Das Internet als Geisel

17

anhören

Ungerechtigkeit Verrat Internet

Ich bin seit vier Jahren bei einem großen magentafarbenen Unternehmen angestellt, das momentan durch eine Drosselung des Internetanschlusses in den Medien auffällt. Mit meinem Kollegen verstehe ich mich sehr gut und auch das Arbeitsklima ist gut. Allerdings wünsche ich mir, dass die Firma aufgrund der Drosselung pleitegeht. Ich kann nicht akzeptieren, dass das Internet als Geisel genommen wird, um mehr Geld vom Staat subventioniert zu bekommen. Zwar sagen die anderen Internet-Anbieter momentan noch, dass sie keine Drossel einführen wollen, aber ich befürchte, das wird trotzdem bald geschehen. Einfach, damit man noch mehr Geld aus dem Kunden quetschen kann. Ich bitte also um Absolution für meinen Wunsch, dass die Firma pleitegeht und vielleicht meine Kollegen und ich arbeitslos werden. Aber das Internet darf nicht von Firmen oder dem Staat kontrolliert und reguliert werden.

Beichthaus.com Beichte #00031269 vom 24.05.2013 um 13:01:01 Uhr (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Unser unmöglicher Streich

19

anhören

Boshaftigkeit Engherzigkeit Peinlichkeit Dummheit Arbeit Stuttgart-Zuffenhausen

Unser unmöglicher Streich
Nach der Schule absolvierte ich eine Berufsausbildung als Mechaniker bei einem großen deutschen Autohersteller. Wir waren 27 Azubis in unserem Lehrjahr und waren oft alle gemeinsam in der Lehrwerkstatt. Dort standen auch große Dreh- und Fräsmaschinen, die für Übungszwecke gedacht waren.
Die Gruppe der Lehrlinge war sehr durchwachsen, vor allem was den IQ betraf. Einer der damaligen Kollegen, wir nannten ihn Fetti, weil er erstens so aussah und zweitens tatsächlich einen ähnlichen Namen hatte, war eher mit weniger Intelligenz gesegnet. Als Fetti an einer Fräsmaschine ein Werkstück bearbeitete und kurz mal aufs Klo verschwand, verdrehte einer der anderen Lehrlinge den Schlauch für die Kühlmittelzufuhr so, dass dieser nicht mehr auf den Fräser, sondern in Richtung des Kopfes des Bedieners der Maschine zeigte. Da das Kühlmittel, eine Emulsion aus Wasser und Öl, welche ziemlich schmierig und nicht wohlriechend ist, beim Einschalten der Maschine automatisch losgepumpt wird, traf ihn der Strahl voll im Gesicht. Es war ein großer Lacher, da alle Lehrlinge den Streich mitbekommen hatten. Selbst Fetti fand es lustig und ging wieder auf das Klo, um sich zu waschen. Während er weg war, bog wieder jemand den Schlauch in die Richtung seines Kopfes. Da Fetti, wie bereits beschrieben, nicht sehr helle war, schaltete er die Maschine wieder ein, ohne vorher die Position des Kühlmittel-Schlauches zu kontrollieren. Wieder Volltreffer, diesmal schallendes Gelächter. Nur Fetti fand es diesmal nicht mehr witzig. Er bog wutentbrannt den Schlauch zurück und ging wieder auf das Klo.
Der nächste Kollege wartete nicht lange und stellte den Schlauch wieder zielgenau auf Kopfhöhe ein. Das Unfassbare passierte, Fetti schaltete wieder ein, ohne den Schlauch vorher anzuschauen. Unser Opfer kämpfte mit den Tränen und begab sich wieder zum Waschbecken. Nun wurde es bizarr, denn derselbe Streich wurde wieder vorbereitet. Es klingt unglaublich, aber Fetti fiel erneut darauf herein und es sollte sich tatsächlich noch einmal wiederholen.
Während Fetti, vollkommen fertig mit den Nerven, das fünfte Mal beim Waschen war, mischte sich nun unser Lehrmeister ein, der die Sache inzwischen mitbekommen hatte. Er drohte der versammelten Gruppe ernsthafte Konsequenzen an, sollte Fetti noch einmal "geduscht" werden.
Es tut mir wirklich leid, dass er so verarscht wurde und wir ihn alle ausgelacht haben. Damals gab es den Begriff "Mobbing" übrigens noch nicht. Er wäre aber treffend gewesen.

