Das Handy der asozialen Gangster

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Ekel Zorn Rache

Das Handy der asozialen Gangster
Ich habe vor ein paar Wochen ein ziemlich neues und teures Handy in der Bahn gefunden. Da ich mich auf dem Weg zur Arbeit befand, habe ich es erst mal mitgenommen, um es nach Feierabend bei der Polizei abzugeben. Nun klingelte das Handy ungefähr 15 Minuten später und ich ging ran, in der Hoffnung, der Besitzer würde sein Glück versuchen. Am anderen Ende war eine Frauenstimme mit südländischem Dialekt, die auch gleich anfing, mich zu beleidigen, nachdem ich ihr erklärt habe, dass ich das Handy gefunden und noch keine Zeit hatte, es jemandem zu übergeben. Sie unterstellte mir zudem Diebstahl und drohte mir, wenn sie mich findet, würde sie mich verprügeln. Ich sagte ihr, dass sich der Besitzer melden solle, und legte dann auf.<br /> <br /> Keine drei Minuten später rief tatsächlich der Besitzer des Handys an und sagte, dass ich das Handy vorbeibringen solle. Und zwar zackig, sonst würde es was setzen. Schließlich hätte ich seiner Schwester bereits Schläge angedroht! Ich sagte ihm, dass ich das Handy nicht zu ihm bringen würde, es aber an einem Treffpunkt übergeben würde. Mein Gehirn fing an, einen Plan zu schmieden. Nun raste ich in meiner Mittagspause los, um mir diese Plastikhandschuhe und eine Tüte zu besorgen und ging dann zu einem angrenzenden Grünstreifen, um dort jeden Hundehaufen einzusammeln, den ich finden konnte. Dann schmiss ich das Handy auch in die Tüte, machte sie zu, und knetete alles gut durch. Nach Feierabend stellte ich die Tüte dann am besagten Treffpunkt ab und legte mich auf die Lauer. <br /> <br /> Nach einiger Zeit kamen auch wirklich zwei Typen und schauten sich um. Nachdem sie ungefähr zehn Minuten lang dumm durch die Gegend schauten und auf den Boden rotzten, riefen sie auf meinem Fundstück an. Der Kotbeutel fing an zu klingeln und die beiden Gangster machten sich nach ein paar verwunderten Blicken daran, die Tüte zu öffnen. Der Anblick war göttlich! Wie die beiden sich gegenseitig die Tüte in die Hand drückten - einer musste sogar würgen. Meine Beichte ist nun, dass ich mich zu so etwas Ekligem habe hinreißen lassen. Ich hätte das Handy ja auch, wie ich mir vorgenommen hatte, einfach bei der Polizei abgeben können.

Beichthaus.com Beichte #00036088 vom 04.07.2015 um 11:42:01 Uhr (18 Kommentare).

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Ehe mit einem Autisten

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Verzweiflung Begehrlichkeit Partnerschaft

