Verdorbene Weihnachtsfreude

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Engherzigkeit Morallosigkeit Weihnachten Nachbarn Freystadt

Ich beichte, dass ich meinen Nachbarn eine essenzielle Information verschweige. Die Information habe ich direkt von meinem Vermieter und sie würde ihnen ihr Rentnerleben im Moment wirklich vereinfachen. Ihnen wurden nämlich nach dreißig Jahren wegen Eigenbedarf gekündigt. Sie haben prozessiert und verloren - und müssen nun bis Ende Januar eine Wohnung finden. Sie finden aber keine in der Nähe und das macht sie wirklich fertig, weil sie Angst haben auf der Straße zu enden, wenn sie nicht rechtzeitig eine Wohnung finden. Da ich mich allerdings Ende Januar im Prüfungszeitraum befinde und auf eingehaltene Ruhezeiten angewiesen bin, habe ich höflich bei meinem Vermieter angefragt, ob man die lauten Arbeiten entsprechend koordinieren könne. Das ging auch alles klar und er meinte auch, dass er sowieso noch bezweifelt, dass die Rentner pünktlich ausziehen und es ihm auch egal wäre, wenn die da noch einen oder zwei Monate länger drin blieben, da ihm seine Tochter dann sowieso keine Miete zahlen wird. Das alles habe ich den Nachbarn aber verschwiegen, weil sie etwas ziemlich Unpassendes zu mir gesagt haben.


Wir haben eigentlich ein gutes Verhältnis, daher habe ich ihnen erzählt, dass ich mich dieses Jahr wegen eines Todesfalls in der engsten Familie nicht auf Weihnachten freue. Antwort: "Ach, du musst den Verwandten einfach loslassen, das kann man nun nicht mehr ändern!" Und das geht gar nicht! So etwas Kaltes hätte ich von denen gar nicht erwartet. Natürlich weiß ich, dass ich loslassen muss, aber soll ich mich deshalb wie ein Kind auf Weihnachten freuen? Das erste Weihnachtsfest nach 29 Jahren, das ich ohne diesen Verwandten erleben muss? Es ist auch mein erster Todesfall, den ich miterlebt habe, vielleicht komme ich deshalb auch einfach nicht damit zurecht, dass für andere Menschen der Tod von nahen Angehörigen nicht besonders schlimm zu sein scheint. Ich jedoch habe Angst, meinen nahen Verwandten zu vergessen, auch wenn das nie passieren wird. Aber mich nun auf ein Fest freuen, das doch nie wieder so sein wird wie früher? Nein, das kriege ich nicht hin. Und wegen der emotionalen Kälte meiner eigentlich netten Nachbarn, die selbst nicht wissen, wo sie einen Monat nach Weihnachten leben werden, verschweige ich ihnen, dass sie sich im Prinzip keine Sorgen machen müssen. Zumal Räumungsklagen, wie mir aus dem Privatfernsehen bekannt ist, wohl auch einige Zeit dauern und sie bis dahin sicherlich eine passende Wohnung in der Nähe gefunden haben werden. Ich habe trotzdem ein schlechtes Gewissen dabei, weil ich diese Information unterschlage.

Beichthaus.com Beichte #00034532 vom 07.12.2014 um 08:47:13 Uhr in Freystadt (12 Kommentare).

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Meine furchtbare Schwiegertochter

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Verzweiflung Aggression Zorn Familie

Ich verfluche meine Schwiegertochter! Unsere Familie hat sie sehr herzlich und mit offenen Armen empfangen und sie wie eine Prinzessin behandelt. Ich sehe aber weder Dankbarkeit noch Wertschätzung in ihren Augen. Der Umgang mit unserem Neumitglied war uns sehr wichtig und wir hätten sie nicht besser behandeln können, aber trotz allem scheint sie sich nicht im Geringsten für uns zu interessieren. Einladungen lehnt sie fast immer ab. Entweder ist sie zu beschäftigt oder erfindet andere Ausreden, was uns sehr kränkt. Anrufe und Nachrichten werden prinzipiell ignoriert und so weiter. Ich bin keinesfalls ein Schwiegerdrache, die ihren Sohn nicht teilen kann - im Gegenteil, ich wünsche ihm nur das Beste. Es geht mir doch nur um ihre Manieren, oder ist das zu viel verlangt? Bringt es sie etwa um, uns ein Mal im Monat zu besuchen oder wenigstens dankbar zu lächeln, wenn wir sie bekocht haben? Ich habe mehrmals versucht, meinen Sohn darauf aufmerksam zu machen, aber er hat von ihr eine üble Gehirnwäsche verpasst bekommen und nimmt sie sofort in Schutz. Ich habe sie weder angegriffen noch schlecht gemacht, trotzdem tobt er und wendet sich von uns ab. Ich vermisse ihn so sehr, dass es mir im Herzen wehtut, ich erkenne ihn nicht mehr wieder. Ich befürchte, ich werde meine Enkel nie zu Gesicht bekommen, wenn es irgendwann so weit ist. Sicher kommt jetzt die Frage, wo bleibt die Beichte? Ich habe nichts getan, aber allein dass ich mir in Gedanken oft ausmale, wie ich diese Frau beseitige und das auf allen erdenklichen Arten ist schon eine Sünde.

