Der unkommunikative Mensch

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Trägheit Arbeit WG

Ich beichte, dass ich einen gut bezahlten Job habe und unglücklich bin. Auf der Arbeit sind alle Leute besser als ich und ich bin schüchtern und unkommunikativ und kann deswegen meine täglichen Aufgaben nicht bewältigen weil ich Angst habe auf andere Leute zu zu gehen. Ich bin schon die ganze Zeit krank geschrieben weil ich es einfach nicht schaffe dort noch einmal hinzugehen. Und jetzt wohne ich auch noch zu allem Überfluss in einer sehr sozialen WG und ich weiß nicht wie ich mich vor den anderen Mitbewohnern verhalten soll. Ehrlich gesagt ist es mir super unangenehm mit ihnen Zeit zu verbringen. Auf der Arbeit haben Sie gesagt, dass ich mehr Elan zeigen soll und ihn notfalls vortäuschen soll aber ich kann das nicht beim besten Willen. Ich bin nur noch nervös und angespannt und habe die Angst, was andere Leute von mir denken. Habe zwei mal allen Mut aufgenommen und mich zwei Ärzten anvertraut und die haben mein Anliegen auch nicht wirklich ernst genommen. Auf einen Platz beim Psychologen muss man sehr lange warten, wahrscheinlich muss ich dann meinen Arbeitsplatz auch aufgeben. Ich habe einfach keine Energie mehr und bin total lethargisch und möchte am Liebsten alles hinschmeissen. Das belastet mich sehr.

Beichthaus.com Beichte #00041395 vom 03.07.2018 um 23:16:19 Uhr (11 Kommentare).

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Veganer für die Karriere

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Falschheit Chef

Ich bin gerade im Referendariat und habe über Facebook erfahren, dass meine Hauptseminarleiterin radikale, fast schon militante Veganerin ist. Sie teilt immer irgendwelche Statements von Veganer-Seiten, in denen Verständnislosigkeit gegenüber Fleischessern geäußert und zum Veganismus aufgerufen wird. Da ich es mir mit ihr nicht verscherzen will und ich denke, dass ein gutes Verhältnis zum Benoter der Note nicht schaden kann, tue ich jetzt vor ihr so, als sei ich auch vegan. Als wir letztens ein gemeinsames Frühstück gemacht haben, habe ich extra auffällig veganes Essen mitgebracht und gesagt, dass ich keine tierischen Produkte esse, als mir jemand Käse angeboten hat. Irgendwie ist das ganz schön heuchlerisch, arschkriecherisch und rückradlos.

Beichthaus.com Beichte #00041387 vom 01.07.2018 um 00:29:38 Uhr (21 Kommentare).

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Mein Mann ist Dauerstudent

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Faulheit Partnerschaft Habgier Studentenleben

Mein Mann ist der größte Vollidioten-Arsch, den man sich vorstellen kann. Lässt sich seit bald 10 Jahren von mir aushalten unter dem Vorwand, er würde seine Doktorarbeit schreiben. Vollzeit! Das heißt, seit fast 10 Jahren tut er offiziell nichts anderes als (angeblich) seine Doktorarbeit zu schreiben und ist trotzdem immer noch nicht fertig. Und das in einem geisteswissenschaftlichen Fach. Dazu ist er extrem cholerisch und täglich am Rumschreien wegen nichts, schlechte Laune verbreiten, teilweise gewalttätig, egoistisch und fordernd. Es ist ihm anscheinend nicht peinlich, dass er noch keinen Cent für seine Familie verdient hat und er seine Kinder nicht versorgen kann. Trotzdem wagt er es, sich auch noch über mich zu beschweren, weil unsere Wohnung so unordentlich ist und ich nicht oft genug putze. Alles, was er kann, ist unser Geld, das ich verdient habe, aus dem Fenster zu schmeißen für überflüssige Anschaffungen für sich selber, während ich jeden Cent, den ich für die Kinder und mich ausgebe, drei mal umdrehe. Warum wir noch zusammen sind? Nach langem Abwägen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Kinder unter einer Trennung mehr leiden würden als darunter, einen nutzlosen Schmarotzer als Vater zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00041386 vom 30.06.2018 um 22:41:27 Uhr (26 Kommentare).

