In der siebten Woche schwanger

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Hass Morallosigkeit Schwangerschaft

Ich (w/21), BWL-Studentin im 2. Semester, habe gestern abgetrieben. Meinen etwas älteren Freund habe ich vor einem Jahr im Studium kennengelernt, er ist umsichtig, verständnisvoll und alles, was sich ein Mensch in einer Beziehung nur wünschen kann. Selbst hasse ich […]
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Beichthaus.com Beichte #00030014 vom 26.05.2012 um 23:36:58 Uhr (85 Kommentare).

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Philipp Lahm Deutschland Trikot

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Rache Boshaftigkeit 50+

Ich habe vor kurzem wieder mit dem Joggen angefangen. Dazu habe ich mein Philipp Lahm Deutschlandtrikot aus dem Schrank gekramt und mich gemütlich in den Park bewegt. Irgendwann überholte mich eine grinsende Rentnergruppe. Wie aus dem Bilderbuch, hautenge Sport-Tank-Tops, ebenso enge und kurze Hosen und entweder mit Getränkegürtel oder mit Sport-Gürteltasche bewaffnet. Als der letzte Mann gerade neben mir joggte, kam plötzlich von ihm der Spruch "hat sich da wohl jemand den Trikotnamen zu sehr zu Herzen genommen?", gefolgt von einem hässlichen Gruppengelächter. Ich kann Leute absolut nicht leiden, die sich auf Kosten anderer in den Mittelpunkt zwängen, erst recht nicht mit solch bescheuerten Bemerkungen.
Jedenfalls arbeite ich neben dem Studium in einer Tankstelle. Wie es der Zufall so will, stand wenige Tage später der alte Sprücheklopfer am Tresen. Er wollte seinen Sprit gerne mit Karte zahlen. Also gut, Gerät hingestellt, aber nicht den Befehl in die Kasse getippt. Natürlich rührte sich aufgrund dessen rein gar nichts. "Hat da wohl jemand die Geheimzahl vergessen? Kann im Alter ja mal passieren" kam dann von meiner Seite. Ein "Sie können ja schnell zur nächsten Bank joggen, am Schalter gibt es das Geld auch ohne PIN" ist mir anschließend eher rausgerutscht. Aber genau das tat der Herr dann auch. Das Auto konnte er ja nicht mitnehmen. Im Nachhinein habe ich wohl überreagiert. Das mit dem zur Bank gehen war zu viel des Guten. Es tut mir Leid.

Beichthaus.com Beichte #00029970 vom 03.05.2012 um 11:17:02 Uhr (27 Kommentare).

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“Beichte

Meine demente Oma

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Verzweiflung 50+

Ich habe vor einer Woche meine Oma im Pflegeheim besucht. Sie ist auf der Demenzstation und ich bin froh, dass sie mich erkannt hat. Mir war von Anfang an unwohl und das setzte sich nur fort, da sie nach Hause wollte und von mir Hilfe erwartete. Sie würde hier nicht wohnen sondern in einem Wohnhaus. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, weil sie irgendwann mit dem Weinen angefangen hat. Seit sie von der Krankheit befallen ist, erkennt man sie nicht wieder. Sie fragte manchmal, wie sie etwas machen solle, was sie schon hunderte Male gemacht hatte (Fernseher anschalten zum Beispiel). Oder sie klingelte, als sie noch bei uns gewohnt hat, 10 Mal am Tag, um zu erfahren, wer zu Hause ist, welcher Tag sei oder ähnliches. Ich beichte nun, dass mich der Besuch bei ihr so aufgewühlt hat, dass ich danach erst einmal eine halbe Stunde geweint habe und mir vorgenommen habe nicht mehr alleine hinzugehen, weil ich nicht damit zurecht komme, wenn sie weint etc. Ich bin weiblich, neunzehn Jahre alt und traue mich nicht, meine demente Oma alleine zu besuchen. Ich hoffe, sie merkt von ihrem Verhalten nicht allzu viel.

Beichthaus.com Beichte #00029952 vom 22.04.2012 um 12:52:14 Uhr (30 Kommentare).

