Prügelei nach dem Selbsthilfe-Meeting

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Gewalt Aggression Rache

Prügelei nach dem Selbsthilfe-Meeting
Ich (m/26) besuche derzeit mehrfach die Woche die Meetings einer bekannten Selbsthilfegruppe, weil ich Alkoholiker bin. Allerdings dürfte sich das nach Dienstag zumindest für diese Ortsgruppe erst einmal erledigt haben. Und zwar ist dieses Meeting in einem weniger […]
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Beichthaus.com Beichte #00038299 vom 27.05.2016 um 12:36:22 Uhr (31 Kommentare).

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Kampf mit einem betrunkenen Russen

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Engherzigkeit Waghalsigkeit Trunksucht Last Night

Ich (m/26) beichte mein Fehlverhalten auf dem Campingausflug, mit der Familie meiner russischen Freundin und deren Bekannten. Jeder, der eine russische Frau heiratet, heiratet wohl auch indirekt ihre Familie. Zumindest ist das so bei meiner Frau. Und so kam es auch, dass wir mit ihrem Familienkreis bzw. Bekanntenkreis campen waren. Um meinen Fehltritt besser zu erläutern, muss ich auf Vergangenes zurückgreifen. Ihre Eltern sind mit einem Paar befreundet, deren Mann ein typischer Angeber ist. Er ist diese Sorte Mensch, die behauptet alles zu können - und zwar perfekt. Darüber lässt er sich bei jedem Anlass total zulaufen, was sein Gerede noch unerträglicher macht. Oft endet der Abend, wenn ihn seine Frau besoffen ins Auto schleift, weil es ihr zu peinlich geworden ist. Jeder weiß das und jeder macht sich mehr oder weniger darüber lustig. Dennoch ist das Paar sehr eng mit den Eltern meiner Frau befreundet, was dazu geführt hat, dass sie an diesem besagten Ausflug auch vertreten waren.

Nun zum Ausflug. Beim Mittagessen wurden schon die ersten Flaschen Wodka gelehrt und die Stimmung war super. Da ich auch zur Smartphone-Generation gehöre, schaute ich ab und zu in Facebook rum. Da ich als Jugendlicher sieben Jahre lang Kickboxen trainiert habe, habe ich auch viele Seiten abonniert, die täglich Meldung erstatten, da mich der Sport immer noch sehr interessiert. Zufälligerweise lief er in diesem Moment direkt hinter mir, und wie das so ist, stierte er in mein Handy. Es dauerte nicht lange und er verlangte von meiner Frau, den Platz zu räumen um sich neben mich zu setzten. Dann ging es los, sage ich euch. Er versuchte, mir sämtliche Techniken zu erklären. Am Anfang konnte ich Ruhe behalten doch irgendwann hatte ich genug, denn er hatte keine Ahnung. Also versuchte ich, ihn freundlich zu verbessern.

Dann ließ er mich als Idioten dastehen und verkündete laut, wie wenig Ahnung ich doch habe. Also forderte ich ihn zu einem Freundschaftskampf auf. Er hatte keine Ahnung, dass ich sieben Jahre lang Unterricht hatte. Abends war es dann so weit. Er zwang seine Frau noch schnell in die Stadt zu fahren, um zwei Mundschütze zu organisieren. Und dann war er so weit. Es dauerte nicht lange, ich sage nur "Beautiful Headkick" und er lag k.o. am Boden. Der eine oder andere fand es gar nicht so verkehrt, eingeschlossen die Eltern meiner Freundin. Doch wenn ich im Nachhinein über die Aktion nachdenke, war es sehr unreif. Denn jeder, der mal in einem Verein war, weiß dass es ein Tabu ist, seine Fähigkeiten in der Öffentlichkeit gegen Passanten einzusetzen. Ich beichte, mich unreif verhalten zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00038271 vom 21.05.2016 um 16:47:16 Uhr (18 Kommentare).

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“Beichte

Ich bin stolz darauf, ein Ossi zu sein!

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Stolz Hochmut Vorurteile

Ich komme aus dem Herzen Sachsens und bin froh darüber! Als ich (w/33) erwachsen wurde, habe ich auch in anderen Teilen Deutschlands gelebt. Auch jetzt lässt es sich beruflich manchmal nicht vermeiden, die Heimat zu verlassen. Ihr könnt von uns Ossis halten, was ihr wollt, denn ihr habt ja keine Ahnung. Die Erinnerung, die ich an meine Kindheit habe, hätte ich so woanders nicht gehabt. In der DDR war es nicht halb so schlecht, wie es jetzt oft dargestellt wird! DDR-Kinder sind stolz auf ihre Wurzeln, ich kenne niemanden, der da anders denkt. Und auch heute noch ist vieles anders.

