Für mich selbst gevotet

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Betrug Ungerechtigkeit Habgier

Ich (m) habe bei einem Online-Video-Wettbewerb mich selbst zum Sieger gevotet - einfach immer die IP-Adresse durch Neustart des Routers geändert und die Cookies gelöscht. Beim Finale im Januar hätte ich fast den Sieg verpasst: zum Glück wurde die Abstimmung statt um 0 Uhr erst am nächsten Morgen beendet. Dadurch konnte ich den Erstplatzierten noch einholen. Der Veranstalter erklärte später, dass die Abstimmung automatisch geschlossen worden wäre, und daher alles seine Richtigkeit hätte. Nun bekomme ich in 9 Wochen den Preis verliehen. Hatte das Gefühl, dass die anderen auch etwas getrickst haben - aber es ändert natürlich nichts daran, dass es nicht richtig war. Ich hatte so viele angeschrieben, dass sie doch für mich abstimmen sollten und wollte nachher nicht die Blamage des Verlierens haben. Nun stecke ich stattdessen im Morast der Schande. Um dass offen zuzugeben fehlt mir der Mut - außerdem wäre meine Karriere dann am Ende. Ich fühle mich dabei trotzdem nicht wohl und wollte es beichten.

Beichthaus.com Beichte #00029001 vom 04.06.2011 um 20:45:05 Uhr (20 Kommentare).

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Parkgebühren vorm Krankenhaus

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Geiz Betrug Auto & Co.

Hiermit beichte ich, dass ich vor ein paar Jahren auf das Dringendste ins Krankenhaus musste. Also habe ich Montag Morgen meine Sachen gepackt, bin mit dem PKW ab durch die Bezahlschranke des Krankenhausparkplatzes. Kurze Info dazu: je angefangene Stunde 3,50 Euro. Das war mir aber erst mal egal. Ich blieb dank einer dringenden OP jedoch 10 Tage drin. Ihr könnt Euch denken, das mein Parkschein mit Sicherheit ein Vermögen kosten würde. Was habe ich gemacht? Ich bin nicht durch die Schranke nach draußen gefahren, sondern links auf dem sehr schmalen mit Pollern nur so zugedonnerten Gehweg abgehauen. Ich habe so mit Sicherheit eine Menge Geld gespart.

Beichthaus.com Beichte #00028993 vom 01.06.2011 um 17:58:00 Uhr (18 Kommentare).

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“35.000

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Veni, vidi, vici

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Faulheit Betrug Schule Berlin

Ich (m/28) möchte beichten, wie ich es vor gut 10 Jahren zu meinem großen Latinum geschafft habe. Bis heute kann ich keinen einzigen lateinischen Satz übersetzen, dennoch bin ich in Besitz des großen Latinums. Von Klasse 7-12 habe ich dank meiner mündlichen Note (meist 3) meine schriftlichen Leistungen (meist 5) ausgleichen können. Doch um es im Abiturzeugnis auf eine 3 zu schaffen, musste ich eine ziemlich dreiste Taktik anwenden. In der letzten Kursarbeit benötigte ich eine 3, um meine miserablen Leistungen auszugleichen. Die Arbeit ging um einen Originaltext aus einer Lektüre mit ungefähr 40 Kapiteln. Natürlich hätte ich keinerlei Chance gehabt, in dieser Arbeit nur annähernd etwas zu übersetzen und hatte eigentlich schon mit dem Latinum abgeschlossen. Dann allerdings eine Stunde vor der Arbeit geschah etwas recht Glückliches. Unser Lehrer hatte die Arbeit schon gemacht und zeigte sie uns wie jedes mal geschätzte 0,3 Sekunden.

Glücklicherweise klopfte es genau in diesem Moment an der Tür und unser Lehrer schaute nach wer denn da klöpfte und ließ die Arbeit so einige Sekunden außer Acht. Ich saß damals in der letzten Reihe, sprintete jedoch vor zum Lehrerpult um mit meinem Handy ein Foto der Arbeit zu machen. Ich hatte für die ganze Aktion so 30 Sekunden Zeit, da der Lehrer nur kurz auf dem Flur nachsah wer geklopft hatte, aber ich schaffte es.
Ich hatte zu dieser Zeit schon ein sehr gutes Handy, dennoch war das Bild von der 2mp Kamera, mit der ich noch ein wenig wackelte sehr sehr schlecht. Von der ganzen Arbeit konnte ich vielleicht 6-7 Wörter entziffern, das reichte allerdings. Ich tat mich mit zwei Freunden zusammen und durchsuchte alle 40 Kapitel nach diesen Wörtern, wobei wir fündig wurden. Das besagte Kapitel ließen wir uns von einem "Lateinexperten" übersetzen.
Wir wussten, dass der Lehrer uns die komplette Arbeit im Blick haben würde und wir daher keine Möglichkeit hatten den Text von irgendwo abzuschreiben, deshalb hatten wir einen ganz dreisten Plan. Wir bekamen immer solche Doppelblätter auf die wir den Text übersetzten mussten. Also schrieben wir die Arbeit schon vor.


