Lohn für nicht erbrachte Leistung

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Falschheit Habgier Ungerechtigkeit Arbeit Geld

Ich möchte beichten, dass ich mal mir nicht zustehendes Geld eingesackt habe. Es war in den 90ern und ich suchte einen Job. Unter anderem wurde ein Tagesjob in der Zeitung angeboten. Man hilft für einen Tag beim Abbau eines Standes oder so etwas und bekommt dann sein Geld, das war alles. Ich war interessiert und rief da an. Man sollte dann bereits seine Daten, also Namen und Adresse plus Telefonnummer angeben und die erzählten einem, wann und wo das stattfindet. Ich hatte dann an dem Tag allerdings anderes zu tun und bin nicht hingegangen. Trotzdem flatterte mir irgendwann, ein paar Wochen später, ein Scheck ins Haus über vielleicht rund 130,00 DM. Ich musste erst überlegen, woher der kam. Dann fragte ich meinen Vater, wie das denn sein kann und er meinte: "Tja, egal, warte doch einfach mal ab, was passiert und ob die das merken." Ich habe dann nie da angerufen und die haben sich auch nie gemeldet. Später habe ich das Geld eingelöst und ausgegeben.

Beichthaus.com Beichte #00030683 vom 16.01.2013 um 01:32:32 Uhr (7 Kommentare).

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Diebstahl aus dem Kölner Stadtarchiv

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Diebstahl Habgier Morallosigkeit Arbeit Köln

Ich beichte, dass ich, während einem meiner ehrenamtlichen Einsätze als freiwilliger Helfer für das eingestürzte Kölner Stadtarchiv, kleine Bruchstücke der Betonfassade, sowie einige kleine Fragmente von historischen Dokumenten mitgenommen habe, um sie später versteigern zu lassen. Es handelte sich dabei vermutlich um städtische Amtsschreiben aus den 50er- oder 60er-Jahren. Während wir alle damit beschäftigt waren, die Akten und Dokumente mit Bürsten vom Schmutz zu befreien, nahm ich einige kleine Fragmente an mich und versteckte diese in meiner Atemschutzmaske. Da es keine detaillierten Taschenkontrollen und viel Vertrauen gab, war es einfach, die Dinge hinauszubringen. Ich habe die Stücke zudem nicht abgetrennt, sondern diese waren vorher schon perforiert. Alle Kölner mögen mir diesen Frevel verzeihen.

Beichthaus.com Beichte #00030629 vom 29.12.2012 um 00:45:27 Uhr in Köln (Portastraße) (8 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Tussi Reloaded

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Habgier Eitelkeit Peinlichkeit Chef Berlin Alexanderplatz

Auch wenn ich (w/38) die 30 schon weit überschritten habe, lege ich immer noch großen Wert auf mein Äußeres. Dazu kommt, dass ich als Assistentin der Geschäftsleitung eines seriösen Unternehmens repräsentative Aufgaben habe. Dementsprechend sorgfältig muss ich meine Garderobe für den Job auswählen - dezent, klassisch, bieder. Auf einer meiner Shopping-Touren fiel mir letztens auf, dass vor einem großen Einkaufszentrum am Berliner Alexanderplatz poppig aufgemachte Flyer von ebenso poppigen Teenagern verteilt werden. Diese Flyer berechtigen zum freien Eintritt in irgendeine Diskothek. Ich weiß das nur, weil ich solch ein Ding einmal vom Boden aufgehoben habe, denn die jungen Verteiler händigen ihre Flyer frecherweise nur nuttig gestylten Mädels unter 25 aus - für die bin ich also unsichtbar. Das schmerzt. Ich fühle mich diskriminiert! Letztens ertappte ich mich dabei, wie ich mehrmals hintereinander an den Flyerverteilern vorbeilief. Sie würdigten mich keines Blickes. Innerlich schäumte ich vor Wut. Doch es spornte mich dazu an, meine Taktik zu ändern. An einem meiner freien Tage probierte ich verschiedene Miniröcke aus meiner Studentenzeit an, die ganz hinten im Kleiderschrank vor sich hin gammelten. Zugegeben, hier und da zwickte es ganz schön, aber ein Rock passte schließlich. Ich toupierte meine Haare hoch, schminkte mich auf sexy und streifte meine Stilettos mit den Mörder-Absätzen über. Aus dem Spiegel sah mich nun herausfordernd eine absolut geile Schlampe an. Ich rief ein Taxi. Dem Fahrer fielen fast die Augen aus dem Kopf - ein gutes Gefühl. Am Alexanderplatz angekommen, stolzierte ich zum Einkaufszentrum und genoss die gierig-verschämten Blicke der Männer.


Dann der entscheidende Moment. Die Flyerverteiler hielten wieder Ausschau nach geilen Ludern. Einer von ihnen kam regelrecht auf mich zugestürzt. Er drückte mir strahlend ein paar bunte Discogutscheine in die Hand und flötete: "Morgen Abend legt der xy auf, Du musst unbedingt kommen." Ich wurde auch noch geduzt! Auf einer poppig-bunten Wolke schwebte ich in das Einkaufszentrum ein. Tussimäßig trug ich auf der Rolltreppe Lippenstift nach. Aus dem Augenwinkel bemerkte ich plötzlich einen Typen auf der Rolltreppe nebenan. Ich blickte auf und in das irritierte Gesicht meines Vorgesetzten. Mich durchfuhr ein heiß-kalter Schauer. Ich tat so, als würde ich ihn nicht kennen. Es folgte eine schlaflose Nacht. Am nächsten Tag ging ich mit zitternden Knien zur Arbeit, natürlich klassisch-dezent-langweilig. Gott sei dank glaubte mein Vorgesetzter wohl wirklich, eine andere Frau auf der Rolltreppe gesehen zu haben. Denn er war so wie immer zu mir: grimmig und kurz angebunden. Übermütig geworden ging ich abends im Tussi-Outfit zur Diskothek, um meinen Flyergutschein einzulösen. Der Türsteher hat mich aber leider nicht reingelassen. Ich will in Zukunft zu meinem Alter stehen und bitte um Absolution für meine Eitelkeiten.