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Abgelaufene Ware

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Manie Diebstahl Unreinlichkeit Shopping Wien

Ich habe eine Eigenheit, die nur ganz wenige in meinem Freundeskreis kennen: Wann immer es meine Zeit zulässt, schleiche ich zu den Containern eines bestimmten Supermarktes und nehme mir vom Angebot was ich brauchen und bekommen kann, und das ist oft eine ganze Menge. Sachen, die knapp am Verfallsdatum waren und deshalb in den Müll geworfen wurden, nicht mehr ganz knackfrisches, aber durchaus einwandfreies Obst und Gemüse. Ich habe mir dadurch in den letzten Jahren hunderte an Euros gespart, obwohl ich mir alles auch so gut leisten könnte. Aber man will sich vom extra Ersparten irgendwann mal was Besonderes gönnen - zum Beispiel spare ich schon die längste Zeit auf eine eigene Wohnung, was mein Traum ist. Mein Partner weiß nichts davon. Er hat keine Ahnung, dass ich bei Nacht und Nebel im Müll stöbern gehe, was vorher, als wir noch nicht zusammen wohnten, öfters noch ging. Er hat sich immer nur gewundert über meinen immensen Vorrat an Lebensmitteln, wo zum Teil die Box zerdrückt, angerissen oder die Dinge längst abgelaufen waren. Ich hatte vieles auch in einer geheimen Speisekammer vor ihm versteckt.


Ihm sagte ich, dass ich im Supermarkt extra die Artikel kaufe, die als reduziert gekennzeichnet sind wegen dem knappen Ablaufdatum. Und mittlerweile mach ich das auch wirklich so, denn seit wir zusammen wohnen kann ich meiner Aktivität fast nicht mehr nachgehen. Er hingegen kauft sich immer das Feinste vom Feinsten und besteht darauf, dass alles, was ich kaufe, in der Originalpackung bleibt. Denn ich mogele da gerne mal und fülle Reis, Nudeln etc. in Glas- und Plastikbehälter um. Er sagt, ich esse immer so einen Schweinefraß und wir gehen mittlerweile auch getrennt zum Einkaufen. Das Seltsame ist nur - ich bin überhaupt nie krank. Obwohl er mit Lebensmitteln so wählerisch ist und immer genau aufpasst was er einkauft, bekommt ständig Bauchweh, Durchfall und Grippe.
Er ist überhaupt nicht der Typ, der sparen kann. Auf der einen Seite knauserig bis zum Exzess - für jedes Spülmittel, dass er kauft, oder was auch immer, verlangt er von mir exakt die Hälfte, da kommt er dann mit angekreuzter Einkaufsliste bei mir an. Ich dagegen bin da nicht so - komme mir doch total schäbig dabei vor, ihm wegen 50 Cent nachzulaufen. Geizig ist er allerdings nicht, wenn es darum geht, sich in die Kneipe einen anständig hinter den Bart zu kippen. Das passiert ziemlich regelmäßig einmal die Woche. Sex haben wir seltener als einmal die Woche. Er hat einen stressigen Job und ist dann müde, und wenn er frei hat geht er Bier trinken, nachher hätte er zwar Lust auf Erotik, doch dann will nur sein Geist, aber das Fleisch ist zu schwach.


Wir wollten ein Baby haben, mittlerweile aber habe ich die Hoffnung fast schon aufgegeben. Obwohl wir nicht verhüten passiert seit einem Jahr nichts, ich muss dabei erwähnen dass wir beide schon knapp über 40 sind. Ich habe den Verdacht dass er zeugungsunfähig ist, und ich hab das Thema schon angesprochen dass wir mal zum Arzt gehen sollten. Davon will er nichts wissen. Ihm ist das einfach egal. Ich bin gerade dabei über ein neues Hobby nachzudenken, denn extrem viel Gemeinsamkeit ist in der Beziehung nicht. Es tut mir innerlich weh, denn wir hatten am Anfang viele Pläne. Es gibt so viele Gedanken die er nicht kennt, sie nicht kennen möchte, denn soweit schätze ich ihn ein. So vieles wobei er angewidert die Nase rümpfen würde, wie die Lebensmittelgeschichte zum Beispiel. Es ist Samstag Vormittag, er ist nachts von einem feucht-fröhlichen Abend heimgekommen und schläft sich seinen Kater aus, während draußen die Sonne lacht und die Vögel zwitschern und ich davon träume, mal wieder richtig geliebt zu werden und gerade auch den Eisprung habe - leider völlig umsonst. Wieder eine wertvolle Chance vertan.

