Mobbing in der Schule

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Engherzigkeit Ungerechtigkeit Boshaftigkeit Schule Goslar

Vor vielen Jahren, damals in der 7. Klasse, hatten wir ein Mädchen in unserer Klasse, das wir alle nicht leiden konnten. Sie hatte zwar niemandem etwas getan, aber trotzdem mochten wir sie nicht. Sie wohnte mit ihrer Mutter (schwer krank, Vater war gestorben) und ihrem kleinen Bruder auf einem nahen Campingplatz. Sie musste sich um alles kümmern, auch um die Erziehung ihres Bruders. Durch die allgemeine Situation war kaum Geld da. Markenklamotten - Fehlanzeige. Und wie Kinder nunmal so sind, haben wir sie mit allem aufgezogen. Dass sie keine richtigen Klamotten hatte (Karottenhosen waren damals nunmal sooo out) und dauernd stinken würde. Es ging soweit, dass wir ihr Wasser übergekippt oder sie bzw. Sachen von ihr mit Deo, Duschgel oder sonst was besudelt haben. Wir haben uns damals alle im Recht gesehen. Sie war ja auch nervig und hat gemüffelt. Ich selbst bin mal zu ihr hingegangen und habe gesagt: "Du darfst dir da nichts draus machen, wenn die anderen dich nicht mögen." Sie fragte dann wieso, und ich antwortete, dass ich sie auch nicht möge, und sie somit eh die ganze Klasse gegen sich hätte. Das war damals echt fies und gemein. Sie ist nach der 7. Klasse von unserer Schule abgegangen. Es tut mir jetzt echt Leid, was wir damals gemacht haben. Im Nachhinein muss es für sie echt beschissen gewesen sein. Kinder können echt grausam sein.

Beichthaus.com Beichte #00027694 vom 08.04.2010 um 14:50:58 Uhr in Goslar (47 Kommentare).

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Der Schlankheitswahn meiner Schwester

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Zwietracht Boshaftigkeit Hass Ungerechtigkeit Familie

Der Schlankheitswahn meiner Schwester
Meine Schwester ist so Diätversessen, dass ich manchmal richtig ausrasten könnte. Sie selbst ist schlank, was sowieso genetisch in unserer Familie liegt, aber das Nervige daran ist, dass sie nicht aufhören kann, es allen unter die Nase zu reiben, die es nicht sind. Da ich auch ziemlich schlank, bzw. normal bin, ist es mir meistens erspart geblieben, aber mein Mann ist etwas kräftiger, und jedes Mal, wenn sie bei uns isst, ist das Gewicht meines Mannes das Hauptthema des Abends. Und meistens auf so eine fiese Art und Weise, dass meinem Mann mitten drin der Appetit vergeht, er sein Essen stehen lässt und erst einmal für eine Weile aus dem Esszimmer verschwindet. Dabei ist er bei 1,80m gerade mal 85 kg schwer und vieles davon sind Muskeln, da er sechsmal in der Woche ins Gym geht. Ihren eigenen Freund muss ich wohl kaum erwähnen - der bringt inzwischen, bei etwa der gleichen Größe wie mein Mann, nur noch knapp 65 Kilogramm auf die Waage und hat somit 15 kg abgenommen, seit er mit ihr zusammen ist. Und glücklich wirkt er ganz bestimmt nicht.

Über Weihnachten hat mein Mann es sich richtig gut gehen lassen, was mich an sich sehr glücklich gemacht hat, da er einen sehr stressigen Job hat und selten so gut entspannen kann. Ich habe ihn gut und glücklich bekocht, und klar hat er auch das eine oder andere Pfund zugelegt. Diesen Sonntag, beim Ostertreffen mit der Familie, hat sie sich doch tatsächlich getraut, meinem Mann vor versammelter Familie an den Kopf zu werfen, er sei fett geworden und dass er wohl nicht genug Sex von mir kriegt und deshalb Frustfressen betreibt. Meinem Mann war es so peinlich, dass er den Osterbraten nicht mal angefasst hat und seit dem allgemein nur noch wenig isst. Ich war so sauer, dass ich noch am gleichen Tag die Abführtropfen meiner Mutter aus dem Medizinschrank geschnappt habe und ihr eine ordentliche Menge davon unter den Tee gemischt hab, so dass sie fast den ganzen Abend überwiegend auf der Toilette verbracht hat. Geschieht ihr recht.

