Omega sorgt für Ärger

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Aggression Trunksucht Vandalismus Last Night Aschaffenburg

Ich habe mich vor etwa einem Jahr auf einer Weihnachtsfeier so hemmungslos betrunken, nachdem der offizielle Rummel vorbei war, dass ich quasi "Hangover" nachgespielt habe. Ich habe mich mit zwei Jungs dort gut verstanden und wir haben nach zwei Flaschen Wein und diversen Bieren beschlossen, dass wir uns noch einen Kasten Gerstensaft aus der Küche schnappen und uns in die Stadt verziehen. Das wäre jetzt nicht so das Problem, wenn ich nicht folgende Eigenart hätte: Ich habe ADHS und kenne deshalb kein Mittelmaß. Ich kenne nur ganz oder gar nicht. Soll heißen, mit Alkohol maßhalten fällt mir unglaublich schwer. Wenn ich genug getankt habe, dann kommt in mir eine andere Person hoch. Im nüchternen Zustand ist Alpha da. Ich bin höflich, gut erzogen, manchmal rede ich viel zu viel. Kurzum: Man kommt mit mir aus. Aber wenn Omega da ist, und der kommt immer, wenn ich so getrunken habe, wie an diesem Abend, dann ist Essig mit der Gemütlichkeit. Dann werde ich zum Tier. Ich brülle, pöbele, werde aggressiv und gehe voll auf Konfrontation. Es ist all das, was ich sonst nie machen würde.


Am Tag nach besagter Feier suchte ich meinen Ausweis und fand stattdessen einen Zettel in meinem Geldbeutel von einem Barkeeper einer bekannten Bar, auf dem stand, dass ich 20 Euro für einen Spiegel zu zahlen hätte. Ich ging in die Bar, er sah mich und fing an zu lachen. Auf Nachfrage meinerseits erzählte er mir, dass ich völlig entgeistert auf einem kaputten Spiegel auf dem Klo gestanden hätte. Auf seine Frage, warum ich den Spiegel zerschlagen habe, hätte ich gesagt, dass ich es mir selbst nicht erklären könne. Ich hatte nicht gepöbelt, hatte nicht gereihert und auch sofort meine Bereitschaft zur Ersetzung gezeigt. Ich hatte ihm meinen Ausweis aufgedrängt, damit man mich "finden könne, wenn ich nicht zahlen würde". Draußen ging es dann weiter. Ich wurde mehr und mehr zum Tier. Ich legte mich mit einem der beiden Jungs von der Party mehrfach an und habe irgendwann eine sitzen gehabt. Ich rappelte mich auf und fragte: "Hast du nicht mehr drauf, du kleiner Wichser?" Schon hatte ich die nächste sitzen. Nachdem ich fertig auf dem Boden lag, rief der Schläger panisch, dass ich ihn jetzt anzeigen würde. Aber ich kenne mich. Ich hatte es doch so gewollt, warum sollte ich jemanden anzeigen, der sich zur Wehr setzt? Danach setzen die Erinnerungen komplett aus. Am nächsten Tag wachte ich mit einem Brummschädel, einem Kater, einem zerschnittenen Handrücken, blauen Knien und Auge, dreckigen Klamotten und ohne mein Lieblingszippo auf. Ich beichte, dass ich nicht mit Alkohol umgehen kann und dass ich zum Tier werde, wenn ich zuviel getrunken habe. Ich arbeite daran, aber es fällt mir schwer. Ich habe kein Alkoholproblem, ich trinke am Wochenende mal aber das war es auch schon. Aber ich habe ein Problem mit mir selbst. Ich schäme mich heute noch in Grund und Boden, wenn ich daran denke. Ich einer Woche ist wieder die Weihnachtsfeier. Da werde ich dann mal nachfragen, was genau danach passiert ist und mich bei den beiden entschuldigen.

Beichthaus.com Beichte #00030543 vom 05.12.2012 um 12:49:18 Uhr in 63739 Aschaffenburg (Frohsinnstraße) (15 Kommentare).

