Übergewicht ist nicht gesund!

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Vorurteile Falschheit Verzweiflung Gesundheit Gesellschaft Hamburg

Ich akzeptiere und toleriere beinahe alle Macken, Ticks und Schwächen dieser Gesellschaft, da ich selbst alles andere als perfekt bin. Eine Eigenschaft aber verachte ich über alles und das ist die Heuchelei. In den Medien, im Internet und am Häufigsten in der Modewelt, werden seit Jahrzehnten viele Models wegen ihrer schlanken Figuren kritisiert und als verantwortungslose, schlechte Vorbilder für Kinder bezeichnet. Um dem typischen Schönheitsideal entgegenzuwirken, werden in letzter Zeit vermehrt fülligere Models gebucht und von aller Welt hochgelobt. Ich kann und will das beim besten Willen nicht nachvollziehen, wieso Übergewicht so viel gesünder und ungefährlicher sein soll als Untergewicht.

Mir geht es hierbei nicht um die Optik, sondern einzig allein um die Beeinträchtigung der Gesundheit. Man leidet unter ständigen Gelenk- und Kreuzschmerzen, ist anfälliger für Bluthochdruck, Schlafapnoe, Arthrose, Diabetes und noch so vieles mehr und das sollen sich die Kinder abgucken und nachmachen? Wenn jetzt irgendwelchen verärgerten, übergewichtigen Personen mit Yoga oder Pilates ankommen und allen beweisen wollen, wie sportlich und biegsam sie sind, dann erzählt das eurem Friseur. Biegsam hin oder her, ein Fettgehalt sollte keinesfalls alle Rahmen sprengen. Ich hatte seit meiner Kindheit bis zu meinem 23. Lebensjahr keine Probleme mit der Gesundheit oder meiner Figur gehabt, ich war immer schlank und fit. Bis eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wurde (auf die ich nicht weiter eingehen möchte), und sich dadurch mein komplettes Leben veränderte. Ich musste über Jahre hinweg sehr oft operiert werden, war lange bettlägerig und wurde mit vielen verschiedenen Medikamenten vollgepumpt.

Die Folgen kann sich sicher jeder denken: Ich nahm in kürzester Zeit extrem viel zu. Nicht nur mein Äußeres änderte sich, sondern auch unbewusst mein Charakter. Ich sah in den Spiegel und wusste nicht mehr, wer ich war. Früher unternehmungslustig, spontan und energiegeladen und jetzt verliere ich bedenklich schnell an Power, schwitze bei den kleinsten Bewegungen und bin ständig außer Atem und niemand kann mir erzählen, wie wohl sich angeblich andere dicke Menschen fühlen. Lasst euch von niemandem solchen Unsinn aufschwatzen, diese Menschen belügen gerne andere und vor allem sich selbst, um sich vor Veränderungen zu drücken. Das Leben ist nun mal hart, man muss eben auch Dinge tun, auf die man eigentlich gar keine Lust hat und manchmal tut es auch weh. Das sollte aber niemanden davon abhalten, einen gesunden Weg einzuschlagen.

Beichthaus.com Beichte #00038867 vom 29.10.2016 um 16:53:39 Uhr in 22083 Hamburg (Hamburgerstraße) (18 Kommentare).

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Ich bin ein Aktmodell!

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Falschheit Fetisch Schamlosigkeit

Ich arbeite nebenbei als Aktmodell an der Fachhochschule, der Universität und in anderen Einrichtungen im Umkreis - und meine Freundin hat davon keinen Plan. Besonders an Universitäten und Fachhochschulen, an denen der Anteil junger Frauen annähernd bei 90 Prozent […]
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Beichthaus.com Beichte #00038864 vom 28.10.2016 um 22:06:26 Uhr (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Hilfe, mein Freund ist scheiße im Bett!

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Begehrlichkeit Lügen Falschheit Partnerschaft

Mein Freund und ich sind seit vier Jahren zusammen und ich muss sagen: Er ist echt schlecht im Bett. Er ist ein toller Mensch und ich will mein Leben mit ihm verbringen, nur bin ich mittlerweile nach jedem Sex frustriert. Wenn er mich oral bedient, fühlt es sich wie rumstochern an und ist unangenehm bis schmerzhaft. Wenn er es mit der Hand versucht, dann ist er fast immer falsch, und selbst wenn er richtig ist, kann ich nicht loslassen, weil er nach einiger Zeit ganz ungeduldig wird und einfach nur motorisch an mir rumreibt, was vom Tempo und der Art wieder richtig unangenehm ist und mich dann einfach nur noch wütender macht. Und beim Akt selbst hat er keine Ausdauer, kommt viel zu schnell und ist zusätzlich grob.

Ich bin jedes Mal unbefriedigt und wütend. Ich würde es ihm gerne sagen, aber nach so vielen Jahren will ich ihn nicht verletzen. Ich weiß, dass er sehr gekränkt wäre und ihm das richtig schlimm zu schaffen machen würde, da er generell viel Lob und Zuwendung braucht. Wenn er mich also fragt, ob es mir mit ihm überhaupt gefällt, sage ich ja, obwohl ich am Liebsten schreien würde.

Beichthaus.com Beichte #00038855 vom 25.10.2016 um 22:50:24 Uhr (29 Kommentare).

