Ich hasse meinen Geburtstag

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Hass Aggression Zorn

Ich möchte beichten, dass es keinen Tag im Jahr gibt, den ich so sehr hasse wie meinen eigenen Geburtstag. Und dieser steht in ein paar Tagen wieder an. Dann werde ich stolze 23 Jahre alt. Ich seh schon wieder das Bild vor mir, wie Verwandte, von denen man das ganze Jahr nichts hört, obligatorisch anrufen und einem "die besten Wünsche" auf diese Weise mitteilen. Auch die ganzen Pseudo-Freunde in Online-Communities kleistern das Gästebuch und den Nachrichtenordner mit "ganz lieben Grüßen" und "feier recht schön" zu. Man könnte meinen, alle haben mich lieb. Dabei kommen die ganzen Penner sowieso nur, wenn sie irgendwas wollen. Aber am Geburtstag, da herrscht Übereinstimmung, dass man den Trottel "von Herzen" grüßen muss. Und wenn ich nur wieder an den üblichen 50-Euro-Schein meiner Eltern denke, weil sie sowieso nicht wissen, was sie mir kaufen sollen. Die meinen sogar, ich freue mich darüber. Am liebsten würde ich mir mit dem Geld sonstwas abwischen. Sie behandeln mich immer noch wie ein kleines Kind, schreiben mir vor, wie ich welche Situation zu bewältigen habe, was ich auf keinen Fall tun soll oder auf jeden Fall machen sollte. Auch wenn ich sie gar nicht um Rat gefragt habe. Und am Geburtstag sind sie plötzlich ganz lieb und fröhlich, als könnte sie kein Wässerchen trüben. Und natürlich gibts auch wieder das obligatorische Kaffeetrinken am Nachmittag, zur "Feier das Tages". Verdammt, ich will diesen beschränkten Tag nicht feiern. Warum soll man feiern, dass man immer älter wird? Außerdem ist das ganze ja gar keine Feier in dem Sinne, sondern nur eine rituelle Zeremonie. Am Geburtstag trinkt man halt Kaffee, ob es einem passt oder nicht. Dann sitzen wir wieder da wie das Kaffeekränzchen im Altersheim. Mein Großvater erzählt dann von den alten Zeiten, mein Vater gibt seinen Senf dazu, meine Mutter hält die Klappe und ich auch. Und das nennt sich dann "Feier". Geschwister gibt es leider nicht, das war wohl zuviel Arbeit für meine Eltern. So sitzen wir in trister Runde wie beim Leichenschmaus und feiern mein fortschreitendes Alter. Oh Gott, wie ich es hasse! Zugegeben, ich war noch nie der Partylöwe und will ja gar kein rauschendes Fest. Am liebsten möchte ich nämlich gar nichts, sondern den Geburtstag einen Tag wie jeden anderen sein lassen. Aber diese Bitte auszusprechen ist ja fast ein Verbrechen.


Geburtstag muss "gefeiert" werden, da führt kein Weg dran vorbei. Wahre Freunde habe ich nicht, da sie alle wie gesagt nur kommen, wenn sie irgendwelche Hilfe brauchen. Am Geburtstag werden dann fleißig SMS geschrieben und Gästebücher gefüllt und dann ist für die nächsten paar Monate erst mal Ruhe. Auf solche Glückwünsche kann ich echt verzichten! Die kommen nicht aus Liebe, sondern aus Pflichtbewusstsein. Und dann wäre es am besten, man würde es gleich sein lassen. Sicherlich kommen die obligatorischen Glückwünsche auch von mir, wenn jemand anderes Geburtstag hat. Wenn ich das nicht mache, dann heißt es hinterher: Hast du meinen Geburtstag vergessen? Ich wünschte, jeder würde zumindest meinen vergessen. Diese übertriebene, gespielte Fürsorge und Liebe und die ganz lieben oberflächlichen Glückwünsche kotzen mich sowas von an. Und jedes Jahr aufs Neue. Wie ich es hasse!

Beichthaus.com Beichte #00027651 vom 25.03.2010 um 18:22:34 Uhr (58 Kommentare).

