Gefälschte Statistik

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Ich bin Studentin und wie fast alle Studenten muss ich mir ein paar Euros dazuverdienen. Ich arbeite als Telefoninterviewerin in einem Meinungsforschungsinstitut und führe Umfragen per Telefon durch, welche zu statistischen Zwecken ausgewertet werden. Der Verdienst ist ganz gut. Es gibt als Festgehalt fünf Euro die Stunde und der restliche Verdienst hängt davon ab, wie viele Interviews man führt. Führt man also pro Stunde kein einziges Interview (dazu muss man aber sehr trottelig sein und sich lieber einen anderen Nebenjob suchen), bekommt nur die fünf Euro. Mit ein bisschen Übung liegt das durchschnittliche Gehalt, je nach Umfang der Befragung, bei zehn bis zwölf Euro pro Stunde.


Zu meiner Beichte: Um möglichst viel zu verdienen, kreuze ich manchmal einfach in der Software bei mehreren Fragebögen irgendwelche Antworten an, obwohl ich niemanden angerufen habe. Mir ist klar, dass bei jedem stichprobenartig mitgehört wird, aber das ist bisher noch keinem aufgefallen. Bei jedem Fragebogen, bei dem ich mir die Antworten ausdenke, kreuze ich dann in der Telefonliste immer irgendeinen Namen an, damit es so aussieht, als wenn ich denjenigen angerufen habe. Das dauert oft nur zwei bis drei Minuten. So komme ich auf einen echt guten Stundenlohn. Ich beichte hiermit, dass ich mehr Geld verdiene, als mir zusteht und damit Statistiken verfälsche.

Beichthaus.com Beichte #00030854 vom 06.03.2013 um 00:09:38 Uhr (32 Kommentare).

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Kein Vertrauen zu meinen Eltern

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Kein Vertrauen zu meinen Eltern
Meine Eltern lassen sich scheiden. Es war schon seit Jahren unerträglich bei uns Zuhause. Jedes Mal, wenn ich gesehen habe, dass das Auto meines Vaters in der Einfahrt steht und er demzufolge daheim ist, wusste ich bereits, dass das Mittagessen eine Mischung aus Provokationen und Stille sein wird. Ich fand den Auszug meines Vaters, der zwei Monate in Anspruch nahm und währenddessen wir kein Wort wechselten, also nicht überraschend. Dennoch liebte ich meinen Vater. Jetzt jedoch, nach seinem Auszug und weiteren zwei Monaten des Schweigens, rief mein Vater mich an. Ich habe im Rahmen der Scheidung ein Formular unterschrieben, welches meine Mutter dazu berechtigt, die Unterhaltszahlungen meines Vaters an mich zu verwalten. Ich bin volljährig und kurz vor meinem Abitur. Deshalb wollte ich mich auch aus der Schlammschlacht der Scheidung möglichst heraushalten und die Verantwortung abgeben. Mein Vater wollte mir bei unserem ersten Gespräch seit Monaten jedoch einreden, meine Mutter wolle mich über den Tisch ziehen und dass ich ihm doch auch verbunden sei. Ich wusste zu Anfangs nicht, worauf er hinauswollte. Schließlich begann er, mir Angebote zu machen. Ich bräuchte ja, wenn ich studiere, eine Wohnung und er bot mir an, bei ihm zu wohnen. Meine Mutter sei nur auf das Geld aus und wenn ich Geld bräuchte, sollte ich zu ihm kommen.

Ohnehin hätte er meiner Mutter bereits einen größeren Betrag übergeben. Ich stellte meine Mutter zur Rede und sie behauptete, der Geldbetrag sei deutlich kleiner gewesen. Gleichzeitig lässt sie mich völlig im Unklaren. Ich kann meinen eigenen Eltern nicht mehr trauen und habe beschlossen, gleich nach meinem Abitur auszuziehen und mir eine eigene Wohnung zu suchen. Gleichzeitig werde ich versuchen, soviel Geld aus meinen Eltern zu holen, wie ich kann. Ich weiß, das wirkt gierig und egoistisch. Allerdings bin ich der Einzige, dem ich noch vertraue.

