Sie klammert zu viel!

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Engherzigkeit Selbstsucht Maßlosigkeit

Vor ein paar Monaten habe ich eine junge Frau kennengelernt. Sie ist etwas älter als ich und dennoch scheint sie mir wie ein Mädchen. Wir hatten zwei Mal Sex, es war furchtbar und nach einem gelungenen One-Night-Stand (wie man so schön sagt) mit einer wirklich reifen Frau, hatte ich die Lust auf sie gänzlich verloren. Ich habe es aufs Platonische reduziert, was für sie einigermaßen okay war. Da sie ja sonst kaum Freunde hat, musste sie wohl damit leben. Doch ich kann es nicht. Sie nervt. Sie gibt es auch selbst zu, sich zu sehr an mich geklammert zu haben. Nach der Arbeit hatte ich teilweise fünf Anrufe in Abwesenheit und drei SMS. Alles banale, uninteressante Geschichten. Habe ihr das auch gesagt und nach dem vierten Mal hat sie gemeint, sie lässt mich mal eine Woche ganz in Ruhe. Boah, tat das gut! Jedenfalls kann ich sie seither gar nicht mehr sehen. Oder hören. Ich gehe ihr ganz aus dem Weg, halte mich kurz, wenn sie mich hin und wieder anruft, und vermittle ihr auf die Art, dass ich gern in Ruhe gelassen werden würde.

Das Ganze ist sehr arschig von mir, weil sie mich mal gepflegt hat, als ich Fieber hatte und mir auch so ihre ganze Unterstützung beim Umzug zuteil kommen ließ. Doch ich kann es nicht ändern. Man KANN gegen seine Empfindungen nicht ankommen. Vermutlich verdrängt sie den Gedanken, dass ich sie nicht mehr sehen will. Sie meinte ja auch mal, dass sie so etwas nicht spürt. Also fehlt es teilweise an sozialer Intelligenz! Ich komme mir dabei echt mies vor, aber direkt ins Gesicht sagen kann ich es ihr nicht, sie würde tot umfallen. Sie ist sehr verletzlich. Aber ich denke, dass man in solchen Situationen sein eigenes Wohl in den Vordergrund stellen muss. Die Anrufe und SMS haben fast aufgehört, aber hätte es noch etwas länger angehalten, so wäre ich einfach explodiert.

Beichthaus.com Beichte #00024972 vom 21.10.2008 um 19:54:33 Uhr (12 Kommentare).

Gebeichtet von hatred
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Das beste Jahr meines Lebens

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Drogen Trunksucht Schule USA

Ich habe, wie so viele dieser Generation, ein Schuljahr im Ausland verbracht. Die Werbungen dieser Austauschprogramme reichen von "spektakulären Erfahrungen" bis zum "besten Jahr deines Lebens", die Preise von 2.000 Dollar bis 20.000. Ich erlaube mir, um eine realitätsnahe Vorbereitung eventueller Teilnehmer dieser Programme zu gewährleisten, meine Ergebnisse wiederzugeben: Ich befand mich für circa sieben Monate in einer amerikanischen Großstadt, im Südwesten des Landes. Ich habe mehrfach die Gastfamilie wechseln müssen, teils aus eigener Verschuldung, teils aus anderen Gründen. Ich verbrachte die meiste Zeit bei einer zwar netten, aber gestressten, verarmten und tief religiösen Familie. Ich habe versucht, mich in die Gemeinschaft einzufügen, aber bei vier Kindern, die in der Homeschool unterrichtet wurden, plus kirchliche Aktivitäten 24/7 ging es nicht. Ganz zu Schweigen von den Differenzen in meinen und ihren Einstellungen. Bei allem guten Willen konnte ich mich wenig unterhalten, da Unterhaltungen beim Erwähnen von unerwünschten Dingen einfach abgebrochen wurden. Zum Beispiel, wenn die Rede von Frauen, Sex, Drogen, Krieg oder Ähnlichem war. Ich habe in meinem Zimmer im völlig ruinierten Haus gesessen, mich gelangweilt, gefroren, gehungert, und gehofft, dass es sich legen würde. Hat es aber nicht, also griff ich zur Radikallösung: Ich habe so viel Zeit, wie ich konnte, mit Freunden verbracht, Drogen genommen, mich komplett von Fast Food ernährt, generell jede Regel missachtet, und meinen Unmut über die Situation nicht länger für mich behalten. Irgendwann fiel ich durch einen Drogentest und fuhr nach Hause, schon halb tot vom Nahrungsmangel - 10 Kilo abgenommen. Die Eltern völlig enttäuscht, Verwandten Lügen erzählt, Gastfamilie nicht mehr gesprochen.

