Letzte Wahl

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Begehrlichkeit Zwietracht Rache

Ich habe auch eine Beichte aus der Friend-Zone. Zweieinhalb Jahre lang bin ich meiner "besten Freundin" hinterhergerannt, hab ihr unter anderem Valentinstags-Geschenke gemacht, sie zum Essen eingeladen, und ihr bei Problemen immer zur Seite gestanden. Einmal habe ich ihr zwei Konzertkarten für ihre Lieblingsband geschenkt, die sie mir freudestrahlend aus der Hand genommen hat, um anschließend mit irgend so einem Volltrottel, den sie damals grade toll fand, hinzugehen. Sie hat immer nur genommen, und nie irgendwas zurückgegeben. Ich durfte mir aber im Gegenzug gefallen lassen, dass sie mich mit fadenscheinigen Ausreden versetzte, ihre schlechte Laune an mir ausließ und mir auf der Tasche lag. Mindestens fünf Mal hat sie sich von mir ins Kino einladen lassen, und ich Trottel hab natürlich immer brav bezahlt, weil ich dachte, dass ich so früher oder später ihr Herz gewinnen würde. Aber Pustekuchen, Madame traf sich immer mit irgendwelchen Deppen, die sie mies behandelten und obendrein noch fremd gingen. Zum Ausheulen hatte sie ja dann mich. Sie blieb nach mehreren herben Enttäuschungen schließlich bei einem Typen hängen, dessen Freizeitbeschäftigungen vorwiegend aus kiffen, zocken und schlecht Skateboarden bestanden. Ich hatte keine Ahnung, was sie an ihm fand, denn er war weder besonders intelligent, noch besonders gut aussehend, noch besonders durchtrainiert. Was er aber definitiv war: besonders eifersüchtig. Deshalb verbot er mir und ihr den Umgang. Das stellte sich allerdings als Vorteil für mich heraus, weil ich mich so besser von ihr lösen konnte. Da sie seinen Lebensstil bald teilte, rauchte, trank und den ganzen Tag Chips aß, ruinierte sie sich relativ schnell die Figur und ihr sehr hübsches Gesicht. Ich erfuhr immer mal sporadisch, durch heimliche SMS, die sie mir ab und an schrieb, dass ihr Beziehungsalltag geprägt war von Langeweile, sinnlosen Streitereien und schlechtem Sex. Ihre Larmoyanz wurde mir bald zuwider und ich war kurz davor zu fragen, warum sie dann statt ihn nicht mich genommen hatte, ließ es aber bleiben.


Die Jahre zogen ins Land, ich ging ins Fitnessstudio, begann noch etwas mehr auf mein Äußeres zu achten, hatte Glück in meinem Job und sammelte unabhängig von ihr auch meine Erfahrungen mit Frauen. Irgendwann schickte sie mir eine SMS, dass wir uns unbedingt treffen müssten, mit ihrem Freund wäre Schluss, und es ginge ihr richtig mies. Ich war natürlich neugierig und traf mich mit ihr. Sie war ziemlich rund und unförmig geworden, hatte Augenringe, die auch ihr Make-up nicht verbergen konnte, und sah allgemein, trotz der Tatsache, dass sie sich ordentlich aufgebrezelt hatte, nicht besonders gut aus. Wir unterhielten uns über dies und das, und mir fiel auf, dass sie die ganze Zeit nervös an sich herum zupfte, mir ihren Ausschnitt unter die Nase hielt und mich öfter anfasste, als es eigentlich so ihre Art war. Sie versuchte das Treffen in die Länge zu ziehen und ich musste ihr versprechen, dass wir uns so schnell wie möglich wiedersehen. Mir wurde bewusst, dass sie mich jetzt wohl doch wollte. Diese Annahme bestätigte sich, als sie bald anfing über den Facebook-Chat mit mir zu flirten und mir per Mail ein Aktfoto von sich schickte, auf dem man leider aber sehr deutlich sehen konnte, wie gründlich ihre Figur gelitten hatte. Ich ließ ihre Annäherungsversuche zunächst unkommentiert. Nach einiger Zeit jedoch wurde sie immer offensiver, bis sie sich dazu steigerte zu behaupten, sie wisse doch ganz genau, dass ich auf sie stünde, schließlich wäre ich ihr schon vor fünf Jahren hinterhergerannt. Darauf antwortete ich nur, dass diese Zeiten längst vorbei seien. Eine Stunde später stand auf Facebook in ihrem Status, dass alle Männer gleich wären, nämlich Vollidioten. Mich packte in diesem Moment die pure Wut auf ihr selbstgerechtes Getue. Ich schrieb ihr eine Nachricht in der ich ihr jedes einzelne Mal aufzählte bei dem sie mir gegenüber egoistisch war, mich benutzt oder mies behandelt hatte, und an das ich mich noch erinnern konnte. Zusammenfassend schrieb ich außerdem, dass ich das alles ja nicht so schlimm fände, wenn sie einfach nicht mitbekommen hätte, dass ich in sie verliebt war, aber das hatte sie ja gerade eben erst zugegeben. Sie hatte mich also ganz bewusst ausgenutzt, und jetzt sei ich einfach nur die laue fünfte Wahl für sie, weil sie wisse, dass sie mit ihrem Aussehen schon lange nicht mehr Punkten könne. Andere Werte habe sie ja nicht wirklich. Was sie dabei aber völlig übersehe wäre, dass ich schon lange nicht mehr in ihrer Liga spielte, beziehungsweise sie nicht mehr in meiner. Diesen Text schickte ich ihr und lud ihn gleich noch als Blog hoch. Den Link zum Blog fügte ich in einem Kommentar unter ihrem Status ein. Bereits nach einer halben Stunde hatte ich über dreißig Likes. Leider hat sie ihren Status dann gelöscht. Wir haben derzeit keinerlei Kontakt mehr, und ich beabsichtige es dabei zu belassen.

