Strumpfhosen zu verkaufen

30

anhören

Habgier Fetisch Intim Mülheim an der Ruhr

Vor circa zwei Jahren habe ich (m/25) aufgrund meiner Leidenschaft für Feinstrumpfhosen mal wieder ein bisschen danach gegoogelt. Dabei bin ich auf eine Seite gestoßen, auf der eine junge Frau ihre getragenen Strumpfhosen verkauft hat. Ich mag zwar auch den Duft getragener Strumpfhosen oder Slips, aber nicht von wildfremden Menschen. Da ich als Student immer finanziell am unteren Level vegetiere, kam mir eine Idee: Meine Schwester, damals 19 Jahre alt, jobbte neben ihrem Studium in einem Café, in dem hauptsächlich ältere Gäste verkehrten, sehr konservativ. Dienstkleidung: Weiße Bluse, schwarzer Rock und immer eine Strumpfhose an. Mal schwarz, mal braun oder auch mal hautfarbend. Und da sie mehrmals die Woche dort war, gab es also mindestens vier getragene Strumpfhosen pro Woche. Dass diese einen besonderen Duft hatten, wusste ich aus eigener Erfahrung, ebenso ihre Slips. Ich richtete mir ein Online-Konto ein und begann eine Homepage zu bauen: Geiler Text und ein paar Nylon-Bilder aus dem Web und fertig war mein Webshop. Ich bot eine normale Feinstrumpfhose für 20 Euro an. Mein Einstiegssortiment. Kaum war ich online, kamen schon die ersten Bestellungen und, was ich nicht bedacht habe, Sonderwünsche. Die Kunden wollten verschiedene Farben, ausgiebige Tragezeiten, halterlose Strümpfe, Söckchen etc. Ich konnte gar nicht so viele liefern, woher auch. Ich mopste die Strumpfhose ja meiner Schwester, ein paar Mal sogar von meiner Mutter, ab eher selten.

Es kam, wie es kommen musste: Meine Schwester hat mich dabei erwischt, wie ich aus ihrer Wäschebox eine Strumpfhose geklaut habe. Erst hat sie mich beschimpft und dachte ich würde mich daran aufgeilen (was ich nebenbei ja auch gemacht habe) und wollte unserer Mutter alles erzählen. Also ließ ich die Hosen runter und habe ihr von dem Verkauf erzählt. Anfangs fand sie das pervers und ekelhaft, aber als ich erzählte, was die Kunden dafür bezahlen und was sie bereit sind für Sonderwünsche zu zahlen, wurde sie nachdenklich. Für mich völlig überraschend, sagte sie plötzlich, dass sie dabei mitmacht. Leider wollte sie die Hälfte der Einnahmen. Was sollte ich machen, ich stimmte also zu. Um den Gewinn zu steigern, kaufte sie günstige Großpackungen aus dem Internet. Ich hübschte die Website auf und fügte ein paar Original-Fotos von ihren bestrumpften Beinen ein und bot auch Sonderwünsche an. Das Geschäft florierte. Die Nachfrage stieg stetig, sodass es schon bald eine Warteliste gab. Perverse Sachen haben wir abgelehnt, Unterwäsche wollte meine Schwester auf gar keinen Fall abgeben; mittlerweile trug sie tägliche Strumpfhosen, Halterlose oder Söckchen. Ein Highlight war, dass jemand 100 Euro für eine Feinstrumpfhose bot, die ohne Slip getragen wurde. Bei der Summe wurde sie schon mal schwach, wollte aber auch mehr als die 50 Prozent. Die Anfragen wurden mehr, sodass meine Schwester vorschlug, ich soll auch Strumpfhosen tragen, würde doch keiner merken. Ich stehe absolut auf Feinstrümpfe, Nylons, etc., aber ich finde sie nur geil, wenn Frauen sie tragen. Leichter kann man keine Kohle verdienen.
Meine Beichte: Ich zog mir auch Strumpfhosen an. Musste sie aber eine Nummer größer kaufen, sonst hätte ich da nicht reingepasst. Und ich musste höllisch aufpassen, dass das niemand merkt. Die Käufer haben das nicht mitbekommen, beschwert hat sich zumindest niemand. Manchmal trug ich die Strumpfhosen ohne Unterhose, wenn es gewünscht war. Die Seite habe ich letzte Woche geschlossen. Ich habe mein Studium beendet und einen Job in einer anderen Stadt. Also liebe Strumpfliebhaber, wenn ihr in den letzten zwei Jahren von der schwarzhaarigen Eva duftenden Strümpfe gekauft habt, manchmal war das auch mein Duft. Sorry Jungs, aber die Knete war superleicht verdient.

