Das Raubkätzchen mit der Weintraube

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Dummheit Waghalsigkeit Peinlichkeit Intim

Neulich machte ich mit meiner Freundin ein paar Schweinereien, doch aus irgendeinem Grund wollte sie bestimmte Praktiken nicht. Sie wehrte sich und fing an mich ziemlich fest am ganzen Körper zu kratzen, das kleine Raubkätzchen. Sie hat wirklich lange Fingernägel […]
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Beichthaus.com Beichte #00030172 vom 15.08.2012 um 16:41:20 Uhr (47 Kommentare).

Gebeichtet von Eule5
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Meine Traum-Oma

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Engherzigkeit Verzweiflung 50+

Meine Oma hat früher auf meinen Bruder und mich aufgepasst, wenn meine Eltern beide gearbeitet haben. Sie war eine richtige Traum-Oma. Gesundheitlich hatte sie immer wieder mal mit Problemen zu kämpfen, aber geistig war sie top-fit. Sie interessierte sich sehr für das Weltgeschehen, konnte mit Begriffen wie "working poor" oder "beamen" etwas anfangen, löste fleißig Kreuzworträtsel, hatte einen hohen Sinn für Gerechtigkeit und setzte sich auch mal für die Jugendlichen ein. Sie war streng, aber auch sehr menschlich. Mit den Jahren kristallisierten sich bei mir immer mehr Ähnlichkeiten mit ihr heraus, was meine Bindung zu ihr verstärkte.


Vor 3 Jahren begann sich sehr rapide eine Demenz bei ihr bemerkbar zu machen. Da eine Pflege- und Haushaltshilfe nicht mehr reichte, um sie und ihren Haushalt einigermaßen in Schuss zu halten und all ihre Kinder arbeiteten oder zu weit weg wohnten, haben sie sie in ein Alterspflegeheim gegeben, wo sie sich nach anfänglichem Sträuben (verständlicherweise) nun sehr wohl fühlt. Ich bin sie seither erst 2 Mal besuchen gegangen und eigentlich möchte ich auch nicht mehr hingehen. Nicht weil ich zu faul bin oder sie mir nichts mehr bedeutet. Es tut mir in der Seele weh, wenn ich sehe was aus ihr geworden ist. Sie erkennt die eigene Verwandtschaft überhaupt nicht mehr und hat weniger Wissen als ein 5-jähriges Kind. Als ich die letzten beiden Male dort war, bin ich in Tränen ausgebrochen als ich dieses Häufchen Mensch gesehen habe. Ich habe so gut es ging, es vor ihr zu verstecken versucht, damit sie kein schlechtes Gefühl bekommt. Ich hatte auch das Gefühl, dass sie mich mag und sich über den Besuch freut.
Meine Mutter (welche sie immer wieder besucht) hat mir gesagt, dies sei schon ok und gar kein Problem, aber mich beschäftigt es immer wieder. Ich denke immer wieder an meine Oma und werde dabei traurig. Sie kann ja nichts dafür, aber die Besuche tun mir regelrecht weh. Ich bin danach völlig durch den Wind. Aber andererseits fühle ich mich, als würde ich sie im Stich lassen. Und was wenn sie stirbt und ich war kaum bei ihr?

Beichthaus.com Beichte #00030080 vom 09.07.2012 um 20:12:28 Uhr (31 Kommentare).

Gebeichtet von stillesWasser
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Zeugnis frisieren

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Betrug Falschheit Arbeit

Mein Bruder besucht zur Zeit die neunte Klasse einer Mittelschule, früher hätte man dazu Hauptschule gesagt. Nichtsdestotrotz hat er aufgrund seiner durchschnittlichen Noten keine Chance die 10. Klasse zu machen, und möchte auch eine Ausbildung abschließen. Ich habe ihm als älterer Bruder natürlich bei den Bewerbungen geholfen. Wir haben etwa ein Dutzend Bewerbungen verschickt, und nur Absagen bekommen. Schade eigentlich, dabei ist sein Wunschberuf, ohne jetzt abwertend klingen zu wollen wirklich kein Beruf, wo "gute" Noten zwingend erforderlich sind. Wie viele handwerkliche Berufe ist die Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker hier in Bayern eine der beliebtesten Stellen. Genau diese möchte er ausführen. Nach den zahlreichen Absagen schlug mir mein Bruder vor, einfach das Zeugnis ein bisschen zu frisieren und die Vierer in Deutsch, Wirtschaft und Mathe in Zweier umzuschreiben. Kein Problem, dies kann jeder Laie in jedem beliebigen Bildbearbeitungsprogramm in einem Zeit-Pensum von weniger als 2 Minuten ganz einfach selbst machen. Naja, ich möchte nicht gut reden, was wir da gemacht haben und auch nicht um Absolution bitten, jedenfalls hat dieses getunte Zeugnis eingeschlagen wie eine Bombe und schon die zweite Bewerbung danach hat zum Erfolg geführt. Er hat seine Ausbildung! Sowohl er als auch ich und ebenso meine Eltern sind heilfroh. Außer mir und meinem Bruder und euch lieben Leuten kennt niemand das Geheimnis. Und mit der Lüge leben alle besser.

