Das Legoschiff

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Aggression Ungerechtigkeit Vandalismus Kinder

Das Legoschiff
Im Kindergarten war ein Kotzbrocken in meiner Gruppe, der ein riesiges Legoschiff gebaut hatte. Das war bestimmt ein Meter lang. Allerdings hat er für sein beschissenes Schiff alle Legosteine verbaut, und für uns andere Kinder waren keine mehr da. Ich habe dann, als er auf dem Klo war, zu den Jungs aus der anderen Gruppe gesagt, dass ich das Schiff gebaut habe, und dass sie es jetzt wieder auseinander bauen dürfen. Die Jungs haben dann mit Hockeyschlägern das Schiff auseinandergeschlagen, bis wirklich kein Legostein mehr auf dem anderen war. Der Kotzbrockentyp kam zurück und hat gleich los geheult. Die anderen Jungs haben riesigen Ärger von den Kindergärtnerinnen bekommen. Alle haben es verdient, und ich habe mit einem Grinsen im Gesicht mein Legohaus gebaut.

Beichthaus.com Beichte #00026165 vom 27.04.2009 um 00:27:36 Uhr (16 Kommentare).

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Ein Brief voller Leere

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Gewalt Verzweiflung Engherzigkeit Landau

Vor drei Jahren hat sich meine Freundin von mir getrennt. Ich war ein Schwein, habe sie geschlagen, und schlecht behandelt. Aber nicht nur sie litt in dieser Zeit unter meinen Launen. Ich habe mich geändert. Wollte mit ihr Kontakt aufnehmen um mich zu entschuldigen. Sie weigerte sich. Was ich verstehe. Ich schrieb ihr einen Brief. Ich habe aber Angst, ihn ihr zu schicken. Also werde ich ihn hier posten:

Sollte ein Mensch vergeben, wenn er verletzt wurde? Ich kann diese Frage leider nicht beantworten. Es geschehen Sachen, bei denen ich mich manchmal frage, ob es einen Gott geben kann, der dies alles zulässt. Mit Sicherheit wird Er uns nicht vor unseren Fehlern bewahren. Er kann uns aber hinterher den richtigen Weg weisen. Ich denke, ich habe diesen Weg jetzt gefunden. Leider ist er nicht eben sondern steinig. Ich versuche ihn trotzdem mit erhobenen Haupt zu beschreiten. Ich möchte nicht poetisch wirken in diesem Text. Ich möchte mir auch nicht die Absolution vor unserem Herrn erschleichen. Ich weiß nicht, wie ich es schreiben soll. Bin macht- und ratlos. Ich weiß, ich tat Dinge die verwerflich sind und die mich einen schlechten Menschen werden ließen. Diese Dinge, von denen du weißt, welche ich meine, bereue ich zutiefst.

Ich versuchte mit dir auch schon Kontakt aufzunehmen. Leider ohne Erfolg. Was ich auch verstehe. Aber ich bitte dich wenigstens meine Zeilen, mein Schuldgeständnis zu lesen und mir zumindest ein wenig zu verzeihen. Ich weiß nun wie es ist, von einem Menschen, den man liebt, verletzt zu werden. Und mich schmerzt es zu wissen, dass ich mit dir das Gleiche tat. Ich schäme mich und bin verärgert über die Dinge, die ich tat. Aber nicht nur die Taten, die ich dir gegenüber begangen habe. Sondern auch die, unter denen meine Familie und meine Freunde zu leiden hatten.