Beichthaus.com Beichte #00029785 vom 07.02.2012 um 11:30:04 Uhr (35 Kommentare).

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Rache an ehemaligem Klassentyrann

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Rache Boshaftigkeit Schule Gesundheit

Als ich noch zur Schule ging, gab es bei uns einen Typen in der Klasse, dem jegliche soziale Kompetenz fehlte. Er hänselte oft und viele unserer Klassenkameraden, und bestimmte, wer das allgemeine Mobbingopfer der Klasse war. In der Neunten und Zehnten war ich dran, weil ich immer ziemlich gute Noten hatte, und bei irgendwelchen seiner Hetzaktionen gegen andere Schüler und auch Lehrer nicht mitmachen wollte. Ich kassierte öfter Prügel von ihm und seinen Mitläufer-Kumpels, mein Schulrucksack verschwand auf wundersame Weise und bei minus fünfzehn Grad klaute er mir die Jacke. Er spielte Fußball mit meinen Schulsachen, Stiften und einmal mit meinem teurem grafikfähigem Taschenrechner, was unser Mathelehrer allerdings mitbekam und die Eltern des dumpfbäckigen Störenfrieds mir ersetzen mussten. Natürlich kassierte ich hinterher ordentlich Schläge. Hinzu kamen unzählige Hänseleien, Sprüche und Schikanen, die mir jeden neuen Tag versauten. Langsam, aber sicher begann ich ihn zu hassen und schmiedete finstere Rachepläne, die ich allerdings nie umsetzen konnte, da er nach einer Aktion, bei der er einen jüngeren Schüler mit einem Bowie-Messer verletzte, in der elften Klasse von der Schule flog. Wir waren alle recht froh ihn los zu sein, außer die natürlich, die zu seinen Mitläufern zählten.


