3 jahre arbeitslos

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Faulheit Trägheit Habgier Betrug Arbeit Wien

Ich weiß nicht wieso, aber ich sollte unbedingt beichten, dass ich ein paar Jahre perfekt vom Arbeitslosengeld gelebt habe. Meine Ausbildung mit Reife- und Diplomprüfung in einer technischen Lehranstalt wurde von mir 2002 absolviert (guter Erfolg). Ich habe in einem sehr großen österreichischem Rechenprogrammhersteller zuerst ein Jahr im technischen Helpdesk gearbeitet und wurde dann befördert zum Teamleiter, als welcher ich auch mehr als 3 Jahre tätig war. Nachdem diese Firma Ende 2006 dann aufgekauft und Implementiert wurde, gab es eienn riesen Belegschaftswechsel. Mitunter wurde der Leiter der IT Abteilung desintegriert und durch eine Witzfigur ausgetauscht, eine Witzfigur die mir die Chance auf eine weitere Beförderung versaut hat.

Die Witzfigur war faul, desorientiert, unfähig (die Teamleader unter mir werdens schon richten) und der Sohn des Bekannten der Freunden des Hundes des Haustiers oder irgendwie so. Ein richtiger unemanzipierter Depp eben. Nur dass er was zu sagen hatte und um die 600 Euro mehr als ich verdiente. Er kam und ging auch wann er wollte. Aber das brauche ich ja nicht erläutern. Nunja, jedenfalls wurde mir so richtig die Lust auf meinen Job versaut und ich ging. Alles war gut - perfektes Dienstzeugnis und ich hatte meine 60m2 Wohnung für mich allein, da mich meine Freundin (die Beziehung war eh schon länger ein Griff ins Braune) verlassen hat.
Was jetzt? Ich nahm mir vor, sofort einen Job zu suchen, aber erst, wenn ich mal deftig einen drauf gemacht habe! ich bekamm exakt 1.170 Euro Arbeitslose und hatte schon über 6.000 Euro auf der hohen Kante. Also war ich mit einem Kumpel über 7 Wochen in Amsterdam unterwegs, wo wir uns bei seiner Großmutter einquartiert hatten und uns nebenher als Straßenmusiker (ich Spiele Saxophon und er beherrscht die 12-saitigen Gitarren perfekt). Es war saugeil! Pilze, Rauch und Frauen wie nie!


Nach diesen 7 Wochen und 3.000 Euro ärmer bzw. ein Keilwerth SX90 Tenorsaxophon und einige echt coole Klamotten reicher sind wir zurückgekommen und waren mit der Jobsuche beschäftigt. Ich fand auch recht schnell einen in einer Computerfirma (er ging aufs Schiff als Kellner - er wollte die Welt sehen und blieb dann mehr als ein Jahr weg). Nur bockte mich das Arbeiten überhaupt nicht ud ich ging noch in der Probezeit.
Dann war ich erstmal ein paar Monate damit beschäftigt, mir die neuesten technischen Apfelerrungenschaften zu besorgen und meine Kenntnisse zu erweitern. Als ich dann aber in die Notstandshilfe kam und nur noch 690 Euro frei zur Verfügung hatte (ich musste sonst mein letztes Erspartes anzapfen), musste ich handeln - ich kannte da noch einen alten Kerl der in Wien 12 Restaurants besitzt und immer wieder Probleme mit der EDV hatte. Ich bot natürlich sofort an als "freier Mitarbeiter" dort tätig zu sein und sowohl seine "Computerprobleme" zu lösen als auch bei der Neuanschaffung behilflich zu sein. Nunja, jetzt wartete ich sein System in Wien und fuhr des Backups wegen hin und wieder zu seinen Restaurants und er überwies mit pünktlich jeden 28. satte 1.100 Euro! Für eine Milchbubenarbeit!


