Penibel in die Suppe gespuckt

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Rache Ekel Ernährung

Meine Mutter hat eine total nervige und penible Freundin. So eine, die bei Besuchen mit gespitzten Lippen im Haus rumläuft und die Nase rümpft, wenn irgendwo nur ein Staubkorn liegt. Als ich 9 war, habe ich ihr mal in die Suppe gespuckt, als sie zu Besuch war und mitgegessen hat. Jetzt tut es mir leid - ein bisschen.

Beichthaus.com Beichte #00026508 vom 14.06.2009 um 00:10:37 Uhr (10 Kommentare).

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Hass auf Fastfood-Restaurant

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Lügen Ungerechtigkeit Hass Restaurant USA

Hass auf Fastfood-Restaurant
Ich (m/31), bin Maitre de cabine bei einer größeren Airline und komme dadurch ziemlich viel herum. Wenn ich kurze Aufenthalte habe oder noch vor der Fahrt zum Hotel meinen Hunger stillen will, geh ich sehr oft zu einer FastFood-Kette die der größte Konkurrent von McDoof ist. Einfach weil es da besser schmeckt.
Bis auf einen einzigen Besuch habe ich immer nur Probleme mit den Filialen. Entweder ich krieg nicht das was ich haben möchte, weil z.B. die Eismaschine defekt ist oder ich sage 2 Long Chicken und die tippen nur 1 ein. Das machte mich immer öfter sauer, aber meinen Frust behielt ich für mich. Würde mir so eine Fehlerquote vorgeworfen werden, wäre ich meinen Job los. Gut, jeder hat mal einen schlechten Tag, nur kann ich mir nicht vorstellen das immer bei mir die Leute plötzlich unfähig sind ihren Job zu erledigen. Zumal ich sehr verständnisvoll bin und nicht sofort ein Riesenfass aufmache.
Doch gestern platzte mir der Kragen. Ich war mit einer Kollegin in Atlanta in besagter FastFood-Kette. Sie bestellte sich einen CrispyChicken und der Mann hinter der Kasse tippte LongChicken ein. Sie war geduldig und ließ den Mann den Fehler korrigieren. Es war noch nicht zu spät. Ich bestellte an der Kasse nebenan bei einer Dame 2 Pommes, einen LongChicken und 1 Tüte OnionRings. Sie tippte das alles auch so korrekt ein. Wow! Endlich mal bei der Bestellaufnahme alles richtig aufgenommen.
Denkste! Ich nehme die Tüte entgegen und lauf mit meiner Kollegin zusammen in Richtung Terminal-Ausgang. Ich greif rein in die Tüte und wollte eine Pommes ergattern. Aber nix da. Keine Pommes drin. Diesmal reichte es mir. Wir sind wieder zurück zu dem Laden. Mussten uns hinten anstellen. Die Schlangen waren so lang, dass wir 10 Minuten warten mussten. Aber sei es drum. Ich erklärte dann der Dame, dass sie mir zwar die Pommes berechnet habe, aber keine rein getan hatte. Sie unterstellte mir daraufhin, dass ich die Pommes schon gegessen hätte und ich mir nur neue Pommes erschleichen wollte. Ja, hallo? Geht es noch? Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch ordentlich Geld in der Tasche und meine Kreditkarte. Ich wäre überaus zahlungsfähig gewesen.
Nach einer Diskussion mit einem Supervisor entschieden wir uns dann zu gehen, denn dieser führte die Unterstellungen noch weiter aus. Wir drehten uns um und gingen raus. Ich war so stocksauer. Definitiv das letzte Mal, dass ich ein Kunde dieser Kette war. Kurz vor der Tür drehte ich mich noch um und ließ die Bemerkung fallen (sinngemäß ins deutsche übersetzt): "Im übrigen hab ich Sie verpfiffen das letzte Mal wegen den Kakerlaken und den komischen Krümeln in den OnionRings!" Wie vom Blitz getroffen verließen daraufhin gut 2/3 der Leute in der Warteschlange den Laden. Ich weiß. Es ist irgendwie nicht ganz gerecht dieses Verhalten. Aber ich war so stocksauer. Den Laden wird es natürlich weiterhin geben. Hoffe die junge Dame wurde wegen mir nicht gekündigt.

Beichthaus.com Beichte #00026494 vom 11.06.2009 um 18:01:09 Uhr in USA (Airport Blvd, Atlanta, GA 30337) (30 Kommentare).

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Stinkefinger für die Nachbarn

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Boshaftigkeit Schamlosigkeit Nachbarn

Ich kann von meinem Computer aus auf das Grundstück meiner Nachbarn sehen. Wenn dort meine Nachbarn vorbeilaufen, zeige ich ihnen nur zu gerne meinen Mittelfinger, natürlich, ohne dass sie das sehen. Aber ich glaube, gerade eben hat er es gesehen. Ich gehe jetzt raus und schaue mal, ob man das in so einem kurzen Moment aufgrund der Spiegelung oder Ähnlichem sehen kann.

