Das Klo unseres Hausmeisters

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Unreinlichkeit Feigheit Gesellschaft

Am letzten Samstag war ich mit Freunden arabisch essen. Es war wirklich lecker, wir haben uns hinterher noch eine Shisha gegönnt, was ich seit Jahren das erste Mal wieder getan habe. Zum Essen gab es außerdem noch reichlich Wein. Wer so sündigt, muss natürlich dafür büßen und ich hatte am Sonntag erst einmal übelst Dünnschiss. Infolge der ungesunden Kombination konnte ich dann vier Tage nicht mehr ordentlich auf den Topf gehen. Gestern Nachmittag habe ich mir dann zwei doppelte Espressi verabreicht. Keine halbe Stunde später war es so weit und ich musste dringend einen abdrücken. Ich bin dann im Büro in den Keller in das Klo vom Hausmeister, da kann man nicht nur in Ruhe entschlacken, sondern der hat auch viel weicheres Papier als der der Rest vom Haus.

Nach einer gefühlten Ewigkeit war ich dann fertig und stellte selbst mit Entsetzen fest, dass ich wirklich einen monumentalen Haufen in die Schüssel gesetzt hatte. Kein Problem für die Spülung eines Neubaus, dachte ich jedenfalls. Als ich gespült habe, stieg der Wasserspiegel rapide an - ohne Anstalten zu machen, den Haufen in die Unterwelt zu tragen. Auch eine zweite Spülung und der Versuch, mit der Klobürste das Ganze zu lösen brachte keinen Erfolg und die Soße lief über. Vor lauter Panik bin ich geflüchtet, zum Glück hat mich keiner gesehen. Am nächsten Morgen sah ich dann eine Sanitärfirma vorfahren und unter den Kollegen machte das Gespräch die Runde, dass irgendein Saubär die Toilette vom Haus zugeschissen hätte. Sorry, ich war das und bitte um Verzeihung.

Beichthaus.com Beichte #00040713 vom 30.11.2017 um 08:41:17 Uhr (10 Kommentare).

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Flaming Snowman

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Waghalsigkeit Weihnachten Kinder

Etwas, das jedes nur ansatzweise rationale Elternteil dieser Welt seinem Nachwuchs beibringt, ist, nicht mit Feuer zu spielen. Ich glaube sogar, dass das eines der ersten Dinge war, die meine Mutti mir einbläute, von Anfang an. Hiermit beichte ich, dass ich es dennoch getan habe. Natürlich ging es nicht so weit, dass ich wirklich zündelte oder ernsthaft was abbrannte, doch immer um die Weihnachtszeit rum nutzte ich das aus der vermeintlichen Zuverlässigkeit erwachsene Privileg, die Kerzen anzünden zu dürfen, für meine Zwecke. Wir alle kennen diese Teelichter in Form von Rentieren, Schneemännern, Häuschen und so weiter, die als Abzug für die Hitze der Kerze diverse Öffnungen haben, wie z. B. Fenster, einen Lachmund, die Augen... Tja, ich habe dann irgendwann per Zufall rausgefunden, dass ich es - auch heute noch - zum Heulen lustig finde, wenn aus diesen Öffnungen Flammen schießen, als ich ein Streichholz an einer bereits im Teelichthalter befindlichen Kerze anzündete. Es gab so eine Mini-Stichflamme aus dem Mund und dem Hut der Schneemannfigur, den ich von diesem Tag an den "Flaming Snowman" taufte. Jeden Sonntag nutzte ich, um mich daran wieder zu erfreuen und machte mir vor Lachen fast jedes mal in die Hose. Außerhalb der Weihnachtszeit funktionierte das leider nicht so gut, nur zu Halloween vielleicht.

