21 Kommentare).

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Smartphones auf Konzerten

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Zorn Gesellschaft Basel

Am Freitag besuchte ich nach langjähriger Pause mal wieder ein Konzert und muss sagen, Konzerte sind nicht mehr das was sie mal waren. Die ganze Zeit störende Smartphones vorm Gesicht. Alle schauten nur auf die Telefone, Whatsapp-Nachricht hier und da. Sofort musste alles auf den sozialen Netzwerken geteilt werden. Ist es denn so schwierig den Augenblick einfach zu geniessen und sich diese Erinnerungen ins Gedächtnis zu brennen.

Beichthaus.com Beichte #00041136 vom 03.04.2018 um 07:20:55 Uhr in Basel (17 Kommentare).

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“Beichte

Frührente mit 40

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Verzweiflung Peinlichkeit Arbeit Gesundheit

Nächsten Monat werde ich vierzig und plane, in Frührente zu gehen. Zahlreiche ambulante und stationäre Therapien sowie Medikamente haben meine psychische Erkrankung nicht verschwinden lassen und ich halte mich für nicht mehr arbeitsfähig, da ich in meiner Verfassung keine Verantwortung mehr für meine berufliche Tätigkeit übernehmen kann. Jetzt hoffe ich, dass die Anträge und Gutachten entsprechend positiv für mich ausfallen, um nach Jahren des Kämpfens endlich zur Ruhe zu finden. Niemand aus meinem Umfeld weiß bisher davon. Ganz einfach, weil ich noch so jung bin und mich irgendwie dafür schäme, sozusagen aussteigen zu wollen, während die meisten Menschen bis weit über sechzig arbeiten.

Beichthaus.com Beichte #00041131 vom 02.04.2018 um 08:40:55 Uhr (9 Kommentare).

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Was macht man mit verdorbenem Fleisch?

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Ekel Tiere Brandenburg

Meine Mutter war eine schlechte Hausfrau. Als ich 13 war, lag sie im Krankenhaus und Oma kam, um den Haushalt auf Vordermann zu bringen. Wir hatten eine große Gefriertruhe, voll mit jahrealtem, unbeschrifteten Fleisch. Oma sagte, das müsse weg, aber nun war guter Rat teuer. In ďer Mülltonne wäre es aufgetaut und hätte gestunken. Schließlich hatte ich eine Idee. Wir ließen das Zeug so weit antauen, dass wir die Gefrierbeutel entfernen könnten, füllten das Fleisch in Wäschewannen und kippten diese im nahen Wald aus. Als ich anderntags nachsehen ging, war nichts mehr da. Ich hoffe, die Füchse und Wildschweine haben es vertragen und bekamen keine Probleme im Magen- und Darmtrakt.

Beichthaus.com Beichte #00041129 vom 01.04.2018 um 21:08:33 Uhr in Brandenburg (9 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Hundeentführung in der WG

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Ungerechtigkeit Tiere WG Berlin

Ich (m/24) muss mir etwas von der Seele schreiben, was ich auch nach einem halben Jahr noch bereue. Es fing damit an, dass sich mein Mitbewohner (24) einen Hund gekauft hat, zuerst hatte ich damit kein Problem, nach einiger Zeit wurde es jedoch unerträglich. Die Wohnung stank, überall lagen Hundehaare und der Hund war laut. Ich habe natürlich versucht, mit meinem Mitbewohner zu reden, aber er wollte nicht zuhören, da er seinen Hund trotz allem mochte.

Ich wurde immer frustrierter, weshalb ich, nachdem der Hund wieder einmal meine Nerven strapazierte, auf eine Idee kam. Mein Mitbewohner arbeitet in einem Krankenhaus, ich wusste, wann er Nachtschicht hatte. Um nicht aufzufallen, erzählte ich ihm einige Wochen vorher, dass ich meine Verwandten, die noch in Japan leben, besuchen wollte. Um glaubhaft zu wirken, verließ ich die Wohnung am Tag meiner erfundenen Abreise mit gepackten Koffern. In Wirklichkeit fuhr ich zu meinem Bruder, der eingeweiht war.

Nachdem ich sicher war, dass mein Mitbewohner zur Arbeit gegangen war, fuhren wir im Schutze der Nacht zu meiner Wohnung, um den Hund zu entführen. Am nächsten Tag brachten wir ihn in ein Tierheim. Als ich von meiner erfundenen Reise zurückkehrte, war mein Mitbewohner völlig aufgelöst, da der Hund weg war. Er gab sich die Schuld, weil er das Fenster in seinem Zimmer offen gelassen hatte, um zu lüften. Er glaubte, der Hund wäre weggelaufen, was nicht schwer wäre, da wir im Erdgeschoss wohnen.

Ich spielte den Ahnungslosen und tat so, als würde ich das Tier vermissen. Glücklicherweise hat er sich keinen neuen Hund gekauft, jedoch habe ich immer wieder ein schlechtes Gewissen, wenn mein Mitbewohner von seinem Hund erzählt und dann traurig guckt. Ich bin zu feige, um nach so langer Zeit die Wahrheit zu erzählen. Ich hoffe, der Hund hat ein glückliches, neues Zuhause gefunden. Hiermit bitte ich um Absolution für mein Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00041128 vom 01.04.2018 um 18:19:20 Uhr in Berlin (16 Kommentare).

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