Fahrkarten-Wahnsinn

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Morallosigkeit Bahn & Co.

Wenn mich etwas auf die Palme bringt, dann sind es die horrenden Fahrkartenpreise für Bus und Straßenbahn. Außerdem werden die Preise halbjährlich weiter nach oben gedrückt, obwohl sich in meinen Augen kaum etwas am Straßennetz, der Infrastruktur oder der Pünktlichkeit verbessert. Früher war ich ein notorischer Schwarzfahrer, der Nervenkitzel wurde mir mit zunehmendem Alter jedoch zu anstrengend. Jetzt habe ich eine ganz eigene Methode, meinem Ärger ein kleines bisschen Luft zu machen. Seit mehreren Jahren behalte ich jede Fahrkarte, die ich kaufe. Diese mische ich dann unter die gut 350 alten Fahrkarten, die ich in einem extra dafür gekauften Täschchen immer bei mir trage. Durchschnittlich werde ich ungefähr einmal im Monat kontrolliert, ich freue mich schon jetzt wieder auf den entnervten Kontrolleur, der in dem fetten Stapel nach der richtigen Fahrkarte sucht. Was ich selbst kaum glauben kann, ist, dass die Kontrolleure selbst in dem Stapel suchen und nicht einfach darauf bestehen, dass ich die Karte selbst suche. Obwohl mir das ganze Spiel unglaublichen Spaß macht, habe ich den armen Kontrolleuren gegenüber manchmal schon ein schlechtes Gewissen, wenn diese 20 Minuten nach meiner Fahrkarte suchen müssen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00033296 vom 19.05.2014 um 11:58:34 Uhr (12 Kommentare).

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Fremdenhass und Sozialschmarotzer

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Vorurteile Hass Zorn Gesellschaft

Ich (w/22) beichte, dass ich mich langsam aber sicher zur Rassistin entwickle, dabei habe ich selbst eine Migrantengeschichte hinter mir. Zwar bin ich in Österreich geboren und habe auch die österreichische Staatsbürgerschaft, jedoch habe ich meine ersten Lebensjahre in Ungarn verbracht, meine Muttersprache ist daher auch ungarisch. Über viele Umwege bin ich vor 12 Jahren in einer Großstadt in NRW gelandet. Meine Mutter, mit der ich den Weg zwangsläufig gegangen bin, hat sich immer durchgekämpft. Jahrelang haben wir unter dem Existenzminimum gelebt, uns über Wasser gehalten, ohne "Sozialschmarotzer" zu sein. Meine Mutter arbeitet mittlerweile in einer Ganztagsschule im "Ghetto" der Stadt. Und dort findet sich das typische Schema wieder, das alle Vorurteile gegenüber Ausländern bestätigt: Die Kinder verwahrlost, bekommen das Mittagessen an der Schule vom Amt bezahlt, jedoch mit einem iPhone in der Tasche und die Eltern, Hartz-IV-Empfänger, fahren mit einem nagelneuen BMW oder Mercedes vor, um die Kinder von der Schule abzuholen. Im Herbst, wenn die neuen Kinder kommen, müssen alle Klassenräume in den Pausen abgeschlossen werden, weil regelmäßig Sachen aus den Räumen und Taschen der Kinder geklaut werden. Schon 6-Jährige geben vor, auf die Toilette zu müssen, um dann die Klassenräume nach stehlbarem Material zu durchsuchen. Momentan sind es Rumänen, die gehäuft einwandern. Ursprünglich sind das aber größtenteils Sinti und Roma, das kenne ich auch noch aus Ungarn. Ich war immer diejenige - und bin es immer noch, wenn ich dort zu Besuch bin - die versucht, die Leute zu beschwichtigen und ihnen zu erklären, dass Vorurteile nicht immer zutreffen müssen und dass man Menschen unabhängig von ihrer Herkunft offen gegenüberstehen sollte, bis man vom Gegenteil überzeugt wird. Wer die momentane politische Lage in Ungarn kennt, kann erahnen, wie tief der Fremdenhass, speziell gegenüber Sinti und Roma, in der Gesellschaft verankert ist. Leider treffen die Vorurteile dort viel zu häufig zu, es ist ein Teufelskreis.


Mit den Faschos hier in Deutschland hat man es leicht, die rattern ihre auswendig gelernten Texte ohne Sinn und Verstand runter und es steckt nichts dahinter, außer Dummheit, Angst und persönliches Versagen. Hier können sie nicht generalisieren, denn es entsprechen nun einmal nicht alle "Ausländer" ihrem Bild. Es fällt mir leider mit der Zeit immer schwerer, so zu argumentieren, wenn ich es am eigenen Leib anders erfahre. Zahllose Male werde ich in der Stadt angepöbelt und versucht zu beklauen. Erst heute verfolgte mich gezielt ein 10-jähriges Mädchen und versuchte, mir mein Handy aus der Hand zu reißen. Sie war mir vorher schon aufgefallen, ein kleines Zigeunermädchen, das scheinbar von ihren Eltern auf Diebestour geschickt wurde. Und das war leider nicht das erste Mal. Es macht mich wütend, dass die Menschen, die bereits von unseren Steuergeldern leben, sich noch wie selbstverständlich alles nehmen, was nicht niet- und nagelfest ist. Es macht mich wütend, dass so viele das Sozialsystem ausnutzen. Und es macht mich wütend, dass denen, die von irgendeiner Art von Sozialhilfe leben und sich aber wirklich bemühen, da rauszukommen, durch solche Menschen der Weg erschwert wird, denn letzten Endes werden sie mit den Betrügern und Schmarotzern in einen Topf geworfen. Ich selbst habe seit meinem dreizehnten Lebensjahr Nebenjobs und wohne seit meinem achtzehnten Lebensjahr alleine. Mir wurde nichts geschenkt und ich musste mir alles erarbeiten. Zwar würde ich aus den ganzen Gedanken heraus niemals eine rechte Partei wählen, aber ich bekomme diese Wut und Enttäuschung nicht aus meinem Kopf - es haben sich einfach zu viele Vorurteile bestätigt, sodass ich mittlerweile voreilig über Andere urteile und manchen Menschen gleich aus dem Weg gehe. Echt bescheuert, aber ich kann in dem Punkt nicht aus meiner Haut raus.