Nach der Schule studierte ich Medizin und arbeitete zunächst im Ausland, kehrte dann aber gezwungen durch familiäre Probleme in mein Heimatstädtchen zurück, um im örtlichen Krankenhaus zu arbeiten. Eines Nachts schob ich gerade mitten in der Woche langweiligen Praxisdienst in der Notaufnahme, als mir die Schwester sagte, im Warteraum säße jemand mit akutem Abdomen, also ziemlich üblen Bauchschmerzen. Als ich im Wartezimmer ankam, traf mich fast der Schlag. Es war mein verhasster Ex-Schulkamerad, der sich vor Schmerzen krümmte und Schweißperlen auf der Stirn hatte. Normalerweise ruft so ein Anblick bei mir immer Mitleid hervor, allerdings nicht bei diesem Typen. Er erkannte mich auch sofort, duzte mich und fragte, was er denn haben könnte. Wahrheitsgemäß erklärte ich ihm, dass ich das erst nach der Diagnostik wüsste. Er tat die ganze Zeit so, als wären wir schon immer die besten Kumpels gewesen, die sich nur durch unglückliche Umstände aus den Augen verloren hätten. Beim Ultraschall wurde recht eindeutig klar, was er für ein Problem hatte, denn sein Appendix (der Wurmfortsatz des Blinddarmes) sah aus wie eine Presswurst. Normalerweise wäre der Keks damit gegessen gewesen. Wenn man alle Fälle von Blinddarmentzündungen per Ultraschall so leicht abklären könnte wie bei ihm, wäre das eine echte Erleichterung. Aber irgendwie war in dieser Nacht sonst nichts los und mich ritt der blanke Hass, außerdem war der Patient ja nicht in Lebensgefahr. Ich runzelte also die Stirn, fuhr mit Absicht immer wieder über die schmerzende Stelle und sagte beim Blick an den Ultraschallbildschirm gedankenabwesend mehrmals "Oh, oh...", ungefähr in dem Tonfall eines KFZ-Mechanikers, wenn man ihn fragt wo denn dieses komische rasselnde Geräusch am Motor beim Gas geben herkommt. Dann sprang ich gespielt alarmiert auf, gab ihm die Anweisung auf jeden Fall liegen zu bleiben und ging erstmal zehn Minuten Kaffee trinken, während ich die Anästhesistin informierte und sagte, sie könne sich ruhig Zeit lassen, der Patient habe es nicht eilig. Danach ging ich mit sorgenvoller Miene zurück in das Zimmer, wo der Typ, mittlerweile aschfahl und leise wimmernd, lag. Ich sagte ihm wörtlich er habe eine akute Appendizitis, mit bereits drohender Perforation und anschließender Peritonitis. Es war klar, dass er nur Bahnhof verstand, aber er getraute sich nicht, das zuzugeben. Ich füllte den Anamnesebogen extra langsam aus, blickte ihn wiederholt prüfend und mitleidig an und fragte ihn nach seiner Patientenverfügung. Er fing fast an zu weinen. Schließlich beruhigte ich ihn mit der geringen Sterblichkeitsrate und sagte, es bestünden gute Chancen einer vollständigen Heilung. Bei der OP erzählte ich dem Team, was der Patient für ein netter Mensch war, und wie ich es ihm vergolten hatte. Darauf meinte der anwesende Chirurg, er werde die Nähte extra fest machen, damit der Typ auch beim Fäden ziehen noch einmal richtig seinen Spaß habe. Mein Ex-Schulkamerad war nachher noch zwei Tage im Krankenhaus, tyrannisierte die Pfleger so übel und baggerte an den jungen Schwestern herum. Ich war deswegen belustigt, denn es zeigte dass er sich nicht wirklich geändert hatte. Hoffentlich bleiben mir in Zukunft jegliche Begegnungen mit ihm erspart.

Beichthaus.com Beichte #00029773 vom 03.02.2012 um 11:25:17 Uhr (37 Kommentare).

Gebeichtet von Heyak
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“Beichte

Oh, Sie sprechen aber gut deutsch!

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Falschheit Vorurteile Misstrauen Gesellschaft

Letzte Woche habe ich, einem älteren Herrn mit Krückstock, die Tür aufgehalten, damit er ohne Probleme in das Einkaufszentrum eintreten kann. Er bedankte sich bei mir und sagte mir, dass solche Höflichkeitsgesten, in diesen Tagen äußerst selten geworden sind. Nun zu meiner eigentlichen Beichte: Ich täusche Nettigkeiten und Höflichkeiten vor. Es kommt nie von Herzen. Ich tue dies nur aus Imagegründen, um zu beweisen, dass nicht alle Ausländer zur Sparte asozial und nicht integrierbar gehören. Ich lebe von Geburt an hier in Deutschland und habe auch die deutsche Staatsbürgerschaft, daher war Integration nie ein Thema für mich. Meine Wurzeln sind von asiatischer Natur, nämlich aus dem Land, wo 80 Prozent der Einwohner Katholiken sind, sprich ich bin auch christlich erzogen worden und kannte auch keine religiösen Barrieren.