Beichthaus.com Beichte #00030844 vom 02.03.2013 um 00:00:14 Uhr (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Kein Unterhalt von meinem Vater

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Ich (m/18) beichte hiermit, dass ich mir ständig überlege, wie ich meinem Vater noch mehr Unterhalt aus dem Kreuz leiern könnte. So hat, zum Beispiel, meine Mutter diesmal kein Weihnachtsgeld bekommen, weswegen sich ihr Einkommen verringert und er mehr zahlen müsste. Aber bevor hier Empörung auftritt, erkläre ich die Situation lieber etwas mehr. Mein Vater hat nie genug Unterhalt für mich gezahlt, obwohl er es hätte machen können. Er hat extra eine schlechtere Lohnklasse genommen, damit er nicht so viel zahlen muss und selbst das wenige hat er nie komplett bezahlt. Meine Mutter wollte sich dies jedoch nicht übers Jugendamt holen, weil sie nicht wollte, dass sich das Verhältnis zwischen mir und meinem Vater verschlechtert. Als ich, kurz bevor ich 18 wurde, Mist in der Schule gebaut habe, hat er dies als Anlass gesehen, als ich 18 wurde, die Zahlung einzustellen. Meine Entscheidung, auf einer anderen Schule weiterzumachen, stützt er nicht und will er auch nicht unterstützen, meinte er. Ich habe mich anwaltlich informiert und mir wurde gesagt, dass ich weiterhin einen Anspruch hätte. Seine Aussage war, dass es dann ja tolle Institutionen gibt, welche bei verschiedenen Meinungen entscheiden, wer recht hat. Als dann mein Anwalt ihm geschrieben hat und sein Anwalt ihm wohl gesagt hat, er hätte keine Chance, hat er die Zahlung wieder aufgenommen. Und was mich mit Schadenfreude erfüllt: er muss jetzt mehr zahlen als zuvor. Mit Schadenfreude erfüllt es mich auch, weil er daraufhin den Kontakt zu mir abgebrochen hat mit den Worten, er hätte nun keinen Sohn mehr. Wenn ihm das Geld wirklich so wichtig ist, dass er dafür seinen Sohn leugnet, hat er es auch verdient, so viel wie möglich zu zahlen. Schlecht fühle ich mich trotzdem öfter mal, wenn ich darüber nachdenke, wie sich unser Verhältnis entwickelt hat. Genau das, was meine Mutter immer verhindern wollte, aber für so ein Verhalten soll er so viel blechen wie möglich!

Beichthaus.com Beichte #00030836 vom 27.02.2013 um 23:37:34 Uhr in Berlin (Kantstraße) (24 Kommentare).

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Mein gehasster Callcenter-Job

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Mein gehasster Callcenter-Job
Ich war Ende letzten Jahres mal wieder auf Ausbildungssuche und bin dabei auf ein Callcenter in meiner Stadt gestoßen, die dieses Jahr ausbilden. Ich bewarb mich auf die Stelle und wurde auch recht zeitnah zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Dabei schnitt ich gut ab und mir wurde direkt für die Ausbildung zugesagt und eine sofortige Einstellung angeboten. Da ich dort besser verdiente als in meinem damaligen Job, nahm ich das Angebot auch gerne an. Ich begann nun also mit einer Beschäftigung in diesem Callcenter, was ja alles schön und gut wäre, wäre da nicht das Produkt, welches ich dort verkaufen muss. Der Tag besteht darin, Menschen anzurufen, sie darauf hinzuweisen, sie hätten an dem und dem Datum bei einem Fernsehsender an einem Gewinnspiel teilgenommen und haben jetzt was bei uns gewonnen. Viele sagen natürlich, sie hätten dort nicht angerufen, was ich ihnen auch meistens glaube. Dennoch muss ich darauf bestehen, da ja deren Telefonnummer bei uns eingegangen ist. Nachdem der Gewinn schnellstmöglich abgearbeitet ist, kommt es zum eigentlichen Thema, dem verhassten Produkt. Ich muss den armen Menschen ein bekanntes Gewinnspiel aufschwatzen, bei der sie mit mehr Chancen mitspielen. Dadurch preisen wir auch groß unsere Treffergarantie an: "Sie können also gar nicht leer ausgehen!" Eine Bekannte meiner Kollegin hatte mal bei solch einer Aktion mitgemacht und am ende ganze drei Cent gewonnen. Ich weiß, dass ich keinem einen Gefallen damit tue, ein solches Produkt zu verkaufen, ich glaube mir ja das, was ich sage, nicht einmal selbst. Dennoch bin ich glücklich, wenn jemand das Produkt kauft.