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Eskalation im Hotel

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Dummheit Ekel Trunksucht Vandalismus Last Night

Ich habe während dem Abitur noch meinen Grenzen gesucht. Wie auch an einem Wochenende, an dem vier Schüler unserer Schule das Privileg genießen durften, an einem Karriereseminar eines großen, börsennotierten Unternehmens teilnehmen zu dürfen, zusammen mit Schülern aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Ereignis fand in einem Fünf-Sterne-Hotel statt und sollte drei Tage andauern. Wir wurden gebeten, bereits am Freitag zu erscheinen, obwohl das Programm erst für Samstag angesetzt war. Da das Hotel nur 40 Kilometer von unserer Schule entfernt war, kamen wir selbstverständlich pünktlich zum Abendessen an. Leider feierte ein sehr guter Freund an diesem Abend noch seinen Geburtstag, wo wir natürlich noch hin mussten. In der entsprechenden Bar angekommen, betranken wir uns genüsslich und hatten einen Long Island Ice Tea nach dem anderen. Nachdem es mittlerweile spät in der Nacht war und die Bar gerade schloss, kam uns die glorreiche Idee, die Party in unserem Hotel fortzusetzen. Gesagt, getan. Mit zehn Freunden fuhren wir ins Hotel - mit Taxi selbstverständlich - und bedienten uns an der Bar. Wir tranken die teuersten Whiskys und Unmengen selbstkreierter Cocktails. Nachdem wir langsam ein Hungergefühl entwickelten, suchten wir die Hotelküche und wurden auch schnell fündig. Das Frühstücksbuffet für den nächsten Morgen war bereits perfekt angerichtet, für einen Moment zumindest. Also setzten wir unser Leben im Schlaraffenland fort und verwüsteten so ziemlich alles. Nachdem ich mich kaum noch auf den Beinen halten konnte und die Sonne langsam aufging, wollte ich auf mein Zimmer gehen. Kurz, nachdem ich mich hinlegte, überkam mich allerdings der Alkohol und landete im Bett. Plötzlich hörte ich jemanden neben mir sagen "Ich will noch nicht aufstehen". Ich versuchte, mir diese Situation in meinem Rausch zu erklären, hatte aber leider keinen Erfolg. Also rannte ich aus dem Zimmer und bemerkte auf dem Flur, dass mein wirkliches Zimmer ja eine Türe weiter ist und ging dort hinein, um ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. Wie ich in das falsche Zimmer hinein kam, kann ich mir heute noch nicht erklären.


Auf dem Weg zum Frühstücksbuffet am nächsten Morgen wurden wir von einem Seminarleiter abgefangen und in einen Konferenzraum gebeten, in dem sämtliche Teilnehmer topfit versammelt waren, mit Ausnahme von uns. Es wurde berichtet, dass Getränke fehlen, die Küche ein Schweinestall sei, im ganzen Hotel Zigarettenstummel auf dem Boden liegen und jemand in der Küche sein großes Geschäft erledigt habe. Entsetzte Blicke in allen Gesichtern. In diesem Moment meldete sich ein junges Mädchen und fügte hinzu, dass jemand in ihr Bett gekotzt hätte. Nach einem kurzen Auflachen wurde es wieder ernst. Man teilte uns allen mit, dass das Seminar mit sofortiger Wirkung abgebrochen wird und auch in Zukunft nicht mehr stattfindet. Einige Leute fingen an zu weinen, andere warfen meinen Kumpels und mir böse Blicke zu, inklusive den Seminarleitern. In diesem Moment übergab sich ein Freund von mir. Nach unzähligen Bestellungen zum Direktor unserer Schule wurde die Situation so ernst, dass wir es nur mit viel Glück, richtigem Auftreten und Argumentationsgeschick schafften, die Schuld auf Unbekannte zu schieben und somit nicht von der Schule zu fliegen. Ich beichte also, dass es mir unendlich leid tut, mich damals so benommen, eine zehnjährige Tradition unserer Schule zerstört, dem Hotel und seinen Angestellten Mühe und Kosten bereitet und alle Teilnehmer um ein wertvolles Zertifikat gebracht zu haben. Jetzt kenne ich meine Grenzen.

Beichthaus.com Beichte #00030540 vom 04.12.2012 um 23:49:22 Uhr (11 Kommentare).