Beichthaus.com Beichte #00027687 vom 06.04.2010 um 19:52:40 Uhr (81 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Klassensprecher-Mentalität

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Trägheit Ignoranz Ungerechtigkeit Arbeit Schwerin

Ich (w) habe viele Jahre lang im wahrsten Sinne des Wortes eins auf die Fresse bekommen, weil ich allgemeine Missstände aufgezeigt habe, Zivilicourage zeigte, Mitmenschen beistand, mich für Schwächere einsetzte, Lügner entlarvte und unbequeme Wahrheiten ausgesprochen habe. Ich konnte und wollte einfach Dinge nicht "als gegeben hinnehmen". Ich konnte und wollte einfach bei Ungerechtigkeiten nicht wegschauen. Schon seit Schulzeiten an bin ich für dieses Verhalten immer wieder zwischen die Fronten geraten. Vor zwei Jahren wurde mir noch während der Probezeit von einer Firma gekündigt, weil ich mich ungefragt für eine langjährige Mitarbeiterin eingesetzt habe, die zu Unrecht eines Fehlers bezichtig und ständig gemobbt wurde. Mit den Worten: "Wir brauchen hier Deine nervige Klassensprecher-Mentalität nicht!" wurde ich daraufhin entlassen. Später erfuhr ich, dass man ihr auch gekündigt hatte. Ich beichte, dass ich seit dem schön meine Klappe halte, wegschaue und den einfachsten weg gehe und mich aus allem raushalte. Ich lasse den Dingen ihren Lauf und lebe ein viel entspannteres Leben. Es ist zwar völlig sinnbefreit einfach so durch den Tag zu vegetieren, aber man hat viel weniger Ärger und Stress am Hals. Auf meine Hilfe, kann niemand mehr hoffen. Das hat mir die Realität schön ausgetrieben. Mir ist alles egal. Und dafür schäme ich mich!

Beichthaus.com Beichte #00027630 vom 18.03.2010 um 10:53:00 Uhr in Schwerin (48 Kommentare).

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Alle Menschen sind hässlich

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Lügen Engherzigkeit Engherzigkeit Partnerschaft

Ich belüge meine Freundin täglich wenn ich ihr sage, dass ich sie schön finde. Dabei sieht sie nicht schlechter aus als andere Mädchen und achtet sehr auf ihr Aussehen. Es ist nur einfach so, dass ich Menschen im Allgemeinen hässlich finde. Egal ob weiblich, männlich oder irgendwas dazwischen, groß oder klein, dick oder dünn: der menschliche Körper ist in meinen Augen nicht ästhetisch. Würde ich ihr das persönlich beichten hätte ich schnell ordentlich Stress mit ihr, da es für sie zu einer gesunden Beziehung gehört sich gegenseitig attraktiv zu finden. Ich schwanke jeden Morgen zwischen Mitleid und Genervtheit wenn ich sehe was sie für einen Aufwand betreibt um mir zu gefallen und würde ihr gerne sagen, dass es absolut unnötig ist und ich sie ungeschminkt und in Jogginghose noch genau so sehr mag. Aber dieser ganze Schönheitswahn ist und bleibt eben eines der größeren Laster unserer Gesellschaft. Frauen können einfach nicht verstehen, dass ein Mann sie auch ehrlich Lieben kann wenn er sie lieber im Dunkeln f*ckt. Also, lieber Gott: verzeih mir bitte meine kleinen Notlügen.

Beichthaus.com Beichte #00027599 vom 08.03.2010 um 23:05:16 Uhr (38 Kommentare).