Beichthaus.com Beichte #00030355 vom 18.10.2012 um 16:11:19 Uhr in Mülheim an der Ruhr (30 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Diktatur im Kindergarten

33

anhören

Hochmut Stolz Ungerechtigkeit Kindergarten Kinder Neustadt am Rübenberge

Ich hatte damals das Glück, sowohl zum richtigen Zeitpunkt geboren worden zu sein, als auch eine liebe Mutti zu haben, weswegen ich erst mit 7 eingeschult wurde. Das machte mich eine ganze Weile zum Ältesten Kind im ganzen Kindergarten. Da es sich um einen Großkindergarten handelte, der vor allem eine nahe gelegene öffentliche Einrichtung und deren Mitarbeiter versorgte, soll das schon was heißen, bei rund 60 Kindern in 5 Gruppen. Im Nachhinein eine absolut tolle Zeit: Die Erzieher waren lieb und äußerst kompetent, das Spielzeugangebot mehr als luxuriös. Jedoch gab es einen Umstand, der mich meine ganzen frühen Jahre verfolgt hatte: Einen Mangel an guten Schaufeln. Dazu muss ich noch sagen, dass es üblich war, erstmal nach dem Mittagessen gemeinsam Zähne zu putzen und dann möglichst schnell ins Freigehege zu stürmen. Auf dem Weg dahin befand sich eine für unsere Verhältnisse damals riesige Box mit allem möglichen an Sandspielkram. Besonders beliebt waren Schaufeln und Spaten. Davon gab es sowohl eine billige, stumpfe Variante, mit der man total mies buddeln konnte, und dann noch die richtig guten Deluxe-Dinger. Wer älter, größer, schneller oder einfach nur harte Ellenbogen hatte, griff sich die guten Teile. Der Pöbel musste den Rest nehmen. Gelebter Sozialdarwinismus im Zwei-Kastensystem!

Als ich dann irgendwann aufgrund der natürlichen Rangfolge in die höhere Kaste aufstieg, entschied ich mich, diesem System ein Ende zu bereiten und entwickelte ein System zur gerechten Verteilung der Schaufeln. Erst mit körperlicher Gewalt etabliert, dann noch ein bisschen Heul-Manipulation mit Hilfe der Erzieher konnte ich unter den Mitkindern durchsetzen, dass die guten Schaufeln von mir und 2 damaligen Freunden (ebenfalls ältere) ausgeteilt wurden. Jeweils 3 Kinder bekamen eine gute Schaufel, womit innerhalb von kleinen Spielgruppen die Verteilung gewährleistet wurde. Wollte einer innerhalb einer Gruppe nicht seinen Spielgefährten die gute Schaufel abgeben, haben wir umgehend exekutiv den Missstand beseitigt. Was keiner wusste: Wir haben uns selbst vorher jeder eine der neuesten und besten Schaufeln beiseite gelegt; natürlich nur als Hoheitsanspruch unserer gütigen Verwaltung!
Im Nachhinein kommt mir das so unglaublich lächerlich wie genial vor, trotzdem möchte ich beichten, dass ich mit 6 Jahren meine erste kommunistische Mikronation erschaffen habe und im guten Glauben meiner Spielgefährten an die gerechte Umverteilung selbst bereichert habe, und das alles mit Hilfe eines ausgewählten Kaders an persönlichen Gefährten. Ich bin mittlerweile absolut unpolitisch.