Beichthaus.com Beichte #00030523 vom 03.12.2012 um 14:29:02 Uhr in Berlin Alexanderplatz (26 Kommentare).

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Todesangst um die Tochter

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Zorn Habgier Ignoranz Ex Schwangerschaft Dortmund

Ich (w/18) gehöre zu den weiß ich wie vielen Teeniemüttern Deutschlands. Die Schwangerschaft war schlicht und ergreifend jugendlicher Wahnsinn und eigene Dummheit, von außen betrachtet. Ich persönlich sehe es nicht als Fehler. Ich liebe meine Tochter über alles und mir wird oft gesagt, ich sei dazu geboren, Mutter zu sein. Nebenbei manage ich die Schule, in der ich ein paar Monate verpasst habe und bin auf einem recht guten Weg zu einem passablen Abitur. Aber was mich wirklich ankotzt, ist der dazugehörige Vater. Wir sind zwar nicht mehr zusammen, aber ich will natürlich, dass er sich auch um unsere Kleine kümmert. Er ist drei Jahre älter als ich, führt sich allerdings auf wie ein kleines Kind. Er kapiert das Prinzip einer Windel nicht, ekelt sich vor dem Po abwischen seiner eigenen Tochter, will nicht mit ihr draußen spazieren gehen und wenn wir dann mal gemeinsam unterwegs sind, zum Beispiel, um neue Klamotten für sie zu kaufen, dann geniert er sich total und hat Angst, mit dem Kinderwagen gesehen zu werden. Ich wette, die Freunde und Bekannten, die mich nicht kennen und das damals alles nicht mitgekriegt haben, wissen nicht mal, dass es unsere Kleine gibt. Er verleugnet seine Tochter und mich noch dazu und wenn er sich mal dazu herablässt, sich um sie zu kümmern, kann ich trotzdem nicht entspannen, weil er so unfähig ist. Einmal hat er sie im Kinderwagen im Flur vergessen, das andere Mal wäre sie fast von der Wickelkommode gefallen und einmal hat er ausprobiert, ob sie in der Badewanne selbstständig schwimmen könnte. Ich habe jedes Mal Todesangst, wenn ich was wirklich Wichtiges zu erledigen habe und sie dann bei ihm lassen muss. Mittlerweile telefoniere ich erst meine ganze Familie und meine Freunde ab, bevor ich sie ihm überlasse. Ab und zu ruft er in letzter Zeit an, ob er nicht mal wieder auf sie aufpassen kann und ich sage ihm jedes Mal ab. Es tut mir leid, dass ich ihm unsere Süße vorenthalte, aber jede Mutter hat so etwas wie einen Beschützerinstinkt und ich habe einfach Angst, dass, selbst wenn ich dabei bin, ich nicht mehr schnell genug eingreifen kann, wenn er wieder irgendwas Dummes mit ihr anstellt. Außerdem bin ich sauer, dass er sich für uns schämt und finde, er hat es nicht anders verdient.

Beichthaus.com Beichte #00030499 vom 28.11.2012 um 12:57:44 Uhr in Dortmund (Hannöversche Straße) (34 Kommentare).

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HiFi zu Fantasiepreisen

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Habgier Schamlosigkeit

Ich nutze die Dummheit der Leute aus und verkaufe Ihnen Waren zu horrend überhöhten Preisen. Wie das geht? Ich habe eine kleine Firma, die im HiFi/High-End-Bereich mittlerweile einen guten Namen und eine zusehends wachsende Produktpalette hat. Der Trick ist, dass ich ganz normale Komponenten billig einkaufe und dann mit elektrisch komplett wirkungslosen Maßnahmen und Materialien veredle. Das Ergebnis wird dann zu einem völligen Fantasiepreis weiterverkauft. Die Gewinnspanne ist dabei so immens, das selbst mein Finanzamt schon nachgefragt hat, ob ich mich da nicht um Zehnerstellen vertan habe. Das Ganze funktioniert nur, weil in dieser High-End-Szene technisch belegbare Fakten nicht mehr zählen. Es genügt eine völlig abgehoben-esoterische Beschreibung darüber, wie sich der Klang mit meinen Komponenten verbessert und keiner dieser Freaks traut sich, dem zu widersprechen. Ab und zu passiert es schon, dass in einschlägigen Foren mal ein fachlich versierter Mensch auftaucht und die Sinnhaftigkeit dieser maßlos überteuerten Komponenten anzweifelt. Diesen Leuten gebe ich dann stillschweigend recht und schaue zu, wie sie von den High-End-Esoterikern niedergemacht werden, bis sie sich nie mehr blicken lassen. Auch wenn ich damit die bodenlose Dummheit von Leuten ausnutze, die scheinbar auch noch viel zu viel Geld haben.

Beichthaus.com Beichte #00030485 vom 23.11.2012 um 08:23:26 Uhr (31 Kommentare).

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