Die Eltern meiner damaligen besten Freunden hatten so einen großen Kerzenhalter in Kürbisform zu Halloween und doof wie ich war, überredete ich sie dazu, einen "flaming Kürbis" draus zu machen. Die Familie hatte für den Kamin diese langen dicken Streichhölzer, die wir dann zu einem ca. 3 cm dicken Bündel zusammenklebten. In dem Teelichthalter standen dieses Mal sogar zwei Teelichter, um den Effekt dem Dekoteil entsprechend groß zu gestalten. Gesagt, getan. Wir hielten also das Bündel in die Kerzen und es gab auch wieder den gewollten Effekt, diesmal eben in riesig. Leider sind die Eltern dann durch das Gegacker und Freudengekreische alarmiert worden und es gab erstmal den Arsch ab, von wegen die Bude hätte ja abbrennen können und so. Danach habe ich das nur noch heimlich zu Hause gemacht, wieder mit dem Schneemann, der irgendwann von innen auch ganz rußig war, sodass meine Ma mir auch noch auf die Schliche kam, weil sie sich über den Schmutz wunderte.

Jetzt als Erwachsene reicht mir das alles nicht mehr, erfreuen kann ich mich mit dem damaligen Elan nur noch an wirklich großen Explosionen und dem Moment, in dem ein echt dicker Silvesterkracher aus der Halterung gen Himmel geschossen wird. Meine Eltern lachen heute über diese Marotte und sagten sogar, dass es irgendwie ganz gut hinkäme, da ich mich als kleines Mädchen schon tierisch über Explosionen (und auch Waffen) im Fernsehen gefreut habe wie sonstwas. Es tut mir trotzdem leid, dass meine Freundin damals auch Anpfiff bekam, weil es eigentlich meine Idee war und so ganz ohne Gefahr war es im Wohnzimmer auch nicht. Dieses Weihnachten, wenn ich meine Familie besuche, werde ich mal sehen, ob der Schneemann wieder steht. Aber ob ich dann widerstehen kann, weiß ich nicht. Vielleicht mache ich es um der alten Zeiten Willen noch mal, im Badezimmer, wo nichts brennen kann. Meinen kleinen "flaming Snowman" und die Freude, die er mir alle Jahre wieder bereitet hat, werde ich nie vergessen!

Beichthaus.com Beichte #00040708 vom 29.11.2017 um 13:17:13 Uhr (5 Kommentare).

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Per Nachnahme beim Versandhaus bestellt

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Boshaftigkeit Feinde München

Ich habe über das TOR-Netzwerk bei Lieferdiensten und Versandhäusern (die Versand als Gast, also ohne Benutzerkonto, zulassen) Bestellungen getätigt für Personen, die ich nicht mag. Heute habe ich bei Orion für ein ätzendes junges Paar, die meine Nachmieter in meiner alten Wohnung sind, Sexspielzeug im Wert von über 600 Euro per Nachnahme bestellt. Die haben mich nach meinem Aus- und deren Einzug noch solange genervt mit Dingen, die deren Mietvertrag angehen. Sie haben nicht auf mein "Klärt das bitte mit dem Vermieter ab!" gehört.

Ein anderes Mal habe ich für eine nervige Bekanntschaft auf Facebook bei einem Pizzalieferanten im Wert von über 150 Euro bestellt - diverse Pizzen, Weine, Desserts. Es tut mir leid für die Dienste, nicht für die beschenkten Personen.

Beichthaus.com Beichte #00040704 vom 29.11.2017 um 12:31:44 Uhr in München (11 Kommentare).

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Der Mann, dem ich einen Kaffee kaufen sollte

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Boshaftigkeit Zwietracht Düsseldorf

Der Mann, dem ich einen Kaffee kaufen sollte
Ich (m/23) war heute bei einem HNO-Arzt, als ich ins Wartezimmer kam, warteten bereits acht andere Menschen, darunter auch ein Mann, der der Grund für meine Beichte ist. Kaum hatte ich mich hingesetzt, musterte er mich und fragte mich, im herablassenden Tonfall, ob ich ihm beim Bäcker um die Ecke einen Kaffee kaufen könnte. Ich wäre ja gerade erst gekommen und da er länger wartete, wollte er nicht riskieren, seinen Aufruf zu verpassen. Ich war sprachlos und schüttelte mit dem Kopf, was er mit einem leisen: "Arschloch" kommentierte.