Was also habe ich in diesem "besten Jahr meines Lebens" gelernt?
- Alles über Joints, Pilze, Autos knacken, sprayen, diverse andere Drogen, Brandstiftung, und Verwendungszwecke einer Axt.
- Dass die Austauschorganisationen ihre Schützlinge wie Dreck behandeln (Drogentests, Familienwechsel, diverse Obligationen und Kompromisse, wenn man nicht nach Hause will)
- Das amerikanische Familienleben, ihre Religion, ihre Ansichten, Traditionen, von denen sich allesamt sagen lässt, dass Europäer damit nicht gut zurechtkommen, egal wie anpassungsfähig.
- Kenntnisse in Sprache (viel Slang), Geographie, und der Stadt, die jedem Touristen verwährt bleiben. Wer also selber mit dem Gedanken spielt, ein Schuljahr im Ausland zu verbringen, dem sei gesagt: sich richtig in eine fremde Familie zu integrieren, ist in der kurzen Zeit, und bei den kulturellen Differenzen nicht möglich. Es wird langweilig. Niemand fährt mit euch nach Disneyland oder New York, sondern ihr hängt in der Vorstadt/Kleinstadt ab, ohne viel Abwechslung. Wenn ihr nicht immer schön die Klappe haltet, werdet ihr zurückgeschickt. Die Schule ist sinnlos, ihr werdet nichts lernen, das ihr in Deutschland verwenden könnt. Was ihr mitnehmen werdet, ist eine bessere Kenntnis der Sprache, allerdings nicht des gefragten Schulenglisch, sondern des Slangs. Die eine oder andere Enttäuschung ist vorprogrammiert, und sei es die des Abschieds von neu gewonnenen Freunden nach zehn Monaten. Bedenkt dieses. Es sei erwähnt, dass ich hier nicht versuche, Auslandsschuljahre zu verhindern, ich möchte nur jedem Teilnehmer in solchen Programmen sagen: Es wird hart, sei auf alles vorbereitet!

Beichthaus.com Beichte #00024969 vom 19.10.2008 um 23:32:48 Uhr in USA (ArPhoenix, AZ) (31 Kommentare).

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“Beichte

Meine Traumfrau ist männlich!

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Zorn Fetisch Begehrlichkeit Ungerechtigkeit Bergedorf

In meiner ersten Beichte möchte ich (m/39) gleich für zwei Dinge um Abbitte ersuchen.

1.) Ich hasse wohlhabende und reiche Menschen, die Dinge sagen wie: "Wer sich anstrengt, der kann es auch schaffen", "Jeder ist seines Glückes Schmied" oder: "Auch mir ist nicht alles in den Schoß gefallen." Ich hasse sie so sehr, dass ich sie in Gedanken in einem "SAW-Spiel" mit ihnen spiele. Was sie sagen macht mich irre wütend, weil die meisten von ihnen oft schon mit der Sicherheit auf die Welt gekommen sind, dass sie im Leben immer relativ weich landen, wie viele dieser Pisser haben schon das Haus ihrer Eltern mit der Geburt sicher, das Abitur ist ebenfalls vorherbestimmt, und dann wollen die Wichser sagen, dass ein Kind aus einer Hartz-4-Familie dieselben Chancen hat, wenn es sich nur anstrengt. Ich bitte um Vergebung, wenn ich diese Menschen in Gedanken zerfetze. Ich möchte allerdings anmerken, dass ich damit weitermachen werde!

2.) Ich begehre androgyne Frauen, also Frauen mit männlichen Merkmalen, wie sehr kurze Haare - Männerhaarschnitt, männliche Klamotten, maskuline Gesichtszüge, knabenhafter Körper, kaum Titten - und so weiter. Gleichzeitig finde ich besonders weibliche Frauen sexuell extrem abstoßend. Nichts ist schlimmer für mich als der Frauentyp, bei dem 95 % der Männer weiche Knie bekommen, also Blondinen mit langen Haaren und dicken Möpsen. Leider habe ich in meine ganzen Leben immer nur typische Frauen bekommen. In Zukunft will ich aber lieber auf diese typischen Frauen verzichten. Wenn ich mich an meine Traumfrauen satt sehen will, schaue ich mich auf Lebsenforen um, da sind massig Frauen, die so aussehen, wie ich es mag, sie haben aus meiner Sicht nur einen Fehler - sie sind lesbisch.

Beichthaus.com Beichte #00024964 vom 18.10.2008 um 12:30:26 Uhr in Bergedorf (38 Kommentare).

