Warum ich gegen Wirtschaftsflüchtlinge bin

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Vorurteile Zorn Ungerechtigkeit Politik Gesellschaft Bischoffen

Warum ich gegen Wirtschaftsflüchtlinge bin
Ich möchte gerne beichten, dass ich mich in meinen jungen Jahren schon als Flüchtlingsgegner verstehe. Bevor ihr mir jetzt den Kopf abreißt: Ich habe gute Gründe. Ich wohne in einem kleinen Dorf, dort wurden uns vom Land Notunterkünfte aufgezwungen. Wir mussten alle Kleider spenden, weil die Stadt nicht hinterherkam. Meine Oma traut sich nach 18 Uhr nicht mehr in die kleine Innenstadt, weil dort Banden herumziehen und die Leute anpöbeln. Ich habe das selbst an mir erlebt.

Und das Beste ist: Von denen ist kein einziger Syrer oder Wirtschaftsflüchtling aus dem Balkan. Das sind alles Afrikaner, die weder Deutsche noch vernünftig Englisch sprechen und auch kein Interesse daran zeigen - zumindest der größte Teil. Besser noch, jeder, den man fragt, antwortet damit, dass er seine gesamte Familie nachholen will. Ich bitte nicht um Absolution, da ich es nicht falsch finde, mich gegen Wirtschaftsflüchtlinge zu engagieren. Für Kriegsflüchtlinge sollte unsere Türe immer offen stehen, wenn ich jedoch durch Köln Kalk fahre und dort den absoluten Verfall der deutschen Infrastruktur und Kultur erlebe, weil der Stadtteil mittlerweile zu Neu-Bagdad verkommen ist, kotzt mich das nur noch an.

Beichthaus.com Beichte #00036390 vom 18.08.2015 um 20:35:06 Uhr in Bischoffen (34 Kommentare).

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Mannsweiber in Schlabberklamotten

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Ungerechtigkeit Vorurteile Feigheit

Ich (w/26) bin wohl das, was man ein Mannsweib nennt. Ich sehe nicht aus, wie man sich das typische Mannsweib vorstellt, kleide mich weiblich und lebe in einer heterosexuellen Beziehung - meine Gestik, Sprechweise und Gangart sind allerdings nicht gerade prinzessinnenhaft. Ich war von klein auf so. Hing lieber mit Jungs rum, kleidete mich männlich und identifizierte mich immer mehr mit männlichen Vorbildern oder Charakteren als mit weiblichen. Mein langjähriger Freund hat es geschafft, dass ich meine Weiblichkeit angenommen habe und mich seit einigen Jahren gerne körperbetont und weiblich kleide. So weit wäre das alles eigentlich kein Problem, wenn ich dasselbe Verhalten bei anderen Frauen nicht so furchtbar ätzend fände. Da ich nicht so wirken will, reflektiere ich mein Verhalten ständig und versuche mich anders zu geben, was ziemlich anstrengend und zudem von mäßigem Erfolg gekrönt ist. Es wird halt doch immer komisch geguckt, wenn Frau sich nicht wie Frau verhält.

Beichthaus.com Beichte #00036388 vom 18.08.2015 um 18:22:53 Uhr (8 Kommentare).

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Männer sind verwöhnt und faul!

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Zorn Ungerechtigkeit Faulheit Familie

Mich regt es so auf, dass meine Mutter meinem 12-jährigen Bruder ALLES, aber auch ALLES macht und hinterherräumt. Wenn ich nämlich meinen Freund ansehe, der es nicht mal schafft, die leere Klorolle wegzuschmeißen und sie im Bad stehenlässt, wird mir klar, dass das bei vielen Männern nicht von irgendwo kommt! Es gibt auch unordentliche Frauen und ich will nicht behaupten, dass nur Männer so sind - und charakterlich mache ich zwischen Männern und Frauen schon mal gar keine Unterschiede, da gibt es auf beiden Seiten die und die - aber in Sachen Unordnung und Dreck, auch stinken, fallen mir öfter Männer negativ auf. Meine Schwiegermutter ist genauso wie meine Mutter, den Söhnen wird das Bett gemacht, den Söhnen wird die gebügelte Wäsche in den Schrank geräumt, den Söhnen wird teilweise sogar das Zimmer gesaugt.