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9 Euro Stundenlohn

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Boshaftigkeit Falschheit Ignoranz Ungerechtigkeit Arbeit

Ich arbeite in einem Unternehmen, das sehr hochwertige und empfindliche Bauteile für die Luftfahrtindustrie herstellt. Da ich aber als ausgelernte Kraft trotzdem nur 9,00 Euro pro Stunde erhalte, geht mir der Job am Arsch vorbei. Für 9,00 Euro kann man wirklich ein Fass aufmachen... und wie Diogenes da einziehen. Letztens sind mir im Lager schon fertige, vom Qualitätsprüfer geprüfte Teile runtergefallen. Ich habe gesehen, dass sie beschädigt waren, trotzdem habe ich sie wieder in das Regal gestellt, als wäre nichts passiert. Es hat trotz des Lärms keiner mitbekommen.

Mein Kollege hat sie verpackt und weggesendet. Es gab eine riesige Reklamation und einen Besuch vom Kunden. Ich mag den Qualitätsprüfer überhaupt nicht, er ist ein schlimmer Mensch, und als er den ganzen Ärger abbekam, war es mir eine Wohltat. Ab 13 Euro Stundenlohn hätte ich bestimmt meinem Vorgesetzten Bescheid gesagt. Ich bereue es, den Arbeitsvertrag unterschrieben zu haben. Ich werde versuchen, woanders anzufangen und den Scheißjob aufgeben.

Beichthaus.com Beichte #00038841 vom 22.10.2016 um 12:59:49 Uhr (25 Kommentare).

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Überdosis im Krankenhaus

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Feigheit Falschheit Arbeit Gesundheit

In der 10. Klasse muss man am Gymnasium pflichtmäßig zwei Wochen ein Praktikum absolvieren. Als es bei mir (w) vor einigen Jahren so weit war, bewarb ich mich im städtischen Krankenhaus, wurde aber von den Ärzten in meiner gewählten Abteilung nach wenigen Tagen auf die Station in die Pflege abgeschoben und musste dann dort mit anpacken. Irgendwann sollte ich einer Patientin ihre Medikamente für den Abend bringen, darunter waren auch einige ziemlich heftige. Allerdings waren in der Tablettenbox im Kästchen für den Abend schon ein paar Tabletten drin. (Das waren wohl die, die sie sich von zu Hause mitgebracht hatte, weil sie die täglich nehmen musste. Das wusste ich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht.) Sie wies mich darauf hin, dass sie nun einige der Medikamente doppelt hätte, ob mir das aufgefallen sei und ob sie das wirklich alles nehmen müsse.

Ich hatte schon mehrmals gesehen, dass Patienten von einem Medikament gleich zwei Tabletten bekamen, damit die Dosierung stimmt, also dachte ich mir nichts dabei. Ich ging davon aus, dass einer der Pfleger ihr die Medikamente schon vorher gegeben hatte und ich ihr die jetzt noch fehlenden geben sollte. Ich bejahte ihre Frage, ob sie das tatsächlich alles nehmen muss, und erklärte ihr, dass es ganz normal sei, dass man mal zwei Tabletten von einem Medikament nehmen muss, da das bei vielen Patienten so sei.

Etwa eine Stunde nach dem Abendessen nahm das Unglück dann seinen Lauf: Die Klingel für ihr Zimmer läutete und eine Krankenschwester ging nach ein paar Minuten hinein. Plötzlich ging der Alarm für das besagte Zimmer los, sodass alle Pfleger und ich hinzugestürmt kamen. Die arme Frau lag in ihrem eigenen Erbrochenen und fast nicht mehr ansprechbar im Bett. Ich dachte mir immer noch nichts dabei und ging, nachdem alle Maßnahmen getroffen waren, nach Hause. Als ich am nächsten Morgen zur Frühschicht erschien, war die Frau bei der Übergabe natürlich das Thema Nummer Eins. Sie war im Laufe der Nacht wieder ansprechbar geworden und es ging ihr so weit gut. Es stellte sich jedoch heraus, dass sie eine Überdosis an Tabletten genommen hatte. Sie hatte sie auch noch alle gleichzeitig genommen, weshalb das so reingehauen hatte - dafür konnte ich aber wirklich nichts.

Als in der Nacht herauskam, dass sie die Tabletten des Krankenhauses und auch noch ihre eigenen gefuttert hatte, glaubte jeder an seinen Selbstmordversuch, da die Patientin in den Tagen zuvor ziemlich jammerig und depressiv gewesen war. Sie erzählte, dass eine Krankenschwester zu ihr gesagt hätte, sie solle alle Tabletten nehmen, aber das hielten alle für eine billige Ausrede - welche Krankenschwester würde denn schon so etwas tun? Mir dämmerte in diesen Momenten natürlich, was geschehen war, doch ich hielt die Klappe, weil ich Angst hatte. Die Frau wurde als psychisch labil abgestempelt, die Ärzte der Station forderten noch am selben Tag ein psychologisches Konsil an. Leider weiß ich nicht genau, was aus der Frau geworden ist, denn mein Praktikum war dann kurz darauf zu Ende. Überlebt hat sie es auf jeden Fall ohne Folgeschäden. Aber ich schäme mich noch heute für meine Unachtsamkeit und vor allem dafür, dass ich nicht zu meinem Fehler gestanden habe.

Beichthaus.com Beichte #00038839 vom 20.10.2016 um 16:29:42 Uhr (23 Kommentare).

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