Selbst wenn ein Kunde ablehnt, müssen wir immer weiter darauf herumreiten, immer wieder Überredungsversuche starten und die Vorteile aufzählen. Es ist einfach schrecklich. Oft lasse ich es auch nach dem ersten "wieso wollen Sie nicht mitspielen?" bleiben und lasse die armen Menschen in Ruhe. Wenn ich eine nette Person am Telefon habe, unterhalte ich mich über private Themen mit dieser, um so viel Zeit wie möglich zu schinden, damit ich weniger Leute belästigen muss. Würden diese Gespräche nicht aufgezeichnet werden, würde ich die Leute auch nach dem ersten Nein auch sofort in Ruhe lassen, ich darf es aber nicht. Da ich mich in diesem Job nur quäle und mich einfach nur als Abzockerin fühle, ist für mich auch klar, dass ich dort keine Ausbildung machen möchte. Ich habe begonnen, mich auf andere Stellen zu bewerben, aber bevor ich keine andere anfangen kann, werde ich in diesem Beruf bleiben, denn ich sage es mal so: lieber so einen Job als gar keinen. Ich brauche das Geld einfach. Meine Teamleiterin lasse ich auch in dem Glauben, ich würde dort gerne arbeiten und auch die Ausbildung dort machen, aber ich bin einfach nur froh, wenn ich was anderes gefunden habe. Ich hasse mich ja selbst dafür, was ich tue. Ich habe hier auch schon viel gelesen, was mit den "netten Damen vom Callcenter" für Unfug getrieben wurde und mich wundert es echt nicht. Würde jemand bei mir anrufen und mir das sagen, was ich täglich den Menschen auftische, würde ich auch auflegen. Wenn ich mal einen von euch am Telefon hatte: es tut mir einfach nur leid, eure Zeit gestohlen zu haben! Und noch was zum Schluss: Ruft nicht im Fernsehen bei Gewinnspielen an! Es kostet euch nur ein Haufen Geld und am Ende ruft euch nur so jemand wie ich an.

Beichthaus.com Beichte #00030835 vom 27.02.2013 um 23:16:47 Uhr in Dinkelsbühl (23 Kommentare).

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Das Trinkgeld der Kollegen

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Ich muss etwas beichten, das ich schon lange mit mir herumschleppe. Ich (w/32) habe mal eine Ausbildung zur Hotelfachfrau gemacht und dabei sehr wenig Geld verdient. Als ich im Housekeeping eingesetzt war, musste ich unter anderem Zimmer checken. Das heißt, ich musste kontrollieren, ob die Zimmermädchen alles ordentlich sauber gemacht hatten. Um in die Zimmer zu gelangen, hatte ich einen Masterkey. Nun kam es so, dass ich immer vor den Zimmermädchen in die Zimmer gegangen bin. Angeblich, um zu schauen ob der Gast schon abgereist ist, falls ich erwischt wurde. In den Zimmern habe ich dann das Trinkgeld geklaut, das eigentlich für die Zimmermädchen bestimmt war. Manchmal habe ich gewechselt, weil mein schlechtes Gewissen mich übermannt hat und ich auch Angst hatte, aufzufliegen. Also habe ich, zum Beispiel, fünf Euro genommen, aber zwei wieder hingelegt. Letztendlich tut es mir leid, alle Mitazubis und Zimmermädchen um ihr wohlverdientes Trinkgeld gebracht zu haben. Wenn ich jetzt beruflich in einem Hotel nächtige, gebe ich den Zimmermädchen immer direkt etwas Trinkgeld.

Beichthaus.com Beichte #00030809 vom 20.02.2013 um 14:00:36 Uhr in Hamburg (An der Alster) (11 Kommentare).

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