Beichthaus.com Beichte #00031267 vom 24.05.2013 um 08:38:42 Uhr in 70435 Stuttgart-Zuffenhausen (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Die Spinne im Schuh

19

anhören

Hass Rache Boshaftigkeit Vandalismus Nachbarn

Die Spinne im Schuh
Der Nachbar über uns ist ein alter, verbitterter Tierhasser, der größten Spaß daran hat, unseren Tieren Leid zuzufügen. Als in unserem Briefkasten ein Nest mit Rotkehlchenbabys war, hat er es ausgeräumt und war so dreist, den ganzen Briefkasten blitzblank zu putzen. Und als wir mal ein Mäusepärchen auf der Terrasse hatten, das jeden Abend in der Dämmerung kam und sich ein paar Rosinen abgeholt hat, hat er Rattengift in unsere Büsche gestreut. Einmal hat er auch oben seine Blumen gegossen und "ausversehen" unsere Meerschweinchen mit kaltem Wasser begossen, die zu dem Zeitpunkt im Auslauf saßen. Zwei wurden krank und hatten eine Lungenentzündung, beide konnten zum Glück jedoch wieder gesund werden.

Es gibt keinen Menschen, den ich so sehr hasse. Ich habe sein Kellerschloss mit Kaugummi zugeklebt und die fetteste Spinne, die ich finden konnte, in seinen Schuh gesetzt, als er seine Schuhe mal im Treppenhaus vergessen hatte. Der folgende Schrei war wunderbar. Ich habe ihm in trunkenem Zustand auch mal mutwillig vor die Haustür gekotzt, oder habe Mehl in die Lüftungsschlitze seines Autos gestreut. Auch seine geliebten Balkonpflanzen, die er im Treppenhaus überwintert, mussten leiden, denn ich habe sie kurz und kahl gerodet.
Das Schöne ist, dass er nie wissen wird, dass ich das war, da in unserem Haus rund 40 Leute wohnen und er mit jedem Probleme hat. Ich suche mir ständig neue Wege, ihn dezent, aber unangenehm zu terrorisieren, und solange bis der alte Arsch stirbt, werde ich auch nicht damit aufhören.

Beichthaus.com Beichte #00031263 vom 23.05.2013 um 15:36:43 Uhr (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Mein großzügiger Rabatt

14

anhören

Habgier Geiz Games

Es gibt eine Internetseite, welche regelmäßig Spiele, sogenannte "Bundles" anbietet. Häufig handelt es sich dabei um Indie-Games, aber es gibt auch immer mal Spiele von größeren Publishern. Das System ist einfach: Bezahle, soviel du willst! Und verteile das Geld, wie du möchtest, also zum Beispiel an Entwickler, Child’s Play Charity oder einen Tip an die Internetseite für das Bereitstellen des Services. Bezahlt man mehr, als den aktuellen Durchschnitt, gibt es meistens noch ein bis zwei Spiele obendrauf. Dazu bekommt man immer noch den Soundtrack, sofern dieser vorhanden ist, andere Extras, die Spiele sind DRM frei und es gibt einen Key um die Spiele bei einer bekannten Gaming-Plattform zu aktivieren. Alles in allem also eine super Sache.