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Alle schauen, niemand hilft

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Engherzigkeit Ekel Hochmut Gesellschaft Last Night Bremen Hauptbahnhof Gleis 5

Letzes Wochenende, Samstagabend. Ich hatte Feierabend und wollte so schnell wie möglich nach Hause und musste dafür den Zug vom Hauptbahnhof Bremen nehmen. Schnell bin ich zur Straßenbahnhaltestelle gerannt, um meine S-Bahn zu kriegen, die mich zum Hauptbahnhof fährt. Die S-Bahn fuhr pünktlich ab und ich erreichte den Bahnhof, doch mein Zug war leider schon weg und am Gleis standen keine weiteren Menschen, außer einem heruntergekommenen Penner, der mit einem Stoffbeutel und seinem letzten Hab und Gut sowie ein paar Bierflaschen auf der Bank vor sich hin döste. Der nächste Zug würde erst in 45 Minuten kommen. Nach einer Weile kamen ein paar Menschen zum Gleis hinzu und somit war ich nicht mehr ganz alleine, doch alle standen viele Meter entfernt. Ich war somit immer noch die, die am nächsten in der Nähe des Mannes saß. Plötzlich kam eine Gruppe von Teenagern ausländischer Herkunft, einen kannte ich sogar, er arbeitet im Erdgeschoss meiner Arbeit und war eigentlich auch immer ziemlich nett. Auf einmal fingen diese besagten Jungs an, leicht auf den schlafenden Mann einzuschlagen. Es war zunächst nur ein grobes Anstupsen, was immer heftiger wurde. Ich drehte mich um, um nach Hilfe zu suchen, doch alle anderen Passanten schauten weg. Die Jungs fingen an, die Tasche und seine Kleidung, auf der er schlief, durch die Gegend zu schmeißen und aufs Gleis zu werfen. Außerdem wurde der Mann die ganze Zeit von den Jungs beleidigt. Der Mann versuchte aufzustehen, doch er schien so betrunken zu sein, dass er kaum etwas mitbekam. Ich rief die Polizei an, dazwischen wollte ich als zierliche Frau dann doch nicht gehen. Ich hatte selbst Angst genug, dass mir was passiert. Bevor die Polizei kam, traf jedoch die Bahnhofssecurity ein und zog die Jungs beiseite. Immer noch half dem Mann aber keiner auf und ich verkroch mich ans andere Ende des Gleises. Ich weiß nicht, warum ich dem Mann nicht hoch geholfen habe, Gefahr von den Männern bestand immerhin keine mehr. Ich habe mich aber in dem Moment wohl zu sehr geekelt, einem so scheußlich aussehenden Mann zu helfen und ich habe mich einfach für was Besseres gehalten.


Heute nach meiner Frühschicht habe ich den Mann erneut gesehen, wieder am Bahnhof, wieder am Gleis, dieses Mal aber richtig schick und attraktiv angezogen. Hätte er nicht eine Wunde an der Augenbraue gehabt, hätte ich ihn vermutlich nicht wiedererkannt. Daher möchte ich nun beichten, weil mir das Ganze so unangenehm ist und mir nicht mehr aus dem Kopf geht, wieso ich so egoistisch war und ihm nicht geholfen habe.

Beichthaus.com Beichte #00030539 vom 04.12.2012 um 19:09:17 Uhr in Bremen Hauptbahnhof Gleis 5 (11 Kommentare).

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Den besten Freund betrogen

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Begehrlichkeit Fremdgehen Last Night Stuttgart

Alles begann vor rund drei Monaten. Um zu erzählen, was passiert ist, muss ich aber etwas weiter ausholen. Es hat mit meinem besten Freund und seiner Freundin zu tun. Ich verstehe mich mit den beiden echt super. Ihn kenne ich seit mehr als 15 Jahren und sie seit eineinhalb Jahren, eben seitdem er mit ihr zusammen ist. Sie ist ein sehr attraktives Mädchen und wie es das Schicksal so will, habe ich mich in sie verguckt. Ich habe die Gefühle, die ich für sie hege, eine lange Zeit unterdrückt, da ich mir eigentlich geschworen hatte, meinem besten Freund niemals die Freundin auszuspannen. Eines Samstags waren wir mal wieder feiern. Meinem Freund ging es irgendwann nicht mehr so gut und er ging nach Hause. Vorher sagte er mir noch, ich solle auf seine Freundin aufpassen und sie sicher nach Hause bringen. Er wünschte uns noch viel Spaß und verabschiedete sich. Als er weg war, ging alles ganz schnell, zumindest kam es mir da so vor. Seine Freundin lud mich auf einige Drinks ein und wir becherten ein wenig. Nach einer Zeit waren wir beide recht angetrunken und beschlossen irgendwann, tanzen zu gehen. Alle Blicke der männlichen Gäste waren auf sie gerichtet, da sie mit Abstand das hübscheste Mädchen vor Ort war. Wir tanzten eng und lange miteinander, bis sie mich schließlich küsste. Ich konnte überhaupt nicht realisieren, was passiert. Ich muss zugeben, dass es mir sehr viel Spaß machte, sie zu küssen. Ich war ja schon längere Zeit in sie verliebt. Nach einiger Zeit brachte ich sie dann nach Hause und dort landeten wir schließlich im Bett. Wir trieben es mehrmals diese Nacht. Morgens verabschiedete ich mich und fragte, wie das nun weitergehen soll. Sie sagte mir, dass sie sich selbst nicht sicher wäre, wie das passieren konnte und dass wir das unserem Freund niemals sagen dürften. Ich habe seit dieser Nacht so ein schrecklich schlechtes Gewissen meinem besten Freund gegenüber. Dennoch kann ich es ihm nicht sagen. Ich beichte hiermit, dass ich mit der Freundin meines besten Freundes mehrmals Sex hatte. Wir gehen nach wie vor zusammen weg und er ahnt nichts davon. Irgendwann werde ich es ihm sagen, nur wann, das weiß ich noch nicht.