Ich will nicht sagen, dass ich ein neuer Mensch bin. Aber ein anderer. ruhiger und verantwortungsvoller. Ich weiß nicht, ob es dich interessiert, aber ich habe eine Ausbildung gemacht. Ich bin Fachmann für Schutz und Sicherheit bei einem großen Sicherheitsunternehmen, welches für die US-Regierung arbeitet. Ich bin auf dem besten Weg mein Leben in den Griff zu bekommen. Heute ist nun der zweite Tag, an dem ich schreibe. Es fällt mir schwer über das Vergangene zu schreiben. Vielleicht ist es egoistisch, dir diesen Brief zu schreiben. Du sagtest mir ja ich solle dich respektieren und in Ruhe lassen. Und ich weiß im Moment auch nicht, ob ich dir diesen Brief schicken soll, oder ob ich ihn weiterschreibe. Als eine Art Erinnerung. Ich denke oft an dich. Und ich sage dir was: Ich sehe gute und schlechte Zeiten. Aber mehr Gute als Schlechte. Ich hatte Probleme, die ich nicht alleine bewältigen konnte oder wollte. Ich machte andere für meine Fehler verantwortlich und war zu egoistisch, um zu erkennen, dass es nicht nur um mich geht. Ich will dich nicht zurückerobern mit diesem Brief. Um Gottes willen.

Ich möchte, dass du glücklich wirst. Ohne mich. Ich weiß nicht, ob ich noch mal glücklich werden kann. Ich weiß auch nicht, ob ich es verdiene, nochmal glücklich zu werden. Den leeren Platz, den du zurückgelassen hast, wird niemand mehr einnehmen können. Jeder Tag, den ich ohne dich bis zum heutigen Tag verbringen musste, war ein schmerzvoller Tag. Ich kann die alten Bilder, welche ich noch besitze, nicht ansehen. Ich weine, wenn ich sie in Händen halte. Denn ich weiß, ich habe einen liebenswerten Menschen zutiefst verletzt. Jemand der mich einst liebte. Ich hasse mich für das, was ich getan habe.

Ich kann nicht mehr weiterschreiben. Kann diese Leere nicht ertragen, welche ich beim verfassen dieser Zeilen empfinde. Es tut mir leid. Von ganzem Herzen. Verzeih mir bitte.

Beichthaus.com Beichte #00025767 vom 28.02.2009 um 17:53:05 Uhr in 76829 Landau (32 Kommentare).

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“Beichte

Meine Ex, die eigentlich auswandern wollte

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Fremdgehen Rache Gewalt Ex München

Ich muss das einfach mal loswerden und ich hoffe, dass ich hier irgendwie Absolution erhalte, denn ich habe ein schlechtes Gewissen, das mich fast zerfrisst - aufgrund meiner gezeigten Schwäche und Feigheit. Es geht um eine Frau, die ich bei mir in der Arbeit kennengelernt habe. Ich arbeite in einem Krankenhaus als zentrale Anleitung zu 50 % und 50 % Pflege. Ich wurde auf eine neue Station eingesetzt und arbeitete dort mit einigen Kroaten zusammen. Zunächst war da auch nichts, aber nach einer hammergeilen Partynacht habe ich mich richtig in jemanden verschossen, weil ihr ganzes Wesen sie so einmalig macht, dass ich nicht anders konnte. Ich gab Vollgas, das klassische Werben mit schickem Essen, Kurzreisen, und, und, und. So kam es wie es kommen sollte: Wir waren zusammen.

Ich habe sie geliebt, alles an ihr Augen lachen ihre Stimme den Akzent, das war schon fast selbstzerstörerisch. Sie machte einen Besuch bei ihren Eltern und entschloss sich kurzfristig zurückzugehen, weil die Arbeit ihr nicht so taugte und sie auch Sprachprobleme hatte. Schweren Herzens habe ich ihr meinen Segen gegeben und bei allem geholfen in der Vereinbarung, dass ich zu ihr ziehe. Sie zog um (dachte ich) und meldete sich einmal und dann nie wieder. Ich habe alles versucht, sie zu erreichen bis zu einer spontanen Fahrt zu ihr (1300 km entfernt), um herauszufinden, dass sie immer noch in Deutschland wohnt und nur quasi ein Krankenhaus weiter arbeitet. Ich war so dermaßen sauer und enttäuscht, dass ich die ganze Fahrt nur rot gesehen habe. Am nächsten Abend hat mich ein Freund zum Feiern mitgeschleppt und wie der Zufall so will, sah ich sie mit jemand anderen.