Beichthaus.com Beichte #00029900 vom 31.03.2012 um 10:47:42 Uhr in Wien (30 Kommentare).

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“Folge

Beziehung mit einer Borderlinerin

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Feigheit Engherzigkeit Partnerschaft

Ich war jahrelang in einer Beziehung mit einer depressiven Borderlinerin, und habe sie schließlich im Stich gelassen, weil ich nicht mehr konnte. Sie erzählte mir bereits als wir uns kennenlernten, dass sie eine Persönlichkeitsstörung hatte, aber ich hielt das damals für einen Versuch ihrerseits, sich interessant zu machen. In der Beziehung selbst fiel mir das anfänglich auch nicht besonders auf. Sie hatte zwar einen etwas problematischen Charakter und war ab und an sauer wegen Lappalien, aber das kannte ich auch schon von vorherigen Freundinnen. Nach und nach schien es mir jedoch immer schlimmer zu werden. Ihre Aggressionen gegen mich steigerten sich bis hin zu gelegentlichen Schlägen. Sie kratzte, kniff und biss mich aber des Öfteren. Ich wehrte mich nie gegen sie, aus Angst ihr weh zu tun, denn ich bin fünfundzwanzig Zentimeter größer, und knapp doppelt so breit. Danach begann sie, verhältnismäßig rücksichtslos Dinge zu zerstören, wenn sie sauer war. Vom Teller angefangen, bis hin zum Fernseher war alles dabei. Ihre Ausraster steigerten sich von Mal zu Mal und hinterher weinte sie und entschuldigte sich circa tausendmal. Sie versuchte dann immer, mich mit Sex wieder zu besänftigen. Mir wurde jedoch recht schnell klar, dass sie das nur aus Angst davor tat, verlassen zu werden. Ich wies sie also zurück, was bei ihr das Gefühl auslöste ich würde sie nicht mehr lieben. Alles Erklären der Situation half nichts. Sie begann mich zu kontrollieren, meine Mails und SMS zu lesen, und mir generell hinterherzuspionieren. Ich sprach mit ihrem Therapeuten darüber und er gab mir ein paar Tipps, wie ich darauf reagieren und damit umgehen sollte. Manchmal brachte das was, manchmal aber auch nicht. Wir durchlebten normalere Wochen, mit liebevollem und einigermaßen harmonischen Umgang, dann wieder aggressive Wochen mit Schlägen, Tränen und hassgetränkter Atmosphäre, aber auch Wochen, in denen sie jegliche Kommunikation verweigerte, sich gehen ließ und im abgedunkelten Raum vor sich hin starrte. Dieses ständige Auf und Ab rieb mich irgendwann dermaßen auf, dass ich bald selbst an Stimmungsschwankungen und nervösen Anspannungszuständen litt. Ich musste ihr ständig versprechen, sie nicht zu verlassen, aber insgeheim machte ich schon Fluchtpläne der Art, dass sie mich nie wiederfinden würde, wenn ich erst einmal den Kontakt abgebrochen hätte. Ihr Therapeut sagte mir öfter, dass er mich bewundere, weil ich soviel in die Beziehung investierte. Er wusste ja nicht, dass es mir bereits reichte. Ohne Schlaftabletten konnte ich nicht mehr Schlafen, und den Tag überstand ich nur noch mit Mühe und Not. Schließlich machte ich mich einfach wortlos aus dem Staub. Ich ließ ihr einen Zettel da, dass sie mich nicht suchen sollte, informierte ihren Therapeuten, dass er sie auf jeden Fall so schnell wie möglich anrufen sollte und machte mich auf, um in einem anderen Bundesland von vorne anzufangen. Seitdem ist ein halbes Jahr vergangen und ich plage mich mit ständigen Schuldgefühlen. Ich war schon mehrmals kurz davor, sie anzurufen, aber konnte es mir oft gerade noch so verkneifen. Ich bereue es, sie im Stich gelassen zu haben, aber ich wollte mein Leben nicht ihren krankhaften Launen opfern. Seitdem ich sie ein halbes Jahr lang kannte, war ich nie wieder wirklich glücklich.

Beichthaus.com Beichte #00029866 vom 16.03.2012 um 09:55:04 Uhr (30 Kommentare).

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