Der Versuch, die Kirche abzufackeln

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Vandalismus Waghalsigkeit Wittmar

Ich möchte gestehen, dass ich mittlerweile über eine Strafakte bei der Gemeindepolizei verfüge, weil man mich diesmal bei einer meiner nächtlichen Vandalismustouren beim Legen eines kleinen Brandes erwischt wurde. Es war nicht mal böse gemeint, ich habe auch nur mit einem Kumpel aus altem Unkraut und Gras auf dem Fahrradweg ein kleines Lagerfeuer errichtet, aber vom Ort aus sah das wohl aus wie ein Versuch, die Kirche anzuzünden.

Ich war auch reichlich geschockt, als die Polizei neben mir gehalten hat und Name, Adresse, Geburtsdatum etc. wissen wollte, und nun habe ich Angst, das sie mich auch mit der eingeschmissenen Scheibe im Gemeindehaus, den kaputten Bleiglasfenstern und der (versehentlich) in Brand gesetzten Mülltonne in Verbindung bringen. Das könnte teuer werden, aber der übergewichtige Dorfbulle schafft es ja nicht mal, seine Frau vom Fremdgehen abzuhalten. Die Chancen für mich, erwischt zu werden, stehen also eher gering.

Beichthaus.com Beichte #00024928 vom 10.10.2008 um 22:45:49 Uhr in Wittmar (10 Kommentare).

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Die Bekannte anschwärzen

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Ungerechtigkeit Verrat Hass Geld Gesellschaft Kiel

Die Bekannte anschwärzen
Ich (w/32) bin eigentlich ein immer freundlicher und gönnerhafter Mensch, muss aber gestehen, dass ich kurz davor bin, eine Freundin von mir wegen Schwarzarbeit und Faulheit zu melden. Diese Freundin, auf die ich so wütend bin, dass ich sie lieber bis auf Weiteres in die Kategorie "Bekannte" einstufen möchte, lebt seit Jahren schon fröhlich und entspannt vor sich hin mit Hartz IV. Damit das keiner missversteht: Ich verurteile niemanden, der unverschuldet in finanzielle Not geraten ist, und diese Leistungen bezieht - könnte mir ja auch passieren! Aber es ist doch wohl die Pflicht, sich schnellstmöglich und ernsthaft um Arbeit zu bemühen, um dem Staat beziehungsweise der arbeitenden Bevölkerung nicht länger auf der Tasche zu liegen, oder etwa nicht? Diese Bekannte also hat in ihrem Leben noch nicht viel arbeiten müssen (Lehre, danach Heirat, Zwillinge, Hausfrau, Scheidung, Hartz IV). Sie wohnt in einer wirklich großzügigen Neubauwohnung, ist in der Lage, ausschließlich Markenprodukte (Kleidung, Kosmetikartikel sowie Lebensmittel) zu kaufen, aber jammert ständig undankbar herum, dass das Geld mit Hartz IV ja so knapp sei.

Hallo?!? Die Dame bekommt Monat für Monat Geld geschenkt - fürs Nichtstun! Ihre Kinder (sieben Jahre / Schule bis 14.30 Uhr) seien ja noch so klein, da könne sie unmöglich arbeiten. Habe nun allerdings erfahren, dass sie sich Geld mit einer Putzstelle dazuverdient - natürlich schwarz! Sollte man das melden? Schließlich gehen mein Mann und ich (sowie die meisten von Euch wohl auch) fleißig arbeiten, haben auch Kinder (vier, sechs und neun Jahre), und nutzen den Staat nicht aus! Wir alle machen uns darüber Sorgen, dass die Stromkosten und die Krankenkassenbeiträge immer teurer werden - nur die Sozialschmarotzer drehen sich in ihren Betten noch einmal gemütlich um, während unsereins unausgeschlafen aufsteht, um zur Arbeit zu fahren - ist das fair? Ich hoffe, es hat sich kein Unschuldiger persönlich angegriffen gefühlt! Hoffe aber dafür, dass der eine oder andere Parasit vielleicht wenigstens in diesem Moment so etwas wie ein schlechtes Gewissen hat! Danke fürs Zuhören!