Beichthaus.com Beichte #00030271 vom 18.09.2012 um 14:24:17 Uhr in Neustadt am Rübenberge (33 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Sport-Sucht aus Liebeskummer

37

anhören

Sucht Manie Sport

Ich (w/20) war im Frühling 2011, wenige Monate vor den Abiprüfungen, zum ersten Mal so richtig heftig verliebt in einen Kerl, der damals auch Abiturient war und außerdem Teil meines Freundeskreises. Er war sich meiner Gefühle bewusst, sie schmeichelten ihm und er machte mir endlos viele Hoffnungen. Ich bin nicht gerade die Mutigste, aber ich hatte mir felsenfest vorgenommen, dass ich ihn fragen würde, ob er sich etwas Ernsteres mit mir vorstellen könnte, sobald wir unser Abi in der Tasche hätten. Meine Aussichten erschienen mir realistisch. Doch einen knappen Monat, bevor es ernst wurde mit den Abschlussprüfungen, hatte er wie aus dem Nichts eine neue Freundin. Das hatte mir dermaßen den Boden unter den Füßen weggerissen, dass ich eine Weile lang völlig kopflos durch die Gegend wandelte, wegen Nichtigkeiten in Tränen ausbrach und meine Mitmenschen in den Wahnsinn trieb. Ich bestand mein Abi, harrte die Abi-Reise, auf der er mit dabei war, regelrecht aus und brach danach den Kontakt zu ihm ab. Darüber geredet habe ich nie mit ihm.


Ich war der Überzeugung, dass meine Figur der Grund ist, warum er mich nicht wollte. Seine Freundin (mit der er übrigens noch zusammen ist), war groß und schlank, ich hingegen klein und pummelig. Auf meine 163 cm wog ich 70 kg. Ich brauchte dringend eine Veränderung. Nach den Sommerferien begann ich ein Praktikum in einem Büro. Aber das interessierte mich gar nicht und die Arbeit war langweilig. Von meinem ersten Lohn leistete ich mir ein sehr teures Fitnesscenter-Abonnement mit allen drum und dran, Fitness, Aerobic, Wellness und Indoor-Cycling. Von dem Moment an bestand mein Leben nur noch aus Sport und Kalorien. Mindestens 5 Mal in der Woche befand ich mich im Center. Ich trainierte gezielt meine Ausdauer, ging regelmäßig in den Kraftraum und nahm mehrmals wöchentlich an Zumba-Kursen teil. Anstatt wie geplant meinen Praktikumslohn für mein Studium zu sparen, verprasste ich mein ganzes Geld in meine Sportausrüstung, die inzwischen ziemlich groß ist. Bald war mir das Center alleine nicht mehr genug, also ging ich draußen laufen, nahm an Mountainbiketouren in Gruppen teil und verabredete mich mit Leuten aus dem Center zum schwimmen. In meiner Manie verlor ich einige, gute Freunde von mir, die sich nicht mehr mit meinem neuen Lebensstil identifizieren konnten. Jetzt, gut ein Jahr später, komme ich langsam wieder zu mir. Inzwischen wiege ich noch 59 kg. Zwar fühle ich mich sehr viel wohler und sehe meine Figur nun nicht mehr als Problem an, aber dennoch bin ich geschockt, wenn ich überlege, wie sehr ich mich in den Sport reingesteigert habe. Manchmal scheint es mir so, als wäre mein Leben die letzten Monate nur so an mir vorbei gezogen und ich fühle mich ständig, als ob ich ein grundlegendes Problem, das ich mit mir selber habe, noch gar nie angegangen bin. Jedenfalls habe ich vor gut einem Monat diesen Jungen (ihn einen Mann zu nennen erscheint mir einfach nicht angebracht) zufälligerweise in der Stadt getroffen und er hat mich erst nicht erkannt, realisierte dann aber, dass es sich um mich handelt und hat ein wenig mit mir geplaudert. Ich hab mich ihm gegenüber bewusst desinteressiert und kurz angebunden gegeben, habe dennoch freundlich gelächelt und die Selbstbewusste gemimt und bin bald weitergezogen. Zuhause habe ich dann zum ersten Mal seit langem wieder stundenlang geweint. Einen Tag später habe ich von einem guten Freund, der mit ihm Fußball spielt, erfahren, dass er gesagt hätte, er fände es unglaublich, dass ich auf einmal so gut aussehe.
Ich möchte hiermit beichten, dass ich ohne diese Liebeskrankheit vermutlich niemals diese unglaubliche, vor allem auch körperliche Motivation zur Veränderung hätte aufbringen können, dass ich mich ein ganzes Jahr abgekrampft habe, nur für dieses winzig kleine Erfolgserlebnis und dass ich, obwohl es mir irgendwo lächerlich vorkommt, ihm auch sehr, sehr dankbar bin. Nächste Woche werde ich in eine andere Stadt ziehen, wo mein Studium beginnt. Das Fitness-Abo habe ich diesen Monat um ein weiteres Jahr verlängert.