Beichthaus.com Beichte #00034528 vom 06.12.2014 um 17:04:33 Uhr (18 Kommentare).

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Epileptikerin hinterm Steuer

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Waghalsigkeit Lügen Feigheit Auto & Co. Gesundheit

Ich (w/26) bin seit fünf Jahren Epileptikerin. Ich habe meinen Führerschein also schon deutlich vor meinem ersten Anfall gemacht. Seit der Diagnose werde ich regelmäßig von meinem Neurologen daran erinnert, dass ich ein Jahr lang nach einem Anfall nicht mit dem Auto fahren darf. Nach diesem einen Jahr darf ich aber ganz normal fahren! Ich habe mich auch sehr lange an diese Regelung gehalten. Erst nach ungefähr neun Monaten habe ich mich wieder hinter das Steuer gesetzt, wenn ich mir absolut sicher war, dass kein Anfall kam. Meine Anfälle waren übrigens immer zwischen 6 und 9 Uhr. Nach elf Monaten ohne Anfall habe ich mich wieder vormittags hinters Steuer gesetzt. Ich habe dann aber prompt an einer roten Ampel einen Anfall bekommen. Krankenwagen und Polizei kamen natürlich und wollten wissen, was passiert war. Gegenüber der Polizei habe ich dann natürlich geschwiegen, aber den Sanitätern konnte ich wegen der Schweigepflicht alles ohne Bedenken erzählen.


Ich habe zu dieser Zeit keine Straftat begangen, da das nur eine ärztliche Empfehlung war und die Polizei mir zuvor nie den Führerschein abgenommen hat. Letztlich ist auch nichts weiter passiert und die Polizei hat sich auch nicht bei mir gemeldet. Für mich war die ganze Sache also erledigt, aber das Auto gehört nicht mir. Ich hatte es lediglich von meiner Mutter geliehen. Dank dem neuen Anfall zählen also jetzt wieder diese 12 Monate. Ich habe es meiner Mutter aber komplett verschwiegen, um das Auto nicht zu verlieren. Nach diesem Anfall hatte ich dann also auch weiterhin das Auto. Tja - bis dann nach einem halben Jahr ein Brief an meine Mutter adressiert von der Krankenkasse kam. Ich war noch über sie familienversichert und es kam dann eine Aufforderung, zehn Euro für den Krankenwageneinsatz zu bezahlen. So hat meine Mutter erfahren, dass ich ohne ihr Wissen wieder einen Anfall hatte und es ihr wissentlich verschwiegen habe, um das Auto weiterhin fahren zu dürfen. Ich habe ihr dann unter Tränen von meinem neuen Anfall erzählt.


Ihre Reaktion war, dass sie natürlich sehr enttäuscht von mir war und danach habe ich bestimmt vier Monate lang ohne Auto leben müssen. Ich habe ihr aber immer noch verschwiegen, dass der Anfall im Auto passiert ist, deshalb möchte ich beichten, dass ich bewusst geschwiegen habe. Ich weiß nicht, ob ich es ihr überhaupt irgendwann erzählen werde. Mit dem Auto fahre ich übrigens immer noch. Auch mit dem Wissen meiner Mutter. Im schlimmsten Fall würde ich einen Unfall bauen und die Versicherung würde den Schaden nicht bezahlen. Das ist auch das Einzige, worüber ich mir Sorgen mache. Aber obwohl ich Epilepsie habe und vielleicht einmal im Jahr einen Anfall bekomme, werde ich nicht mit dem Fahren aufhören. Es gibt wirklich genug Leute mit einer normalen Krankheit, die theoretisch auch nicht mehr fahren sollten!

Beichthaus.com Beichte #00034526 vom 06.12.2014 um 16:03:05 Uhr (22 Kommentare).