Beichthaus.com Beichte #00030533 vom 04.12.2012 um 08:29:26 Uhr in Stuttgart (Hauptstätter Straße) (19 Kommentare).

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Sesselbrand am Parkplatz

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Dummheit Trunksucht Verzweiflung Last Night Bad Camberg

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wie das dann eben so ist, man blickt auf sein Jahr zurück. Im Zuge dessen fiel mir eine Sache ein, die ich beichten möchte. Kennt jemand den Roman "Vollidiot" von T. Jaud? Es geht darin um einen Vollidioten, der nach und nach alles verliert und überall versagt, sei es im Beruf, in der Liebe, bei Freunden und so weiter. Nun muss ich zugeben, dass ich selbst eher pessimistisch veranlagt bin und mich entsprechend auch gerne mal als totalen Versager sehe, was auch nicht so weit hergeholt ist. Kein großer Erfolg bei Frauen, im Job oder sonst wo. Nun kam es, dass ich mal wieder alleine in meiner Wohnung sitzend und dem Alkohol fröhnend in meinem Selbstmitleid versank und mich selbst bedauerte. Mein Blick fiel dabei irgendwie auf mein Bücherregal und auf jenen Roman. Ich erinnerte mich daran, dass der Roman am Anfang ziemlich lustig ist. Also habe ich mir das Buch geschnappt und es durchgeblättert. Nun sind die ersten Kapitel auch wirklich lustig, wandeln sich im Nachhinein aber, um schlussendlich noch mal einen Funken Hoffnung aufkeimen zu lassen, wenn der Protagonist seinen Singlesessel verbrennt, als Zeichen des Umbruchs.


Und jetzt dürft Ihr mal raten, was ich, betrunken, mich selbst bemitleidend und dieses Buch lesend, festgestellt habe? Richtig, ich saß in genau so einem Sessel. Und ich war natürlich nicht so rational, um zu sagen: "Hey, das ist ein Roman!" Nein, der gute Herr muss in solchen Fällen direkt glauben, dass er das Drehbuch seines Lebens vor sich hat und kommt natürlich auf die blödeste Idee des gesamten Buches. Ich habe mir also den Sessel geschnappt, einen Benzinkanister und ein Feuerzeug und bin zum nächsten großen Parkplatz gefahren - zur nächsten Schwedenmöbelfiliale war es dann doch zu weit. Und da habe ich dann, feierlich, mit feinster Metal Musik im Hintergrund, meinen Singlesessel verbrannt. Gott sei dank war der Parkplatz leer, abgeschieden und hatte nichts Brandförderndes in seiner Nähe. Ich möchte also beichten, dass ich eines Nachts sturzbesoffen Auto gefahren bin, um anschließend meinen Sessel auf einem Parkplatz mit Benzin zu tränken und zu verbrennen, um damit meinem Singleleben eine Wendung zu verpassen. Die Aktion hat allerdings nichts genutzt, ich bin immer noch genau so ein großer Vollidiot, mit der Ausnahme, dass ich jetzt ein Dreier-Sofa habe. Da kann man auch allein bequem drauf liegen.

Beichthaus.com Beichte #00030532 vom 04.12.2012 um 07:39:11 Uhr in Bad Camberg (10 Kommentare).

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