Die Signalleuchten von der Baustelle

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Diebstahl Last Night Viersen

Vor gut zwei Wochen haben zwei Freundinnen und ich, unter leichtem Alkoholeinfluss von einer Baustelle zwei Signalleuchten (diese großen, weiß-gelb-rot gestreiften mit den blinkenden roten Lampen) mitgehen lassen. Haben wollten wir lediglich die Lampen, aber da die absolut nicht von der Halterung abzukriegen waren, sind wir dann samt Lampen, den Ständern und den zwei riesigen Steinklötzen als Standgewicht zwei Kilometer über den Feldweg gelaufen. Abgesehen davon, dass ich wegen heranfahrender Autos zwei Mal mit einem lauten "Aaah" ins Feld stürzte, um unentdeckt zu bleiben, kamen wir relativ gut gelaunt und unversehrt zu Hause an. Dort wurden dann kurzerhand die Ständer abgesägt, und jetzt sind die Lampen glatt St.Martins-Fackel tauglich. Naja, aber ich denke, das Klauen war Provokation genug für die Bauarbeiter. P.S.: Wir haben die Dinger aus einem Feldweg entwendet, wo lediglich Kühe lang getrieben werden. Das taten wir mit dem Hintergedanken, dass niemand zu Schaden kommt. Wenigstens etwas Rücksicht auf die Mitmenschen genommen.

Beichthaus.com Beichte #00025085 vom 07.11.2008 um 15:04:45 Uhr in Viersen (8 Kommentare).

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Mathestudium ohne Mathematik

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Stolz Schamlosigkeit Ungerechtigkeit Studentenleben Frankfurt

Ich bin ein ein 23-jähriger Mathematik-Student. Seit fast genau 2,5 Jahren mache ich absolut nichts für die Uni, ich schreibe wirklich fast 100 % (auch in den Klausuren), bestehe die Scheine durch Verhandlung mit Korrektor und Übungsleiter, mit denen ich ein sehr freundschaftliches Verhältnis pflege (ich spiele jede Woche mit Ihnen Poker oder gehe mit Ihnen saufen). Die schwierigste Prüfung des Studiums mache ich im Ausland, die Note wird mir hinterher geschmissen, es gibt keine Klausur, nur benotete Hausaufgaben. Selbst diese Hausaufgaben mache ich nicht selbst. Jede Woche gibt es 10 Aufgaben, ich habe einen Deal mit zwei Austauschstudenten aus den Niederlanden und Indien gemacht, dass jeder nur 5 Aufgaben macht und diese dann ausgetauscht werden. Ich lasse mir vom Inder die 5 Aufgaben schicken, lösche seinen Namen im pdf, leite sie weiter an den Holländer, warte auf seine 5 Aufgaben und schicke diese wieder an den Inder. Es fällt nichts auf, es ist einfach perfekt. Ab und zu google ich selbst eine Aufgabe, selbstständig lösen oder eine Lösung nur ansatzweise verstehen - völlige Fehlanzeige.

Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit werde ich mich komplett durch mein Studium durchmogeln können, natürlich nicht mit Auszeichnung, aber mit einem schlechten guten bis befriedigenden Abschluss. Mathematiker werden gesucht, ich habe noch ein Praktikum in einer Investmentbank gemacht (Praktikumszeugnis: sehr gut) und muss mir um meine berufliche Zukunft nicht allzu viele Sorgen machen.

Besonders tun mir die Leute Leid, die wirklich stundenlang versuchen die Probleme selbst zu lösen und durch schlechte Noten / Nichtbestehen bestraft werden. Sie nehmen im Gegensatz zu mir den steinigen Weg und werden dafür noch bestraft. Darüber hinaus habe ich ein bisschen ein schlechtes Gewissen, da ich relativ viel Geld (für einen Studenten) zur Verfügung habe, das ich durch Bafög, Stipendien und Eltern finanziert kriege. Dabei weiß ich auch genau, wie ich die Anträge zu stellen habe und wie ich gesetzliche Grauzonen ausnutzen kann, um das alles noch zu maximieren.

Beichthaus.com Beichte #00025043 vom 02.11.2008 um 18:45:42 Uhr in Frankfurt (18 Kommentare).

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Der Pfützen-Fahrer

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Boshaftigkeit Morallosigkeit Engherzigkeit Auto & Co. Albersweiler

Als ich heute Vormittag zur Arbeit gefahren bin, regnete es. Das ist weiter nichts Besonderes, aber hätte es nicht geregnet, wäre mir ein Riesenspaß entgangen. Als ich durch das Nachbardorf fuhr, standen - von mir aus gesehen - auf der linken Straßenseite zwei ältere Frauen und haben wahrscheinlich den neuesten Tratsch ausgetauscht. Vor ihnen im Rinnstein war eine gewaltige Pfütze. Ich bin mit meinem Auto auf die linke Straßenseite gefahren, um mit Schwung durch diese Pfütze zu brettern und die beiden Damen von oben bis unten nass zu spritzen. War gemein, sehr gemein sogar. Aber wie oft im Leben hat man so eine Gelegenheit schon?

Beichthaus.com Beichte #00024973 vom 22.10.2008 um 15:53:37 Uhr in Albersweiler (34 Kommentare).

