Die Vorteile der Leiharbeit

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Neid Falschheit Arbeit

Ich (m, Mitte 30) bin seit nunmehr zwei Jahren Teil des Betriebsrats eines mittelständischen Unternehmens aus der Logistikbranche. Seit der Krise 2008/09, die uns hart erwischt hat, setzt die Unternehmensführung zunehmend Leiharbeiter ein. Das kommt bei der Stammbelegschaft natürlich nicht gut an und dies stellt auch inoffiziell einen Grund dar, wieso ich es in den Betriebsrat geschafft habe. Ich skandierte im Unternehmen gegen die Zeitarbeit und den damit verbundenen Rückgang der Festbeschäftigung und wandte mich deshalb sogar an die Lokalpresse. Dies kam bei der Belegschaft extrem gut an, sodass ich nun dem Betriebsrat beiwohne.

Anfangs war ich noch davon überzeugt, dass Leiharbeit unvorteilhaft für die Firma und die Angestellten sei, weil ich die vielen unqualifizierten und demotivierten Arbeitslosen vor Augen hatte. Doch mein Bild hat sich total gewandelt. Seit auch in meiner Abteilung (Personalabteilung) und der Unternehmensführung Zeitarbeiter eingesetzt werden, komme ich aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Nicht nur, dass diese Leute überhaupt nicht meinen Vorstellungen entsprechen, sie sind im Wesentlichen auch besser qualifiziert, motivierter und leistungsfähiger als die Festangestellten! Die Vorteile der Leiharbeit nutzen die Leiharbeiter auch aus. So bekam ich mit, wie ein befristeter Kollege meinen Chef niedermachte, weil dieser nicht am wöchentlichen Teamleitermeeting teilnahm. Das würde ich mich nie trauen. Aber unsere Leiharbeiter wissen genau, dass sie aufgrund ihrer Flexibilität und ihres breiten Wissens jederzeit woanders genommen werden. Mit besagtem Kollegen führte ich dann ein aufschlussreiches Gespräch, wo er mir mitteilte, dass er sich seine Flexibilität auch etwas kosten lasse, er verdient knapp 20 Prozent mehr als ich, netto! Trotz alldem bin ich im Betriebsrat immer noch knallhart und verteufle Zeitarbeit aufs Äußerste, auch wenn ich die Leiharbeiter insgeheim um ihr breites kulturelles Wissen und ihre erworbenen Sozialkompetenzen beneide, doch wenn ich das offen zugeben würde, wäre mein Platz im Betriebsrat futsch. Und auf die vielen Geschäftsveranstaltungen und mehrtägige "Tagungen", bei denen es auch oft ins Ausland geht, möchte ich auf keinen Fall verzichten. Daher werde ich auch weiter gegen die Leiharbeit wettern, obwohl sie vorteilhaft für alle Beteiligten ist.

Beichthaus.com Beichte #00033804 vom 23.08.2014 um 12:36:38 Uhr (11 Kommentare).

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Mein verlorener Sohn

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Ignoranz Familie

Ich (m/60) hatte zu meinem Sohn, der mittlerweile 40 ist, eigentlich immer ein gutes Verhältnis. Wir haben zusammen schöne Urlaube gemacht und ich habe trotz meines Status als Alleinerziehender (Mutter früh verstorben) immer versucht, ihm alles zu ermöglichen, was er wollte und was in meiner Macht stand. Vielleicht war das manchmal nicht genug, aber es war damals alles, was ich ihm geben konnte. Es gab keine Schläge, kein Anschreien, ich habe wirklich alles für ihn getan. Als er 19 war, ist er nach mehrfachem Anlauf wieder durch die Abiturprüfung gefallen. Wir hatten, auch wegen anderer Dinge, damals ziemlich viel Streit. Es geht hierbei nicht um Vorwürfe wegen schulischer Leistungen, sondern um ganz andere Dinge. Irgendwann ist das Ganze auf einer emotionalen Ebene so eskaliert, dass er den Kontakt zu mir vollständig abgebrochen hat. Lange Zeit konnte ich das nicht verstehen, war deshalb in Behandlung und habe alles versucht, um wieder Kontakt aufzunehmen - doch alles blieb erfolglos. Er ist dann auch aus der Heimatstadt weggezogen und das Letzte, das ich von ihm hörte, war, dass er zur Bundeswehr gegangen ist. Ich hatte einen guten Freund, der in der Verwaltung dort gearbeitet hat. Ab und zu, wenn es mich arg gebeutelt hat, habe ich den Freund angerufen und gefragt, was er jetzt für einen Dienstgrad hat, wo er wohnt, wie der Familienstand ist - so kleine Dinge eben und so etwas hat mich dann wieder über das nächste Jahr gebracht.