Ich hatte also im Monat einen Haufen Geld zusammen und lebte wie Sonnenkönig Ludwig XIV! Es war super! keine Verantwortung, massenhaft Zocken, hin und wieder Verreisen (ein zweimal im Jahr), meine Wohnung ist nun zu einem Apfelturm mutiert mit allen erforderlichen Synthesizern und Keys die mir ermöglicht haben, mit meinen Saxophonen und Bassklarinetten wahre Meisteraufnahmen zu produzieren! Nebenher gab ich auch für 20 Euro die Stunde Unterricht, aber das stellte ich aber schnell wieder ab da mir die kleinen Gören gewaltig auf den Senkel gingen. Ich habe mich auch weitergebildet und war kurz an der Uni und bin seit zwei Jahren im Fitnesscenter.


Kurzum: Die Kündigung und die Arbeitslose hat mich aufgeweckt und ich bin ein total glücklicher Mensch geworden! Meine Familie hat natürlich geglaubt dass ich Arbeitstätig bin, klar wie könnte ich mir auch sonst das alles leisten? Aber wie sagt Nick Cave in einem seiner Lieder? "Al things move toward their end". Irgendwie merkte ich dann doch, dass ich bald das dreißigste Jahr erreichen werde und es so (so toll es auch war) nicht weitergehen kann. Seit März bin ich wieder als Informatiker tätig und habe netto 1.500 auf der Kralle. Am Anfang war es extrem wenig Geld für mich, aber ich habe wieder Verantwortung und mir macht der Job extrem viel Spaß, durch meine Hobbys bin ich vielen anderen Kollegen weit überlegen und ich warte auf meine Beförderung. Bei den Restaurants helfe ich natürlich nicht mehr aus.
RIP 3 Jahre Arbeitslose. Aber das Leben geht weiter! Danke fürs lesen und seid mir nicht böse!

Beichthaus.com Beichte #00029373 vom 19.09.2011 um 13:23:39 Uhr in Wien (17 Kommentare).

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Riss in der Lederjacke

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Diebstahl Habgier Shopping

Als ich 16 Jahre alt war, habe ich meine gesamte Kosmetik geklaut. Ich hatte eine Lederjacke mit einem Riss im Innenfutter der Tasche und habe immer die Lidschattendosen, Kajalstifte und Wimperntusche ins Innenfutter rutschen lassen. Außen zeichnete sich nichts ab und ich bin jedes Mal nur mit einer Getränkedose oder Zeitschrift in der Hand zur Kasse des Supermarktes gegangen. Heute werden die Läden fast alle Videoüberwacht und die Detektive konzentrieren sich vor allem auf die Kostemikabteilungen, gerade weil die Dinge dort sehr klein und leichter zu stehlen sind. Daher rate ich den Schülerinnen von heute davon ab, sich von mir inspirieren zu lassen.

Beichthaus.com Beichte #00029367 vom 14.09.2011 um 22:31:11 Uhr (17 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Straßenkerb

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Betrug Habgier Trunksucht Süßen

Vor einiger Zeit war bei uns in der Nähe eine Straßenkerb. Am ersten Abend, der im Verhältnis zu dem was am zweiten Abend folgen sollte ziemlich harmlos verlief, stellten wir fest, dass an einem der Bierstände diese typischen kleinen Standard-Getränkemärkchen von der Rolle verwendet wurden. Meines alkoholischen Zustandes bewusst notierte ich mir sicherheitshalber die Farben und Beschriftungen aller verwendeten Getränkemarken im Handy.


Direkt am nächsten Tag suchte ich unseren örtlichen Dealer für Party- und Festbedarf auf, in der Hoffnung dort die verwendeten Getränkebons käuflich erwerben zu können. Nun, mein Glück war nicht ganz auf meiner Seite, so hatte der Laden zwar Märkchen in der richtigen Beschriftung, als auch Märkchen in der richtigen Farbe, lediglich die richtige Kombination war nicht im Sortiment des Fachhandels. Nach einigem Abwägen entschied ich mich trotzdem 4,50 Euro zu investieren und erstand eine 1000er Rolle mit der korrekten Beschriftung, aber einer falschen Farbe. Die Farbe war jedoch sehr ähnlich und war bei schlechtem Licht kaum noch zu unterscheiden.


