Der Streit mit meinem rumänischen Nachbarn

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Zwietracht Vandalismus Nachbarn

Ich wohne in einem alten Mehrfamilienhaus in einer Stadt in NRW. Zur Zeit fechte ich mit meinem zehn Jahre älteren rumänischen Nachbarn einen kleinen Nachbarschaftsstreit aus. Der scheint einer von der Sorte zu sein, der den Sinn seines kranken Lebens darin gefunden hat, seine Mitmenschen zu tyrannisieren, Stärke gegen Hilflose auszuspielen und sich abends darauf einen runterzuholen. Im Winter reißt er prinzipiell, vor allem bei Minusgraden, zum Leid der Hausgemeinschaft die Fenster im kompletten Treppenhaus auf und ist sich nicht zu schade, dafür sogar bis ins Dachgeschoss zu laufen. Im Gemeinschaftskeller bedient er sich nach belieben an fremden Konserven. Meine nette verwitwete Nachbarin findet ihre bei 40°C eingeschaltete Waschmaschine öfter mal bei 90°C vor. Und so zieht es sich durch das ganze Jahr. Eigentlich lebe ich nach dem Grundsatz "Leben und leben lassen", aber den Typen kann ich zum Verrecken nicht ausstehen. Manchmal, wenn ich Nachts vom Feiern Heim komme lege ich ihm kleine Kieselsteine in seine Schuhe, welche immer auf seiner Matte liegen, oder manipuliere irgendeinen anderen Teil seiner öffentlich zugänglichen Habseligkeiten auf subtile Art und Weise. Bisher hab ich immer Wert darauf gelegt, ihn größtmöglichst zu verwirren, ohne dabei Sachschaden anzurichten. Damit ist es aus. Letzte Woche habe ich meinen Fahrradreifen zerstochen vorgefunden. Der wird Augen machen, wenn er aus dem Urlaub wiederkommt.

Beichthaus.com Beichte #00024124 vom 28.06.2008 um 00:54:20 Uhr (20 Kommentare).

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Ihr Sohn ist schwer verletzt!

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Telefon

Als Teenie habe ich einmal einen bescheuerten Telefonstreich gespielt: Ich habe wahllos eine Nummer angerufen, eine nette ältere Frau ging ran, ich gab mich als Klinikarzt aus und habe sie gefragt, ob sie einen Sohn hat. Sie hat bejaht, und ich meinte, sie müsse sofort ins Krankenhaus kommen, ihr Sohn wäre schwer verletzt bei uns eingeliefert worden. Dann legte ich auf, meinte noch, ich hätte jetzt keine Zeit. Habe nur noch gehört, wie sie etwas wie: "Oh mein Gott" gesagt hat. Wenn ich heute darüber nachdenke, hasse ich mich dafür. Ich bereue es, dieser Frau so einen Schrecken eingejagt zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00023890 vom 27.05.2008 um 07:08:08 Uhr (5 Kommentare).

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“Beichte

Ich will eigentlich kein Arschloch sein!

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Begehrlichkeit Selbstsucht Maßlosigkeit

Ich (m/26) möchte beichten, dass ich inzwischen ein blöder Arsch geworden bin, weil der Rest der Menschheit einem einfach keine andere Wahl lässt. Ich glaubte jahrelang an so etwas wie Selbstwertgefühl, Vertrauen und Treue. Allerdings wurde ich bisher immer nur verarscht. Ich war in drei festen Beziehungen und allesamt waren etwas Besonderes für mich. Ich weigerte mich immer so zu werden wie alle anderen Kerle in meinem Alter, welche sonnenbebrillt durch Nachtclubs laufen und Frauen für kurze Nächte aufreißen. Ich dachte immer, ich könnte dann nicht mehr in den Spiegel sehen und dass Frauen schon zu schätzen wissen, wenn sie auf jemanden ehrlichen und treuen stoßen und das dann auch zu spüren bekommen.

Versteht mich hier nicht völlig falsch, ich war in den Beziehungen keine Heulsuse im Bett oder sonst, ich wollte mich nur halt nicht zu jeder dämlichen Bettgeschichte hinreißen lassen. Ich versuchte immer, meiner Partnerin klarzumachen, wie sehr ich sie schätze und dass ich sie nie verlieren will. Daher wahrscheinlich auch die erschreckend niedrige Zahl von drei Frauen (bis neulich halt). Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass ich in allen Beziehungen immer hintergangen wurde und am Ende allein dastand. Wenn ich überlege, wie viele geile Seitensprünge ich habe sausen lassen, weil ich mir selbst geschworen hatte, so etwas niemals zu tun! Echt schade drum. Inzwischen habe ich mich gefügt und ziehe am Wochenende, wenn es gut läuft, auch mal irgendeine Partymaus durch und fühle mich kein bisschen schlecht dabei. Manchmal allerdings wünsche ich mir mein altes Ich zurück und male mir aus, wie es wäre, wenn einfach mal nicht so viel verdammte Scheiße passieren würde. Aber wen kümmert es, anscheinend kann man nur als Arschloch in dieser Welt überleben. Ich mag mich und der Rest kann mich mal!

Beichthaus.com Beichte #00023838 vom 18.05.2008 um 21:47:58 Uhr (14 Kommentare).

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Vorgetäuschte Arbeit

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Faulheit Trägheit Verzweiflung Arbeit

Ich 18 bin Azubi in einer Behörde und sitze den ganzen Tag am PC. Effektiv arbeite ich vielleicht zwei von acht Stunden. Das Schlimmste ist, dass ich Arbeit simulieren muss. Zum Beispiel starre ich dermaßen konzentriert auf meinen Bildschirm, dass mich keiner anzusprechen wagt, dabei surfe ich auf ebay. Immer öfters schaue ich für zehn Minuten nur aus dem Fenster. Die Zeit verdorrt! Gestern habe ich versucht, Blätter genau in einer Linie zu tackern. Statt mit 20 Blätter ein Mal zum Kopierer zu pilgern, latsche ich halt 20 Mal mit einem Blatt. Fällt keinem auf, außerdem erweckt es den Anschein, man hätte unglaublich viel zu tun. Fehlanzeige! Die Zeit um alle Programme am PC zu schließen, konnte ich neulich sogar auf rekordverdächtige 15 Minuten strecken! Natürlich ginge das in einer Minute. Tödliche Langeweile.

Beichthaus.com Beichte #00023724 vom 01.05.2008 um 21:03:08 Uhr (21 Kommentare).

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Auf dem Abstellgleis

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Hass Zorn Bahn & Co. Musik

Ich beichte, dass mich die Mordlust packt, wenn ich in der Bahn sitze. Ich könnte jeden anschreien, der Stöpsel im Ohr hat und seine Musik so laut dreht, dass jeder sie mithören muss, ob er will oder nicht. Obwohl ich ansonsten ein hilfsbereiter Mensch bin, habe ich neulich eine junge Frau in der Bahn einfach sitzen lassen, als plötzlich die Bahn geräumt werden musste, weil sie mich mit ihrer Musik die ganze Strecke lang genervt hat. Schade, dass jemand anders sie angestoßen hat - ich hätte ihr Gesicht gerne gesehen, wenn sie auf irgendeinem Abstellgleis gelandet wäre.

Beichthaus.com Beichte #00023722 vom 01.05.2008 um 08:27:54 Uhr (10 Kommentare).

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