Meine Lebensbeichte

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Missbrauch Schwangerschaft Mord Selbstverletzung Partnerschaft Gesundheit

Meine Kindheit und Jugend war geprägt von Einsamkeit und dem Kampf um Liebe. Als einziges Kind meiner Eltern spürte ich nur Liebe, wenn ich ihrem Bild von einer perfekten Tochter entsprach. Perfektion ist unmöglich zu erreichen. In der Schule war ich ein Mobbingopfer, physisch und psychisch. Mit 16 Jahren hielt ich es nicht mehr zu Hause aus und riss mitten in der Nacht aus. Davon hatte ich: eine Vergewaltigung und eine daraus folgende heimliche Abtreibung in Holland, denn erzählt habe ich niemandem davon. Mit 18 Jahren erkrankte ich an multiple Sklerose. Ein Jahr später gelangte ich an sogenannte Freunde, die mich in ihrer Familie aufnahmen. Doch auch von ihnen wurde ich nur ausgenutzt und betrogen. Für mein naives Vertrauen wurde ich mit einer Privatinsolvenz belohnt. In dieser Zeit lernte ich auch meinen ersten Freund kennen, der sich nach circa 2 Jahren als Tyrann entpuppte, mich misshandelte und missbrauchte, wie es ihm gefiel.


Ende 2006, nach einer erneuten gescheiterten Beziehung, in der ich nur belogen und betrogen wurde, war ich an einem Tiefpunkt. Es folgte ein Suizidversuch und danach ein 4-monatiger Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik. Dort lernte ich meinen heutigen Mann kennen. Seither geht es zumindest psychisch bergauf. Viele Therapien halfen mir, meine Vergangenheit zu verarbeiten und mit meinem Ehemann habe ich das große Los gezogen. Nur der Körper macht nicht so richtig mit, zu der MS kam noch Fibromyalgie, so dass ich nun mit 33 Jahren bereits erwerbsunfähig bin. Aber ich mache inzwischen das beste aus meinem Leben.

Beichthaus.com Beichte #00029401 vom 02.10.2011 um 23:52:59 Uhr (27 Kommentare).

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Der klapprige Dozent

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Morallosigkeit Ungerechtigkeit Gesundheit 50+ Studentenleben Wiesbaden

Ich absolviere zurzeit ein Studium. Eines Tages (es war ein Freitag) bekamen wir einen neuen Dozenten, der bereits 83 Jahre alt war. Dementsprechen klapprig war dieser auch auf den Beinen. Als er zur ersten gemeinsamen Stunde kam, gab es oft Situation, in denen er ins taumeln geriet, sich aber wieder fing. In diesen Momenten hielt immer der ganze Kurs die Luft an. Nach dem dritten mal sagte ich dann, etwas zu laut, folgenden Satz:"Ich hoffe nur der stirbt uns nicht gleich im Unterricht weg..." Es war natürlich ironisch gemeint, was man auch an meinem grinsen erkennen konnte. Ich weiß bis heute nicht, ob der Dozent das gehört hat. Als wir am nächsten Montag in die Uni kamen, sagte man uns, dass dieser Dozent am Samstag Nachmittag gestorben ist. Da wurde mir erst einmal bewusst, was ich da taktloses gesagt hatte. Ich habe dumme Sprüche gerissen, während sich dieser arme Mann durch die letzten Stunden seines Lebens geschleppt hat. Das tut mir echt Leid. Ich hoffe bis heute, dass er es nicht mitbekommen hat. Aber ich habe daraus gelernt und reiße nicht mehr ständig mein Maul auf. Außerdem habe ich mehr Achtung vor alten tattrigen Menschen, welche mich auf der Straße oder im Supermarkt behindern. Sie können auch nichts dafür, dass sie schwach sind.

Beichthaus.com Beichte #00029394 vom 28.09.2011 um 15:44:12 Uhr in Wiesbaden (Schönbergstr. 100) (24 Kommentare).

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Frau Mief

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Boshaftigkeit Zwietracht Ekel Unreinlichkeit Gesundheit Köln

Ich (w) bin Frauenärztin aus Leidenschaft. Ich liebe meinen Beruf, wenn es darum geht, werdende Eltern zu beraten, Teenager auf ihre kommenden Pubertätsjahre vorzubereiten und sogar den 16-jährigen Mädchen Mut zuzusprechen, wenn ich ihnen sagen muss, dass sie schwanger sind. Mein Beruf hat nur einen einzigen Hacken: Manche Frauen haben von Hygiene absolut keine Ahnung. Ich bekomme (fast wörtlich) das Kotzen, wenn sich gewisse Patientinnen auf den Stuhl setzen sollen. Ich meine mal ganz ehrlich, ist es denn wirklich zu viel verlangt, den sprießenden Urwald mal ein wenig zu stutzen? Oder sich ordentlich zu duschen?
Nun zu meiner Beichte: In meiner Praxis haben wir den Patientinnen Spitznamen gegeben, mit denen wir sie auch in die Terminbücher eintragen. Je nachdem wie sie untenrum aussehen und "duften" haben wir Ihnen einen passenden Namen zugeordnet. Am Donnerstag beispielsweise wird uns wieder mal Frau Mief beehren, am Freitag Frau Samtig-Glatt. Ich weiß, dass dieses Verhalten respektlos ist und ich hoffe, dass so schnell niemand in die Terminbücher schauen möchte, ansonsten haben wir viel auszuradieren (ist ja zum Glück alles nur mit Bleistift eingetragen). Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00029339 vom 05.09.2011 um 18:33:57 Uhr in Köln (65 Kommentare).

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Stinkende Erinnerung

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Peinlichkeit Ekel Gesundheit Gesellschaft

Ich (m) habe einen sehr guten Stoffwechsel. Dadurch muss ich oft auf Toilette und habe demzufolge auch oft das Bedürfnis, viel zu furzen. Leider habe ich erst mit ungefähr 18 Jahren herausgefunden, dass man Furze auch unterdrücken kann. Das bedeutet, dass ich bis zu meinem 18. Lebensjahr meine gesamte Umgebung immer vollgestunken habe. Ich dachte, dass leise Fürze nicht so schlimm sind. Sind sie leider doch. Es ist mir wahnsinnig peinlich, wenn ich daran denke, in wessen Gegenwart ich alles schon stinkende Erinnerungen hinterlassen habe. Bitte vergebt mir.

Beichthaus.com Beichte #00029306 vom 25.08.2011 um 23:44:15 Uhr (18 Kommentare).

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Bunter Berufswunsch

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Peinlichkeit Studentenleben Gesundheit München

Bunter Berufswunsch
Ich studiere im 4. Semester Medizin, Ärztin zu werden war schon immer mein Traum. Schon als kleines Kind wollte ich nichts lieber und vor kurzem ist mir auch wieder eingefallen, woher diese Begeisterung für Medizin rührt: mein Kinderarzt hatte immer viele bunte Textmarker, mit denen er in meiner Patientenakte rummarkierte, was mich jedes Mal sehr beeindruckte. Ich möchte beichten, dass sich der Wunsch, Ärztin zu werden nicht etwa in meinem Hirn manifestiert hat, weil man Menschen helfen kann, sondern ausschließlich wegen der Vorliebe für bunte Textmarker.

Beichthaus.com Beichte #00029219 vom 02.08.2011 um 19:27:20 Uhr in München (31 Kommentare).

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