Beichthaus.com Beichte #00024922 vom 09.10.2008 um 19:46:25 Uhr in Kiel (56 Kommentare).

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“Beichte

Schäumen und blubbern dank der Skins

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Dummheit Vandalismus Zwietracht Flensburg

Schäumen und blubbern dank der Skins
In unserer Stadt gibt es einen Springbrunnen, bei dem Wasserstrahlen aus Masken in ein davor liegendes Becken spritzen. Von dort wird das Wasser dann wieder zu den Masken gepumpt. Also ein schöner Wasserkreislauf. Zu meinen Schulzeiten, also lange her, standen dort immer die Skins, tranken Bier und haben die Passanten angepöbelt. Sie trafen sich immer gegen 11 Uhr vormittags, setzten sich auf die Bänke und fingen an zu saufen. In einer Freistunde, es muss wohl so gegen 10.30 Uhr gewesen sein, schütteten mein Kumpel und ich eine großzügige Menge Waschpulver in das Becken, woraufhin es schön sprudelte. Als die ersten Skins kamen, fanden sie ein leichtes Blubbern vor - und die halb vollen Waschmittelboxen. Dumm, wie sie waren, kippten sie den Rest auch noch hinein. Der ganze Brunnen schäumte und blubberte, das Wasser produzierte gewaltige Blasen. Der Brunnen verwandelte sich ein monströses Schaumbad. Da saßen sie nun und ergötzten sich am Schaumwunder. Und das taten sie so lange, bis die Polizei kam und alle mit zur Wache nahm. Alle wurden angezeigt. In der Zeitung stand am nächsten Tag, dass die Skins Waschpulver in den Brunnen gekippt hatten. Sie wurden für die Brunnenreinigung zur Kasse gebeten und erhielten Platzverbot. Geil!

Beichthaus.com Beichte #00024921 vom 09.10.2008 um 17:23:44 Uhr in Flensburg (40 Kommentare).

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Typisch männlich, fies

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Falschheit Lügen Engherzigkeit Berlin

Ich habe meiner Ex-Freundin erzählt sie sei die Tollste, Beste und die größte Liebe, die ich je hatte. Dabei wusste ich jedes Mal, dass das nicht ansatzweise wahr ist, ich fand es nur so schön, dass sie das so glücklich gemacht hat. Irgendwann habe ich aber bemerkt, dass ich total unglücklich in der Beziehung war und ich sie eigentlich nicht mal so hübsch fand. Und habe dann einfach damit aufgehört - praktisch von 100 auf 0. Nichts mehr Nettes gesagt. In der Disco war ich offiziell total treu, in Wahrheit habe ich mich aber an jede Frau rangeschmissen, die halbwegs attraktiv war und kam dann stockbesoffen zurück.

Nach ein paar Wochen habe ich ihr dann gestanden, dass es bei mir komischerweise einfach vorbei ist mit den Gefühlen und ich ausziehen werde. Dann habe ich ihr versprochen, dass wir gute Freunde bleiben, ich habe sie wiedergetroffen und mit ihr geschlafen, um den Kontakt dann endlich endgültig abzubrechen, weil es mir mit Ex-en viel zu anstrengend ist. Was typisch männlich-fieseres gibt es vermutlich kaum. Naja, so ist das halt.

