Die Isolation tut mir gut.

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Manie Selbstsucht Gesellschaft

Die Umstände, die durch Corona verursacht werden, gefallen mir. Ich fühle mich in der kollektiven Zwangsisolation wie ein Fisch im Wasser und hoffe, dass diese Zeit nie vorbeigeht. Natürlich hoffe ich nicht, dass eine potenziell tödliche Krankheit, gegen die wir keine Medikamente haben, weiter umgeht. Aber ich wünsche mir, die ganze Gesellschaft wäre gezwungen, weiterhin auf einer Ebene ihr Leben zu führen, auf der ich mich wohl fühle, weil ich an sie gewohnt bin. Allein zu sein macht mir nichts mehr aus und das alle anderen nun im selben Tempo leben, gibt mir das Gefühl dazuzugehören und mehr noch, an die Umstände besser angepasst zu sein als meine Mitmenschen.

Ich freue mich, den Spieß umgedreht zu sehen. Ich habe wenig Mitleid mit Leuten, denen "die Decke auf den Kopf fällt", die in der Gesellschaft von sich selbst keine Ruhe finden und verzweifelt nach allen Strohhalmen greifen, ihre sozialen Gewohnheiten zu erhalten. Denn es sind dieselben, die in den ihnen gefälligen Umständen rücksichtslos über jeden hinweggehen, der in ihrem Teich nicht schwimmen kann.

Jetzt bin ich das erste Mal in meinem Leben normal, weil ich mich in den Umständen wohl fühle und gut an sie angepasst bin. Weil es sich richtig anfühlt und ich mit Isolation und Depression umzugehen weiß. Ich bitte um Absolution für meine Selbstsucht und hoffe, dass es am Ende allen mindestens so gut geht wie zuvor: Ich werde auf diesen Vorteil ohne Neid verzichten, wenn er wieder fort ist.

Beichthaus.com Beichte #00042067 vom 04.04.2020 um 14:50:26 Uhr (0 Kommentare).

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