Mein ungesundes selbstsabotiertes Leben

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Verzweiflung Waghalsigkeit Hamburg

Ich möchte beichten, dass ich eine Abneigung gegen meinen eigenen Erfolg habe und mich dadurch andauernd selbst sabotiere und mich ständig von wichtigen Dingen abhalte. Ich war faul in der Schule und habe gerade so mit einem Schnitt von 3,2 mein Abi geschafft, obwohl ich viel Besseres hätte leisten können. Ich hab die Schule nicht gemocht und deshalb danach auch nicht studiert, sondern mich 12 Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet.

In der Jugend- und Schulzeit habe ich schon Hausaufgaben vermieden und bis zum letzten Tag oder Nacht hinausgezögert. Und womit hab ich mich abgelenkt? Videospiele, exzessiver Pornokonsum und Essen. Noch dazu lebte ich auf dem Land und hatte nicht viele Freunde. Regelmäßiger Sport hielt mich zu der Zeit davon ab komplett fett zu werden. Aber durch die regelmäßigen Fressanfälle habe ich meine sportlichen Ziele (fit und definiert sein) nie erreicht. Ich gebe nie auf und arbeite schon seit 15 Jahren daran (bin jetzt 31), langsam habe ich das Gefühl das ich näher komme. Obwohl ich immer noch Impulse habe alles durch Ablenkung zu sabotieren. Zurzeit habe ich aber auch schon eine chronische Krankheit entwickelt (Morbus Bechterew) die wohl auf meine langjährige ungesunde Ernährung, Seelische Selbstzerstörung und Genetik zurück zuführen ist. Auch da arbeite ich daran.

Am Anfang meiner Bundeswehr Zeit, auf einem langen Lehrgang habe ich zum ersten Mal eine Prostituierte besucht. Wohl auch wieder zur Ablenkung, zur Füllung meiner inneren Lehre und vielleicht auch Etwas aus Langeweile. Das dürfte jetzt schon 9 Jahre oder so her sein. Ich habe seitdem Unmengen an Geld in die Prostitution gesteckt und Unzählige verschiedene besucht. Und das auch während ich in einer festen Beziehung bin! Jetzt schon seit gut 3 Jahren in einer Wochenendbeziehung. Das ist wohl auch der Grund weshalb ich es weiter mache. Nur aus Gelegenheit und Ablenkung in der Woche, denn eigentlich liebe ich meine Freundin und unser Sex ist auch schön. Es hat am meisten mit meinen eigenen Dämonen zu tun und trotzdem weiß meine Freundin nichts davon (obwohl sie weiß dass ich schon bei Prostituierten war, vor unser Zeit). Ich will unsere Beziehung nicht gefährden und diesen Kampf alleine schlagen. Ich bereue das ich es tue aber manchmal kann ich nicht anders.

Noch dazu habe ich es dieses Jahr noch weiter getrieben und 2x ungeschützten Sex mit Frauen gehabt, aus reiner Neugier. Weil ich mit meiner Freundin nur geschützten Sex praktiziere und wissen wollte wie es ist, "ohne". Im Nachhinein ist mir die Waghalsigkeit und Dummheit dann auch bewusst geworden. Ich hoffe ich hab mich mit nichts angesteckt, das muss ich noch testen lassen. Ich bereue das Meiste davon und will mich bessern, aus eigener Kraft. Und ein gesundes Leben und eine gesunde Beziehung führen. Meine Zeit sinnvollen Dingen widmen und nicht der ständigen Betäubung des Geistes. Wieviel Zeit und Geld und Erfahrungen mir da abhanden gekommen sind, einfach Wahnsinn! Wie sehr ich mir selbst geschadet habe und mir selbst im Weg stehe, das muss aufhören!

Beichthaus.com Beichte #00041411 vom 10.07.2018 um 00:49:42 Uhr in Hamburg (9 Kommentare).

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Katzenvideos

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Falschheit Familie Tiere

Ich (40) beichte, dass ich sehr harmoniesüchtig bin. Missstimmungen kann ich nicht ab. Daher lasse ich auch meine 400 km entfernt wohnende Schwester in dem Glauben, ihre zahlreichen Katzenvideos wären für mich von brennendem Interesse. Wenn ich ihr mitteilen würde, wie sehr mich das manchmal nervt, würde sie es auch gar nicht verstehen. Sie kriegt das nicht in ihren Kopf hinein, wie jemand Katzen mögen kann, ohne Lust zu haben, sich 24 Stunden am Tag mit diesem Thema zu beschäftigen. Manchmal erzählt sie mir am Telefon, dass die Katze in ihr Bett gekotzt hat. Ich habe rein gar nichts dagegen.

Beichthaus.com Beichte #00041409 vom 09.07.2018 um 12:19:57 Uhr (5 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Spurlos verschwunden

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Feigheit Selbstsucht

Ich erwarte für meine Beichte kein Verständnis, denn das wird niemand aufbringen. Ich will es mir einfach von der Seele schreiben in der Hoffnung auf - ja auf was eigentlich? Auf die Tatsache, dass ich alleine ein glücklicher Mensch und nun wieder mit mir selbst im Reinen bin. Ich fühle mich nun wieder frei und klar im Kopf und kann die Dinge wieder genießen. Ich lebe nun in einem anderen Land ohne meine Familie und meine alten Freunde. Ich lebe nun selbst bestimmt, obwohl ich das immer war, nur habe ich eher nur funktioniert und das getan was mein Umfeld von mir erwartet. Ich bin 35 Jahre alt und habe meine Frau und mein Kind heimlich verlassen.