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15 Sünden und ein Knastbesuch

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Drogen Diebstahl Vandalismus Hamburg

1. Ich nehme Drogen: Weed, XTC, LSD.
2. Ich spanne Freunden die Freundin aus (schon zu oft).
3. Ich habe schon zu viele Leute brutal vermöbelt.
4. Ich habe schon unzählige Tiere gequält und getötet.
5. Ich habe schon viele Frauen betrogen und viele verarscht.
6. Ich klaue schon seit über 10 Jahren, nicht regelmäßig aber immer wieder.
7. Ich habe mindestens zwei Aktenordner voll Post von der Staatsanwaltschaft.
8. Ich zerstöre gerne und bewusst Staatseigentum, aber auch alles andere, was mir dann in den Weg kommt.
9. Ich bin schon mehrere tausend Kilometer Auto gefahren, ohne einen Führerschein.
10. Ich habe schon mehrere Handtaschen gestohlen.
11. Ich verkaufe schon über fünf Jahre Drogen, wodurch einige Kilo zusammenkommen und schmuggle diese auch ins Land, ohne Führerschein.
12. Ich bin schon mehrmals vor der Staatsgewalt geflüchtet.
13. Ich saß schon im Knast, aber wegen Körperverletzungen.
14. Ich habe schon Bierflaschen und Steine auf Polizisten geworfen und Autos angezündet.
15. Ich wünsche mir nichts mehr als den dritten Weltkrieg.

Beichthaus.com Beichte #00024854 vom 29.09.2008 um 00:21:47 Uhr in Hamburg (39 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Das tote Kind in meinem Arm

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Verzweiflung Gewalt Tod Kinder

Ich (m/23) muss etwas Schreckliches loswerden, das mein bisher ziemlich positives Leben in einen Abgrund gestürzt hat, aus dem ich seit dem Vorfall nicht mehr rauskomme. Es ist jetzt vier Monate her. Einer meiner besten Freunde, dessen Frau, ihr 6 Monate altes Baby und noch zwei Kumpels waren an unserem Dorfbach einen Ausflug machen, mal wieder über "alte Zeiten" quatschen etc. Das kleine Baby war natürlich die Hauptattraktion, ein richtig süßes zartes Kind! Mit kleinen Fingern, die sich im Schlaf immer ganz leicht um deinen Finger gelegt haben, wenn du ihn der Kleinen hingestreckt hast. Sie hat ganz viel gelacht und richtig Wärme verströmt, man konnte nicht anders, als zurücklachen bei der Kleinen, und in der Gegenwart meiner Kumpels war es nicht mal mir peinlich, mit ihr rumzualbern, obwohl ich damals einen auf harten Kerl gemacht habe. Jeder durfte sie dann mal auf den Arm nehmen, und bei mir ist sie dann ganz langsam eingeschlafen, worauf ich ziemlich stolz war. Aber das hätte ich niemals zugegeben. Wahnsinn, wie sie da lag mit den Händchen zu Fäusten geballt, aber trotzdem völlig wehrlos und auf absoluten Schutz angewiesen!

In dem Moment war ich wirklich am Überlegen, den ganzen Machoscheiß sein zu lassen und mit meiner damaligen Freundin ein Kind zu bekommen, vielleicht in zwei Jahren oder so. Wir saßen dann am Boden auf einer Decke und haben gepicknickt, die Kleine durfte ich immer noch halten, aber sie lag ganz ruhig da. Auf einmal macht sie eine so überraschend starke Bewegung! Sie hat sich total gewunden ganz kurz nur, aber ich verfluchtes Arschloch war einfach nicht drauf vorbereitet und sie ist mit dem Kopf auf dem Steinboden unter der Decke aufgeschlagen! Ich wollte sie noch auffangen, habe es aber nicht geschafft. Oh Gott, ich kann nicht beschreiben, wie schrecklich das ausgesehen hat, der kleine empfindliche rosa Kopf da am Boden und wie mein Freund geschrien hat. Und sie wollte einfach nicht ihre Augen wieder aufmachen!! Seitdem schießen mir nachts die Bilder, wie mein Freund sich panisch über sein totes Kind, von dem er mir so viel Schönes erzählt hat, gebeugt hat und alle nach einem Arzt geschrien haben, und wie in mir die Welt zusammengebrochen ist, durch den Kopf. Mein Freund hat mir verziehen, meine Freundin ist weg, aber das Schlimmste ist, dass ich mir vor dem Spiegel nicht mehr in die Augen sehen kann.

Es war dieser eine verpasste Augenblick, ein einziges Mal Totalversagen, den ich mir nicht verzeihen kann. Ich habe seitdem viel über mich gelernt, besonders, ehrlich zu mir zu sein, und mein naives Gehabe zu vermeiden, aber wie habe ich dafür bezahlen müssen! Ich hasse meine Vernünftigkeit, die mich daran hindert, mich selbst aufzugeben, ich hasse mich selbst und meinen Freund, weil er mich nicht verstößt und mich nicht wenigstens einen kleinen Teil der Schuld büßen lässt. Keiner in meiner Arbeit weiß davon, ich lebe nach außen hin genauso weiter. Innen ist alles ein eingestürztes Kartenhaus, das auch diese Beichte nicht aufbaut. Ich kann nur hoffen, dass sich ein wenig von dem Menschen, der ich einmal war, irgendwann wieder durchsetzen kann, aber Kinder werde ich mir niemals gönnen.

Beichthaus.com Beichte #00024840 vom 26.09.2008 um 19:33:32 Uhr (83 Kommentare).

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