Beichthaus.com Beichte #00030258 vom 09.09.2012 um 21:12:26 Uhr (37 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der Jogger

28

anhören

Feigheit Neugier Gesundheit

Ich bin 27 (w) und arbeite in einem eher kleinen Café, das an einen Park grenzt und deshalb bei den Joggern sehr beliebt ist. Seit nun fast 3 Jahren ist ein Jogger (ich schätze ihn auf etwa mein Alter oder etwas älter) bei uns Stammkunde. Anfangs joggte er etwa 3 mal die Woche, noch bevor wir überhaupt geöffnet haben. Wenn ich um halb 6 in den Laden kam und alles vorbereitete konnte ich ihn schon seine Runden joggen sehen. Und wenn ich den Laden um halb 7 schließlich aufschloss setzte er sich meistens erschöpft ins Café um zu frühstücken bevor er zur Arbeit musste. Gelegentlich haben wir etwas geplaudert, aber nie mehr als Smalltalk. Und gerade weil ich schon so ein bisschen eine Schwäche für ihn habe (er sieht ziemlich gut aus und ist wirklich lieb und charmant), habe ich es nie über mich gebracht ihn überhaupt nach seinem Namen zu fragen, geschweige denn mal zu flirten oder so.
Vor einem Jahr hat er dann angefangen täglich zu joggen und vor allem auch immer mehr Runden. Wenn ich morgens ankomme wirkt er meistens schon so erschöpft wie er es früher am Ende war und wenn er dann schließlich eine Stunde später ins Café kommt ist er blass und seine Hände zittern wenn er die Kaffeetasse hoch hält. Anfangs bestellte er auch immer 2 Teilchen (meistens Zimtschnecken), Kaffee (Milch und Zucker) und Saft, dann nach einer Weile wurde es ein Teilchen weniger, dann keins mehr, inzwischen bestellt er nur noch einen Kaffee schwarz und ein Glas Wasser. Dementsprechend sieht er auch aus. Er sieht immer noch gut aus, hat nun mal einfach ein wirklich hübsches Gesicht und schöne grau-grüne Augen, aber er ist nicht mehr breitschultrig und gut gebaut, sondern abgemagert und blass.


Ich biete ihm jeden Morgen Teilchen an, aber er verneint es immer sofort. Einmal als ich den Laden gerade erst aufgemacht hatte und außer ihm noch niemand da war meinte ich er könnte sich gerne ein Teilchen aufs Haus aussuchen, aber er verneinte auch wieder. Ich mache mir manchmal wirklich Sorgen wenn ich ihn total ausgezehrt und abgemagert hier rein kommen sehe. Inzwischen joggt er auch nicht mehr richtig, sondern ist auf eine Art Laufschritt ausgewichen und wird auch so immer langsamer. Jeden morgen nehme ich mir vor ihn darauf anzusprechen, bin aber einfach zu feige. Ich würde ihn am liebsten Fragen ob gesundheitlich etwas nicht stimmt bei ihm, ob er irgendeine komische Krankheit hat und ob ich was für ihn tun kann. Aber obwohl ich sonst mit anderen Kunden und Freunden fröhlich und extrovertiert bin, kriege ich es einfach nicht hin bei ihm über den Small Talk hinaus zu kommen.