Nach einigen Jahren ging das nicht mehr, weil die Akte gesperrt war und der Geheimhaltung unterlag. Ich habe daraufhin einen Privatdetektiv beauftragt, dieser konnte mir aber leider auch keine Informationen liefern. Sogar an einen bekannten Fernsehsender habe ich mich gewendet, der regelmäßig Familien wiedervereint. Es sollte eine Folge gedreht werden, da mein Sohn aber auch für diesen Sender nicht auffindbar war, wurde das Ganze gecancelt. Jetzt, nach 21 Jahren, hat sich ein Zufall ergeben, wie es ihn wahrscheinlich nur einmal im Leben gibt. Seit mehreren Jahren betreibe ich mit einem guten Freund eine Firma, die alles rund um das Haus macht. Wir haben Kräfte zum Putzen, die den Garten machen, sich um Elektronik oder Sanitärprobleme kümmern. Vor einiger Zeit haben wir einen neuen Auftrag für ein Haus in der Nähe von Frankfurt bekommen. Vor einigen Wochen rief ein Angestellter der dort gerade beschäftigt war an, er hätte durch Wasser einen Schaden am Boden verursacht. Ich fuhr sofort hin, um mir das Ganze anzuschauen, da die Hausbesitzer, ein Ehepaar nicht erreichbar waren. Vor Ort erwartete mich ein gut eingerichtetes Haus. Alles vom Feinsten mit einem riesigen Garten. Als ich drin war, habe ich auf Fotos, die dort hingen, meinen Sohn wiedererkannt. Der Name der Hausbesitzer ist mittlerweile ein ganz anderer, als der meines Sohnes früher.

Ich war einfach nur unglaublich froh, ihn wiedergefunden zu haben, hatte aber Angst, dass er, sollte er es merken, sofort den Auftrag kündigt, um mich dieses kleinen Fensters zu berauben. Einmal habe ich ihn auch gesehen, wie er von einem Fahrer der Bundeswehr abgeholt worden ist. Es freut mich, dass er offensichtlich den richtigen Weg für sich gefunden hat. Es tut mir leid, dass ich mich nicht an seinen Wunsch halte, sondern immer wieder mit diesen kleinen Aktionen unbemerkt in sein Leben trete.

Beichthaus.com Beichte #00033766 vom 15.08.2014 um 13:02:19 Uhr (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ein Vibrator vom Stiefvater

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Verrat Morallosigkeit

Ich (w/19) beichte, dass ich meine ehemals beste Freundin seinerzeit quasi verpetzt habe. Es geschah, als wir beide 15 Jahre alt waren. Ich muss dazu sagen: Wir kannten uns seit der fünften Klasse. Seither waren wir unzertrennlich und wir haben auch oft beieinander übernachtet. Dadurch kannten sich auch unsere Eltern untereinander, weil sie wissen wollten, mit wem ihr Kind abhängt. Ihre Eltern waren geschieden, was aber schon länger zurückliegt, denn ihre Mutter hatte einen neuen Mann geheiratet und ich kannte ihn seit Beginn der Freundschaft. Er machte auf mich einen netten Eindruck. Irgendwann erzählte sie mir, dass sie einen Vibrator von ihm geschenkt bekommen hat. Ich war komplett verblüfft, habe mir aber erst einmal nichts anmerken lassen. Die ganze Situation war so merkwürdig. Ich meine, welche normalen Eltern mit normalen Gedanken und einem gesunden Eltern-Kind-Verhältnis, würden dem eigenen Kind so etwas schenken?! Ich fragte dann, ob ihre Mutter davon weiß. Natürlich nicht!