Begründung beider: "Naja, Mann heiratet ja eh." Geht es noch? Mir geht es keineswegs um Eifersucht - ich bin heilfroh, dass ich selbstständig bin und auch schon als Grundschulkind ein Bett selbst machen konnte und mit 10 Jahren nicht hilflos in der Küche stand, weil die Eltern mal über Mittag nicht da waren und ich ja nicht einmal wusste, wie man einen Herd einschaltet. Jetzt wurde mein Brüderchen ins kalte Wasser geworfen. Ich möchte nämlich nicht, dass er sich auf Klassenfahrten blamiert, weil er nicht einmal in der Lage ist, sich ein Bett zu beziehen, das muss man dort nämlich meist selbst machen, zumindest bei uns damals. Meine Eltern sind über das Wochenende bis nächsten Dienstagabend nicht da. Zunächst wird er von mir nicht daran erinnert, dass er sich waschen und die Zähne putzen muss. Wenn er stinkig, ungewaschen und mit faulem Atem in die Schule oder zu Freunden geht - Pech. Er muss sich seinen Ranzen selbst packen, ich frage garantiert nicht nach, was für Fächer er hat und ob er alles eingepackt hat, wie meine Mutter es macht. Er ist 12 Jahre alt!


Wäsche? Die wasche und bügele ich zwar, das mache ich ja dann für alle, aber in den Schrank räumen? Das macht er selbst. Mir war es in dem Alter total unangenehm, wenn meine Mutter an meinen Schrank gegangen wäre. Von Zimmer aufräumen und durchsaugen gar nicht zu reden, aber das würde ich auch für einen Erstklässler nicht machen. Finde, das ist das Zimmer des Kindes und dafür sollte es schon so früh wie möglich selbst verantwortlich sein - und im Zuge dessen selbst bestimmen dürfen. Und er wird mit mir zusammen kochen. Es kann nicht sein, dass er so überhaupt keine Ahnung hat, wie man sich ein einfaches Mahl zubereitet. Und wenn es für den Anfang nur Spiegeleier sind, das reicht ja.


Ich beichte ebenso, dass ich vor Jahren schon mit einer List dafür gesorgt habe, dass er endlich mal von der Windel wegkommt. Er war 3,5 Jahre alt. Nachts in dem Alter noch nicht trocken ist kein Problem, aber er wollte auch tagsüber nicht auf die Windel verzichten, er ließ sich gerne wickeln, fand das gemütlich, und wollte auch nicht aufs Töpfchen. Als wir ein paar Stunden alleine waren, habe ich ihm die Windel ausgezogen. Es war Sommer, die Kinder trugen alle nur Unterhosen. Der braune Brei, der am Hintern herunterlief, wurde natürlich bemerkt. Die anderen Kinder haben ihn ausgelacht. Plötzlich klappte es mit der Toilette. Es war nichts als Bequemlichkeit. Die peinliche Situation war bei den anderen Kindern natürlich am nächsten Tag wieder vergessen. Und die Windel war vergessen. Ich habe meinen kleinen Bruder lieber als alles andere, er ist das ausgeglichenste, liebenswerteste Kind, das ich kenne. Seine sehr relaxte Art ist auch sehr liebenswürdig. Aber wenn er nur ein bisschen Selbstständiger wäre. Und, ich gebe es ja zu, manchmal auch ein bisschen weniger langsam und verträumt. Obwohl ich das Verträumte an ihm liebe.

Beichthaus.com Beichte #00036368 vom 15.08.2015 um 15:46:38 Uhr (18 Kommentare).

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Warteschlange am Pfandautomaten

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Zorn Ungerechtigkeit Gesellschaft

Ich könnte mich gerade so für diese Gesellschaft schämen! Ich war gerade beim Pfandrückgabeautomat und habe zwei Säcke voller Flaschen abgegeben. Manche Flaschen hat der Automat aus irgendwelchen Gründen nicht angenommen, obwohl diese normalerweise bei Pfandautomaten angenommen werden. Da war dann so ein Mann hinter mir, der mich angeschnauzt hat: "Meine Fresse, Junge, kannst du nicht sehen, welche Flaschen da reingehören?!" Ich war so erbost über diesen Umgangston, dass ich meinen Pfandschein habe ausdrucken lassen und gegangen bin. Ich konnte beim Rausgehen noch so etwas wie "Meine Fresse" hören. Was ist bei manchen Leuten falsch gelaufen, dass sie sich gegenüber Fremden so äußern? Ich bin selbst noch jung, aber trotzdem schockiert über dieses Verhalten. Ich meine, ich musste auch vor vielen Menschen vor mir warten bis ich drankam und habe mich deswegen auch nicht beschwert, so etwas macht man auch nicht! Ein Mindestmaß an Geduld und Höflichkeit kann man doch in dieser Gesellschaft erwarten oder?