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Beurteilung schreiben bei der Bundeswehr

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Rache Hochmut Hass Zivi & Bund Budel

Ich wurde gegen meinen Willen zur Zwangsarbeit in die Bundeswehr eingezogen. Habe auf Zivildienst verzichtet, weil dieser einen Monat länger gedauert hätte. Direkt am ersten Tag habe ich alle Soldatengesetze, Rechte und Pflichten durchgelesen und wusste ziemlich genau, was ich mir erlauben kann und was für Sanktionen möglich sind.
Also habe ich keine Angst gehabt, wenn ein Vorgesetzter mich angeschrien hat, sondern habe ihn ausgelacht oder gesagt "Sie brauchen nicht zu schreien, reden Sie normal mit mir, dann verstehe ich Sie besser." Ich habe provoziert, wo es nur ging, habe sie mit Worten auf die Palme gebracht. Es war herrlich: Gewalt durften Sie nicht anwenden, Schreie waren bei mir wirkungslos und ich habe mich stets überlegen gefühlt, weil sie oft die Fassung verloren haben und ich nie. Als ich einen Aufsatz über mein Verhalten schreiben sollte, habe ich einen geschrieben, wo ich es nach wie vor als richtig darstellte und das Konzept der Zwangsrekrutierung (Wehrpflicht) in Frage stellte.

Einer unserer Vorgesetzten (ausgebildeter Einzelkämpfer) behandelte uns sehr schlecht und war allgemein unbeliebt. Als ich wie gewohnt irgendwo im Wald einen Spruch gebracht habe, um die Situation zu lockern und seine Autorität zu untergraben, haben alle gelacht, aber er wurde beleidigend. Mit "wenn der Kuchen redet, haben die Krümel still zu sein" hat er mich sehr verletzt.


Am Ende der Grundausbildung durften wir eine Beurteilung über unsere Vorgesetzten schreiben, die direkt ganz nach oben an die Standortleitung ging. Andere Ausbilder haben teilweise sehr gut abgeschnitten. Für einen, der nett und menschlich war haben die Leute sogar zusammen geschmissen und ein Geschenk gekauft. Ich als einziger habe mich nicht beteiligt. Und jetzt zu meiner Beurteilung des "Einzelkämpfers": Ich habe geschrieben, er mag ein guter Soldat und Einzelkämpfer sein sei aber völlig unfähig mit Menschen zu arbeiten. Er besitze keinerlei Führungsqualitäten und sei als Ausbilder für junge Soldaten gänzlich ungeeignet. Und noch viel mehr, aber stets sachlich und unpersönlich.
Als erstes kam sein Vorgesetzter, völlig aufgebracht und hat mich bedroht und verlangt, dass ich eine neue Beurteilung schreibe. Ich blieb hart, obwohl ich da schon Angst hatte. Dann kam der "Einzelkämpfer" und sagte, dass von diesen Beurteilungen abhänge, ob er als Berufssoldat übernommen werde oder nicht und ich solle bitte seine Zukunft nicht gefährden.
Zum ersten Mal war er nett und zeigte Demut.
Weil er die Einzelkämpferausbildung gemacht hat, hatte er keinen zivilen Beruf erlernt. So war er auf dem Arbeitsmarkt außerhalb der Bundeswehr chancenlos. Und das war mein Triumph! Ich erinnerte ihn an den Spruch mit dem Kuchen und den Krümeln und sagte, wer seine Untergebenen so behandle, habe es anders nicht verdient.


Dann war ich aber gezwungen, meine Beurteilung schriftlich zu begründen. Und so habe ich sie Wort für Wort auseinander genommen und mit Situationen und Beispielen untermalt. Die Begründung umfasste 5 volle Seiten und ist noch härter ausgefallen. Ich weiß nicht, was mit dem Mann danach passierte, weil wir nach der Grundausbildung versetzt wurden, aber ab dem Tag wurde ich von allen Ausbildern mit nötigem Respekt behandelt und in Ruhe gelassen.

Ich musste 9 Monate meines Lebens etwas tun, was ich nicht wollte, musste mich mit Menschen umgeben, die ich nicht kennen wollte und ich bereue es, dass ich es nicht geschafft habe, diesen Dienst zu umgehen.

Beichthaus.com Beichte #00027526 vom 17.02.2010 um 14:41:28 Uhr in Budel (62 Kommentare).

Gebeichtet von Armin_Luck
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