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Ich verarsche das Finanzamt

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Betrug Habgier Schamlosigkeit Selbstsucht Geld

Ich fälsche Rechnungen, um dadurch beim Finanzamt höhere Werbungskosten geltend zu machen. So habe ich mir angeblich letztes Jahr ein 3.700 EUR teures DELL-Notebook geholt, das ich nun über drei Jahre abschreibe. Wenn ich mal in andere Städte fahre, dann nutze ich die Gelegenheit, um diese Kosten auch abzusetzen (angeblich fahre ich zu potenziellen Arbeitgebern zum Bewerbungsgespräch; die Teilnahmebestätigung fälsche ich). Mit meiner Frau führe ich eine Scheinehe. Sie kommt eigentlich aus dem Iran, für die Heirat (wodurch sie mittlerweile eine Niederlassungserlaubnis für Deutschland bekommen hat) hat mir ihre Familie 25.000 EUR bezahlt. Außerdem ermögliche ich einigen ihrer Verwanden Familiennachzug, für jeden Familienangehörigen gibt es wieder ordentlich Geld. Selbstverständlich genieße ich auch die steuerlichen Vorteile der Ehe. Weil sie in einer anderen Stadt arbeitet und wir auch dort "unsere" "gemeinsame" Wohnung haben, mache ich beim Finanzamt doppelte Haushaltsführung geltend. Neben meiner Arbeit arbeite ich schwarz.

Schon mehrmals habe ich sensible Daten meines Arbeitgebers an Wettbewerber verkauft. Als ich zufällig an die Kontodaten inklusive TAN-Liste eines Bekannten gelangt bin, habe ich mich an einem öffentlichen Terminal eingeloggt und das ganze Geld, was auf dem Konto drauf war, sowie auch das eingeräumte Dispo-Limit von 3.000 EUR an ein ausländisches Konto (rückverfolgungssicher) überwiesen. Ich habe schon oft sehr teure Wertgegenstände gestohlen und sie weiterverkauft. Übrigens, den Großteil meines Geldes bewahre ich sorgsam im Ausland auf. Sollte irgendwann etwas rauskommen, bin ich über alle Berge (sollte nichts herauskommen, bin ich ebenfalls weg von hier, denn Deutschland ist mittlerweile zu einem der beschissensten und asozialsten Länder überhaupt geworden). Und das Beste ist, dass aufgrund fehlender internationaler Kooperationsabkommen mir in meinem zukünftigen Heimatland nichts passieren kann. Allzu alt bin ich auch noch nicht: erst 27 Jahre. Ich freue mich schon auf meine Zukunft und bin auch ein bisschen stolz auf mich, dass ich mir bisher durch das Einsetzen meines Verstandes ein beträchtliches Vermögen "erarbeiten" konnte.

Beichthaus.com Beichte #00024961 vom 17.10.2008 um 02:20:30 Uhr (39 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Mein onanierender Arbeitskollege

24

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Ekel Peinlichkeit Masturbation Kollegen

Ich muss echt was loswerden. Ich finde meinen Arbeitskollegen abartig. Was wirklich eben vor zwei Minuten vorgefallen ist, veranlasst mich, zu beichten. Ich komme frühzeitig aus meiner Mittagspause ins Büro zurück und erwische ihn dabei, wie er versucht, krampfhaft unauffällig seine Hose wieder zuzumachen und sein T-Shirt runterzuzerren. Das ist jetzt schon das dritte Mal, dass ich ihn dabei erwische, wie er sich einen runterholt. Er geht davon aus, dass ich es nicht bemerke, weil er immer so tut als wäre nichts gewesen und einfach munter drauf losquatscht, wenn ich mich hingesetzt habe. Und ich könnt fast kotzen. Er sitzt mir genau gegenüber und ich kann genau in seinem Gesicht verfolgen, wenn er manchmal im Internet irgendwelche Pornoseiten ansieht und sich daran ergötzt. Das ist so widerlich. Ich habe auch schon seine Schamhaare auf seiner Tastatur gefunden. Wenn er mal nicht da ist und ich an seinen PC muss, bedecke ich die Maus immer mit Küchenrolle, weil es mich so furchtbar ekelt. Sein Bildschirmschoner besteht aus Tausenden Bildern von nackten Frauen. Ich schäme mich, wenn Leute ins Büro kommen, die Bilder bemerken und peinlich berührt reagieren. Mir fehlen für so viel Sauerei die Worte. Unser Chef, der widerum sein Vater ist, toleriert die offensichtlichen Bilder auf seinem Rechner, weil er sich wohl nichts weiter dabei denkt. Ich finde aber, dass solche anzüglichen Sachen absolut nichts auf Arbeit verloren haben und Privatsache sind. Meine Beichte: Ich bekomme es nicht hin, meinen Kollegen anzuschreien, wie pervers ich ihn finde, weil mir selbst alles so peinlich ist. Hilfe!

Beichthaus.com Beichte #00024953 vom 15.10.2008 um 13:09:23 Uhr (24 Kommentare).

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