Ausnüchtern ohne Rücksicht auf Verluste

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Ekel Dummheit Trunksucht Last Night Gesundheit

Vor ca. 2 Jahren haben wir den Geburtstag eines Kumpels gefeiert. Es war sehr lustig und amüsant, getrunken wurde auch. Ein gemeinsamer Freund, der eigentlich nicht so der Trinker war, hat an diesem Abend wohl etwas zu tief ins Glas geschaut, was niemandem aufgefallen war, bis er mit der Stirn auf der Tischkante lag und langsam anfing unter den Tisch zu kotzen. Er war so voll, dass er nichtmal mehr alleine gehen konnte. Ich frage mich noch heute, wie es dazu kommen konnte, dass es niemandem aufgefallen ist, wie er sich so hemmungslos besaufen konnte. Jedenfalls haben wir ihn nach draußen getragen und auf der Terasse auf eine Bank gelegt, damit er erstmal frische Luft schnappen konnte um etwas auszunüchtern (und nicht weiter ins Wohnzimmer kotzt). Irgendwie haben wir ihn vergessen, bzw. dachten er würde sich schon melden, wenn es ihm wieder besser geht (es war Februar und es herrschen Minus-Grade). Irgendwann fiel es uns ein, dass der Gute noch draußen liegt und tatsächlich lag er noch zitternd auf der Bank. Wir wollten ihn nach Hause bringen, da er nur eine Straße weiter wohnte, doch sein kraftloser Körper war zu schwer um ihn hättte sanft tragen können. Wir haben ihn folglich in eine Schubkarre gelegt und nach Hause gefahren. Zu Hause haben wir bei ihm aufgeschlossen und ihn in den warmen Flur gelegt und ihn mit einer Decke zu gedeckt. Am nächsten Tag haben wir erfahren, dass es ihm noch richtig schlecht ging und er noch mehrmals kotzen musste, was er dann aber noch einigermaßen alleine auf die Reihe bekommen hat. Jedenfalls hat er eine schwere Erkältung davon getragen, was uns allen natürlich leid tat. Nach heutiger Betrachtung war das grob fahrlässig von uns und wir hätten uns irgendwie anders um ihn kümmern sollen, um sicher zu gehen, dass ihm nix passiert. Zum Glück hat er keine bleibenden Schäden davon getragen. Nochmal Sorry!

Beichthaus.com Beichte #00023888 vom 26.05.2008 um 23:44:24 Uhr (11 Kommentare).

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Das Mädchen, dessen Haare ich anz

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Boshaftigkeit Dummheit Gewalt Schule Volkach

Ich (m/33) beichte jetzt etwas, das mich schon seit bestimmt 20 Jahren quält. In der sechsten oder siebten Klasse haben wir Jungs immer diese eine (sozial schwache) Klassenkameradin geärgert (gequält). Irgendwann fingen wir an, sie zu hassen. Warum auch immer. Ich weiß es nicht mehr. Außer unserem Hass hatten wir nichts mit ihr zu tun. Ich beschloss eines Tages, ihr einen Denkzettel zu verpassen. Warum? Einfach so, einfach deshalb, weil sie existierte. Dieser Hinweis ist wichtig, um die ganze Dramatik, Hirnlosigkeit und Fahrlässigkeit zu ermessen. Sie ging auf dem Weg zur Schule durch die Kleingartensiedlung irgendwann vor mir her. Ihre langen Haare tanzten vor meiner Nase. Da war sie endlich, meine Gelegenheit. Ich zückte mein Gas-Sturmfeuerzeug (hatte eine Flamme wie ein Schneidbrenner) und zündete ihre Haare an.

Es geschah das Unfassbare: Sofort stand ihr Kopf lichterloh in Flammen. Sie schrie und schlug sich auf den Kopf, lief, rannte, weinte und wurde immer panischer. Blitzschnell reagierte ich. Ich lief hinter ihr her, zog meine Jeansjacke aus und warf sie ihr über den Kopf. Sie stolperte und ich fing sie auf und drückte ihr dabei weiterhin die Jacke auf den Hinterkopf. Das Feuer war gelöscht! Aber: Von ihren ehemals langen blonden Haaren waren nur noch schwarze Klumpen an ihrem Hinterkopf. Und sie hatte eine Brandwunde im Nacken. Sie weinte und war wie von Sinnen und zitterte am ganzen Körper. Ich war so geschockt, dass ich nur eine knappe Entschuldigung rausbrachte. Nach dem Motto: "Sorry, dass ich dich angezündet habe. Ganz schön doof mit deinem Haar." Dann war Stille. Zehn Minuten lang blieben wir so im Gras sitzen, ich hielt das zitternde Mädchen im Arm und wollte sterben vor Scham und Angst. Ich gab ihr meine Dose Cola aus meiner Tasche, die sie wortlos nahm und austrank. Irgendwann stand sie auf und schaute mich mit leeren Augen an. Diesen Blick werde ich nie vergessen. Sie lief nach Hause und kam erst eine Woche später wieder zur Schule. Mit neuer Frisur und Pflaster im Nacken (man sah ihr den Vorfall äußerlich nicht an). Beschämend für mich kam hinzu, dass sie mich weder angezeigt, noch ihren Eltern, noch ihrer Schule etwas davon erzählt hat. Zumindest hatte es für mich keinerlei Konsequenzen. Wir haben auch nie darüber geredet.

