Die Jecken geweiht

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Ekel Morallosigkeit Trunksucht Gesellschaft Köln

Zum Thema Karneval habe ich auch noch eine Beichte abzulegen. Im vollen Trubel des allseits bekannten und beliebten Kölner Rosenmontagsumzuges habe ich mich in der Alkohollaune hinreißen lassen, meine Kostümierung für einen Scherz zum Anlass zu nehmen. Ich war als Pfarrer verkleidet und stellte mich an den Straßenrand, um Menschen zu "segnen". Mein Weihwasser hatte ich natürlich auch dabei. Die meisten Leute fanden das ziemlich lustig und ich konnte mich vor Freiwilligen kaum retten. Dumm nur, dass mich Bier dazu getrieben hat, statt normalem Wasser Heringswasser zu nehmen, also das Wasser, in dem Rollmöpse und Heringe in Gläsern eingelegt sind. Es tut mir leid für alle, die von mir mit stinkendem Fischwasser geweiht wurden.

Beichthaus.com Beichte #00030798 vom 17.02.2013 um 13:34:27 Uhr in Köln (Aachener Straße) (10 Kommentare).

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Jugendliche abfüllen an Karneval

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Morallosigkeit Trunksucht Gesellschaft Köln

Ich muss etwas beichten, wofür ich mich sehr schäme. Und zwar bin ich, Mitte 30, an Karneval mit einer Freundin, ebenfalls in meinem Alter, feiern gegangen. Unterwegs kamen wir in Kontakt mit einem Teenager, der allein dastand und frustriert war, weil ihn seine Freunde versetzt hatten. Ich habe dem Jungen, der angab, 16 zu sein, daraufhin bestimmt acht Kurze ausgegeben, die er auch dankend annahm. Er ist dann auch mit uns weitergezogen. Wir waren ihm zwar sichtlich suspekt, da wir auch angetrunken waren, aber er hatte bestimmt auch keinen Bock, allein abzuhängen. Vielleicht fand er es auch cool, mit den "Großen" zu feiern. Unterwegs trafen wir dann Bekannte von ihm, die mit uns mitgingen und uns im Vertrauen mitteilten, dass er noch keine 16 sei. Aber es war eh schon alles viel zu spät - für ihn, nicht für uns. Als der Alkohol alle war, besorgte ich Nachschub an Likör und wir alle tranken, als gäbe es morgen nichts mehr. Die Teenies ließen sich nicht lange bitten und hielten wacker mit.


Und irgendwann brach der arme Junge auf einer Parkbank zusammen und übergab sich mehrfach, einmal sogar haargenau in die Tasche meiner teuren Jacke, treffsicher auf mein Handy. Ich habe ganz schön blöd geguckt, als ich dieses aus der Tasche nehmen wollte und plötzlich Kotze unter den Fingernägeln hatte. Ich passte noch auf, dass sein Kopf richtig lag und er nicht am Ende am Erbrochenen ersticken würde und versuchte, ihn zu beruhigen, aber er bekam echt nichts mehr mit. Schließlich stand er nach einer halben Ewigkeit auf, torkelte benommen zur nächsten Bank, legte sich dort nieder und erbrach sich erneut. Die anderen Jugendlichen machten voll die Panik, zwei Mädels heulten wie die Schlosshunde. Eines der Mädchen sagte sogar: "Hoffentlich kriegt der daheim keine Schläge, wenn die Eltern mitkriegen, wie blau der ist." Meine Freundin und ich haben dann die Ordnungshüter gesucht, die ungefähr 30 Meter entfernt Streife gingen. Wir machten ihnen höflich klar, dass ein Stück entfernt ein betrunkener Jugendlicher liegt, nach dem sie bitte sehen sollten und machten uns dann eilig davon. Ich schäme mich zu Tode dafür, dass ich den Jugendlichen mit einem gewissen Vorsatz abgefüllt habe - ich weiß echt nicht, was mich da geritten hat - und hoffe, dass der arme Junge nicht wirklich daheim Prügel bekommen hat.

Beichthaus.com Beichte #00030786 vom 12.02.2013 um 21:29:02 Uhr in Köln (Cäcilienstraße) (23 Kommentare).

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Das erste Erlebnis mit Alkohol

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Peinlichkeit Trunksucht Last Night Essen