Einmal habe ich ihn gefragt wie das Joggen war und er meinte nicht besonders gut und sagte dass er einfach nicht in Form sei, weil seine Zeiten immer länger werden und er immer früher aufstehen muss, um seine Runden noch zu schaffen, bevor er arbeiten geht. Das wäre der perfekte Moment gewesen meine Schnauze aufzumachen und ihn zu fragen was denn los sei. Das einzige was ich rausgebracht habe war: Das wird bestimmt wieder wenn Sie sich genug anstrengen.
Ich frag mich echt was er hat, ob es einfach zu viel Stress auf der Arbeit ist oder er eine körperliche Erkrankung hat. Ich mach mir echt Sorgen, er sieht so kaputt aus. Er hat eingefallene, knochige Wangen, dunkle Ringe unter den Augen, seine Joggingsachen sind ihm viel zu weit und die Hose hält auch nur weil er so einen Packgürtel benutzt. Seine Handgelenke sind dürrer als meine und dabei bin ich gut 30 cm kleiner als er und zierlich. Ja, ich sollte mich nicht ins Leben meiner Kunden einmischen - mache ich sonst auch nie - aber nicht zu wissen was mit ihm los ist und nur zuzusehen wie er immer schlimmer aussieht macht mich echt irre!

Beichthaus.com Beichte #00030242 vom 03.09.2012 um 09:47:44 Uhr (28 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Affäre mit meiner Englischlehrerin

31

anhören

Rache Habgier Ehebruch Partnerschaft Schule

Kurz nach dem Abitur hatte ich eine Affäre mit meiner Englischlehrerin. Sie war Anfang 40, verheiratet und hatte zwei Kinder. Sie sah nicht überragend gut aus. Und es ging mir auch nicht darum, meine (ehemalige) Lehrerin ins Bett zu bekommen und damit vor meinen Kumpels zu prahlen. Ich mochte sie einfach sehr. Wir haben uns unglaublich gut verstanden, ich hatte bis dahin noch nie eine Beziehung gehabt und sehnte mich danach. Wir trafen uns zweimal, um uns über die Schule und Literatur zu unterhalten. Irgendwann nahm sie meine Hand und die Sache ihren Lauf. Nach sechs Wochen habe ich unsere Affäre wieder beendet. Sie war so naiv gewesen, ihrem Mann von uns zu erzählen, die beiden Töchter bekamen es auch mit. Die Familie begann sich zu zerlegen. Und ich litt darunter, dass ich dafür mindestens der Auslöser war. Als meine Lehrerin unter dem Druck dann auch noch unerträglich anstrengend und fordernd wurde, trennte ich mich.


Sie wollte sich damit nicht abfinden. Von Stalking zu sprechen, wäre zu viel, aber sie bombardierte mich mit Briefen, rief auf meiner Zivi-Dienststelle an, und sie machte ausschließlich mich dafür verantwortlich, dass es ihr nun so schlecht gehe. Ich hätte meine Gefühle nur geheuchelt, ich hätte nur mit ihr ins Bett gewollt und so weiter. Mir machten die Vorwürfe anfangs schwer zu schaffen. Irgendwann ließ ihr Drängen nach, sie schrieb nur noch alle paar Monate eine E-Mail. Doch drei Jahre nach unserer Trennung schrieb sie dann plötzlich meiner damaligen Freundin. Die war ebenfalls ihre Schülerin und wie für mich war sie auch für meine Freundin eine wichtige Lehrerin gewesen. Ich sagte meiner Freundin, sie solle die Mail einfach ignorieren. Sie tat es nicht, antwortete zweimal - bis ihr klar wurde, was da passierte. Meine ehemalige Lehrerin versuchte, meine Freundin zu manipulieren. Sie redete ihr ein, ich sei psychisch krank, ich bräuchte Hilfe, und meine Freundin sei noch lange nicht reif genug für eine Beziehung mit mir. Ich war unfassbar wütend und nahm mir vor, mich irgendwann zu revanchieren.


Letztes Jahr dann, unsere Beziehung lag mittlerweile zehn Jahre zurück, brauchte ich dringend Geld. Ich war unverschuldet in Not geraten, hatte mir schon von Freunden Geld geliehen, doch das reichte nicht. Dann kam ich auf die Idee, es bei meiner ehemaligen Lehrerin und späteren Affäre zu versuchen. Sie hatte immer wieder versucht, Kontakt mit mir aufzunehmen und ich war mir sicher, dass sie mich noch immer liebte. Also schrieb ich ihr zum ersten Mal nach vielen Jahren zurück. Wir trafen uns, anfangs benahm sie sich noch so albern abweisend wie ein Teenager, aber schon ein paar Tage später schrieb sie mir Mails, in denen sie mir ihre noch immer vorhandene Liebe gestand. Ich hatte mir geschworen, für das Geld weder mit ihr zu schlafen, noch sie zu küssen. Doch auch so ging es mir nicht gut, alles war mir zuwider. Nicht, weil ich heuchelte. Sondern weil sie so unerträglich selbstsüchtig war, fast nur über sich sprach, ihre Lehrergeschichten so wahnsinnig wichtig nahm, mich außerdem fortwährend mit Mails überhäufte und umgehend Antworten erwartete.