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Schwere Depressionen

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Verzweiflung Selbstverletzung Trägheit

Ich (w/20) möchte beichten, dass ich schwere Depressionen habe und mich eben aufgrund dieser ins Auto gesetzt habe, um mein Leben "frontal" zu beenden. Mein Leben war nie einfach; alles, was ich angepackt habe, hat sich als schwierig dargestellt. Ich war immer Außenseiterin, wurde gemobbt und es fiel mir immer leichter, Beziehungen zu Männern aufzubauen, als eine echte gute Freundin "zu halten". Meine Beziehungen liefen aufgrund meiner Krankheit sehr chaotisch ab, weil niemand damit umzugehen wusste, wie ich war/bin. Vielen meiner Beziehungen trauere ich trotzdem heute noch hinterher. Letztes Jahr im Dezember habe ich bereits einmal versucht, einen sogenannten "Hilfeschrei" an meine Umgebung zu senden und musste deshalb auch ins Krankenhaus. In Therapie war ich erst einmal ein halbes Jahr, weil ich nach einiger Zeit dachte, dass es mir doch viel besser ohne ginge und habe sie schließlich abgebrochen - heute weiß ich, dass das ein Fehler war. Letzte Woche habe ich einen neuen Termin bei einem Psychotherapeuten ausgemacht, doch der ist bis Ende April ausgebucht, sodass ich weiterhin mein Leben an mir vorbeiziehen lassen muss.
Ich klammere mich an meinen jetzigen Freund, mit dem ich jeden Tag Streit habe - einfach aus dem Grund, dass ich sonst niemanden mehr habe und wirklich meine letzte Hoffnung in diese Beziehung stecke. Mein Leben spielt sich nur noch in meinem Zimmer vor dem Computer ab, weil mir die körperliche Kraft fehlt, meinen Zustand zu ändern. Seit Jahren merke ich, wie mir immer mehr die Lebensenergie entweicht, das ist auch der Grund, wieso ich arbeitslos bin und noch zu Hause lebe. Ich habe mehr als ein Jahr lang nach einer Lehrstelle gesucht, ohne Erfolg. Ich habe sogar ein gutes Fachabitur (trotz Lernschwäche) und Nachweise über mehrere Praktika, sowie einige Auszeichnungen. Doch niemand war an mir als Auszubildende interessiert. Ich habe nicht viel Selbstbewusstsein, doch ich weiß, dass ich diese eine Sache wirklich beherrsche und wollte deshalb meinen Berufswunsch danach ausrichten. Umso größer war der Frust über jede einzelne Absage. Diese erneuten Niederlagen haben mich so weit heruntergezogen, dass ich nun in dieser Situation feststecke. In die Psychiatrie möchte ich nicht, weil ich glaube, dass mich das noch weiter herunterziehen würde.

Trotz der ganzen Geschehnisse bin ich wieder aus dem Auto ausgestiegen und ich habe jetzt schon Angst vor dem nächsten Tag, weil ich erahne, dass dieser wieder ähnlich ablaufen wird. Ich wünschte, ich hätte mehr Menschen, die für mich da sind und mich mit raus nehmen. Aber ich schaffe es einfach nicht, eine echte Freundschaft aufzubauen. Es tat gut, das mal aufzuschreiben.

Beichthaus.com Beichte #00027641 vom 23.03.2010 um 01:43:27 Uhr (51 Kommentare).

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Autobahn-Raserei

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Waghalsigkeit Hochmut Ignoranz Auto & Co. Regensburg

Ich möchte beichten, dass ich jedes Jahr aufs neue andere Menschen "in Gefahr bringe" in dem ich wie ein geisteskranker auf Bayerns Autobahnen und Landstraßen mit meinem Motorrad herumheize. Ich fahre dann jenseits aller Geschwindigkeitsbegrenzungen und bringe mich selbst wissentlich und ohne Skrupel in Gefahr. Das Ganze wäre ja nicht so schlimm wenn die Straße nur mir allein gehören würde. Es läuft seit nunmehr 2 Jahren und ich kann einfach nicht damit aufhören. Die Geschwindigkeit und das Adrenalin sind wie Drogen für mich und ich kann sie nicht mehr kontrollieren. Ich (m/20) dürfte eigentlich nur 34 PS fahren, bin jedoch im Besitz eines Motorrads mit mehr als 125 PS. Das Schlimmste ist ich tune das Motorrad am laufenden Band um mehr Geschwindigkeit und Abzug aus meinem Baby herauszukitzeln. Ich gebe in diesen Momenten alles auf was mir je etwas bedeutet hat ohne Skrupel oder Angst etwas verlieren zu können. Ich liebe mein Leben, das tu ich wirklich meistens, doch im Grunde nur wegen jenen Momenten in denen ich Spüre das ich lebe. Ich beichte das ich wissentlich andere in Gefahr bringe und meine Familie(habe ein Kind)/Freunde einfach so skrupellos im Stich lassen könnte nur wegen diesen Augenblicken in denen ich mich Frei fühle. Ich kann damit nicht aufhören, doch kann ich wirklich weitermachen und hoffen das nichts passieren wird?