Meine Beichte ist, dass ich mir immer einen großzügigen Rabatt gebe und das Bundle meist für 15-20 Dollar kaufe, je nachdem, wie gut ich die Spiele finde oder ob ich schon welche davon besitze. Ich fühle mich jedes Mal schlecht, da die Spiele, würde ich alles separat kaufen, sicherlich um die 70 Dollar kosten würden. Besonders leidtut es mir für die Entwickler der Spiele, die richtig gut sind und mich für etliche Stunden gut unterhalten. Es ist zwar nichts Verbotenes, aber die Entwickler bekommen nicht das, was sie verdienen.
Ich rechtfertige das immer dadurch, dass die anderen noch weniger bezahlen, denn der Durchschnitt ist meist bei knapp sieben Dollar. Außerdem würde ich einen Großteil der Spiele, gäbe es das Bundle nicht, gar nicht kaufen. Ich kaufe das Bundle auch, wenn mich die meisten Spiele nicht interessieren oder ich einige davon schon habe. Ungefähr ein Drittel der Spiele, die ich durch die Bundles erhalte, habe ich bis heute nicht einmal gespielt, da haben die Entwickler sogar Geld von mir bekommen, ohne, dass ich etwas davon habe. Letztendlich verdienen die Leute also dann doch an mir, denn ohne "pay what you want" würde ich keines dieser Spiele kaufen und auf diese Art verdienen sie wenigstens etwas. Schlecht fühle ich mich trotzdem.

Beichthaus.com Beichte #00031258 vom 22.05.2013 um 21:36:26 Uhr (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Die Wollmütze am Bahnhof

26

anhören

Ekel Boshaftigkeit Vandalismus Unreinlichkeit Bahn & Co. Bremen

Vor ungefähr zehn Jahren war ich (m/28) mit ein paar Freunden am Wochenende in Bremen auf Sauftour. Nachdem wir zu Hause vorgeglüht hatten, sind wir mit dem Zug in die Stadt und haben erst mal einen schönen Burrito beim Mexikaner gegessen. Danach gingen wir feiern, wobei natürlich noch mehr Alkohol geflossen ist. Nach Hause sollte es auch mit dem Zug gehen. Auf dem Weg zum Zug im Bremer Hauptbahnhof merkte ich, dass diese Mischung aus Bier, Wodka und scharfem mexikanischem Essen, meiner Verdauung doch arg zugesetzt hatte und sich mit großem Druck Durchfall ankündigte. So kam es, dass ich eine der öffentlichen Toiletten des Bremer Hauptbahnhofes aufsuchte. Dort angekommen stand ich vor einem Drehkreuz, an dem man 50 Cent für die Toilettenbenutzung zahlen sollte. Ich bin der Auffassung, dass die Benutzung von Toiletten generell kostenlos sein muss. 50 Cent fürs Kacken finde ich einfach dreist von der Bahn. Die bereichern sich schon genug mit ihren überteuerten Fahrkarten. Also bin ich einfach über das Drehkreuz hinweg geklettert und habe mein Geschäft verrichtet. In meinem besoffenen Kopf war ich jedoch immer noch von der Benutzungsgebühr für die Toiletten angefressen, obwohl ich sie ja gar nicht bezahlt hatte. Als ich fertig war, fiel mir auf, dass jemand seine Wollmütze am Kleiderhaken in der Toilettenkabine vergessen hatte. So kam mir die großartige Idee, diese aus Rache an der Bahn mit ins Klo zu werfen, um Selbiges zu verstopfen. Der Plan ging auf: Beim Spülen stieg die ganze Brühe bis unter die Klobrille und blieb dort stehen. Gut gelaunt kam ich aus dem Bahnhofsklo und erzählte meinen Freunden von meiner Schandtat, welche mein Verhalten auch für sehr angebracht hielten. Ich habe also ein Bahnhofsklo zugeschissen und mit einer fremden Wollmütze absichtlich verstopft, weil die Bahn einfach dreist ist. Leidtut es mit nur für den Besitzer der Mütze und die arme Sau, die die Schweinerei wegmachen musste.

Beichthaus.com Beichte #00031255 vom 22.05.2013 um 15:45:05 Uhr in 28195 Bremen (Hauptbahnhof) (26 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000