Meine Sextreffen mit Männern

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Verzweiflung Begehrlichkeit Feigheit Partnerschaft Berlin-Baumschulenweg

Ich (m/28) muss etwas beichten, was sogar für mich extrem skurril klingt. Ich versuche, mich kurz zu fassen: Ich bin seit sechs Jahren mit meiner Freundin zusammen, wir schwimmen wirklich auf einer Wellenlänge, haben den gleichen Geschmack, lachen über die gleichen Witze, sie ist wirklich unglaublich intelligent. Ich war immer total glücklich mit ihr, bis ich vor knapp zwei Jahren bemerkte, dass mich auch Männer anmachen - androgyne Männer - aber Männer. Ich habe eine Weile gewartet, aber der Wunsch, mit einem Mann zu schlafen, wurde immer größer. Für alle, die meinen, sie ahnen, was jetzt kommt: Ich habe meine Freundin nicht betrogen. Ich bin zu ihr gegangen und wir haben in Ruhe darüber gesprochen. Sie wollte wissen, ob ich das bereits ausgelebt hätte (Nein), ob ich es dringend wollte (Ja) und ob ich sie noch lieben würde. Das klingt komisch, aber ja. Ich wollte sie weder verletzen noch verlieren, sonst hätte ich sie ja betrügen können. Aber dafür respektiere ich sie zu sehr.


Sie schlug mir dann vor, dass ich es ja zwei Mal im Monat mit einem Mann treiben könnte - einem dafür bezahlten. Solange es nur Sex sei, und keine Liebe, könne sie damit gut leben. Ich habe damals eingewilligt, und wir führen unsere Beziehung noch heute, aber seit einiger Zeit habe ich Zweifel, ob das so richtig ist - genauer gesagt, seit meine Freundin schwanger ist. Versteht mich nicht falsch, ich bin überglücklich, mit dieser toleranten, liebevollen und unvergleichlichen Frau ein Kind zu erwarten und freue mich wie bolle auf die Vaterschaft, aber ich frage mich, ob ich die Sextreffen mit Männern lieber lassen soll. Ich habe Angst, dass es herauskommt, und dass mein Kind darunter leidet. Ich beichte also, das ich nicht die Eier habe, zu mir selbst zu stehen, und das meine Freundin mich mehr respektiert, als ich das tue.

Beichthaus.com Beichte #00035591 vom 29.04.2015 um 17:31:26 Uhr in 12437 Berlin-Baumschulenweg (Aprikosensteig) (22 Kommentare).

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Der Lückenbüßer

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Feigheit Selbstsucht Ex Partnerschaft

Ich (w/28) möchte etwas beichten, das ich sehr bereue. Es war ungefähr vor zehn Jahren, als ich einen meiner besten Kumpels kennenlernte. Jedoch offenbarte er mir sehr schnell seine Gefühle für mich, die ich aber nicht erwidern konnte, da ich zu der Zeit einen Freund hatte. Es vergingen Jahre, wir waren aber trotzdem immer noch befreundet. Als ich 23 Jahre alt war, trennte ich mich von meinem Freund, da wir uns beide auseinander gelebt hatten. Mein Kumpel nahm sich deshalb immer die Zeit, um mit mir was zu unternehmen, wofür ich ihm sehr dankbar war. Jedoch kam es so, wie es kommen musste, wir küssten uns und landeten im Bett. Er war überglücklich und wollte sofort eine Beziehung mit mir. Wir kamen zusammen und ich wusste nicht, was ich angestellt hatte. Ich hatte noch sehr viele Gefühle für meinen Ex-Freund und auch für meinen Kumpel. Eigentlich wollte ich niemanden enttäuschen, aber das war nicht möglich. Ich verabredete mich immer öfter mit meinem Ex-Freund, sodass wir miteinander reden konnten. Ich wusste nicht mehr, was ich machen sollte. Also trennte ich mich nach zwei Monaten von meinem Kumpel und kam wieder mit meinem Ex zusammen. Ich erzählte ihm alles. Wir sind immer noch glücklich zusammen. Meinen Kumpel habe ich nie wieder gesehen. Es tut mir unendlich leid, dass ich ihn so verletzt habe. Ich bitte Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00035570 vom 27.04.2015 um 12:08:49 Uhr (10 Kommentare).