Eigenen Doppelbogen genommen, jeder baute ein paar kleine Übersetzungs- und Rechtschreibfehler ein und durchstrich auch einige Wörter. So das es eben aussieht, als hätten wir es in der Stunde übersetzt. Die ganze Arbeit hinüber schrieben wir ein wenig auf unseren Blättern, blätterten ein wenig in unseren Wörterbüchern nach und circa 10 Minuten vor der Abgabe tauschten wir dann die Blätter aus. Es funktionierte: ich hatte eine 2 , meine Freunde eine 1 und eine 3, der Lehrer war zwar etwas verwirrt, nahm uns aber wohl die Ausrede, dass wir uns richtig reingehangen haben, ab.

Beichthaus.com Beichte #00028982 vom 30.05.2011 um 15:13:06 Uhr in Berlin (24 Kommentare).

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Bewerbungsoptimierung

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Betrug Waghalsigkeit Arbeit

Ich habe einen Freund dabei unterstützt, ein krummes Ding zu drehen. Dieser hatte sich auf einen Job beworben und unter anderem als Qualifikation eine abgeschlossene Berufsausbildung angegeben, die er natürlich nicht besaß. Es kam wie es kommen musste: Er wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und sollte natürlich auch sein Abschlusszeugnis mitbringen. Ich bot ihm also - auf seine Nachfrage hin - meine Unterstützung beim Erstellen des Abschlusszeugnisses an. Ein Scanner, ein Bildbearbeitungsprogramm und zwei Stunden meiner Zeit brachten ein exzellentes Ergebnis. Ich beichte, dass ich an dieser Tätigkeit dermaßen Spaß hatte, dass ich ihm anbot, seine gesamten Bewerbungsunterlagen zu "optimieren". Der Grund dafür ist, dass ich neugierig bin, was mit einer solchen Bewerbung karrieretechnisch möglich ist. Ob er eines der wahrscheinlich folgenden Jobangebote annehmen wird, muss er dann selbst entscheiden.

Beichthaus.com Beichte #00028979 vom 30.05.2011 um 00:55:49 Uhr (18 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Jung, gesund & arbeitslos

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Faulheit Betrug Verrat Arbeit

Eins vorweg: Ich habe pauschal nichts gegen Arbeitslose, vor allem dann nicht, wenn sie selbst nichts dafür können. Aber ich hasse das asoziale Pack, das schlichtweg nicht arbeiten will. In meiner Firma wird seit Monaten ein Tischler/Monteur gesucht, aber es kommen nur Bewerber, die entweder schwarz arbeiten oder solche, die sich bloß den Stempel abholen wollen, als Beweis für das Arbeitsamt, dass sie sich beworben haben. Das schlimmste daran ist, dass mich diese Heuchelei selbst sehr viel Zeit und Arbeit kostet, weil sie ja stets ein Interesse vortäuschen.
Vorletzte Woche kam auch wieder so ein Kandidat: Mitte 20, jung, gesund und mit angeblichem Interesse am Job. In einem 15-minütigem Gespräch erfand er von sich aus viele Argumente, die gegen ihn sprechen sollten, nur damit wir ihn ja nicht einstellen. Was aber ein Blödsinn war: Wir suchten einen Tischler/Monteur für Innentüren, und er war gelernter Tischler, jung und gesund - also der perfekte Job für ihn.

Er wollte dann, dass ich ihm einen Stempel gebe, und meinte "ich überlege es mir und melde mich dann". Nichts da! Ich habe den Kerl geschickt um den Finger gewickelt und ihm einen Probetag angeboten. Es sollte sich nur um eine Helfer-Tätigkeit handeln, damit ich sehe, was er kann und ob er verlässlich ist. Ich gab ihm auch zu verstehen, dass er den Stempel nur bekommt, wenn er zum Probetag erscheint (mit Bezahlung natürlich). Also einigten wir uns darauf. Er kam dann zum vereinbarten Probetag nicht, hob auch nicht ab, als ich ihn angerufen habe. Auch ein Rückruf kam nicht. Erst zwei Tage später meldete er sich telefonisch und erzählte mir irgendwas von einer Schulung, was natürlich gelogen war. Man könnte dann ja vorab kurz absagen und nicht bloß 2 Tage auf unerreichbar schalten.

Meine Beichte: Ich habe den Typen beim Arbeitsamt verpfiffen. Die wussten dort auch nichts von seiner angeblichen Schulung und konnten ihn auch mehrere Tage nicht erreichen. Jetzt wird dem Kerl sein Arbeitslosengeld gekürzt und so richtig Ärger wird er jetzt auch noch bekommen, weil ich über Umwege erfahren habe, dass er nicht auf einer Schulung war, sondern schwarz für eine Baufirma gearbeitet hat. Verpfiffen habe ich ihn, weil ich es schlimm finde, dass solche Leute Arbeitslosengeld bekommen, sich nebenher noch was schwarz dazuverdienen und wir ehrlichen Firmen weniger Aufträge bekommen, weil die Konkurrenz ihre Arbeitsleistung für lau anbietet. Und die armen Leute, die harte Arbeit verrichten oder Jobs annehmen müssen, die ihnen eigentlich gar nicht gefallen, finanzieren sogar noch das Arbeitslosengeld.

Beichthaus.com Beichte #00028977 vom 29.05.2011 um 12:25:42 Uhr (69 Kommentare).

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