Vom Idioten zum Spießer

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Peinlichkeit Trägheit

Ich habe vor langer Zeit eine Beichte hier reingestellt (00030543). Die Kommentare, die ich von den hiesigen Usern erhalten habe, haben mir zu Denken gegeben und ich habe daher mein Trinkverhalten geändert. Was ich jetzt beichten will? Aus dem Idioten ist ein Spießer geworden, der lieber auf der Couch sitzt und liest, statt zu saufen. Aber wenigstens einer, der nicht morgens aufwacht und sich wundert, woher er das Veilchen, die Schnittwunden und die Anzeigen herhat. Danke an alle, die mir mit Ihren Kommentaren "geholfen" haben, meine Fehler einzusehen.

Beichthaus.com Beichte #00038004 vom 07.04.2016 um 11:52:15 Uhr (10 Kommentare).

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Begrüßung eines Kollegen

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Engherzigkeit Feigheit Zorn Arbeit

Ich (m/23) arbeite zurzeit in einem Betrieb mit gut 30.000 Mitarbeitern. An meinem Standort arbeiten knapp 1.000 Personen in den unterschiedlichsten Bereichen und Abteilungen. Das heißt natürlich auch, dass man nie alle Leute kennt, die für unsere Firma an diesem Standort tätig sind. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Jeden Morgen zwischen 08:00 und 08:20 Uhr schneit ein mir unbekannter Typ vorbei, der praktisch jedem in meiner unmittelbaren Umgebung einen "Guten Morgen" wünscht und dazu noch die Hand zum Gruß anbietet.


Er scheint wirklich alle Leute zu kennen, oder tut zumindest so. Leider werde ich meistens auch Opfer dieser morgendlichen Grußtirade. Da ich leider den Platz ganz außen belege und er immer als Erstes an meinem Pult vorbeikommt habe ich keine Chance auf einen Fluchtversuch, da er dann schon blöd grinsend neben mir steht und mir die ausgestreckte Hand hinhält. Leider halte ich es für zu unhöflich, ihm mitzuteilen, dass mir dieses Verhalten gegen den Strich geht und ich persönlich finde auch, in einer so großen Firma muss man nicht jeden täglich direkt per Handdruck begrüßen. Allerdings weiß ich auch, dass seine Angewohnheit im Prinzip nur freundlich ist.


Vor Kurzem habe ich nun damit angefangen, ihm jeden Morgen die Hand so richtig zu quetschen. Mein Freundeskreis meinte schon immer, ich hätte einen ziemlich kräftigen Händedruck, und nun feile ich fast jeden Morgen an meiner Druck- und Quetschtechnik. Seitdem ich diese Strategie verfolge, sind die morgendlichen Begrüßungsrituale enorm rückläufig geworden und ich habe wieder meine ersehnte Ruhe vor ihm.

Beichthaus.com Beichte #00038003 vom 07.04.2016 um 08:26:11 Uhr (13 Kommentare).

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Meine kleine Hummel

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Vorurteile Tiere

Ich habe gestern eine volle Stunde meiner knapp bemessenen Freizeit dafür verwendet - viele würden sagen, verschwendet - um eine kleine Hummel zu retten, die ich bei mir zu Hause im Treppenhaus gefunden habe. Ich habe mal gelesen, dass Hummeln oft weiter fliegen, als ihre Kraftreserven reichen und dass man sie in einem solchen Fall mit ein paar Tropfen Zuckerwasser wieder auf die Beine bringen kann. Also saß ich mit der Hummel, einem kleinen Teller und einer Spritze voll Zuckerwasser auf meinem Balkon, bis das kleine Pelzding angefangen hat, mit seinem Rüssel zu trinken und dann tatsächlich wieder zu Kräften gekommen ist und wegfliegen konnte. Es war ein tolles Gefühl, dieses kleine Leben zu retten. Die meisten von euch werden das für Selbstbeweihräucherung einer verrückten Ökotante halten, aber es hat sich dennoch gut angefühlt, und so etwas könnte auf unserer egoistischen und verrohten Welt ruhig öfter passieren. Meine Beichte ist, dass ich jeden verachte, der mich dafür belächelt.

Beichthaus.com Beichte #00038002 vom 07.04.2016 um 06:57:23 Uhr (27 Kommentare).

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Meine Generation ist sexgeil!