Ich (w/20) habe, obwohl ich Russin bin und meine Freizeit früher in einem Kreis voller Russen verbracht habe, die keinen einzigen Sinn im Leben gesehen haben, als sich bei jeder Gelegenheit zu besaufen, nur ein einziges Mal Alkohol angerührt. Dies war gleichzeitig auch einer der größten Fehler und bislang das peinlichste Erlebnis meines Lebens. Ich wurde gerade 18 und wir entschieden uns, an einem Samstag mal eine Russendisko aufzusuchen. Die erste Hälfte des Abends verlief wie gewohnt, ich verhielt mich zurückhaltend und schaute zu, wie meine Freunde sich nach und nach betranken. Irgendwann schaffte es eine Freundin, mich dazu zu überreden, an diesem Abend ausnahmsweise mal mitzutrinken. Wie man es nicht anders erwarten konnte, war ich am Schluss betrunkener als jeder Elch, da ich keine Erfahrungen mit Alkohol hatte. Am Ende des Abends, nachdem ich mich entschieden hatte, dass uns ein Bekannter zu einer Freundin nach Hause fährt und ich dort übernachte, versuchte ich, dem Security-Personal mein Handy zu schenken, warum auch immer. Auf dem Weg zum Ausgang bin ich, laut Erzählungen, noch die Treppe heruntergerollt. Als ich versucht hatte, ins Auto zu steigen, bin ich fast darunter gerutscht, hätte mich der Fahrer nicht aufgefangen. Bei der Freundin angekommen, entschied ich mich aus unerklärlichen Gründen, von meiner Freundin abzuhauen und mich auf den Heimweg zu machen. Irgendwie habe ich es geschafft, in den richtigen Bus einzusteigen, der dazu auch noch voll mit anderen Feierlustigen war. Darunter war leider auch ein Bekannter, an den ich mich allerdings nicht mehr erinnere. Er hat mir später nur erzählt, dass ich mich wohl lautstark mit den anderen Gästen unterhalten habe, bevor ich - tatsächlich an der richtigen Haltestelle - ausgestiegen bin. Mir ist das Ganze heute noch so dermaßen peinlich, dass ich seitdem nie wieder Alkohol angerührt habe.

Beichthaus.com Beichte #00030775 vom 08.02.2013 um 21:15:38 Uhr in Essen (Westendstraße) (16 Kommentare).

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Freitags Komasaufen

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Trunksucht Peinlichkeit Last Night Berlin

Freitags Komasaufen
Von meinem 16. bis 20. Lebensjahr war ich fast dauerblau. Zusammen mit einigen Kumpels gründete ich eine Art Jugendbewegung, die sich schnell über das ganze Land ausbreiten sollte. - Hat sie leider nicht getan. - Dennoch, der Name war Programm: FKS - Freitags Koma Saufen. Immer, bis nichts mehr ging. An einen Abend kann ich mich paradoxerweise noch recht gut erinnern. Wiedereinmal haben ein paar FKS-Anhänger und ich uns mit Wodka und Bier in rauen Mengen betrunken. Anschließend sind wir los, um zu feiern. Dies war allerdings durch den extremen Alkoholkonsum nicht mehr möglich, weshalb wir nach fünf Minuten mit den Köpfen zwischen unseren Knien auf der Straße kauerten und fast schliefen. Auf der anderen Straßenseite bewegte sich eine Menschentraube, was mir in diesem Moment absolut nicht in den Kragen passte. Also sprang ich auf und marschierte aggressiv fluchend auf sie zu, mit dem Ziel, gewalttätig zu werden. Nach drei Schritten verfiel mein Körper allerdings in eine Art Starre und ich konnte mich nicht mehr bewegen. Ich fiel also wie ein Brett mit dem Gesicht auf den Asphalt und schlief unter dem Gelächter der Anwesenden ein. Wie durch eine übermenschliche Eingebung war mir in diesem Moment alles so klar. Ich musste etwas ändern. Auch wenn es nicht einfach war, aus der wöchentlichen Routine raus zu kommen, habe ich es dann doch geschafft. Auch dank meiner Freundin, die freitags immer auf mich aufpasste. Noch heute, fünf Jahre danach, klingelt Freitagabend ab und zu noch das Telefon und jemand von der alten Brigade lallt "Hey Alter, komm doch mal wieder rüber! Wir haben 20 Sixpacks im Kofferraum!" Ich fühle mich irgendwie alt, aber die verschwommenen Erinnerungen an damals beleben noch immer meinen Geist.

Beichthaus.com Beichte #00030773 vom 08.02.2013 um 15:07:11 Uhr in Berlin (Senftenberger Ring) (19 Kommentare).

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“Beichte

Die Nacht auf der Toilette

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Trunksucht Peinlichkeit Maßlosigkeit Last Night Dresden

Die Nacht auf der Toilette
Ich (w) habe mir selbst mit 16 Jahren direkt eine Lehre in Sachen "Umgang mit Alkohol" erteilt. Ich war mit Freunden in der Disco und wir tanzten, lachten und tranken sehr ausgelassen. Irgendwann merkte ich, dass ich zu viel getrunken hatte. Ich ging zur Toilette und übergab mich mehrfach. Mir ging es nicht gut und ich hatte große Schwierigkeiten, auf meinen Beinen zu stehen. Mir war klar, dass ich mich so nicht vor meinen Freunden zeigen konnte. Daher blieb ich in meiner Toilettenkabine eingeschlossen. Ich kniete vor der Toilettenschüssel, so dass ich, falls ich mich erneut übergeben müsste, direkt in die Schüssel traf. So verweilte ich die ganze Nacht dort. Leider führte die Anstrengung auch dazu, dass ich extrem müde wurde. Immer wieder schlief ich ein, übergeben musste ich mich aber nicht mehr. Dennoch habe ich meinen Rausch regelrecht auf der Toilette ausgeschlafen und wurde erst am anderen Morgen gegen 5 Uhr geweckt - vom Wach- und Reinigungspersonal. Sie haben mich dann rausgeschmissen. Immerhin kann ich behaupten, dass ich der letzte Gast war, der den Club verlassen hat.

Beichthaus.com Beichte #00030771 vom 08.02.2013 um 12:18:53 Uhr in Dresden (Grunaer Straße) (8 Kommentare).

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