Ich (w/35) habe mich vor Kurzem von meinem Mann getrennt. Viele werden jetzt sagen - wie kann sie nur, das gefühllose Ding. Mein Mann ist Asperger-Autist. Wir kennen uns, seit wir 18 waren und klar fiel mir auf, dass er nicht gerade der gefühlsbetonte Mensch ist, aber vieles kam erst nach Längerem, so nach und nach zum Vorschein. Wir haben mittlerweile drei Kinder im Alter von 10, 8 und 4 Jahren. Mein Mann liebt seine Kinder über alles - er würde alles für seine Familie tun, das weiß ich. Bei den Kindern, die an uns beiden total hängen, zeigt er durchaus Gefühle. Es gibt Momente, da ist ihm alles zu viel und sie dürfen auch nicht immer an ihm kleben, aber er kommt bei ihnen schon aus sich heraus. Bei mir ist es so, dass er oft mit mir schlafen möchte. Mehr Nähe gibt es nicht. Es gibt keinerlei zärtliche Momente, keine Küsse, nicht einmal ein über den Kopf streicheln. Von Worten, die mit den Gefühlen zu mir zu tun haben, ganz zu schweigen. Der Sex ist nie mehr als Rein-Raus gewesen, ohne Vorspiel, ohne jegliches Gefühl. <br /> <br /> Ich bin all die Jahre sehr einsam gewesen. Ich liebte diesen Mann und ich weiß, dass er sehr an mir hängt. Aber er kann es nicht zeigen. Diesen verdammten Satz höre ich so oft. Dieser verdammte Satz entspricht auch der Wahrheit. Aber was bringt mir Liebe, die man nicht zeigen kann? Mit ihm zu sprechen bringt nichts. Autismus ist eine Behinderung, er wird diese Dinge nicht begreifen können. Ich bin ihm auch nicht böse, er kann doch nichts dafür, aber ich kann nicht mehr. Ich traf vor einiger Zeit einen alten Schulfreund. Wir gingen damals, wie man so schön sagte, miteinander. Also eine Jugendliebe mit Händchenhalten und ein bisschen Knutschen. Ich merkte, dass er Gefühle für mich hegt. Das spürte ich. Kurz darauf sprach ich ihn darauf an und er gab es zu. Ich fühlte mich plötzlich wie im siebten Himmel. Dieser Mann ist so dermaßen gefühlsbetont, ein so zärtlicher Mann, das Gegenteil von dem Eisklotz, der für sein Verhalten nichts kann. Ich habe drei Nächte nicht geschlafen und dann Schluss gemacht. <br /> <br /> Mein Mann hat wie meist reagiert - gar nicht. Für die Kinder wird sich nichts ändern. Ich habe mit ihnen gesprochen, wohnen möchten sie bei mir, aber den Papa immer sehen, wenn sie wollen. Das kriegen wir hin. Ich bitte um Absolution. Aber es ging nicht mehr. Vielleicht sind Autisten besser aufgehoben, wenn sie mit einem anderen Autisten eine Partnerschaft beginnen. Ich weiß ja selbst, dass mein Mann wahrscheinlich oft überfordert war mit mir. Ich kann nicht in seinen Kopf sehen, aber ich stelle mir das nicht leicht vor. Ich schäme mich, aber ich möchte jetzt einfach nur einen im Kopf gesunden Mann haben! Er kann im Rollstuhl sitzen, ihm können beide Beine fehlen, er kann blind sein, taub sein, oder auch beides, er kann das ganze Gesicht voller Narben haben - aber ich wünsche mir einfach nur, dass er seine Gefühle für mich zeigen kann. Bei meinem neuen Freund spüre ich ganz tief, dass er der ist, den ich brauche.

Beichthaus.com Beichte #00036085 vom 03.07.2015 um 23:57:49 Uhr (18 Kommentare).

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Warum haben Frauen Vorrang?

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Zorn Ungerechtigkeit Vorurteile Gesellschaft

Ich beichte, dass ich gerne auf gesellschaftlich aufgezwungene Normen scheiße, die mich stören oder benachteiligen. Vor allem dieser "ladys first"-Kram geht mit total auf den Sack. In einer Welt, in der von Gleichberechtigung gesprochen wird, sehe ich es nicht mehr ein, wenn Frauen - wenn es von Nutzen ist - plötzlich doch wieder das schwache Geschlecht sein wollen. Erst die alten Bräuche und die Frauenbenachteiligungen bemängeln, wenn es aber Vorteile gibt, dann doch wieder das schwache Geschlecht sein wollen. Scheinheilig, oder nicht? Beim Date zahlen und den ganzen Scheiß darf gerne immer noch der Mann machen. Es nervt mich auch, dass sich nie einer traut, das zu sagen! Aber es ist einfach eine unausgesprochene Wahrheit. Ich bin übrigens seit fast zwei Jahren glücklich vergeben und das auch nicht zum ersten Mal - das für den Schlag von Menschen, der meint, hier den wahren Grund meines Zorns zu sehen.