Da hat es bei mir ausgehakt (ich bin eigentlich ein Natural Born Chiller) und habe den Jungen ansatzlos ins Gesicht getreten, der sofort umfiel wie ein Stein. Da sie gerade nicht bei ihm stand, ist das bis heute noch ungeklärt. Und mein Kumpel würde mich sogar decken, wenn ich den Kerl erschossen hätte. Angeblich soll er sich üble Sachen zugezogen haben.

Beichthaus.com Beichte #00025635 vom 26.01.2009 um 19:22:50 Uhr in München (56 Kommentare).

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Homöopathisches Mittel

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Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit Lauschütz

Homöopathisches Mittel
Ich muss beichten, dass mir am letzten Samstag etwas ziemlich Peinliches passiert ist. Zur Vorgeschichte muss ich sagen, dass ich seit einer Weile einen ziemlich üblen Husten habe und am letzten Freitag beim Arzt war. Der hat mir daraufhin ein homöopathisches Mittel verschrieben. Das Ganze hat auch super gewirkt, nur hatte es eine ziemlich unschöne Nebenwirkung: Ich bekam ziemlich übel Durchfall. Letzten Samstag also war ich in einer Stadt in meiner Nähe. Ich habe ein paar Einkäufe erledigt, die ich schon länger machen wollte, merkte jedoch, als ich in einem Geschäft für Elektronikartikel stand, dass sich mein Magen-Darm-Trakt meldete. Es war allerdings auszuhalten. Weitere zehn Minuten später war es dann deutlich schlimmer geworden und ich beschloss, mich, ohne den gesuchten Artikel, auf den Rückweg zu machen, damit kein Unglück geschieht. Der Weg zum Auto hatte jedoch keine allzu positive Wirkung auf mich, um genau zu sein, schüttelte es alles ordentlich durch. Beim Einsteigen musste ich bereits ernsthaft abkneifen und wollte nur noch so schnell es geht nach Hause.

Der Heimweg dauert in der Regel 15-20 Minuten, ich verfiel jedoch in eine ziemliche Raserei - im wahrsten Sinne des Wortes. Verschlimmernd kam hinzu, dass ein Teil des Weges über ein Kopfsteinpflaster führte, ihr könnt euch sicher denken, wie gut mir das tat. Nach etwa fünf Minuten Fahrt merkte ich, dass ich es auf keinen Fall schaffen würde, ich drückte mir bereits meine Fingernägel in die Haut und ich wusste, noch fünf Minuten länger und ich würde mir in die Hose kacken. Also lenkte ich bei der erstbesten Gelegenheit am Rande der Stadt in eine kleine Seitenstraße, mit einem kleinen brachliegenden Flecken Land. Ich merkte bereits, dass ein paar Jogger diese Strecke offensichtlich gerne nutzten und nachdem ich gerade aus dem Auto gestiegen war, sah ich im Halbdunkel der Dämmerung einen Mann mit seinem Hund auf mich zu spazieren. Ich rannte also wie der Teufel zu den einzigen drei Bäumen weit und breit am Rand der Fläche und hockte mich mit runtergelassener Hose hin. Genau in diesem Moment kamen zwei junge Joggerinnen vorbei und ich musste mich, während mir eine - anders lässt es sich nicht beschreiben - Fontäne aus dem Arsch schoss und hoffte darauf nicht im Dämmerlicht entdeckt zu werden. Zu meinem Glück waren die Beiden zu sehr ins Gespräch vertieft. Sekunden später wurde ich mir des zweiten Problems bewusst. Der Mann mit dem Hund kam auf mich zu und der Hund schien ziemlich aufgeregt an der Leine zu zerren. Ich bekam eine ziemliche Angst, die sich in eine absolute Panik verwandelte, als ich sah, wie der Mann den Hund von der Leine ließ. Ich rechnete bereits damit, beim Kacken angesprungen und entdeckt zu werden.