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Vibratoren im Ferienhaus

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Masturbation Sucht Maßlosigkeit

Ich (w/36) besitze ein kleines Ferienhaus, ungefähr 100 Kilometer von uns entfernt. Mein erster Mann ist kurz nach unserer Hochzeit bei einem Unfall gestorben und hat mir dieses nette Kleinod am See vererbt. Vor Kurzem habe ich allerdings eine Ehekrise mit meinem zweiten Mann durchlebt und bin ständig hingefahren, um die Einsamkeit zu suchen. Bedingt durch ständige Streitereien und seine Trinkerei, habe ich schon vor zwei Jahren angefangen, mich selbst zu befriedigen. Das war mit den Fingern immer ganz nett, aber mit der Zeit war mir das zu wenig. Es ist heute über das Internet so leicht, anonym an diverse Geräte zu kommen, die einem das Gefühl vermitteln einen Mann in sich zu haben. Es wurden dann immer ausgefallenere Dinge bestellt. Alle Sex-Artikel habe ich mit in mein Ferienhaus genommen und auch dort gelassen. In diesem Rückzugsrevier konnte ich mich dann ganz meinen Fantasien hingeben und die enorme Sammlung an Befriedigungsgeräten - andere Ausdrücke dafür finde ich ordinär - komplett durchmachen. Ich kam praktisch den ganzen Tag nicht mehr aus dem Bett, das war wie mit einem neuen Partner!


Meine Fantasien gepaart mit wirklich geübten Handgriffen und gut eingesetzten Geräten bescherten mir unzählige Orgasmen. Es ist so, dass ich im Ferienhaus mehr als einen kompletten Schrank voller Sex-Artikel besitze, darunter auch sehr ausgefallene Sachen, mit denen ich Dinge tue, die ich hier nicht beschreiben kann. Ich habe mich mittlerweile von meinem Mann getrennt und lebe wieder bei meiner Mutter. Doch ich fahre immer, wenn ich die Gelegenheit habe, in mein Ferienhaus um mich dort wieder in einen Rausch zu begeben. Problematisch wird nur langsam, dass ich mich tagsüber nur schwer auf meine Arbeit konzentrieren kann und mich schon morgens auf das Ferienhaus freue. Nein, ich sehne mich danach. Ich bin jetzt bereits so weit, dass ich nicht nur übers Wochenende hinfahre, sondern auch meistens mittwochs. Der Drang, noch häufiger hinzufahren, ist allerdings so groß, dass ich es kaum noch unter Kontrolle bekomme. Ich befürchte fast, dass dieser Drang eine Art Sucht ist. Ich muss es einfach loswerden, da ich natürlich mit niemandem darüber sprechen kann. Diese eventuelle Sucht will ich beichten.

Beichthaus.com Beichte #00034525 vom 06.12.2014 um 15:23:02 Uhr (12 Kommentare).

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Die Aufgaben der kommenden Klausur

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Betrug Ungerechtigkeit Falschheit Studentenleben

Ich habe ein überlaufenes naturwissenschaftliches Fach studiert. In den ersten Semestern wurden besonders schwierige Fächer behandelt, um gnadenlos auszusieben. Ich kam zwar über die Runden, aber leicht fiel es mir nicht. Kurz vor einer Klausur ging ich mit ein paar Kommilitonen zu unserer Fachschaft, um einige Altklausuren mit den Aufgaben der Vorjahre zu kopieren. Beim Institutskopierer erschien aber eine Fehlermeldung: kein Papier mehr. Wir besorgten welches und der Kopierer fing sofort nach dem Einlegen mit dem Druck irgendwelcher Zettel an. In diesem Moment standen nur ich und eine befreundete Kommilitonin neben mir, der Rest war ein paar Meter entfernt mit den Altklausuren zugange. Ich nahm die frisch bedruckten Zettel aus dem Kopierer und mir rutschte das Herz in die Hose: Es handelte sich um ein paar Exemplare der Klausur, die wir in wenigen Tagen schreiben würden! Meine Freundin und ich schauten uns mit riesigen Augen an, da ertönte von hinten schon die Frage unserer Kommilitonen, was das denn für Zettel seien.


Ich schaltete blitzschnell. Zwar war ich auch eher ein Streber, die anwesenden Kommilitonen waren aber von der unvorhersehbaren Sorte. Ich hätte ihnen durchaus zugetraut, damit zum Professor zu rennen. Ich beschwichtigte sie also, das seien nur irgendwelche Blätter, versteckte die Klausur und teilte sie danach nur mit meiner Freundin. Ich möchte also beichten, dass ich die Klausur daraufhin mit Bravour bestand, weil ich vorher die Aufgaben kannte und meinen Kommilitonen, bis auf einer, diese Möglichkeit vorenthielt. Die Sache war mir aber zu heiß, um zu viele Mitwisser hineinzuziehen. Den Rest des Studiums absolvierte ich aber ehrlich und ich habe mittlerweile auch in dem Fach promoviert.

Beichthaus.com Beichte #00034516 vom 05.12.2014 um 20:44:46 Uhr (2 Kommentare).

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