Nun war nur noch das Problem, dass die Bons gestempelt waren. Aber auch da fiel mir eine Lösung ein. Mit Taschenmesser und 2 großen Speisekartoffeln (hartkochend) bewaffnet setzte ich mich nachmittags an einen See in die Sonne und begann mir 3 schöne Stempel zu schnitzen. Abends wurden die Bons in einer kleinen Runde abgestempelt. Wir verwendeten absichtlich etwas wenig Tinte, und verwischten die Farbe, um ein etwas unscharfes Abbild zu kommen. Anschließend, jeder von uns bewaffnet mit circa 30-40 Getränkemarken, suchten wir den Getränkestand auf und wagten einen ersten Versuch. Die zapfende Person kontrollierte meine Bons ganz genau und guckte etwas skeptisch, händigte mir dann aber drei frisch gezapfte Pils aus. Der Abend war damit eröffnet und mutierte innerhalb weniger Stunden zu einer meiner unglaublichsten Partys. Um nicht unnötig Verdacht auf uns zu lenken streuten wir noch einige Bons, indem wir zufällig einige von denen auf den Boden fallen ließen, oder unseren Freunden und Bekannten großzügig ein Bierchen ausgaben. Ich möchte an dieser Stelle beichten, dass ich aufgrund meiner Blödheit insgesamt sechs Stempel geschnitzt habe, da ich vergessen hatte, dass die Kartoffeln natürlich spiegelverkehrt zugeschnitten werden mussten. Deshalb habe ich unnötigerweise Lebensmittel missbraucht. Außerdem möchte ich beichten, dass ich mich auf Kosten anderer Betrunken habe, was im Nachhinein betrachtet wirklich nicht korrekt war. Ich hoffe ihr könnt mir verzeihen.

Beichthaus.com Beichte #00029365 vom 14.09.2011 um 13:20:41 Uhr in Süßen (15 Kommentare).

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Omis um den Finger gewickelt

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Lügen Habgier Zivi & Bund 50+

Ich habe meinen Zivildienst in einer privaten Rehaklinik abgeleistet. In dieser Klinik lernten, meist alte Frauen, Hüft- und Knieoperierte Menschen wieder zu gehen. Meine Aufgabe war es, die Patienten die nicht in der Lage waren selbstständig an Krücken zu ihren Anwendungen zu gehen mit dem Rollstuhl dort hinzubringen. Wie man es von älteren Leuten kennt, wurde ich sehr geschätzt und oft gelobt, in der Art: "es gibt viel zu wenig hilfsbereite Menschen wie Sie" etc. Dass ich nur meinen Zivildienst ableiste war den Meisten egal. Bis auf einen Punkt: Ich wurde schon in meiner ersten Woche des Öfteren gefragt, wie viel ich denn für meine Arbeit verdiene. Die circa 600 Euro Sold reichten mir locker, da ich noch zu Hause wohnte, allerdings kam mir eine Idee. Ich jammerte mir bei den Omis die Seele aus dem Leib, dass ich z.B. nicht mal meine Freundin zum Kaffee trinken einladen könne, und dass der Lohn für die Arbeit eher darin bestünde sich mit so netten Menschen zu unterhalten. Ich erzählte eigentlich meine komplette Zivi-Zeit irgendwelche Lügen um die alten Damen einzuwickeln. Nun könnt ihr euch vorstellen wie viel Trinkgeld ich gemacht habe in meinen 9 Monaten. Ich will nur soviel verraten, dass ich mir davon ein Auto gekauft habe. Wenn ich jetzt 5 Jahre später darüber nachdenke, finde ich ziemlich krass was ich da getan habe bzw. wie ich die Gutgläubigkeit älterer Menschen ausgenutzt habe.

Beichthaus.com Beichte #00029363 vom 13.09.2011 um 11:36:31 Uhr (20 Kommentare).

Gebeichtet von Wladius
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Zufallsbeichte
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Schmerztabletten

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Drogen Betrug Habgier Berlin

Wir haben vor Jahren auf der Loveparade, Zahnschmerztabletten als Extasy verkauft. Die Druffis haben es nicht mal gecheckt. Hunderte von den Dingern sind wir losgeworden und immer mit einem kleinem Vermögen nach Hause gefahren. Sorry ihr Verpeilten!
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Beichthaus.com Beichte #00029353 vom 09.09.2011 um 04:45:43 Uhr in Berlin (19 Kommentare).

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