Herrenloser Spickzettel

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Betrug Lügen Schule Ravensburg

Es wurde mir in die Wiege gelegt, Lehrerliebling zu sein. So richtig erklären konnte ich mir das nie, denn ich war relativ unscheinbar. Die Lehrer haben mich aber stets bevorzugt: Für dieselben Antworten bei Klassenarbeiten erhielt ich immer mehr Punkte als meine Klassenkameraden und auch bei Referaten schnitt ich mit durchschnittlichen Leistungen immer als einer der besten ab. Ich habe eigentlich gar nicht in das Schema des Lehrerlieblings gepasst: Ich habe regelmäßig gekifft und Klassenarbeiten stets mithilfe von Spickzetteln bewältigt. Besonders beliebt war ich bei meinem Geschichtslehrer - bei ihm genoss ich vollstes Vertrauen. In der letzten Geschichtsklausur bei ihm im elften Schuljahr deckte sich der Inhalt meines Spickzettels perfekt mit den Fragen ab. Meiner Eins stand also rein gar nichts im Wege. Meine Klassenkameraden hatten ihre Arbeiten schon alle abgegeben und ich war eigentlich auch schon fertig, aber aus Tradition bleibe ich immer, bis niemand mehr da ist, auch um nochmals alles zu überprüfen.


Routiniert wollte ich schließlich meinen Spickzettel vom Tisch entfernen, aber ein Missgeschick ließ diesen vor meinen Tisch flattern. Um den Zettel mit dem Fuß zu erwischen, fehlten mir nur wenige Zentimeter. Gleichzeitig hätte die Situation für den Lehrer klarer nicht aussehen können. Es fehlte eigentlich nur noch ein Pfeil auf dem Spickzettel, der auf mich deutet, um das Maximum an Eindeutigkeit rauszuholen. Mir blieb nur die Hoffnung, dass ich den Zettel in einem unbeobachteten Moment beim Herausgehen erwische. Ich gab die Arbeit ab und der Lehrer blickte mich mit einem stolzen Blick an, den ich nur mit einem aufgesetzten Lächeln erwiderte. Als er gerade dabei war, meine Arbeit in die Hand zu nehmen, veränderte sich sein Blick ruckartig. Er drehte sich zur Seite, schärfte seinen Blick mit zugekniffenen Augen und ging auf das "Sündenblatt" zu. "Das ist doch nicht etwa ein Spickzettel?" Mit euphorischer Stimme antwortete ich: "Spickzettel?" - "Ja, sieh doch her! Hier muss jemand betrogen haben! Unfassbar!" Plötzlich eröffnete sich mir spontan Plan B: "Ja. Sie haben Recht! Aber das lässt sich ja leicht herausfinden. Wir gehen einfach alle Klassenarbeiten durch und vergleichen die Schriften!" Der gute Mann war mit meinem Vorschlag hochzufrieden und die ganze Mittagspause verbrachten wir damit, die Schriften mit denen meiner Klassenkameraden zu vergleichen. Als er kurz einen Kaffee holen gegangen war, nutzte ich die Gelegenheit und steckte mein Heft in den Haufen mit den Arbeiten, die bereits überprüft wurden. Kurioserweise konnten wir den Betrüger nicht aufdecken. Mit einem kollektiven Schulterzucken stempelten wir die Sache als eine groteske Gegebenheit ab. Fünf Jahre später habe ich ihm bei einem Volksfest als kleine Entschuldigung ein Bier ausgegeben. Ich hoffe, er erfährt es niemals.

Beichthaus.com Beichte #00030454 vom 14.11.2012 um 15:51:06 Uhr in Ravensburg (13 Kommentare).

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Dick im Geschäft

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Fetisch Völlerei Arbeit Intim

Ich (w/32) habe seit einiger Zeit, zusätzlich zu meiner öden Büroarbeit, einen lukrativen Nebenjob. Ich arbeite als Escort-Lady, was ja mehr oder weniger nur eine bessere Umschreibung für Prostituierte ist. Das weiß allerdings keiner aus meinem Umfeld und es vermutet […]
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Beichthaus.com Beichte #00030427 vom 03.11.2012 um 01:44:31 Uhr (49 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Die Bekehrungen meiner Religionslehrerin

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Hass Rache Hochmut Selbstverletzung Schule

Vor einigen Tagen habe ich erfahren, dass sich meine frühere Religionslehrerin das Leben genommen hat. Und so wie es aussieht, bin ich wohl nicht ganz unschuldig an dem, was geschehen ist. Als ich die 10. Klasse meines Gymnasiums besuchte, haben wir zum Halbjahreswechsel […]
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Beichthaus.com Beichte #00030423 vom 01.11.2012 um 23:18:03 Uhr (42 Kommentare).