Ich komme aus einer Kleinstadt, wo noch fast jeder jeden kennt! Hier grüßt man sich, hilft sich gegenseitig, findet sich spontan zu einer Gartenparty zusammen. Es gibt einfach einen großen Zusammenhalt. Man muss die Fahrräder nicht abschließen, kann die Autos offen lassen, Nachbarskinder kommen und gehen, als gehören sie mit zur Familie. Wenn jemand etwas allein nicht schafft, packen andere ungefragt mit an und helfen. Letztens fiel einer älteren Dame ihr Kleingeld im Geschäft runter, sofort halfen ihr einige Teenager beim Aufsammeln und haben ihr sogar den Einkauf nach Hause getragen. Ich liebe dieses Fleckchen Erde hier. Und jeder, der uns Ossis auf unwahre Nachrichtenberichte und einen seltsamen Dialekt reduziert, hat so etwas von keine Ahnung. Ihr Großstadtkinder tut mir schon echt leid. Jemand, der nicht weiß, wie es sich anfühlt als Kind an einem Sommerabend im Kirschbaum zu sitzen oder vom Heuboden aus den Sonnenuntergang zu beobachten, hat im Leben echt etwas verpasst!

Beichthaus.com Beichte #00038257 vom 19.05.2016 um 09:13:13 Uhr (28 Kommentare).

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Die rassistische alte Schachtel aus dem Bus

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Engherzigkeit Vorurteile Zorn Bahn & Co.

Ich bin gestern Abend mit dem Bus aus der Innenstadt nach Hause gefahren und der Bus war ziemlich voll. Als ich aussteigen wollte (an der Fahrertür) sagte die Fahrerin (recht alt und korpulent) recht unwirsch zu mir: "Hast du überhaupt eine Fahrkarte? Da kann man sich heute ja nicht mehr sicher sein bei euch ganzen asozialen Kanacken. Jetzt zeig zackig her, vorher mache ich nicht auf." Dazu muss man sagen, dass meine Familie seit 60 Jahren in Deutschland lebt, gut integriert ist und ich mich zu 100 Prozent als Deutscher fühle. Ich habe ihr dann also meine Monatskarte gezeigt, was nur mit unverständlichem Grummeln honoriert wurde.

Weil mich dieses Verhalten ziemlich aufgeregt hat, habe ich, als die Fahrerin endlich die Tür geöffnet hat, laut und für alle hörbar gesagt: "Sie haben recht, man muss immer mit dem Schlimmsten rechnen, wenn man so eine rassistische alte Schachtel ist." Damit hatte ich die Lacher auf meiner Seite und winkte mit einem Hochgefühl der, jetzt hochroten, Busfahrerin hinterher. Im Nachhinein feiere ich mich einerseits selbst für den Spruch, aber andererseits tut es mir leid, die Frau lächerlich gemacht zu haben. Vielleicht hatte sie nur einen langen und anstrengenden Tag und war darum so schlecht drauf.

Beichthaus.com Beichte #00038234 vom 14.05.2016 um 18:57:00 Uhr (24 Kommentare).

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Rassistische Gedanken in der Öffentlichkeit

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Boshaftigkeit Vorurteile Engherzigkeit Gesellschaft Bahn & Co.

Ich (m/25) empfinde mich als relativ liberalen bzw. linksorientierten Menschen, der anderen Kulturen und Ethnien gegenüber sehr offen gegenübersteht und Diversität in allen Dimensionen als etwas Bereicherndes betrachtet. Mein Freundeskreis ist sozusagen "bunt" gemischt und politisch aktiv. In Diskussionen bin ich stets ein Befürworter einer vernunftorientierten Flüchtlingspolitik. In offenen Gesprächen und im Dialog mit anderen verhalte ich mich wie ein Weltbürger. Wenn ich nun aber gedankenversunken durch die Stadt gehe, gleiten meine Gedanken alsbald in Bahnen, die mich, sofern ich diese reflektiere, äußerst beunruhigen.

So kann ich als ein Jemand gelten, der beim Spaziergang in der Fußgängerzone oder wenn ich im Bus sitze, die sich umgebenden Menschen beobachtet und genaustens mustert. Dabei münden meine Gedanken in vorurteilsbehaftete, rassistische und verachtende Beleidigungen, mit denen ich meine Mitmenschen pauschalisierend charakterisiere. Solche "Charakterisierungen" beinhalten die derbsten Schimpfwörter. Im Grunde meines Herzens empfinde ich allerdings nicht so. Vielmehr fungiert dieses "Beleidigungsdenken" als Belustigung und netter Zeitvertreib, mit dem ich ja eigentlich niemanden verletze oder angreife. Dennoch weiß ich, dass ein solches Verhalten unsäglich ist, weshalb ich hier dafür um Verzeihung bitte.

Beichthaus.com Beichte #00038233 vom 13.05.2016 um 23:27:05 Uhr (14 Kommentare).

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