Beichthaus.com Beichte #00036083 vom 03.07.2015 um 19:36:19 Uhr (18 Kommentare).

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Die Bilanz von fünf Jahren Saufen

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Trunksucht Maßlosigkeit Diebstahl Last Night

Seit knapp fünf Jahren gehe ich mindestens zwei Mal im Monat mit Kumpels in die Düsseldorfer Altstadt, um mich am Wochenende sinnlos zu besaufen. Das allein wäre schon eine Beichte wert, jedoch denke ich, dass es vielleicht an der Zeit wäre, eine Fünf-Jahres-Bilanz bezüglich meiner regelmäßigen Besuche an der "längsten Theke der Welt" zu ziehen:<br /> In den ganzen fünf Jahren habe ich in der Altstadt weder die Frau meines Lebens kennengelernt noch neue Freunde hinzugewonnen. Stattdessen habe ich es aber geschafft, mir insgesamt drei Mal das Handy und zwei Mal den Geldbeutel klauen zu lassen, da die Düsseldorfer Altstadt das Eldorado aller Taschendiebe zu sein scheint. Darüber hinaus habe ich es geschafft, mich drei Mal so abzuschießen, dass ich mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus gelandet bin. Warum meine Krankenversicherung alle drei Fahrten mit dem RTW übernommen hat, ist mir ein Rätsel. Zu meinen Alkohol-Abstürzen kommen noch zwei Platzwunden am Kinn und an der Augenbraue, die ich mir zugezogen habe, indem ich einmal im Suff einfach umgefallen bzw. ein anderes Mal gegen das Schild einer Bushaltestelle gerannt bin. <br /> <br /> <br /> Da ich in den letzten Jahren eine ziemlich hohe Toleranz aufgebaut habe, sind Totalabstürze mittlerweile eine ziemliche Seltenheit geworden, allerdings nur, was die körperlichen Symptome betrifft. Früher war es noch so, dass ich, wenn ich zu viel getrunken hatte, irgendwann einfach kotzte, danach konnte ich eh keinen Blödsinn mehr anstellen, weil ich zu gar nichts mehr zu gebrauchen war. Mittlerweile ist es dagegen so, dass ich auch mit drei Promille noch ohne Probleme laufen kann und mich am nächsten Morgen auch noch an alles erinnern kann, allerdings benehme ich mich im Suff wie ein richtig asoziales Schwein. Das fängt schon damit an, dass meine Kumpels und ich bei warmem Wetter lieber draußen chillen, anstatt in einen Club zu gehen, weil man dadurch Geld spart und man, so scheint es, leichter mit Leuten ins Gespräch kommt, wenn man nicht durch laute Musik gestört wird. Leider ist mir viel zu spät aufgefallen, dass ab einer gewissen Uhrzeit nur noch drei Arten von Leuten auf der Straße saufen: Halbstarke Minderjährige, die noch nicht in den Club dürfen und schon längst zu Hause sein müssten, Kriminelle, die entweder dein Portemonnaie abziehen wollen oder dir Drogen verkaufen wollen, und Straßenpenner. Die einzige Frage, die sich stellt, ist, zu welcher Gruppe meine Freunde und ich gehören. <br /> <br /> <br /> Wenn wir nicht saufen, machen wir meistens irgendeinen kriminellen Blödsinn. Zu unseren größten "Heldentaten" gehören unter anderem Vandalismus, kleinere Diebstähle, sexuelle Belästigung, Zechprellerei, Landfriedensbruch und so weiter. Wenn ich auf die fünf Jahre zurückschaue, muss ich sagen, dass sich das alles nicht gelohnt hat. Es hat mich nur viel Geld, viel Zeit und viele Synapsen meines Gehirns gekostet und meine Leber macht das wahrscheinlich auch nicht ewig mit. Wenn ich darüber nachdenke, dass das Schlimmste, was mir bei meinen "Abenteuern" passiert ist, eine Platzwunde war, muss ich sagen, dass ich noch verdammt viel Glück hatte. Ich habe mich oft nicht nur asozial, sondern im höchsten Maße verantwortungslos verhalten, sodass es fast ein Wunder ist, dass mir noch nie etwas richtig Krasses passiert ist wie z.B. ein Aufenthalt auf der Intensivstation samt Magenauspumpen, eingeschlagene Zähne oder Stress mit der Polizei. Ich war mehrmals in Situationen, in denen ich kurz davor war, in eine üble Schlägerei zu geraten oder den Abend in Handschellen zu beenden. <br /> <br /> <br /> Ich habe den Eindruck, dass ich mit jedem weiteren Abend nicht nur noch mehr Zeit und Geld und Energie verschwende, sondern russisches Roulette spiele, weil ich beim Trinken immer ans absolute Maximum dessen gehe, was ich gerade noch so eben vertrage, ohne zu kotzen, und weil es theoretisch schon der nächste Düsseldorf-Abend sein kann, an dem ich mein Leben zerstöre. Des Weiteren habe ich festgestellt, dass mir die Altstadtabende immer weniger Spaß machen, weil es immer auf dasselbe hinausläuft: Saufen und Mist bauen. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, meine Altstadt-Karriere als asozialer Säufer und Kleinkrimineller hiermit zu beenden und mich mehr den Freunden zu widmen, mit denen nicht jeden Abend die Gefahr besteht, dass man entweder im Krankenhaus oder bei der Polizei endet. Des Weiteren habe ich beschlossen, meinen Alkoholkonsum signifikant zu reduzieren, weil ich mich bald selbst nicht mehr ausstehen kann, wenn ich so weitermache und im nüchternen Zustand trotzdem weiterhin vorgebe, ein anständiger, umgänglicher, verantwortungsbewusster, ausgeglichener und gebildeter Mensch zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00036082 vom 03.07.2015 um 18:05:53 Uhr (13 Kommentare).