Beichthaus.com Beichte #00027638 vom 22.03.2010 um 16:08:23 Uhr in Regensburg (50 Kommentare).

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Hass auf meinen Vater

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Gewalt Hass Aggression Familie

Ich (w/21) gebe zu, ich habe unheimlichen Hass auf manche Menschen aus meiner Umgebung. Das fängt mit meinem Vater an. Er hat meine Kindheit zur Hölle gemacht und er ist das größte Arschloch was ich kenne. Ich wünsche mir seinen Tod. Möglichst bald. Er hat meine Mutter früher fürchterlich verprügelt und auch mir Gewalt angedroht. Dadurch wurde meine Mutter Alkoholikerin, was ihn dazu brachte sie noch schlimmer zu schlagen.
Mit 12 Jahren reichte es mir dann, ich stand mit einem Küchenmesser in der Hand vor ihm und meinte "Hör auf Sie anzufassen oder ich steche zu", dann sind meine Mutter und ich für 3 Jahre von Zuhause abgehauen, jedes Jahr in eine andere Stadt wodurch ich alle meine Freunde verlor und das Schulopfer wurde. Nach den 3 Jahren zogen wir wieder zurück zu meinem Vater. Ab dann war es eigentlich alles in Ordnung, nur das seine Aggressionsanfälle mittlerweile wieder schlimmer werden und er wieder wegen aller Kleinigkeiten ausrastet.
Letzten Mittwoch war es wieder so schlimm dass er auch mich schlagen wollte, ich war so extrem wütend dass ich fast davor war ihn anzugreifen. Ich halte es einfach nicht mehr aus. Ich will das es ein Ende findet. Ich denke mittlerweile so oft daran wie es wäre ihn zu töten, das es doch endlich die Erlösung wäre die meine Seele braucht. Ich weiß ich bin ein psychisches Wrack, ich habe auch mit 16 versucht mich umzubringen (Methode Robert Enke), denn ich wünsche mir genauso den Tod vieler Menschen die mich früher gequält haben. Ich stelle mir vor wie ich ihnen mit einem Baseballschläger den Schädel zertrümmere bis es nicht mehr als Kopf identifizierbar ist. Oder das sie einfach vor ein Auto laufen und ich ihren Kopf auf der Scheibe aufschlagen sehe. Ich stelle mir vor Menschen auf gemeine Art und Weise zu töten, nur weil ich sie für arrogant und schlecht halte, ich will das sie leiden, solchen Schmerz empfinden wie jenen, den ich so tief in meiner Seele verberge.
Ich habe mittlerweile Angst vor mir selber, denn ich weiß nicht wie lange ich es noch schaffe diese Wut zu kontrollieren. Ich bin ein gedanklich schlechter Mensch und ich hoffe man wird mir dies verzeihen.

Beichthaus.com Beichte #00027635 vom 21.03.2010 um 15:45:12 Uhr (42 Kommentare).

Gebeichtet von freakweib aus Minden
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Zufallsbeichte
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In der Stadt das Gesicht verloren

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Wollust Maßlosigkeit

Ich muss hiermit zugeben, dass ich mich selbst nicht mehr im Spiegel anschauen kann. Ich (m/20) habe alles gevögelt was kam. Ich sehe recht gut aus und bin muskulös gebaut, aber habe mein Gesicht verloren. Allein in unserer Stadt waren es mehr als 30 Weiber, die genagelt wurden. Ich schäme mich sehr, denn meine Familie hörte nun von meinem Ruf. Was soll ich tun? Ich brauche täglich den Sex und habe meine 5 Weiber, die permanent zur Stelle sind.

Beichthaus.com Beichte #00027633 vom 20.03.2010 um 00:31:50 Uhr (35 Kommentare).

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