Ich habe mich extrem geärgert und dachte die ganze Zeit darüber nach, wie ich ihm die Laune verderben könnte. Als die Sprechstundenhilfe in das Wartezimmer kam und den Namen: 'Torben-Alexander' aufrief, stand der unfreundliche Mann auf, der mich beleidigt hatte. Ich stand ebenfalls auf und natürlich fragte er, was das soll. Ich sagte nur: 'Ich bin Torben-Alexander!', er verneinte und verkündete mit Nachdruck, dass er es ist, ich diskutierte weiter und behauptete, dass ich es bin. So ging es immer weiter, bis die Sprechstundenhilfe mit dem Rauswurf drohte. Torben-Alexander hat mir einen hasserfüllten Blick zugeworfen und ging dann zu seinem Arzt. Es tut mir leid, dass ich die Sprechstundenhilfe bereits am frühen Morgen genervt und mich mit dem Mann angelegt habe, vielleicht hatte er einfach einen schlechten Tag.

Beichthaus.com Beichte #00040703 vom 28.11.2017 um 21:10:05 Uhr in Düsseldorf (31 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Meine Eltern haben mich zum Ekel erzogen

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Ekel Unreinlichkeit Familie

Bis zu meinem Auszug von zu Hause vor fünf Jahren war ich (w/25) rückwirkend gesehen ziemlich eklig und ungepflegt. Bis ich so 12 war, habe ich nur einmal die Woche geduscht, als Kind wollte ich das nie so oft und wurde auch nicht dazu angehalten. Freitags kam ich also immer mit klatschfettigen Haaren zur Schule. Je älter ich wurde, desto öfter wollte ich dann von mir aus duschen oder baden, aber meine Mutter hat mir verboten, es täglich zu tun, weil angeblich das Wasser so lange laufen würde und das zu teuer wäre. Baden auch schon mal gar nicht bei dem Wasserverbrauch, alle 2-3 Tage duschen war gerade noch okay. Leider hatten wir kein Bidet oder so etwas und eine tägliche Katzenwäsche hat nicht so recht was gebracht. Schuhpaare hatte ich auch bloß 1-2, man kann sich also denken, wie die rochen ohne viel Zeit zum Auslüften.

Mit frischer Wäsche sah es auch eher karg aus, in den Keller durfte ich bis 15 oder 16 alleine nicht und die uralt WaMa mit all ihren speziellen Macken bedienen bis zuletzt nicht, weil ich sie angeblich nur kaputt machen würde. So wirklich frische Pullis hatte ich nie, bis mir das alles zu viel wurde ich begann, jeden Tag eine Schüssel voll von Hand zu waschen. Das Trocknen dauerte immer ewig ohne Trockner. Meine ganze Pubertät über habe ich also ziemlich gestunken, ich schäme mich so sehr, dass ich das nie jemandem so erzählen würde.

Mittlerweile dusche ich in meiner eigenen Wohnung jeden Tag und habe auch immer frische Wäsche, alles außer mal eine Hose oder Jeans trage ich grundsätzlich nur einmal, es kommt also gar nicht dazu, so fies zu müffeln und mir ist auch selbst aufgefallen, dass ich im Intimbereich endlich neutral rieche und nicht mehr so ungepflegt wie damals. Meine Wasserrechnung ist dennoch nur ein Bruchteil von der in meinem Elternhaus. Keine Ahnung, wer die Leute auf diese Sparmasche gebracht hat. Meine Mutter ist bei den Gewohnheiten geblieben. Alle zwei oder drei Tage Duschen, Klamotten öfter zu tragen und so weiter und das fällt vom Geruch auch auf, zumindest wenn kein Parfum drüber kommt. Vielleicht bin ich da auch mehr sensibilisiert nach dem Auszug, vorher fiel mir das nie so auf. Bettwäsche bleibt auch immer noch ewig drauf in meinem Elternhaus. Da hilft auch kein Febreez oder wie das Zeug heißt. Alte Gewohnheiten bekommt man leider nur schwer raus, wie es scheint, bei meiner Oma gab es damals für die Kinder auch nur einmal die Woche Familienbadetag. Vielleicht sieht man alles etwas anders, wenn man noch aus so einer Zeit kommt. Ich bin froh endlich nicht mehr stinken zu müssen, es ist befreiend.

Beichthaus.com Beichte #00040693 vom 27.11.2017 um 12:52:25 Uhr (10 Kommentare).

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