Nach zwei Wochen schrieb ich ihr, dass auch meine Liebe für sie wieder da sei - ich aber noch ein wenig Zeit bräuchte, um ihr das auch körperlich zu zeigen. Außerdem bedrängte mich gerade ein großes Problem, ich würde unter enormem Druck stehen. Sie wollte wissen, worin das Problem bestand; doch zunächst sagte ich ihr, ich wolle sie damit nicht belasten. Dann machte ich seltsame Andeutungen, die darin gipfelten, dass ich schrieb: "Wir dürfen uns nicht mehr in der Öffentlichkeit treffen. Das ist zu gefährlich für dich." Nun wollte sie unbedingt erfahren, was der Grund dafür war - und ich sagte es ihr. Ich hätte mir bei einem dubiosen Russen 5.000 Euro geliehen, weil ich in großer Geldnot gewesen sei. Nun wäre der Tag der Rückzahlung gekommen - aber ich hätte nur 2.000 Euro zusammen bekommen. Der Russe, das sei bekannt, würde säumigen Schuldnern und deren Partnern nicht nur Gewalt androhen - er würde sie auch ausüben. Und je länger ich in Verzug geraten würde, desto härter wären die körperlichen Konsequenzen.
Die ganze Geschichte war natürlich völliger Unfug. Aber sie, offenbar von mir besessen, nahm mir den Blödsinn ab. Als ich dann auch noch sagte, ich müsse die Stadt verlassen, wir könnten uns für eine Weile überhaupt nicht mehr sehen, bot sie sofort an, mir die fehlenden 3.000 Euro zu geben. Und sie hielt Wort: Einen Tag vor Ablauf der angeblichen Rückzahlungsfrist überwies sie mir 3.000 Euro.


Als das Geld auf meinem Konto war, bedankte ich mich per Mail ganz herzlich bei ihr - und schrieb dann, dass diese Worte die letzten seien, die sie je von mir lesen würde. Ich teilte ihr mit, dass ich ihr das Geld zurückzahlen würde - aber erst dann, wenn ich so viel verdient hätte, dass es mir nichts mehr ausmachen würde. Und dann schrieb ich ihr, dass ich keinerlei schlechtes Gewissen hätte, weil die Art, wie sie mich nach der Trennung behandelt habe und schließlich versucht hatte, die Beziehung zu meiner Freundin zu sabotieren - diese Art sei wirklich das Allerletzte gewesen. Sie antwortete mit allerlei Beschimpfungen und den Worten, sie wolle mich nie wieder sehen - was ja auch genau meinem Wunsch entsprach. Ich schrieb ihr, wie angekündigt, nie mehr zurück. Die wenigen Leute, denen ich diese Geschichte erzählt habe, reagieren alle gleich: "Diese Frau hat doch ein Problem! Die ist doch nicht mehr ganz dicht! Verheiratet, zwei Kinder, und nach zehn Jahren will die immer noch was von dir." Dass meine Englischlehrerin ein Problem hat, steht wohl fest. Ob es auch ein Problem ist, für das ein Arzt einen Namen hätte, weiß ich nicht. Es ist mir aber auch vollkommen egal.

Für mich zählt: Mit den 3.000 Euro von ihr konnte ich meine finanziellen Probleme lösen. Und die Wut auf sie, die all die Jahre immer wieder hochgekommen ist, habe ich vollständig überwunden. Obwohl ich nicht stolz bin auf das, was ich getan habe, bin ich auch ein Jahr später noch sehr froh darüber, dass ich diesen Weg der Rache gewählt habe.

Beichthaus.com Beichte #00030210 vom 26.08.2012 um 02:15:57 Uhr (31 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000