Beichthaus.com Beichte #00026493 vom 11.06.2009 um 16:33:32 Uhr (15 Kommentare).

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Undankbarer Brieftaschenbesitzer

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Hass Ungerechtigkeit Vandalismus

Undankbarer Brieftaschenbesitzer
Als ich vierzehn war, fand ich auf einer Radtour eine Geldbörse. Ich schaute rein: Kein Geld drin, aber Ausweis und Führerschein. Der Besitzer wohnte in einem Dorf ungefähr zehn Kilometer weit weg. Ich bin also losgestrampelt und habe dem Typen seinen Geldbeutel gebracht. Ich dachte, er sagt "Danke". Denkste! Er machte mich an, was ich mit dem Geld gemacht hätte und ob ich mir davon auch etwas Schönes gegönnt hätte. Ich stotterte nur herum und sagte, dass ich den Geldbeutel so gefunden hätte, aber er schrie nur herum. Ich war so fertig, dass ich beinahe geheult hätte. Wie konnte er das nur machen? Es ging mir tagelang nicht aus dem Sinn. Allmählich baute sich in mir eine ungeheure Empörung auf und die wurde im Laufe der Tage zu blankem Hass auf diesen Mann. Er wohnte in einem sauteuren Haus mit Mercedes in der Garage und kommt daher und macht einen ehrlichen Finder an!
Ich radelte einige Tage lang nach der Schule hin und observierte ihn. Er machte viel Gedöns um seinen parkähnlichen Garten und dann grub er vor dem Haus den Vorgarten aus, brachte neuen Bodengrund auf und säte neuen Rasen. "Na, dir zeige ich es!" dachte ich. Ich raste los und kaufte in einem Geschäft Samen. Am nächsten Tag war Sonntag und ich dachte, die pennen alle lange genug. Ich also früh aus den Federn, hingeradelt und die Samen flogen nur so über den frisch eingesäten Rasen.

Von da an kontrollierte ich regelmäßig, immer schön aus der Ferne, damit er mich nicht sah. Der "Rasen" entwickelte sich schnell zum absoluten Renner. Die ganze Nachbarsblase stand da und machte blöde Witze, als da Salat, Edelwicken, farbige Zaunwinden und Mohrrüben und allerlei anderes Kraut hochspross und der Typ, der mich so miserabel behandelt hatte, platzte fast vor Wut. Ich freute mich diebisch. Mittlerweile bin ich über Vierzig. Aber nun kommt das Ekelhafte: Ich konnte nicht locker lassen! Alle paar Jahre wieder radle oder spaziere ich bei dem miesen Sack vorbei und werfe Samen in sein Grundstück, oder schmeiße Unkrautvernichter in seine Gartenbeete. Dass ich damals meine kleine Rache wollte, kann ich verstehen, aber ich kann mich selber nicht leiden, dass ich das alle zwei bis drei Jahre immer wieder tue. Ich habe seither des öfteren erlebt, wie er da steht und sich ärgert oder den Kopf schüttelt. Das tat mir unheimlich leid, aber im Jahr drauf habe ich es wieder gemacht. Ich habe mir nun vorgenommen, damit aufzuhören. Seit vier Jahren habe ich ihn in Frieden gelassen, radle aber immer noch regelmäßig dort vorbei. Er erkennt mich natürlich nicht mehr, ich ihn aber wohl und ich schaue zu, wie er in seinem Garten rumtappt und argwöhnisch schaut.

Beichthaus.com Beichte #00026478 vom 09.06.2009 um 17:18:08 Uhr (59 Kommentare).

Gebeichtet von Rodrigo
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Eine Sauna in der eigenen Wohnung

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Verschwendung Ignoranz Selbstsucht Faulheit Nachbarn

Ich wohne im Dachgeschoss eines Miethauses. Die Heizkosten werden nicht nach Verbrauch, sondern nach Quadratmeter ermittelt. Man muss also entsprechend der Wohnungsgröße einen Anteil am Gesamtverbrauch tragen. Im Winter bin ich zu faul, um die Dachflächenfenster vom Schnee zu reinigen und heize deshalb so stark ein, dass die Fenster (und auch das gesamte Dach) schneefrei sind. In der Wohnung laufe ich dann nur mit der Unterhose rum. Der Mehrverbrauch kratzt mich wegen der Aufteilung auf 30 andere Mieter nicht, die können mich mal.

Beichthaus.com Beichte #00026477 vom 09.06.2009 um 15:47:25 Uhr (16 Kommentare).

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