Der Hof meiner Eltern

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Ungerechtigkeit Habgier

Ich bin eine Null, ein Versager. Meine Urgroßeltern hatten einen Hof errichtet, der an meine Großeltern und an meine Eltern im Laufe der Zeit immer weiter vererbt wurde. Was mache ich? Ich habe eine Ausbildung als Metallbauer übers Arbeitsamt gemacht, weil ich nicht viele Möglichkeiten hatte auf dem normalen Arbeitsmarkt was zu finden, was auch standesgemäss wäre. Meine Kumpels haben den Hof von ihren Eltern als Landwirtschaftsmeister übernommen und bilden somit aus. Ich dagegen bin weg gezogen und den Hof haben meine Oldies verkauft und wohnen in so einer spießigen Kleinstadthütte mit Nachbarn, die ebenfalls alle komisch drauf sind und sich was auf ihre Einfamilienhäuser drauf einbilden, aber sonst keinen Kontakt wünschen. Gut, ich wohne nicht neben solchen Spießbürgern zusammen. Aber früher war es schon sehr gut, weil man nicht zur Miete gewohnt hat. Denn früher haben wir selbst die Leute komisch angesehen, die nur zur Miete gewohnt und nichts eigenes hatten. Heute gehöre ich auch zu diesen komischen Leuten und habe nur einen Job als Postzusteller und verdiene nicht mal annähernd soviel, wie meine damaligen Kumpels, wo ich keinen Kontakt mehr habe. Das alles frisst mich auf, weil ich es zugelassen habe, dass der Hof an andere Leute verkauft wurde, statt zu kämpfen um das gute Anwesen zu erhalten.

Beichthaus.com Beichte #00041911 vom 29.08.2019 um 13:00:14 Uhr (4 Kommentare).

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Unfall: Mit Inline-Skates an ein Fahrrad hängen

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Dummheit Unfall Mord Schortens

Vor vielen Jahren bin ich viel Inline-Skater gefahren und war oft sehr unhöflich. Gegen Abend eines besagten Tages habe ich mich bei einer alten Frau an ihr Fahrrad gehangen und sie hat schon geradezu gebettelt, dass ich loslasse, weil sie sich nicht halten kann. Aber ich habe gesagt, sie soll nicht jammern, woraufhin sie kurz danach mit ihrem Fahrrad umkippte und um Hilfe bat.

Das Schlimme ist, dass ich Angst hatte und geschockt war. Also habe ich gesagt sie hätte aufpassen sollen und bin so schnell ich konnte nach Hause gefahren. Zitternd habe ich gedacht noch den Krankenwagen zu rufen, da sie am Kopf blutete und sich bis auf ein wenig wimmern nicht bewegte, aber ich war zu feige und wollte kein Ärger. Die Frau stand einige Tage später in der Zeitung unter den Verstorbenen. Ich mach mir seitdem nur noch Vorwürfe und denke ich kann niemals gut sein und bin feige bis zu den Knochen! Es war nie meine Absicht das sowas passiert. Alles was ich wollte, war Spaß und ich habe so die Dame ignoriert. Bis heute habe ich Probleme und Schuldgefühle, weiss oft nicht was ich machen soll dagegen. Mein Arzt hat Depression festgestellt, aber ich bin nie auf meine Vergangenheit groß eingegangen. Mir so Luft machen hilft wohl nicht viel oder gar nicht. Aber so habe ich es wenigstens irgendwo gesagt, was für eine kranke Schandtat ich vollbracht habe. Ich wünschte wirklich, das wäre nie passiert.

Beichthaus.com Beichte #00041890 vom 02.08.2019 um 12:37:35 Uhr in Schortens (12 Kommentare).

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“Beichte

Mein Mann hat Krebs im Endstadium

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Verzweiflung Gesundheit Partnerschaft

Nach zähem Kampf gegen den Krebs, nach kurzem Sieg, vielen Niederlagen und immer wieder neuer Hoffnung, haben wir seit heute die Gewissheit, dass sich mein Mann im Endstadium befindet und der gesamte Bauchraum voller Metastasen ist. Es kann nicht mehr viel für ihn getan werden. Ich beichte, dass ich entgegen meiner festen Vorsätze, weiterhin diszipliniert zu bleiben, unsere Kinder gebührend zu versorgen, den Haushalt zu schmeißen etc. die Kinder bis auf den Kleinsten (er schläft) wegorganisiert habe (schlafen bei Freunden), eine Flasche Wein geöffnet habe und gerade auf dem Wege bin, mich hemmungslos zu betrinken. Es ist später Samstagabend und ich musste ihn im Krankenhaus zurücklassen. Wen auch immer ich anfunke: niemand ruft zurück. Ich weiß, dass das Betrinken eine Flucht ist und kein einziges Problem löst sondern eher neue schafft. Sicher könnte ich stattdessen zig andere Sachen tun, um Spannung abzubauen. Mir ist bewusst, dass es mir morgen vermutlich richtig mies gehen wird. Ja, ich bin schwach. Und doch sehe ich nach all den Monaten des Funktionierens heute Abend kein anderes Licht am Horizont als den Rausch.