Zu meinem Glück flitze der Hund quer über die Wiese und der Mann rannte ihm fluchend nach. So konnte ich schnell mein Geschäft beenden, riss die Hose hoch, stellte fest, dass ich nicht einmal Klopapier zur Verfügung hatte, und rannte schnell zum Wagen zurück - mit nasser Unterhose. Als ich gerade den Wagen wendete um nach Hause zu fahren sah ich, wie knapp meine Aktion gewesen war, als zwischen einigen Häusern, fast genau neben der Stelle, an der ich gewesen war, eine Reihe älterer Damen, offensichtlich bei einem Spaziergang auftauchte. Ich bin immer noch ziemlich peinlich berührt, wenn ich an die Aktion denke und dass ich mitten an einen Jogger-/Hunde-Weg geschissen habe, tut mir wirklich leid. Achja - geholfen hat das Medikament nicht, ich huste immer noch.

Beichthaus.com Beichte #00025614 vom 22.01.2009 um 12:16:23 Uhr in Lauschütz (45 Kommentare).

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“Beichte

Die ungeliebte Katze

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Gewalt Morallosigkeit Lügen Kiel

Ich habe mal auf die Katze eines Freundes aufgepasst. Nur über das Wochenende. Wir waren uns auch auf den ersten Blick unsympathisch und das Vieh hat mir dann auch gleich am ersten Abend auf die Couch gepisst und hat nur geschrien. Leider hatte dieses Tier keine vernünftige Stimme, sondern es krächzte nur merkwürdig. Hörte sich krank an. Als das Tier sich dann vor meine Wohnungstür hockte (in der Wohnung!) und eine kleine grau-braune Wurst aus der Rektalöffnung hervorkam, wurde ich wütend. Ich rannte schreiend und wild gestikulierend in Richtung Tür, der Katze hinterher einmal über den Flur ins Bad, mit einem Haken wieder in den Flur, durch das Schlafzimmer ins Wohnzimmer direkt auf den Balkon.
Die Katze sprang auf die Brüstung - und rutschte.
Es war ein Beton-Balkon, grau glänzend lackiert und es hatte geregnet. Kein Halt für Katzenpfoten oder Krallen.
Zu der Zeit lebte ich im vierten Stock eines Mehrfamilienhauses. Über meinem Balkon war freier Himmel und unten im Innenhof lag eine Katze.
Ich bin natürlich gleich runter gelaufen und stellte Lebenszeichen bei dem Tier fest. Allerdings röchelte sie noch mehr als vorher und irgendwie tat sie mir da auch leid. Ein kurze Überlegung das Tier von seiner Qual schnell zu befreien, verwarf ich schnell wieder. Dazu fehlte mir der Mut. Also dachte ich an meine Jugendfeuerwehrzeit und holte eine dicke Pappe aus dem Keller (war ja nicht mehr weit...)und schob diese dem Unfallopfer unter den Körper.
Danach röchelte die Katze nicht mehr. Steinplatten sind für hochgezüchtete Katzen einfach zu hart; Jedenfalls nach zwölf Metern freiem Fall.
Ich habe die Kreatur dann am nächsten Tag irgendwo in irgendeinem Waldstück verbuddelt und meinem Freund erzählt, die Katze sei ohne Grund auf die Brüstung gesprungen, abgerutscht und... Naja. Dann habe ich sie noch zum Tierarzt gebracht und dort wurden schwere innere Verletzungen festgestellt und und und, schließlich wurde das Tier eingeschläfert. Unangenehm.
Die Antwort des Freundes brachte mich dann aber in die Zwickmühle. Ich überlege bis heute, ob ich ihm nicht die Wahrheit sagen sollte. Denn geliebt hat er das Tier nicht - nicht bei der Antwort: "...ich hätte der gleich die Keule gegeben - hat mir sowieso immer in die Bude gepisst!"

Beichthaus.com Beichte #00025471 vom 28.12.2008 um 00:07:02 Uhr in Kiel (18 Kommentare).

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