Beichthaus.com Beichte #00036367 vom 15.08.2015 um 14:41:39 Uhr (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mein Schwiegervater ist ein Monster!

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Zorn Vorurteile Ungerechtigkeit Feigheit Langenwetzendorf

Ich (m/25) habe viel zu wenig Rückgrat und das ist meine Beichte. Ich habe nach der Realschule eine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker absolviert und bin seit wenigen Wochen nun Techniker. Vor sechs Jahren lernte ich meine Freundin kennen, mit der ich eigentlich mehr als glücklich bin. Das "eigentlich" bezieht sich nicht auf sie, sondern auf ihren Vater. Er ist recht altmodisch, was Standesdünkel und Schulabschlüsse angeht. Er ist ein in seinem Wohnort viel beschäftigter Architekt, sie hat Kunsthistorik studiert und arbeitet seit vielen Jahren als freischaffende Künstlerin. Ihr Vater ist der Meinung, dass jemand, der kein Abitur hat, wesentlich weniger intelligent ist als jemand mit Abi. Das hat er schon häufig betont, auch vor mir. Auch verurteilt er Menschen, die nach ihrem Abi nicht studieren, sondern lediglich eine Ausbildung absolvieren, was ja jeder könnte. Obwohl er sicherlich schon vor langer Zeit gemerkt hat, dass ich durchaus intelligent bin, über ein gutes Allgemeinwissen verfüge, gerne und viel lese, recht vielseitig interessiert bin und mich immer intensiv mit dem politischen und sonstigen Zeitgeschehen auseinandersetze, nimmt er es nicht wirklich ernst, wenn ich beispielsweise zu einem Thema in den Nachrichten meine Meinung äußere. Oft winkt er es ab, wechselt das Thema, oder ich ernte nur ein "Ja, ja."


Vor einiger Zeit habe ich über die Idee gesprochen, mich als Schöffe zu bewerben. Da wurde ich von ihm mit den Worten, dass ein Realschüler bestimmt nicht über die Fähigkeiten verfügen wird, die ein Schöffe benötigt, und ich mir nichts Gutes täte, wenn ich eine Bewerbung abschicke. Ich habe es bis heute noch nicht geschafft, mal wirklich meine Meinung zu sagen, mal richtig auf den Tisch zu hauen und zu sagen: "Du, ich weiß, dass ich kein Abitur habe. Und ich weiß, welche Meinung du vertrittst. Aber kannst du BITTE damit aufhören, sie mir bei jedem Treffen aufs Neue aufs Butterbrot zu schmieren?" Auf Rechtfertigungen habe ich absolut keine Lust, dafür bin ich auch zu stolz. Er müsste es anhand der letzten Jahre bereits bemerkt haben.


Leider sagt auch kein anderer mal seine Meinung. Meine Freundin und meine Schwiegermama sind in seinem Beisein stumm wie Fische. Er ist ein sehr lauter Mensch - auch im wahrsten Sinne des Wortes, seine Stimme ist polternd und tief. Er steht im Mittelpunkt, wirkt immer souverän, erlaubt sich keine Gefühlswallungen und ist bestimmt auch im beruflichen Umfeld so. Er ist der Mann im Haus, er ist der Mann im Betrieb, er ist der Mann, vor dem man Respekt hat und kuscht. Ich möchte damit aber nicht sagen, dass er gewalttätig ist, denn das glaube ich bei ihm wiederum nicht. Aber trotzdem ist mir dieser Mann sehr unangenehm. Ich hatte auch noch nie das Gefühl, dass die Bindung zu seinen Kindern sonderlich emotional ist. Was die Beziehung zu seiner Frau angeht, so kann ich da nichts sagen, da ich manchmal doch vermute, dass sie der einzige Mensch ist, der ihm nahesteht und den er tatsächlich wirklich liebt, obwohl man das bei gemeinsamen Treffen oft nicht vermutet. Ich wünschte mir oft Durchsetzungsvermögen ihm gegenüber. Er ist eine echt harte Nuss, aber trotzdem schäme ich mich, dass ich als erwachsener Mensch von 25 Jahren vor einem älteren Herrn kusche. Und manchmal denke ich, dass der Mann seine unangenehme Art nur dann ändern kann, wenn ihm mal jemand die nackte Wahrheit über sein Verhalten auf den Tisch knallt.

Beichthaus.com Beichte #00036354 vom 13.08.2015 um 18:12:14 Uhr in Langenwetzendorf (7 Kommentare).

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