Nachbarin mit Essstörung

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Engherzigkeit Neugier Schamlosigkeit Ernährung Nachbarn

Ich (m/23) hatte mal eine ziemlich, so schien es, essgestörte Nachbarin. Sie war so 16 und sehr zierlich, schlang sich aber tonnenweise Lebensmittel rein, und meine Beichte ist, dass ich das Ganze über ein halbes Jahr aus meinem Badezimmerfenster beobachtet habe. Das war genau gegenüber ihres Küchenfensters. Ich habe mich wie ein kleiner, dreckiger Stalker gefühlt, aber ihre Fressattacken waren nicht nur ekelhaft, sondern auch sehr faszinierend. Sie kam meist gegen 23 Uhr in die Küche, hat irgendwas auf den Herd gestellt und sich dann erst einmal im Stehen 5-6 Brotscheiben reingezimmert. Dann einen ganzen Kuchen oder Berge von Süßem, irgendwas Gekochtes, meist Nudeln. Nutella aus dem Glas gelöffelt und oftmals noch eine Packung Toastbrot reingehauen. Häufig stand sie einfach nur vor dem offenen Kühlschrank und hat sich mit bloßen Händen im Wahnsinnstempo Zeug in ihre Futterluke geladen. Lustig fand ich auf jeden Fall, dass sie tatsächlich jedes Mal einen Apfel danach aß. Naja. Also wie man merkt, habe ich sie wirklich viel beobachtet und habe auch so manches Mal etwas sausen lassen, um ihr bei der Fresserei zuzusehen. Das ist asozial von mir und ich würde mir selbst nicht wünschen, bei krankhaften Verhaltensweisen beobachtet zu werden, dennoch bin ich mir nicht sicher, ob ich wegsehen würde, falls ich noch einmal so eine Chance hätte.

Beichthaus.com Beichte #00036487 vom 28.08.2015 um 17:30:05 Uhr (3 Kommentare).

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Der Vorschlaghammer-Mörder

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Last Night

Also, ich habe mich einmal vor einigen Jahren abends mit einem Kumpel getroffen. Es war so ungefähr gegen 23 Uhr. Ich war jedoch komplett nüchtern und mein Kollege wollte noch sein Bier im Auto zu Ende trinken. Ich bin dann kurz aus dem Auto gestiegen und wollte meine Jacke in den Kofferraum legen. Als ich den Kofferraum öffnete, bemerkte ich, dass ich noch meinen Vorschlaghammer und meine Axt im Kofferraum hatte. Um kurz zu erklären, warum ich Vorschlaghammer und Axt im Kofferraum habe, damit es nicht so krank klingt: Ein Freund von mir ist mit seiner Freundin umgezogen und wir haben den Schlafzimmerschrank entsorgt. Glücklich, wie wir waren, beschlossen wir, uns erst einmal ein bisschen am Schrank auszutoben und ich brachte meinen Vorschlaghammer mit - und mein Kumpel seine Axt. Also tobten wir uns am Schrank aus und anschließend habe ich beide Gerätschaften bei mir in den Kofferraum gelegt. Ich hatte es jedoch vergessen. Daher lagen diese beiden Gegenstände in meinem Kofferraum. Aber zurück zu dem besagten Abend: ich bemerkte die Axt und den Vorschlaghammer im Kofferraum. Wir hatten an einem Parkplatz mitten in der Stadt geparkt. Irgendwie wusste ich noch, dass mein Kumpel noch sein Bier zu Ende trinken musste, und ich bemerkte, dass einige Parkplätze von uns weg ein junges Mädchen (ca. 19) in ihrem silbernen VW Polo saß und wohl auf jemanden wartete. Ich sah das Mädchen, die Axt und den Vorschlaghammer und ich konnte bei Gott nicht anders.


Ich nahm den Vorschlaghammer aus dem Kofferraum und schleifte ihn am Boden, während ich hinkend und mit den Schultern und mit dem Kopf zuckend in Richtung ihres Autos ging. Ich lief jedoch an ihrem Auto vorbei in Richtung Eingang. Dort stand ich für eine Minute und zuckte noch ein wenig. Anschließend drehte ich mich um und lief direkt auf das Mädchen zu. Sie schaute nur aus dem Auto, startete das Auto und fuhr weg - mein Kumpel im Auto lachte sich natürlich halbtot. Ich fand es auch sehr lustig und gerne erzähle ich heute noch die Geschichte. Im Nachhinein tut es mir jedoch manchmal leid, weil ich glaube, ich habe dem Mädchen den Schock ihres Lebens verpasst.

Beichthaus.com Beichte #00036486 vom 28.08.2015 um 11:03:49 Uhr (10 Kommentare).