Beichthaus.com Beichte #00041859 vom 15.06.2019 um 22:32:55 Uhr (7 Kommentare).

Gebeichtet von BelasBraut aus Frankfurt
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Fahrrad geklaut in Mühlacker

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Diebstahl Auto & Co. Mühlacker

Als ich ein 17-jähriger Schüler war, kam ich eines Abends erst spät von einer Exkursion mit meiner Klasse zurück. Ich rief zu Hause an, damit mich jemand abholen würde, jedoch waren meine Eltern nicht zu Hause, und Busse fuhren zu so später Stunde auch nicht mehr in den 5 km entfernten Ort, in dem ich damals wohnte. Meine Mitschüler waren inzwischen alle weg, wobei das eigentlich kein wirkliches Kriterium war, denn keiner davon wohnte in derselben Richtung wie ich, sodass man mich nicht hätte mitnehmen können.

Die nächste Stunde verbrachte ich damit, noch einige Male erfolglos zu Hause anzurufen, und ziellos herumzulaufen, bis ich wieder auf dem Schulhof ankam. Und da fiel mir auf, dass am Fahrradständer ein nicht abgeschlossenes Fahrrad stand. Inzwischen war mir alles egal, ich war nur noch fertig und müde und wollte nach Hause, sodass ich mir das fremde Rad genommen habe und heimgefahren bin. Natürlich habe ich das Rad am Tag danach zum Fahrradständer zurückgebracht, doch ich habe nie erfahren, ob der Besitzer es in der Zwischenzeit vermisst hat. Es tut mir leid, dass ich so faul und dreist war, denn ich hätte die Strecke in der Zeit auch laufen können.

Beichthaus.com Beichte #00041855 vom 03.06.2019 um 17:03:36 Uhr in 75417 Mühlacker (Lindachstraße) (12 Kommentare).

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Medikamenten-Überdosis

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Verzweiflung Selbstverletzung Gesundheit

Mit 16 Jahren habe ich mehrere Tabletten genommen, um mich umzubringen. Es gab mehrere Gründe. Ich wurde in der Schule gemobbt, weil ich komisch lief. Ich hatte und habe Schmerzen in den Füßen, weil ich eine Fußfehlstellung habe und daher ohne gute Einlagen nicht lange laufen kann. Das war und ist mir als Person unter 50 Jahren peinlich, weil man das von jungen Menschen nicht erwartet.

Zudem war mein Vater zu diesem Zeitpunkt in seiner Hochphase seiner Sucht. Er war und ist internetsüchtig. Damals lebte er noch bei uns Zuhause und er schenkte seinem PC mehr Beachtung als uns. Ich wurde immer angeschrien, wenn er sich dabei gestört fühlte. Generell kann man kurz sagen, dass der PC an unsere Stelle trat und meine Mutter dies auch noch billigte. Des Weiteren galt ich schon immer als psychisch krank bei meiner Mutter und bekam dies ständig so eingetrichtert, sodass ich mich damit abfand.

An jenem Tag hatte ich Ferien. Meine Mutter war arbeiten und mein Vater schlief noch. Ich nutzte die Chance, weil ich wusste, dass mein Vater nicht nach mir sehen würde. Alle würden denken, ich würde nur schlafen und mein Vater würde es in seinem Suchtwahn nicht bemerken. Also nahm ich mir das med. Wörterbuch, dass ich zu meinem 16. Geburtstag geschenkt bekommen hatte, weil ich mich sehr für Medizin interessierte und schlug die Seite der Vergiftungsdosen auf (steht am Ende solcher Bücher).

Ich nahm die besagten Medikamente (Schmerzmedikamente) ein, begab mich in mein Zimmer und wartete darauf, dass etwas passierte. Erstmal geschah nichts, also legte ich mich schlafen in der Hoffnung nicht mehr aufzuwachen. Ich träumte von meiner Zukunft (wie sich später herausstellte). Dann wachte ich mit fürchterlichen Bauchschmerzen, Übelkeit, Schwindel und einem Tinnitus auf. Die Schmerzen kamen vom rechten Oberbauch. Dort sitzt die Leber. Ich musste nicht ins Krankenhaus und keiner bemerkte es. Sowas möchte ich nicht nochmal erleben und habe mir geschworen, dass nicht nochmal zu wiederholen.

Beichthaus.com Beichte #00041836 vom 10.05.2019 um 01:58:03 Uhr (7 Kommentare).

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