Das Einzige, was sich verändert hat, war, dass sie seit dem Vorfall unter meinem persönlichen Schutz stand und ihr nie wieder (nicht dass ich wüsste) jemand in der Schule irgendein Leid zugefügt hat. Meinen Freunden sagte ich, dass Mädchen zu ärgern lächerlich sei und wir alle verloren relativ bald auch daran das Interesse. Ich möchte noch erwähnen, dass es sich hier um das beste Gymnasium in der Stadt handelte und wir hier nicht von der Rütli-Schule sprechen. Man hätte also eine gewisse Form der Reife und Intelligenz von mir erwarten dürfen. Und demnach hätte man auch erwarten dürfen, dass ich mir damals sehr wohl über die Konsequenzen meiner Feuer-Attacke hätte bewusst sein können. Will sagen, die Ausrede, ich wusste nicht, dass Haare brennen können, zählt nicht.

Sie ist dann einige Monate später auf ein anderes Gymnasium gewechselt und seitdem habe ich sie nicht mehr gesehen. Ich beichte, dass kein Tag vergeht, an dem ich nicht an diese feige Tat denken muss. Manchmal quält es mich so stark, dass ich Magenschmerzen bekomme und vor Scham im Boden versinken möchte. Dieses Gefühl überfällt mich in den unmöglichsten Situationen - zum Beispiel bei Kundenpräsentationen, bei der Geburt meiner Tochter, im Urlaub, morgens, abends, und so weiter. Es kommt immer unvermittelt und oft, um mich zu quälen. Ich habe schon alles versucht, sie ausfindig zu machen, mit ihr zu reden, ihr zu sagen, wie leid es mir tut. Aber ich finde sie nirgends. Als seien sie und ihre Familie vom Erdboden verschluckt worden. Dieser Vorfall hat mich auf irgendeine magische Weise mit diesem Menschen verbunden. Liebe P., wenn du das hier liest, bitte verzeih mir. Ich war dumm und unreif und es ist durch nichts zu entschuldigen. Ich möchte einfach nur, dass du weißt, wie unsagbar Leid mir das alles tut. Ich hoffe, du lebst irgendwo glücklich mit lieben Menschen um dich herum. Ich wünsche dir alles Glück der Welt. Echt wahr!

Beichthaus.com Beichte #00023887 vom 26.05.2008 um 03:03:04 Uhr in Volkach (34 Kommentare).

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“Beichte

Mein größter Fehler: die Heirat

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Ehebruch Verzweiflung Gesellschaft

Meine Frau geht mir sowas von auf den Sack. Wir haben nun nach ein paar Jahren nichts mehr gemeinsam. Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, essen wir zusammen und dann geht sie wieder ins Schlafzimmer und schaut sich Filme über ihren Laptop an. Sex? Wenn ich keine Initiative ergreife, gibt es auch in 100 Jahren keinen. Und wenn, dann lässt sie meistens ihr T-Shirt an, wenn ich es ihr nicht selbst ausziehe und nimmt auch noch die Bettdecke zur Hilfe. "Mir ist kalt", sagt sie dann. Ich denke dann oft, ich ficke irgendeine Fremde. Spaß, gemeinsame Erlebnisse? Einen Abend gemeinsam irgendwo verbringen? Könnt ihr vergessen. "Keine Lust", "Weiß ich noch nicht, ob ich das will" und so weiter.

Vor der Heirat war sie ganz anders. Ich habe sie nun schon einige Mal mit Prostituierten betrogen, damit ich wenigstens etwas guten Sex habe und ich hatte dann auch guten, geilen, puren Sex. Ich bin echt nah dran an der Scheidung. Sie weiß es noch nicht, aber so geht es nicht mehr weiter. Wenn ich in die Vergangenheit reisen könnte, würde ich mein jüngeres Ich halbtot prügeln, um mich selbst von der Heirat abzuhalten! Jungs und Mädels: Überlegt es euch wirklich, wirklich, wirklich gut, ob und wen ihr heiratet!

Beichthaus.com Beichte #00023882 vom 22.05.2008 um 07:17:26 Uhr (24 Kommentare).

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Kleine grüne Männchen

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Schamlosigkeit Waghalsigkeit Medien Polizei

Vor einiger Zeit waren die kleinen grünen Männchen bei mir. Und haben meinen Computer beschlagnahmt. Angeblich habe ich nämlich Illegales runtergeladen und Daten verteilt. Zum Glück habe ich Linux mit ner AES 256 Verschlüsselung (für Laien - eine sehr starke Verschlüsselung). Da ich nicht durch das Vergessen meines Passwortes alle Dateien verlieren wollte, klebte ich einen Zettel innen rein. Aufgeschraubt reingeklemmt zugeschraubt. Naja heute habe ich meinen Rechner wieder bekommen und mitbekommen, dass sie anscheinend nicht durch die Verschlüsselung kamen. Aber schließlich lade ich ja auch nicht illegal herunter.

Beichthaus.com Beichte #00023879 vom 20.05.2008 um 04:05:35 Uhr (14 Kommentare).

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“Beichte

Was man wirklich auf der Arbeit tut

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Faulheit Trägheit Arbeit

Aufschlüsselung meiner beruflichen Tätigkeiten der vergangenen Woche:
- privat Surfen: 75 Prozent
- Zeit in Meetings totschlagen: 5 Prozent
- Interesse heucheln: 3 Prozent
- Chef nicht vorhandene Ergebnisse mitteilen: 1 Prozent
- das tun, wofür ich bezahlt werde: 10 Prozent
- mit Kollegen via Messenger chatten: 5 Prozent
- Kaffee trinken: 1 Prozent

Beichthaus.com Beichte #00023853 vom 19.05.2008 um 03:10:27 Uhr (15 Kommentare).

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