Beichthaus.com Beichte #00033294 vom 18.05.2014 um 21:23:26 Uhr (24 Kommentare).

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“Beichte

Käsefüße und Achselschweiß

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Fetisch Begehrlichkeit

Ich (m/28) stehe total auf Fußschweiß. Während Schweißgeruch für fast jeden Menschen abtörnend ist, liebe ich es, an den getragenen Socken meiner Freundin zu riechen. Wenn sie von der Arbeit heimkommt und den ganzen Tag Schuhe getragen hat, muss ich unbedingt schnüffeln, bevor sie duschen geht. Ich stehe aber auch auf den Schweiß anderer Frauen. Lieben tue ich nur meine Freundin, aber wenn ich zum Beispiel in der Bahn bin und eine Frau unter den Achseln nach Schweiß riecht und ich das bis zu mir hin riechen kann, genieße ich das, während die anderen Fahrgäste den Geruch bestimmt nicht so lecker finden. Ich akzeptiere aber, dass meine Freundin selbst nicht nach Schweiß riechen will. Also unter den Achseln riecht sie nie, da sie immer Deo benutzt und sehr gepflegt ist. So bleibt dann nur das abendliche Schnüffeln an den Füßen und Socken. Und das Schnüffeln an den Socken in der Wäschetruhe.

Beichthaus.com Beichte #00033288 vom 17.05.2014 um 22:27:18 Uhr (9 Kommentare).

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Wenn der Gute böse wird

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Engherzigkeit Selbstsucht Morallosigkeit Geld

Ich (m/28) habe während meiner Berufsschulzeit sehr gutes Geld nebenbei verdient und hatte meistens mehr als andere. Da ich ein absolut sozialer und gutmütiger Mensch war, teilte ich gerne und hatte natürlich auch viele falsche Freunde. Gewissermaßen wurde ich sogar richtig ausgenutzt, weil ich so sozial und freundlich war und das habe ich nicht mal direkt gemerkt, sondern immer weiter die hilfsbereite Person gespielt. Irgendwann wurde ich schlauer und bekam selbst finanzielle Engpässe, wo ich dann schnell gemerkt habe, dass es niemanden gibt, der mir hilft, weder die Leute, denen ich etwas gab, noch andere.

Lange Zeit später habe ich mich geändert, aus dem Guten ist der Böse geworden. Ich möchte beichten, dass ich aufgrund meiner Vergangenheit und meiner ausgenutzten Hilfsbereitschaft ein anderer Mensch geworden bin. Ich nutze alles und jeden aus, obwohl ich gut verdiene. Ich teile nichts und denke nur noch an mich - ohne Rücksicht auf Verluste. Eigentlich bin ich ein richtiger Schmarotzer, weil ich auch ohne fremde Hilfe gut leben könnte, aber die Schnauze voll hatte, gut zu sein und ausgenutzt zu werden. Also habe ich das Spiel komplett umgedreht. Außerdem möchte ich beichten, dass ich nicht mal ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich den Menschen unrecht tue, sie verletze oder finanziell ausnehme. Ich werde nie wieder in meinem Leben gutmütig sein und nie wieder etwas teilen, außer mit einer Partnerin. Bitte um Absolution, weil ich so sehr ausgenutzt wurde, dass ich selbst zum Ausnutzer und schlechten Menschen geworden bin.

Beichthaus.com Beichte #00033287 vom 17.05.2014 um 15:44:09 Uhr (22 Kommentare).

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Stinkend zwischen Lebensmitteln

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Verrat Engherzigkeit Ekel Unreinlichkeit Arbeit

Ich möchte beichten, dass ich meinen stinkenden, ungepflegten und faulen Arbeitskollegen bei der Zentrale verpetzt habe. Ich habe mich als unzufriedene Kundin ausgegeben und mich extrem aufgeregt, damit sich endlich etwas ändert. Selbst als der Chef ihm gesagt hat, dass er sich waschen soll, hat das nichts gebracht. Da wir ein Lebensmittelgeschäft sind, ist es absehbar, dass wir bald alle unsere Kunden verlieren werden, wenn wir nicht bald etwas gegen diesen widerwärtigen Wurm tun. Man könnte ihn ja feuern, wäre die Chefin nicht aus irgendwelchen Gründen so begeistert von ihm. Es tut mir leid, dass ich einen eigentlich netten, freundlichen Menschen derart verraten habe.

Beichthaus.com Beichte #00033286 vom 17.05.2014 um 11:06:41 Uhr (11 Kommentare).

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