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Die Liaison meines Freundes

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Zorn Ungerechtigkeit Engherzigkeit

Ich muss etwas loswerden, was mir arg auf der Seele brennt. Ich befinde mich in einem Gewissenskonflikt. Ich (w) habe seit Jahren einen Kumpel, mit dem ich mich sehr gut verstehe. Wir verstehen uns blind und unternehmen hin und wieder etwas. Ich bin 37 und er ist zehn Jahre älter als ich. Nun hat mein Kumpel eine Liaison mit einem jungen Mädel angefangen. Er erzählte mir von der jungen Dame und zeigte mir auch ein Foto von ihr. Ich fand sie sehr nett und sympathisch. Was mir nicht gefiel, war, wie er über sie sprach. Sehr abwertend und nur aufs Sexuelle bezogen. Er bezeichnete sie als Dreckstück, etc. <br /> <br /> <br /> Als ich ihn erschrocken darauf ansprach, wie er denn von ihr reden würde, sagte er, eine Dame, die sich so präsentiert wie das Mädel, hätte keine andere Form der Titulierung verdient. Zur Erklärung: sie gibt sich nach außen normal, ist sexuell wohl aber recht aufgeschlossen und in der Findungsphase. Sie lässt es also einfach mal richtig krachen. Er sagt, früher hätte man mit so einer richtig Geld verdienen können. Mich macht das sprachlos und betroffen. Zumal sie nur in den höchsten Tönen von ihm spricht. Sie ist wohl ein bisschen verliebt. Und ist wirklich eine ganz Liebe. Seit dieser Aktion sehe ich meinen Freund mit anderen Augen und empfinde für ihn eine Form von Ekel. Ich weiß, dass ich nichts dazu sagen kann und darf, aber das junge Ding tut mir leid. Am Liebsten würde ich den Kontakt abbrechen.

Beichthaus.com Beichte #00036078 vom 03.07.2015 um 11:25:34 Uhr (8 Kommentare).

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