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In der Not eiskalt

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Engherzigkeit Morallosigkeit Ungerechtigkeit Familie Torfhaus

Ich bin beruflich zufriedene Krankenschwester und privat glücklich verheiratet. Mit der Mutter meines Mannes habe ich mich allerdings nie gut verstanden, sie hatte einfach einige Charakterzüge, die ich nicht leiden mochte, obwohl sie immer (fast zu) freundlich zu mir war. Vor ungefähr vier Jahren wurde eine Form von Knochenmark-Krebs bei ihr diagnostiziert. Als Krankenschwester hätte ich sicher mehr für sie da sein sollen und mich deutlich mehr kümmern müssen, aber stattdessen habe ich mich emotional eiskalt verhalten und mich, so gut es ging, distanziert. Ich habe ihre Sorgen und ihr Leid runtergespielt und nicht ernst genommen. Ich konnte ihre Depressionen und ihr Klammern einfach nicht ertragen. Wenn ich aus der Arbeit heim kam, hat sie mich mit ihren falschen Hoffnungen in mich völlig leer gesaugt. Ich hatte ständig das Gefühl, sie erwartete Wunder von mir, weil ich eben Krankenschwester bin. Hinzu kam unsere sowieso komplizierte Beziehung und ihre wirklich schwierige Persönlichkeit. Sie ist im Mai gestorben und heute hab ich wegen meines Verhaltens ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen. Vor allem, weil sie wirklich immer gut über mich sprach. Auch habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich meinem Mann immer vorgespielt habe, dass ich seine Mutter mag. Das wird sich auch nie ändern, denn ich werde ihn niemals damit verletzen, ihm zu sagen, was ich von seiner Mutter wirklich hielt.

Beichthaus.com Beichte #00030405 vom 29.10.2012 um 19:25:08 Uhr in Torfhaus (16 Kommentare).

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“Beichte

Nächtliches Desaster

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Ekel Peinlichkeit Last Night

Ich beichte, dass ich die Badewanne meiner Schwiegereltern vollgeschissen habe. Vor ein paar Jahren besuchte ich zusammen mit meiner Frau meine Schwiegereltern. Es war ein ganz normaler Besuch. Tagsüber gingen wir wandern und am Abend kochten die Eltern meiner Frau groß auf, weshalb ich ordentlich zulangte. Da die Eltern meiner Frau weit weg von uns wohnen, beschlossen wir, die Nacht bei ihnen zu verbringen. Vor dem Schlafengehen gab es dann noch ein Bierchen und meine Frau und ich gingen zufrieden zu Bett. Um 3 Uhr in der Nacht wachte ich auf, da mir auf einmal extrem schlecht war. Und wie das halt so ist, bleibt man dann noch liegen und wälzt sich unruhig umher und hofft, bald wieder einzuschlafen. Aber nach ein paar Minuten bemerkte ich, dass sich ein Unheil anzubahnen begann und verließ fluchtartig das Bett. Ich schaffte es gerade noch rechtzeitig aufs WC, um mich mit einem dicken Schwall meines Mageninhaltes zu entledigen. Als alles vorüber war, bemerkte ich, dass ich total verschwitzt war und beschloss, mich noch schnell abzuduschen, bevor es wieder zurück ins Bett ging. Also rein unter die Dusche.

Ich ließ mir das Wasser über den Körper rinnen und überlegte, was ich wohl Falsches gegessen haben könnte, als sich mit einem lauten Rumoren weitere Probleme ankündigten. Ich hatte auf einmal das Gefühl, als hätte ich glühende Eisen im Darmtrakt und ich wusste, dass mir nicht mehr viel Zeit blieb, um ein Unglück abzuwenden. Ich taxierte die Entfernung zur Kloschüssel (etwa zwei Meter) und dachte mir "sollte sich noch ausgehen", als es ein erneutes Rumoren vom Darm gab und ich es nicht mehr in mir halten konnte. Ich hockte mich also hin und ließ einen nicht enden wollenden Schwall feinsten Dünnschisses in die Wanne. Als alles vorbei war, untersuchte ich mit bangem Blick die Folgen des Desasters. Wanne: vollgeschissen. Duschvorhang: teilweise vollgeschissen. Mein Arsch und meine Beine: vollgeschissen.

Da hockte ich also bis zu den Knöcheln im wahrsten Sinne des Wortes in meiner eigenen Scheiße. Es stank so gotterbärmlich, dass ich um ein Haar nochmal gekotzt hätte und für einen kurzen Moment hatte ich die Befürchtung, dass die ganze Scheiße den Abfluss verstopfen könnte. Zum Glück war es aber so dünnflüssig, dass bald alles im Abfluss verschwand. Danach wusch ich die Wanne, den Vorhang und mich selbst mit siedend heißem Wasser ab und mischte aus den auffindbaren Shampoos, Duschgels, und ähnlichem rund die Hälfte des Flascheninhaltes dazu, um den Geruch und den ganzen Dreck abzuwaschen. Als ich endlich alles bereinigt hatte, kehrte ich auf Zehenspitzen zurück ins Bett und tat so, als sei nichts besonderes vorgefallen. Ich habe weder meiner Frau, noch meinen Schwiegereltern je davon erzählt, weil es mir so peinlich war.

Beichthaus.com Beichte #00030404 vom 29.10.2012 um 17:45:33 Uhr (28 Kommentare).

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