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Meine seltsame Wandlung

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Eitelkeit Sport

Ich (w/33) beichte, dass ich langsam zum rücksichtslosen Arschloch werde. Bis vor einem Jahr war ich eine übergewichtige Couchkartoffel, ich hatte zwar vielseitige Interessen, aber nichts davon hatte mit Sport zu tun, eher mit Lesen, Handarbeiten, Heimwerken, Kochen, etc. Ab meinem dreißigsten Geburtstag ungefähr haben sich dann die ersten Zipperlein gemeldet, das Kreuz tat nach einem langen Tag im Bürosessel weh, bei Anstrengungen hab ich verdammt schnell einen roten Kopf bekommen und geschnauft wie eine Dampfwalze und zum Zug rennen war auch kein Spaß mehr. Nach ein paar halbherzigen und daher erfolglosen Diätversuchen hat es dann plötzlich, von einem Tag auf den anderen, in meinem Kopf klick gemacht und ich wurde zur fitnesssüchtigen Sportskanone, die keinen Zucker und kein weißes Mehl und andere Dickmacher mehr anrührt. Seitdem schmelzen die Pfunde nur so dahin und mein Körper erreicht langsam die Leistungsfähigkeit, die er mit gerade mal Anfang dreißig haben sollte.<br /> <br /> Das ist alles gut und angenehm, nur merke ich, dass ich in letzter Zeit wider Willen keine Geduld mehr habe mit Leuten, die so sind wie ich es war. Ich kann diese Massen an Schwabbelfett nur mehr mit Verachtung betrachten. Wenn ich jemanden sehe, der wegen Übergewicht aus dem letzten Loch pfeift und trotzdem einen Einkaufswagen voller Chips und Schokolade zur Kasse schiebt, möchte ich kotzen. Damit mich keiner falsch versteht, es geht mir dabei nicht um perfektes Aussehen. Davon bin ich selber weit entfernt, denn meine Haut hat mir die letzten Jahre nicht ganz verziehen und wenn ich in den Spiegel sehe, sehe ich gestählte Muskeln, die von einem schlaffen Hautrand um den Bauch und einer Menge Dehnungsstreifen verunstaltet werden. Meine Brüste waren recht gutmütig und hängen weniger als erwartet, aber so straff wie einst sind sie auch nicht mehr. Das ist mir auch alles völlig egal, ich war noch nie eitel und betrachte es als gerechte Strafe dafür, dass ich es überhaupt je zu so massivem Übergewicht kommen habe lassen. Es geht mir um die Disziplin, darum dass ich angewidert bin von Leuten, die sich gehen lassen. Ganz besonders angewidert bin ich dabei von meinem früheren Selbst. Verzeiht mir meine Wandlung vom Saulus zum Paulus. Ich gehe jetzt ein paar Klimmzüge machen und mein vergangenes, fettes Ich hassen.

Beichthaus.com Beichte #00041384 vom 29.06.2018 um 10:39:27 Uhr (15 Kommentare).

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Die Angst nach draußen zu gehen

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Neurosen Peinlichkeit

Vor einigen Tagen ist mir etwas sehr peinliches passiert. Seit einigen Monaten habe ich Angst- und Panikattacken. Leider stehe ich noch auf der Warteliste einiger Psychotherapeuten. Tagsüber schaffe ich es kaum vor die Tür zu treten und wenn es mal so weit ist, kämpfe ich innerlich mit meinen Ängsten. Mir wird dann ziemlich übel und teils schwarz vor den Augen weil mein Herz am rasen ist. Zum Beispiel ist Einkaufen eine reine Tortour. Deswegen bestelle ich meistens über Online-Supermärkte eine ganze Monatsration, wenn Freunde für mich nicht einkaufen können. Vor einigen Tagen habe ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und bin trotz Ängsten doch gegangen. Es war bereits einige Stunden vor Ladenschluss. Der ganze Prozess von der Überlegung bis aus dem Haus zu gehen hat geschlagene zwei Stunden gedauert. <br /> <br /> Als ich es endlich aus der Tür geschafft habe war ich sichtlich erleichtert. Ich genoss den Sonnenuntergang und die warme Brise. Als die sich Straßenlaternen anschalteten fühlte ich mich immer sicherer. Plötzlich merkte ich vor dem Laden wie ich dringend auf Toilette musste. Ein Kunden-WC gab es leider nicht und ich verkniff es so gut ich konnte. Ich bekam wieder Panikattacken, einerseits weil es im Supermarkt so hell war, und den vielen Menschen die noch anwesend waren, andererseits weil ich Angst hatte, es nicht mehr nach Hause zu schaffen. Im Marathonlauf und sichtbar verschwitzt legte ich die Waren auf das Kassenband und hoffte innerlich das sich die Kassiererin beeilt. Mein 10 Minuten Nachhauseweg kam mir wie eine Stunde vor. Doch dann passierte es und ich konnte meinen Stuhlgang nicht mehr verkneifen. Noch nie im Leben habe ich mich so geschämt und bin unter Tränen in meine Wohnung geflüchtet. Mir ist das ganze sehr peinlich. Ich bin eine erwachsene Frau und konnte meinen Stuhlgang nicht halten. Ich werde es sicher nicht mal meinen zukünftigen Therapeuten erzählen können. So groß ist die Scham. Seitdem habe ich die Wohnung nicht mehr verlassen.

Beichthaus.com Beichte #00041383 vom 28.06.2018 um 23:21:50 Uhr (7 Kommentare).

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