Ich war irgendwie überfordert mit dieser Information und habe es meiner Mutter erzählt. Diese hat daraufhin die Mutter meiner Freundin angerufen und ihr alles erzählt, obwohl sie mir vorher versprach, dass sie das Geheimnis, das sie erwartet, für sich behält. Und bei meiner Freundin zu Hause gab es natürlich riesigen Stress. Ihr war auch sofort klar, dass das auf meinem Mist gewachsen ist. Im Nachhinein kann ich meine Mutter verstehen, zumal sie mit mir darüber gesprochen hat und mir verständlich gemacht hat, dass das Verhalten des Stiefvaters ein Unding ist. Aber ich fühlte mich damals trotzdem so, als hätte ich sie komplett verraten.

Beichthaus.com Beichte #00033756 vom 12.08.2014 um 16:52:01 Uhr (23 Kommentare).

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Das Doppelleben meiner Partnerin

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Dummheit Eifersucht Falschheit Lügen Partnerschaft

Ich (m/19) möchte einige Dinge beichten. Auch wenn viele denken, es stünde hier ein plärrendes Kind, wenn ich sage, dass ich im letzten Jahr eine sehr harte Zeit durchmachen musste. Alles fing bei meinem damaligen Nebenjob an: Ich freundete mich sehr stark mit einer etwas älteren Kollegin an, mein damaliger Wissensstand bezüglich ihres Alters war 24 Jahre. Es kam eins zum Anderen und wir führten eine Beziehung - nach zwei Monaten kam eine Hiobsbotschaft: Sie war schwanger. Zeitlich gerechnet musste es während der ersten Tage der Bekanntschaft geschehen sein. Wir rafften uns auf und blickten in eine gemeinsame Zukunft, auch wenn ich viele Verlustängste hatte und mein sauer erspartes Geld nicht mehr für mein Traumauto, das genau zu diesem Zeitpunkt bereits gekauft war, ausgeben konnte. Hier fing das Misstrauen an. Ich dachte, sie wäre beim Arzt und ich war eigentlich zu Hause. Zufälligerweise musste ich trotzdem in die Stadt und erwischte sie im Café hübsch angezogen mit einem alten Mann - angeblich ihr Steuerberater, mit dem sie eine gute Freundschaft führt. Vorstellen konnte sie mich als ihren Freund nicht, und nachdem ich Geld holte, um mit ihnen einen Kaffee zu trinken, waren sie weg. Keine zehn Minuten später. Toll. Was kann man denn davon halten? Lustigerweise ist sie nebenbei Dolmetscherin - von ihren Terminen bekam ich nichts mit und von der Arbeit nichts zu sehen. Ich sollte nicht dabei sein, weil sie sich ja nicht konzentrieren könne. Was könnte man denn hierbei denken?