Beichthaus.com Beichte #00030069 vom 27.06.2012 um 18:51:12 Uhr (68 Kommentare).

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Unser harmonisches Dorf

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Rache Kinder Nachbarn

Ich (w) lebe in einem Kuhkaff, das aus höchstens 200 Einwohnern besteht, von denen die Hälfte verrückt ist, und die nach außen hin gern Friede-Freude-Eierkuchen backen, während sie sich insgeheim bekriegen. Damals als Kleinkind bin ich zusammen mit meinem Bruder im Hochsommer bei brüllender Hitze öfter mal splitterfasernackt durch unser Dorf gerannt um unsere gleichaltrigen Freunde im Planschbecken zu besuchen. Meine Eltern haben daraufhin einen Brief mit mehreren Unterschriften der Dorfmitglieder bekommen, dass unser Benehmen eine Schande für unser harmonisches Dorf wäre, wir seinen Ruf in den Schmutz ziehen würden und wir das unterlassen sollen. Heute bin ich 18 und der Verfasser des Briefs, der so auf den guten Ruf des Dorfes plädierte, ist inzwischen in der Klapse, nachdem er in seinem Haus übelst randaliert haben soll, dass sogar das Sondereinsatzkommando das Haus stürmen musste. Die Dorfgemeinschaft wollte den Vorfall geheim halten - ratet mal, wer sich nicht daran hielt und aus Rache aus dem Nähkästchen plauderte.

Beichthaus.com Beichte #00030052 vom 18.06.2012 um 16:47:18 Uhr (26 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Meine Haare sind mein Kapital

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Unreinlichkeit Ignoranz Gesundheit Tiere

Ich bin weiblich, 24 Jahre alt und habe Albinismus. Meine fast schneeweißen Haare sind über 1m lang und sehr voll, aber fein. Ich habe früher kleinere Haarmodeljobs gehabt und bin wahnsinnig stolz auf meine außergewöhnliche Haarpracht. Ich bin nicht besonders zufrieden mit meinem Aussehen, obwohl man mir sagt, dass ich sehr hübsch sei, doch leider habe ich kein allzu großes Selbstbewusstsein - wohl auch, weil ich oft wegen meines Albinismus gemobbt wurde.
Es vergeht kein Tag, an dem ich kein Kompliment für meine Haare bekomme. Erst heute in der Uni wurde ich von zwei mir unbekannten Kommilitonen darauf angesprochen. Feengleich sähe ich aus, wie ein Mensch von einem anderen Stern. Ich liebe meine Haare, wie sie glitzernd meinen Rücken hinabfließen und alle Blicke auf sich ziehen. Meine Haare sind mein Kapital, Quelle meines Selbstwerts. Sie sind so lang und gesund. Ich verwende viel Zeit für ihre Pflege, habe sie nie gefärbt oder mehr als die Spitzen geschnitten, benutze keinen Föhn und niemals Silikonprodukte.


Hiermit beichte ich, dass ich mich vor sechs Jahren bei einem freiwilligen sozialen Jahr in der Grundschule mit Läusen angesteckt habe, die ich bis heute nicht losgeworden bin. Ich habe jedes auf dem Markt verfügbare Mittel ausprobiert und mich an die Anleitungen gehalten, ich habe einen teuren elektrischen Läusekamm gekauft, alle Hausmittel wie Olivenöl versucht und mich unzählige Male ärztlich beraten lassen - aufgrund der Haarlänge werde ich sie einfach nicht los. Ich versuche, den Befall in Schach zu halten, indem ich täglich ein Läuseshampoo auf Kokosölbasis verwende, meine Haare mit einem Nissenkamm bürste und einmal wöchentlich ein insektizidhaltiges Produkt verwende, um die Biester zu töten. Sie kommen immer wieder. Ich weiß, die einzige Möglichkeit die Läuse loszuwerden wäre ein Kurzhaarschnitt, doch ich bringe es nicht übers Herz, meine wundervollen Haare abzuschneiden. Ich würde auf einen Schlag das verlieren, was mir an meinem Körper am wertvollsten ist, das einzige, was ich wirklich an ihm liebe. Niemand auf dieser Welt hat wohl Haare wie ich, sie machen mich zu etwas Besonderem.


Also versuche ich, die Zahl der Plagegeister so gering wie möglich zu halten. Ich passe höllisch auf, niemanden anzustecken - kein Mensch schläft je bei mir, ich sauge täglich und verwende Anti-Läuse-Waschmittel, umarme niemanden und halte einen gewissen Sicherheitsabstand. Noch nie hat jemand mein Geheimnis bemerkt. Ich bin verzweifelt und schäme mich - und hiermit schwöre ich, dass ich, sollte mir je ein Mensch in meinem nahen Umfeld erzählen, dass er sich irgendwo Läuse eingefangen habe, mir eine Glatze rasieren und alles beichten werde. Längst habe ich die Hoffnung aufgegeben, der Plage Herr zu werden. Und doch kann ich mich nicht von meinen Haaren trennen, so erbärmlich es ist.

Beichthaus.com Beichte #00030030 vom 04.06.2012 um 16:40:51 Uhr (55 Kommentare).

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