Ich habe drei Söhne und eine wunderschöne Frau. Meine Familie versorge ich, indem ich wie jeder normale Bürger täglich arbeite und meine Abgaben an diesen Staat leiste. Es kotzt mich wirklich an, dass wir Ausländer (auch die mit der deutschen Staatsbürgerschaft) alle in einem Topf geworfen werden, obwohl es doch offensichtlich ist, dass bestimmte ethnische Gruppen, die dem Islam angehören, viel dazu beitragen, dass das Bild vom Ausländer meist nicht positiv ist. Aus jeder Gesellschaftsschicht und aus allen ethnischen Gruppierungen gibt es schwarze Schafe, das lässt sich nicht abstreiten, dennoch sind es unsere Mitbürger, mit islamischem Glauben, die es schaffen, Misstrauen und Vorurteile gegenüber Ausländern hervorzurufen. Wenn jemand aus diesen Kreisen, eine kriminelle Straftat verübt hat, heißt es aus politisch korrekten Gründen: "Der Kriminelle ist Bürger mit Migrationshintergrund" und deswegen hasse ich diese Bezeichnung; es ist eine Verallgemeinernde Bezeichnung, da die "Bürger mit Migrationshintergrund" nicht alle islamischen Glaubens sind und meistens wird dieser Begriff bei Leuten mit islamischen Glaubens verwendet. Bei negativen Schlagzeilen wird diese Bezeichnung hervorgehoben, während bei positiven Ereignissen und Geschehnissen plötzlich der islamische Glauben erwähnt wird.


So genug von den Moslems, kommen wir zu den "eingeborenen" Deutschen. Ich kann es nicht begreifen, dass viele es immer noch nicht kapieren, dass es Ausländer gibt, die hier geboren sind und auch akzentfrei deutsch sprechen können. Man hört immer wieder, wer in einem anderen Land leben möchte, sollte die Sprache beherrschen. Warum gehen die Leute dann immer noch davon aus, dass man der deutschen Sprache nicht mächtig ist? "Oh, Sie sprechen aber gut deutsch", dass liegt daran, weil es meine Muttersprache ist, du ignoranter Volltrottel. Auch werde ich grundsätzlich mit "Du" angesprochen; ich nehme an, aufgrund meiner ethnischen Äußerlichkeit. An sich ist es ja nicht schlimm, aber wenn man von einem Polizisten so angesprochen wird, dann kann ich von unbewusstem Rassismus sprechen. Die Anrede Sie ist eine respektvolle Form, unbekannte als auch bekannte Personen ansprechen, sofern man keine persönliche Beziehung miteinander hat bzw. keine haben möchte und ich betone Respekt und diesen zeigt man nicht, wenn man einen Unbekannten mit Du anspricht. In allen öffentlichen Institutionen, sei es das Ortsamt, das Arbeitsamt, Schulen usw. werden Übersetzungen von allen möglichen Sprachen beigefügt, wenn es sich um allgemeine Informationen handelt. Was soll das? Wer es nicht versteht ist hier fehl am Platz. Deutsch ist hier Amtssprache. Und dann wundert man sich warum der Eine oder Andere immer noch so spricht als wäre er erst vor wenigen Wochen in Deutschland angekommen, obwohl man schon Jahrzehnte hier lebt. Man macht es ihm einfach indem man einfach alles auf seine Sprache übersetzt. Vieles läuft hier falsch in diesem Land und beide Seiten haben Ihren Teil dazu beigetragen. Dies sind meist meine Gründe weshalb ich höflich und zuvorkommend bin und dies nicht immer von Herzen kommt und es meist nur vorgetäuscht ist, um das Image aufzubessern. Ich erwarte keine Absolution und negative Kommentare sind nicht vermeidbar, ich wollte nur meine Falschheit begründen.

Beichthaus.com Beichte #00029748 vom 25.01.2012 um 16:29:09 Uhr (65 Kommentare).

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Die Strumpfhose

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Masturbation Wollust Fetisch Diebstahl Nachbarn Ruppichteroth

Zugegeben, in der Pubertät sind sehr viele Dinge seltsam. Die ganze Welt scheint sich plötzlich zu verändern. Meine Eltern kamen mir vor, als sprächen sie eine mir unbekannte Sprache, Freunde wurden wichtiger als die Schule und das wohl spannendste an dieser ganzen […]
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Beichthaus.com Beichte #00029407 vom 04.10.2011 um 18:45:39 Uhr in Ruppichteroth (8 Kommentare).

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Deutschland in Asien

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Aggression Boshaftigkeit Gewalt Schamlosigkeit Ungerechtigkeit Tokio

Manchmal sehnt man sich einfach nach heimischer Kultur. Dabei spreche ich (m/24) nicht von Deutschlands kulinarischen Ergüssen wie Blutwurst oder Eisbein oder die gebotene kulturelle Vielfalt der Volksverdummung auf den privaten Sendern, sondern schlichtweg die allgemein […]
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Beichthaus.com Beichte #00029308 vom 26.08.2011 um 05:20:15 Uhr in Tokio (34 Kommentare).

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