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Mein schwuler Freund

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Falschheit Feigheit

Ich habe nichts gegen Homosexuelle. Ich habe ein paar Freunde, welche schwul bzw. lesbisch sind, gehe auch ab und zu in Szene-Kneipen, und lebe eigentlich wirklich nach dem Motto: Soll jeder das machen was er will. Ich sah mich eigentlich als toleranten Menschen, bis vor einigen Wochen. Dank Social Networks kommt man ja nun leicht wieder in Kontakt mit alten Klassenkameraden und Freunden. Und tatsächlich habe ich meinen besten Freund aus Kindheitstagen wiedergefunden. Wir waren damals wirklich wie Pech und Schwefel, es gab keinen Scheiß, den wir nicht zusammen gemacht haben. Vom Kindergarten bis zur Oberschule. Leider verloren wir dann den Kontakt da seine Familie in eine andere Stadt zog. Das war noch vor dem Internet, also war Telefon und Briefe schreiben unsere einzige Kommunikationsmöglichkeit. Aber als Jugendlicher, da kommen dann neue Freunde und Interessen, und so schwand der Kontakt. Nun hatte ich also wieder Kontakt mit ihm und wir chatteten und tauschten uns aus was so in unseren Leben passiert ist. Irgendwann sagte er mir, er wäre zwar nicht verheiratet, habe aber seit zwei Jahren einen festen Freund. Und ich musste schlucken. Er sagte mir da also, dass er schwul ist. Ich ließ mir im Chat nichts anmerken, im Gegenteil. Daraufhin schrieb er mir am Ende, dass er so glücklich wäre, weil seine Familie hat dies wohl nicht wirklich akzeptiert. Nach dem Chat fühlte ich mich elend. Ich habe nie etwas gegen Homosexuelle gehabt, und habe auch weiterhin nichts gegen sie, nur bei ihm habe ich ein flaues Gefühl im Magen. Und ich verstehe nicht, warum. Es geht mich rein gar nichts an, mit wem er eine Beziehung hat.


Am Wochenende darauf rief ich einen schwulen Bekannten an, ging mit ihm aus, und erzählte ihm von dem Geschehenen. Er konnte sich dies auch nicht erklären, aber im Laufe des Abends kristallisierte sich heraus, dass er der Erste ist, den ich kennengelernt habe, bevor er homosexuell wurde. Als Kind hat man ja eigentlich keine sexuelle Ausrichtung. Ich kannte ihn ja eigentlich vor der Pubertät. Mein Kumpel meinte, dass es vielleicht daran liegen könnte, und dass ich vielleicht nur ein wenig Zeit brauche, um dies zu verdauen und zu verarbeiten. Die nächsten Wochen telefonierten wir öfter und er erzählte mir auch vom Coming Out vor seiner Familie. Sein Vater war davon so wenig begeistert, dass er ihn verdroschen hat, seine Mutter akzeptierte es. Er hat zu seiner Familie kaum noch Kontakt, sein kleiner Bruder ist zum Lieblingssohn gekürt worden, da er "normal" ist und eine Freundin hat.

Er war wirklich happy darüber, dass ich locker damit umgehe. Die Freundschaft war eine wirklich feste, wir gingen durch dick und dünn. Er war eigentlich wie ein Bruder für mich, und ich für ihn. Er war Teil meiner Familie und ich Teil seiner. Ich dachte, dass dieses seltsame Gefühl danach aufhören würde. Komischerweise tat es das nicht. Es ist immer noch ein flaues Gefühl im Magen, welches ich mir nicht erklären kann. Neulich war sein Geburtstag und er lud mich ein, vorbeizukommen. Wir wohnen nur ungefähr eine Stunde Bahnfahrt entfernt. Ich habe eine Ausrede vorgeschoben, da ich irgendwie Angst vor der Begegnung hatte. Man konnte hören, dass er enttäuscht war. Ich muss also beichten das mich die sexuelle Ausrichtung meines Freundes verstört, wobei sie das nicht tun dürfte. Ich habe keinerlei Recht, mich daran zu stören. Und das sagt mein Kopf, aber irgendwo ist da immer noch ein Haken. Eventuell muss ich mal zum Psychiater damit, denn das wurmt mich auch - ich kann es mir nicht erklären. Ich werde demnächst ein Wochenende zu ihm fahren, und ich hoffe, dass sich dann alles normalisiert. Es tut mir trotzdem unendlich leid, vor allem das ich ihn wegen seinem Geburtstag belogen habe.