Beichthaus.com Beichte #00024919 vom 09.10.2008 um 16:57:35 Uhr in Berlin (6 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Furchtbares Blind-Date

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Boshaftigkeit Falschheit Lügen Dating

Meine Beichte handelt von einem üblen Streich, den ich meinem damaligen besten Freund machte. Es ist schon Jahre her, da antwortete ich auf eine Anzeige - damals gab es noch kein Internet - um ein Mädchen kennenzulernen. Ich war, was Frauen anbelangte, sehr schüchtern. Deshalb diesen Weg. Ich bekam auch eine Antwort von ihr und eine Telefonnummer, die ich auch gleich anrief. Kurzum, wir trafen uns in ein Café. Was soll ich sagen: Es war eine Monsterbacke. Dick und unförmig, schmuddelig und unpassend gekleidet. Fettige Haare und sie roch modrig. Eine selbst gestrickte Wollmütze (es war Winter), die wie eine Kasperlemütze lange an ihr herunterbaumelte. Und mir war das sehr peinlich in diesem überfüllten Cafe. Eine hohe Piepsstimme tat das Übrige. Ich war voll abgeturnt. Ich weiß nicht, wie ich den Kaffee herunterkriegte und auch noch die Unterhaltung am Laufen hielt. Danach liefen wir noch zur U-Bahn, die Gott sei Dank getrennt verlief. Okay, so weit, so schlecht. Ich weiß nicht, was mich geritten hat, welcher Teufel mich heimsuchte. Ich machte ein zweites Date mit ihr aus. Ich dachte mir, dass es dunkel war und sie vielleicht doch nicht so schlecht aussähe etc. Ich traf sie vor dem Kino und sofort schallte ich mich Idiot und wäre am Liebsten weggerannt. Sie war um keinen Deut schöner als ich mir eingebildet hatte. Nun, im Kino war es ja Gott sei Dank dunkel. Nur ihr piepsiges Lachen nervte mich (es lief Pretty Woman - wie passend, den sie ausgewählt hatte).

Auch dieses Mal war ich heilfroh, wieder zu Hause zu sein. Ich darf dazu sagen, dass mein bester Freund ebenfalls solo war. Ich war dermaßen geschockt von diesem Mädchen, dass ich dieses Leid nicht alleine ertragen wollte. Ich traf mich mit meinem Freund und ich sagte ihm, der auch auf der Suche nach einem Mädchen war, dass ich ein nettes Mädchen kennengelernt habe und ich denke, dass es die Richtige für mich ist. Er war dann schon etwas angefressen, wie es halt so ist, wenn man was hat, was der andere nicht hat. Ich dann weiter, dass ich zuvor noch ein anderes ebenso nettes Mädchen traf und ich denke, dass das sicherlich seine Kragenweite wäre. Ich könnte ihm gerne mal ihre Telefonnummer geben, da sie wirklich ganz reizend ist und er einfach sagen solle, dass er sich auf ihre Anzeige meldet. Die Nummer hätte er von seinem Freund, der schon eine andere kennenlernte. Okay, so weit, so gut. Es wurde noch hin und her geredet. Erst nein, das kann man nicht machen und so. Doch am Ende siegte mein ansteckender Enthusiasmus und seine Geilheit. Es dauerte nicht lange und er rief mich an, dass er schon ein Date mit ihr ausgemacht hätte. Ich gratulierte ihn und wünschte ihm viel Erfolg.

Eine Woche darauf rief er mich an und war dermaßen erbost und aufgeregt, was ich für einen Geschmack hätte und was für ein Schwein ich sei. Später als wir uns trafen, erzählte er mir ausführlich über seine Enttäuschung. Ich lachte mich fast tot, so köstlich war es. Weil ich ja ungefähr dasselbe empfand. Er dachte, sagte er mir, als sie ihre Türe aufmachte zuerst, es sei die Schwester von der, die ich ihm so blumig und vollmundig beschrieben hatte. Doch als er merkte, dass sonst niemand in ihrer Wohnung war, dachte er sofort nur noch an mich und all die Sachen, die er mir in dieser Sekunde an den Hals wünschte. Ich weiß, es war nicht fair dem Mädchen gegenüber. Doch im Endeffekt hatte sie ja auch noch die Chance, einen anderen kennenzulernen. Es war damals wirklich eine gewisse Boshaftigkeit dabei, das gebe ich zu. Ich bereue im Nachhinein aber schon, solch ein falsches Spiel angezettelt zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00024917 vom 09.10.2008 um 10:01:45 Uhr (20 Kommentare).

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