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Vorurteile Ekel Zorn Gesellschaft

Ich (w) möchte beichten, dass ich sehr starke Verachtung gegen Geschlechtsverkehr und teils sogar Männer hege. Am Besten ist es, wenn ich von vorne anfange: Ich wurde schon von Anfang an religiös erzogen. Meine Mutter klärte mich auch schon im Alter von neun Jahren auf. Damals wurde mir erzählt, dass Menschen nur miteinander schlafen sollten, wenn sie sich lieben und geheiratet haben. Das klang immer logisch für mich. Denn die Option, dass Menschen miteinander schlafen, ohne sich zu lieben, gab es nicht. Ich habe mich schon früh in das andere Geschlecht verguckt. Immer und immer wieder schwärmte ich für irgendeinen Jungen. Aber oft nur einseitig, weil ich schüchtern war. Aber seit zwei Jahren kann ich mich nicht mehr verlieben, denn ich habe erkannt, dass Liebe gar nicht mehr so richtig existiert. In meiner Generation interessieren sich alle nur für Sex. In meiner Klasse sind nur drei Mädchen Jungfrauen (mich eingeschlossen), von insgesamt 16 Schülerinnen.


Die Jungs reden den ganzen Tag auch nur über das Eine. Das kann mir aber egal sein, Männer sind in dem Alter halt so. Aber trotzdem geht es mir langsam richtig auf die Nerven. Meine Freundinnen sind eigentlich richtige Schlampen. Ich sage es aber nicht zu ihnen, weil ich sie nicht mit meinen Ansichten quälen will. Aber sie erzählen mir jede Woche davon, wie sie irgendeinen Kerl in der Dorf-Disco abgeschleppt haben. Ich merke schon, dass "Jungfräulichkeit" bzw. "Unschuld" in der Altersgruppe 14-18 kein Begriff mehr ist. Ich bin aber froh, dass ich noch Jungfrau bin.


Aber kommen wir zum nächsten Punkt: Ich bin nicht die Hässlichste, im Gegenteil. Ich habe in den letzten drei Jahren mit vielen Jungs zu tun gehabt, die sich angeblich in mich verliebt hatten. Ich habe mit keinem etwas angefangen, weil ich merkte, dass sie nur auf das Eine hinaus wollten. Am Schlimmsten war es aber auf der Abschlussklassenfahrt, wo einer aus der Parallelklasse anfing, mich sexuell zu belästigen, in dem er mich in die Ecke drängte oder versuchte, mich zu küssen. Seitdem kann ich Männer auch nicht mehr leiden. Alle verhalten sich wie Tiere! Mädchen mit eingeschlossen, schließlich gehören zum Geschlechtsverkehr immer zwei Menschen. Ich möchte letztendlich einfach beichten, dass ich meine Generation und Sex verachte. Ich meine, was ist denn mit Liebe? Ist die Jungfräulichkeit nichts mehr wert? Ich möchte niemanden verurteilen. Ich wollte es nur mal gesagt haben. Aber mir bleibt ja noch die Hoffnung, dass sich alles ändert, wenn ich sehr viel älter bin.

Beichthaus.com Beichte #00038001 vom 07.04.2016 um 03:24:13 Uhr (31 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ein Punkt zur besseren Note

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Engherzigkeit Selbstsucht Ungerechtigkeit Schule Bamberg

Als ich damals an der BOS mein Abi nachgeholt habe, habe ich unfreiwillig dafür gesorgt, dass meine Banknachbarin eine schlechtere Note bekommen hat. Wir haben eine Klausur in Pädagogik/Psychologie zurückbekommen und unser Lehrer hat die Arbeit mit der Klasse besprochen. Bei einer Aufgabe habe ich auf meine Antwort keinen Punkt bekommen. Meine Klassenkameradin hatte dieselbe Antwort und bei ihr wurde es gewertet. Also habe ich mich beim Lehrer beschwert und meinen Punkt eingefordert! Wie das immer so ist, war ich genau an der Grenze zur besseren Note. Nachdem unser Lehrer die Arbeiten von mir und meiner Banknachbarin verglichen hatte, fiel ihm auf, dass ihre Antwort ebenfalls falsch war und er es nur aus Versehen gewertet hatte. Leider hatte sie die bessere Note auch nur knapp erreicht und bekam dann ohne diesen Punkt leider auch die schlechtere Note. Es tat und tut mir wirklich leid. Das war nie meine Absicht. Ich hatte Hoffnung auf eine bessere Zensur und wollte diese aufgrund meiner vermeintlich richtigen Antwort auch haben. Nicht nur, dass ich keine bessere Note bekommen habe. Nein, auch meine Nachbarin wurde aufgrund meiner Beschwerde nach unten korrigiert. Sie hat es damals einigermaßen gut aufgefasst und hat mir keinen Vorwurf daraus gemacht. Ich hatte aber trotzdem ein schlechtes Gewissen. Liebe J. es tut mir leid!

Beichthaus.com Beichte #00038000 vom 06.04.2016 um 22:31:46 Uhr in 96050 Bamberg (15 Kommentare).

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