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Kaufhausdetektiv mit Herz

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Diebstahl Arbeit Rodgau

Ich (m/25/Jurastudent) arbeite nebenher als Kaufhausdetektiv in Hamburg. Ich habe letztens gesehen, wie ein Obdachloser eine Packung Kekse einsteckte und habe nichts getan. Eine Woche später habe ich gesehen, wie ein Vater mit seinem Sohn heimlich ein Matchbox einsteckte, als er meinte, sein Sohn sieht es nicht - wahrscheinlich um es ihm später zu schenken. Wieder tat ich nichts. Wenn mein Chef das rausbekommt, fliege ich im hohen Bogen und muss mir einen anderen Job suchen. Aber ausschlaggebender, als der Diebstahlstatbestand, ist für mich mein persönliches Gerechtigkeitsgefühl. Falsch, aber ich fühle mich wohl damit.

Beichthaus.com Beichte #00036484 vom 28.08.2015 um 09:30:41 Uhr in Rodgau (10 Kommentare).

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Mein Hass auf den Durchschnittsmenschen

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Vorurteile Boshaftigkeit Neid Gesellschaft

Nach nun mehr zwei Jahren im Berufsleben habe ich (25) mittlerweile eine gesunde Abneigung gegen den durchschnittlichen Arbeitskollegen, Nachbarn oder Bekannten entwickelt, der Tag für Tag Dinge abarbeitet die er zum Kotzen findet, Idealen der Werbung hinterhereifert und eine echte freundschaftliche Verbindung vielen kurzfristigen Bestätigungen durch dämliche Lästereien vorzieht. Ich komme aus einem Haushalt, den man wohl oder übel der Oberschicht zuordnen kann, auch wenn es auf den ersten Blick nicht unbedingt den Eindruck erweckt. Sicherlich gehört meine Familie nicht zu den obersten 10.000, aber Geld war nie ein Thema. Das fing schon in der Schule an, ging an der Uni weiter und ist nun im Büro angekommen. Während mir immer beigebracht wurde, Menschen ausschließlich nach ihrem Charakter zu beurteilen, reicht den meisten scheinbar schon das Wissen, dass man rein finanziell etwas besser gestellt ist, um Gehässigkeiten, Oberflächlichkeiten und Lästereien loszuwerden. Das fing wahrscheinlich ganz subtil in der Schule an, in dem andere Eltern mit dem Finger auf uns zeigten und aus eigener Frustration und Boshaftigkeit schlecht redeten, ohne den Menschen dahinter zu kennen.


Im Büro geht das nun weiter. Ich habe eine gut bezahlte Position, in der ich hart arbeite. Gleichzeitig bekomme ich aber auch regelmäßig positives Feedback. Kleine Sticheleien wie "Schon wieder ein neues Hemd", habe ich bisher immer recht professionell ignoriert, aber wenn man dann mitbekommt, dass auch hinter seinem Rücken nur aufgrund dieser Eigenschaft schlecht geredet wird, bekomme ich manchmal wirklich Lust, dieses Image auch einfach raushängen zu lassen. Vielleicht sollte ich bei nächster Gelegenheit eine Flasche Champagner verkippen und diese Menschen mit Kaviar bespucken. Aber ich werde es wohl lieber weiter aushalten. Dennoch: Wer nicht feinfühlig genug ist, Äußerlichkeiten zu ignorieren und den wahren Charakter eines Menschen zu erkennen, ist für mich in jeglicher Form zu verabscheuen.

Beichthaus.com Beichte #00036482 vom 28.08.2015 um 00:39:04 Uhr (6 Kommentare).

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Heuchlerische Toleranz

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Engherzigkeit Vorurteile Ignoranz Gesellschaft

Mich nervt dieses heuchlerische Gerede über Toleranz. Wenn irgendein Idiot ein Hakenkreuz an ein Holocaust-Denkmal schmiert, und dass Frauen weniger verdienen als Männer ist immer wieder Thema in den Nachrichten, in Dokumentationen und Reportagen. Aber dass Männer immer noch ganz problemlos ums Sorgerecht beschissen werden können, so als wären sie völlig unnötig und nur da, um Unterhalt zu zahlen, interessiert anscheinend niemanden. Wenn über Hartz-lV-Empfänger Bücher geschrieben werden, in denen sie als eine Horde dummer Idioten abgestempelt werden, ist das anscheinend auch in Ordnung. Und wenn psychisch Kranke einfach entmündigt und weggesperrt werden können, mit der Begründung, dass sie Hilfe brauchen, obwohl es einfach nur darum geht, dass möglichst viele Patienten in der Psychiatrie sind und möglichst viele Medikamente nehmen, weil die Pharmaindustrie ja auch mitverdienen will. Und wegen dieser ganzen Heuchelei kann man mir mit Moralgerede kein schlechtes Gewissen mehr machen. Manchmal frage ich mich aber, ob meine Gleichgültigkeit, der ganzen Diskriminierung von Ausländern und Frauen gegenüber, in Ordnung ist.

Beichthaus.com Beichte #00036481 vom 27.08.2015 um 22:13:27 Uhr (11 Kommentare).

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