Die Beziehung lief glücklich weiter und zwischendurch kam bei einem Krankenhausbesuch heraus, dass sie 34 Jahre alt und verheiratet ist. Ich hatte sie schon vorher mal drauf angesprochen, aber es folgte immer Streit und Abschottung ihrerseits. Erst, als sie es nicht mehr leugnen konnte, gab sie es endlich zu. Sie tat es, um mich nicht von ihr wegzudrängen, denn sie liebt mich ja so. Achja. Den Ehemann habe ich übrigens auch mal gesehen, sie tat den Spruch "Hallo, ich bin der Ehemann, der hier wohnt" als Witz eines Freundes ab. Ich beichte hier Naivität und Blödheit. Vor einiger Zeit setzten dann vorzeitige Wehen ein und es führte zu einer Fehlgeburt - da bekam ich auch heraus, dass sie bereits ein Mal schwanger gewesen war. Ich bekam sehr viele seltsame Sachen heraus und seitdem ist die Beziehung im Eimer. Insgeheim bin ich nach diesen ganzen Lügen froh, dass das Kind sich gegen das Leben hier entschieden hat, um mir eine zweite Chance zu geben. Das möchte ich beichten. Jeder rät mir von dieser Beziehung ab, innerlich kann ich noch nicht von ihr loslassen - also beichte ich auch eine rosarote Sonnenbrille und liebesbedingte Dummheit. Im Moment versuchen wir noch, etwas zu retten. Obwohl ich ständig das Bedürfnis habe, ihr Handy zu kontrollieren, weil ich weiß, wie begehrt sie ist und sehr viele Kerle an ihr herumgraben. Sie versteht nicht, warum ich das verhindern möchte. Ich weiß, man sollte niemals froh sein, dass ein kleines Menschenleben ausgelöscht wurde. Vor allem mein Fleisch und Blut. Aber diese Situation ist einfach zu schwer für einen Schüler, der kurz vor seinem Abi steht und demnächst viele weiterführende Entscheidungen für sein Leben treffen muss.

Beichthaus.com Beichte #00033727 vom 07.08.2014 um 14:36:37 Uhr (26 Kommentare).

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Peinliche Notdurft an der Bushaltestelle

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Ekel Peinlichkeit Dummheit Trunksucht Last Night

Ich (w/18) bin kürzlich mit meinem Freund feiern gegangen. Als wir uns auf den Weg nach Hause gemacht haben, waren wir sturzbetrunken. Plötzlich merkte ich, dass ich mal auf die Toilette musste - und zwar groß! Als wir bei einer Bushaltestelle warteten, verfloss die Zeit im Schneckentempo und ich musste schon so richtig dringend. Plötzlich pupste ich laut - ich war aber zu betrunken, um es peinlich zu finden, und mein Freund und ich lachten darüber. Schließlich erklärte ich meinem Freund, dass ich dringend eine Toilette benötige. Ich hatte schon einen furchtbaren Krampf. Wir waren komplett alleine bei der Bushaltestelle und mein Freund schlug mir vor, ich sollte hinter dem Wartehäuschen mein Geschäft verrichten. Er meinte noch, es wäre für ihn kein Problem und es würde unter uns bleiben. Meine Bauchschmerzen wurden immer schlimmer. Liebevoll tröstete er mich und gab mir einen Kuss. Es war kaum noch auszuhalten. Ich war schon richtig verzweifelt, also willigte ich ein. Ich wankte hinter das Wartehäuschen und stolperte. Sofort kam mir mein Freund zur Hilfe und wir beide gingen nun Schritt für Schritt hinter das Häuschen. Wir waren noch nie so betrunken wie an diesem Abend.


Mir war das extrem peinlich, aber ich wusste keinen anderen Ausweg. Blitzschnell zog ich meine Hose herunter und hockte mich hin. Mein Freund hockte sich ebenfalls auf den Boden, um mich zu stützen. Mein Magen tat mir furchtbar weh. Ich klammerte mich an ihn und verrichtete mein Geschäft. Es war so erleichternd, aber auch wahnsinnig peinlich. Ich wollte am Liebsten im Erdboden versinken. Aber mein Freund war so lieb und nahm diese Aktion ganz gelassen. Nachdem ich gekackt und gepinkelt hatte, waren meine Schmerzen wie weggeblasen und er umarmte mich. Er war sichtlich froh, dass ich keine Schmerzen mehr hatte. Ich habe mich so geschämt für das, was ich gemacht habe. Schließlich gab mir mein Freund noch ein Taschentuch zum Abwischen und wir gingen wieder vor das Wartehäuschen. Wir schworen uns, dass dieses Erlebnis für immer unser Geheimnis bleiben wird. Das war mit Sicherheit das Peinlichste, das ich je erlebt habe.

Beichthaus.com Beichte #00033688 vom 31.07.2014 um 17:37:16 Uhr (19 Kommentare).

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