Beichthaus.com Beichte #00035563 vom 26.04.2015 um 10:54:50 Uhr (13 Kommentare).

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Psychische Erkrankungen

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Vorurteile Ungerechtigkeit Feigheit Gesellschaft

Ich möchte beichten, dass ich seit Jahren in psychischer Behandlung bin, aber fast niemand in meinem Umfeld darüber Bescheid weiß. Ich habe schon des Öfteren Versuche gestartet und einigen wenigen Freunden oder Bekannten erzählt, welche Probleme ich habe, aber sobald man von Dingen wie Depressionen oder Zwangserkrankung erzählt, bekommt man nur Schweigen und das Thema wird gewechselt, weil man damit überfordert ist. Ich mache diesen Personen keine Vorwürfe, da ich weiß, dass sie einfach nicht wissen, wie sie reagieren sollen und sich überfordert fühlen und deshalb nichts sagen - und nicht, weil es böse meinen oder es ihnen egal ist. Ich finde es nur so unglaublich schade, dass psychische Erkrankungen immer noch so wenig anerkannt werden, im Gegensatz dazu wird für körperliche Erkrankungen immer von allen Seiten Verständnis aufgebracht. Auch wenn man aus diesen Gründen krankgeschrieben ist, wird so gut wie nie Verständnis dafür aufgebracht. Ich möchte beichten, dass ich fast all meine Freunde deshalb lieber belüge, weil ich keine Lust auf Unverständnis oder unbeteiligtes Schweigen, wenn man sein Innerstes nach außen kehrt.

Beichthaus.com Beichte #00035561 vom 25.04.2015 um 22:22:30 Uhr (11 Kommentare).

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“35.000

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Darmwind am Pissoir

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Ekel Peinlichkeit Feigheit Arbeit Suhlendorf

Ich bin Buchhalter in einem Handelsunternehmen. Nachdem ich morgens gegen 10 Uhr bereits meinen dritten Becher Kaffee intus hatte, drückte meine Blase. So weit, so gut. Ich ging also kurz auf die Toilette. Dazu muss man wissen, dass unsere Toiletten zwei Pissoirs mit verschließbarer Tür und zwei richtige Einsitzer haben. Ich ging zum Pissoir. Während der Strahl in Becken plätscherte, merkte ich, wie sich ein Darmwind anschickte, meine Himmelspforte zu passieren. Ich schätze die Gelegenheit als günstig ein und drückte etwas, um die Sache zu beschleunigen. In dem Moment passierte es: "Splortsch". Ich merkte, wie sich zusammen mit dem Darmwind eine warme Masse den Weg in meine Unterhose bahnte. Scheiße. Im wahrsten Sinne des Wortes. Da ich zu diesem Zeitpunkt alleine auf der Toilette war, wechselte ich kurzerhand in eine Box mit einem Einsitzer, zog mir die Hose vorsichtig herunter und reinigte mich mit sehr viel Klopapier ausgiebig. Da ich nicht wusste, wohin mit der vollgedrückten Unterhose, warf ich auch diese zu den Bergen Klopapier mit in die Schüssel und spülte. Und verstopfte das Klo. Ich verkroch mich heimlich wieder zu meinem Schreibtisch und fand geschlagene 15 Minuten später in meinem Postfach die lang ersehnte Rundmail eines anderen Kollegen, der sich über die verstopfte Toilette beschwerte. Der Hammer kam dann jedoch, als der Rohrreiniger kommen musste und die Verstopfung aufwendig beseitigen musste: 780 Euro hat der Spaß meine Firma gekostet. Es tut mir leid, aber ich schäme ich deswegen immer noch sehr und möchte mich nicht outen.

Beichthaus.com Beichte #00035532 vom 22.04.2015 um 20:33:50 Uhr in Suhlendorf (10 Kommentare).

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