Ich habe mich in einem kurzen Abschiedsbrief versucht zu erklären. Dass ich nicht den Mut hatte und wohl auch nicht habe zu sagen wieso ich gegangen bin. Ich war gefühlt kurz vor einer inneren Depression. Ich war aufgewühlt konnte nicht mehr klar denken und hab nur mein Programm abgespielt, um den Alltag für alle normal zu gestalten. Sie wissen nur ungefähr was in mir vorging. Sie wissen das ich nicht verschwunden bin, sondern selbstbestimmt dieses Kapitel beende. Und dann habe ich mich in Deutschland abgemeldet meine Sachen gepackt und bin zum Flughafen, um alles hinter mir zu lassen. Das schlimme ist wohl das es mir nun gut geht und ich gerne alleine bin. Nur verstehen kann mich niemand, denn ich habe meine Familie dafür zurückgelassen. Es geht mir gut. Aber darf ich nun wieder glücklich sein? Es tut mir alles so leid – Aber ich musste an mich denken um Leben zu können!

Beichthaus.com Beichte #00041403 vom 06.07.2018 um 13:39:16 Uhr (25 Kommentare).

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Die Violine

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Zwietracht Rache Nachbarn Hamburg

Ich (m/33) wohne seit 8 Jahren in einem Mehrfamilienhaus. Da die Mieten günstig sind, hat man selten neue Nachbarn. Es ist eine ruhige Gegend, und die Nachbarn sind es auch. Seit dem Auszug einer sehr anstrengenden Dame (neugierig, empfindlich, selbst Atmen war ihr schon zu laut) ist nun das krasse Gegenstück eingezogen. Ein Mitt-Vierziger alternativer Halbhippie, der gerne mal laute Musik hört, aber maximal bis 22 Uhr hörbar ist. Soweit kein Problem, auch wenn man manchmal am Wochenende länger als bis 10 schlafen würde.

Nun ist aber unter mir ein Assi-Pärchen eingezogen. Das heisst, eigentlich sind die nicht klassisch asozial. Sie ist sehr gepflegt, er ist eher so ein Möchtegern-Kleinganove. Eine Woche nach dem Einzug hatten die Beiden einen Streit von 14 Uhr mittags bis 3 Uhr nachts, inklusive Schreien, Brüllen, Heulen und Türen knallen. Gut, kann man mal machen. Seit kurzem aber spielt einer von beiden Violine. Grundsätzlich wäre das nicht schlimm, aber offenbar beherrschen die nur drei Töne die sich grausam anhören und extrem langgezogen werden. Jetzt kann man samstags und sonntags nur noch bis 8 schlafen, weil dann wieder stundenlang diese Misstöne zu hören sind. Als dann diese Woche Montag gegen Mitternacht und Mittwoch Nacht um 01:30 angefangen wurde, ist mir der Kragen geplatzt. Ich bin kurz draussen laufen gegangen (um nicht direkt loszubrüllen) und habe dann geklingelt. Es hat niemand aufgemacht, aber der Lärm war immerhin schlagartig weg. Gestern gegen 22 Uhr ging das dann wieder los. Ich hab diesmal meine Anlage (mit dicken Subwoofer) auf Maximum gestellt (vor allem den Bass), auf den Boden gekippt und volle Lautstärke Deathmetal laufen lassen, 30 Sekunden. Es war 5 Minuten still, dann ging das wieder los. Diesmal hab ich LKW-Hupen abgespielt und siehe da, es war Ruhe. Ich hatte allerdings heute morgen einen Brief im Kasten, ich solle doch Rücksicht auf andere nehmen.

Ich habe das nicht nur dem Vermieter gemeldet (unter Androhung von Mietminderung), sondern inspiriert von anderen Beichten hier kleine Heuschrecken für den Briefkastenschlitz an der Tür besorgt, dazu Kressesamen für die Fußmatte (die ich nun täglich gießen werde) und Furzspray aus dem Scherzartikelladen für den Hauptbriefkasten. Zusätzlich werde ich später über ein ungesichertes WLAN in der Nachbarschaft lustige Bestellungen aufgeben und die Wachturm-Spinner einladen. Ich beichte also, dass ich mich auf ein ganz niedriges Niveau begeben werde, weil ich meine neuen Nachbarn nicht mag. Reden bringt nichts, das haben andere Nachbarn bereits versucht.

Beichthaus.com Beichte #00041402 vom 06.07.2018 um 12:40:12 Uhr in Hamburg (10 Kommentare).

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“Folge

Der Imbiss der gescheiterten Existenzen

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Vorurteile Trunksucht Nachbarn

Ich wohne schon seit einigen Jahren gegenüber ein Imbiss. Gestört hat es mich Anfangs nie. Mit der Zeit aber wurde es immer schlimmer, besonders um Sommer. Scheinbar dient der Imbiss auch jeden Tag als Treffpunkt von gescheiterten Existenzen. Alkoholiker und Arbeitslose. Immer wenn sie Abends beisammen sitzen hört man nur laute, stumpfe und einfältige Diskussionen. Zur Abwechslung gibt es auch mal eine Schubserei unter Besoffenen. Ich habe mir nun angewöhnt Abendbrot auf meinem Balkon zu essen um dem Treiben zu spannern. Seit neuestem lade ich mir Freunde ein und wir spielen gemeinsam mein selbstgemachtes Bingo. Manchmal schließen wir auch wetten ab, wer als Erstes von den Alkoholikern aufs Maul fällt oder sich übergibt. Eigentlich wollte ich damit aufhören, aber ich bin viel zu neugierig und möchte nichts verpassen. Ein Glück bin ich sozialisiert, habe Arbeit und trinke keinen Alkohol.

Beichthaus.com Beichte #00041401 vom 05.07.2018 um 21:09:13 Uhr (24 Kommentare).

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