Gelber Sprudel

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Boshaftigkeit Rache Ekel Kollegen Erzgebirge

Mein Arbeitskollege Thomas geht mir schon seit Jahren auf den Sack. Es gibt keinen einzigen Tag, an dem der nicht irgendwas tut, um mich zu dissen. Da die dumme Sau seit dem neuen Jahr meint, auf Diät sein zu müssen, hat er auch auf gelben Sprudel statt Cola umgestellt, da dieser angeblich so kalorienarm sei. Und da ich morgens der erste im Büro bin, mische ich immer ein bißchen Pippi frisch gezapft unter seinen Sprudel. Wenn ich die Gelegenheit habe und besonders gut in Form bin, dann nehme ich auch mal kleine Pröbchen aus öffentlichen Klos mit.

Hierfür habe ich mir schon ein kleines Döschen zugelegt. Neulich machte er in der Gemeinschaftsküche eine Pizza warm und die Putzdame stand mit ihrem Wagen vor der Türe. Als der Typ kurz rausging, schnappte ich die Klobürste vom Putzwagen und bestrich die Pizza in der Mikrowelle. Ich weiß zwar, dass die Geschichte mit den Kolibakterien trivial ist. Dennoch weiß ich mich nicht mehr weiters gegen diesen Typen zu wehren.

Beichthaus.com Beichte #00026109 vom 18.04.2009 um 22:29:24 Uhr in Erzgebirge (25 Kommentare).

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Demo gegen Nazis

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Ekel Boshaftigkeit Vorurteile Politik Dresden

Nach einer Gegendemo in Dresden habe ich einem Kerl während der Zugfahrt auf seiner Klopause in die Bierflasche gepinkelt. Auf seinem T-Shirt stand: "Braun auch ohne Sonne".

Beichthaus.com Beichte #00026108 vom 18.04.2009 um 22:16:16 Uhr in Dresden (33 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Pietje und Puck

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Feigheit Falschheit Peinlichkeit Saarbrücken

Ich mag Tiere - Hunde, Katzen, ja sogar Fische schätze ich als angenehme Zeitgenossen. Meine Tierliebe reichte aber bei Weitem nicht so weit, wie die meiner Bekannten und offenbar auch nicht mein Tiersachverstand. Umso überraschter war ich, als sie mich bat, auf ihre Wellensittiche Pietje und Puck aufzupassen, während sie ihren lang geplanten Roadtrip durch die USA verwirklicht. Haarklein erklärte sie mir vor Ihrer Abfahrt die Fress- und sonstigen Gewohnheiten ihrer Lieblinge. "Pass gut auf sie auf!", ermahnte sie mich vor ihrer Abfahrt mit Tränen in den Augen. Ich kenne wirklich niemanden, dem seine Wellensittiche so viel bedeuteten, wie ihr. Sie redete mit ihnen, wie mit echten Menschen und ich bin überzeugt, Pietje und Puck kennen mehr Geheimnisse, als ihre besten Freunde. Zwei Wochen lang hegte und pflegte ich die beiden, wie mir aufgetragen worden war. Eines Tages kam ein guter, wenn auch etwas verrückter Freund zu Besuch und überredete mich, Pietje und Puck doch einmal ein bisschen "Ausflug und Abenteuer" zu gönnen. Ich wusste, auch bei ihr durften die Wellensittiche oft in der Wohnung umherfliegen und kehrten auf Zuruf auf ihre Hand zurück.

Also öffnete ich - zugegeben ein wenig in Bierlaune - den Käfig und ließ die beiden Wellensittiche meine Wohnung entdecken. Leider entdeckte Pietje auch, dass ich das Fenster nur angelehnt hatte. Puck flog am Ende des Abends zurück in seinen Käfig, genug von seinem kleinen Abenteuer. Pietje habe ich nie wieder gesehen. Ihr nach der Rückkehr seine Flucht zu beichten schien mir keine gute Idee. Also kaufte ich kurzerhand einen neuen Wellensittich, gleiche Farbe, identische Musterung. Sie hat es bis zum heutigen Tage nie erfahren. Einmal wunderte sie sich nur, dass Puck sich nicht mehr so gut mit Pietje versteht. Ich habe nur mit den Schultern gezuckt.

Beichthaus.com Beichte #00026102 vom 17.04.2009 um 14:20:00 Uhr in Saarbrücken (13 Kommentare).

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Der letzte Ausweg aus den Lügen

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Selbstverletzung Mönchengladbach

Ich habe in meinem Leben eine Menge Fehler gemacht. Die meisten davon, weil ich nicht zugeben konnte, nicht perfekt zu sein. Heute weiß ich, dass niemand perfekt ist. Die Fehler, die wir haben, machen uns liebenswert. Ich aber wollte perfekt sein, die perfekte Mutter, die perfekte Ehefrau, die perfekte Mitarbeiterin. Um meine Fehler zu vertuschen, habe ich gelogen und irgendwann stand ich vor einer Mauer aus Lügen und wusste nicht mehr weiter. Ich habe mir einen Tag ausgesucht, an dem ich sicher war, allein zu Hause zu sein. Ich begann damit, Tabletten zu schlucken. Ich hatte Abschiedsbriefe geschrieben, für meinen Mann, für meine Kinder, für meine Enkelin und für den Enkel, der noch nicht geboren war. Ich wollte mich wegstehlen aus diesem Leben, das ich mir selbst zur Hölle gemacht hatte. Ich weiß nicht, warum mein Mann an diesem Tag früher kam und mich fand. Tagelang haben sie auf der Intensivstation darum gekämpft, mich wieder zurückzuholen. Ich sah meinen Mann weinen, es war mir egal. Ich war böse auf sie, weil sie mich nicht gehen ließen. Ich ging in eine psychiatrische Klinik. Nach drei Wochen kam meine Stieftochter mit meinem Mann zu Besuch und legte mir meine zwei Monate alte Enkelin in den Arm. Es war das erste Mal, dass ich weinen konnte und dankbar war, noch am Leben zu sein. Da habe ich geschworen, dass mir so etwas niemals wieder passieren wird.

Beichthaus.com Beichte #00026096 vom 17.04.2009 um 00:12:06 Uhr in Mönchengladbach (5 Kommentare).

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“35.000

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Noch eben die Blumen gießen

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Rache Fremdgehen Hamburg

Noch eben die Blumen gießen
Ich habe meinen damaligen Freund beim Fremdgehen ertappt und danach die Beziehung beendet.
Da er meinen Auszug aus seiner Wohnung nicht miterleben wollte, ist er auf Kurzurlaub nach Mallorca mit seiner neuen Perle. Allerdings sagte er mir noch kurz vor Abflug, ich könnte auch nochmal kurz die Blumen gießen. Boah, war ich wütend. Nachdem ich meinen Krempel zusammengepackt hatte, habe ich tatsächlich die "Blumen gegossen". In blanker Wut bin ich zu Schlecker, habe dort einige Päckchen Kresse gekauft und die auf seinen neuen Teppich, auf den er superstolz war (und teuer war er - war sowas wie Flokati, ganz weich und langhaarig), gekippt und mit Wasser besprengt und einen Tag später nochmal nachgegossen (da waren schon Triebe zu sehen).

Beichthaus.com Beichte #00026085 vom 15.04.2009 um 12:36:21 Uhr in Hamburg (43 Kommentare).

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