Das Unglück auf dem Heimweg

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Peinlichkeit Trunksucht Verzweiflung Ekel Last Night Kesseling

Vor ein paar Monaten war ich (w) endlich mal wieder mit ein paar Freunden unterwegs und natürlich begossen wir das Wiedersehen mit einer Menge Alkohol. Ich hatte am Tag kaum gegessen und war relativ schnell angeheitert. Irgendwann wollten wir dann nach Hause. Ich fuhr alleine, weil sonst keiner in meiner Gegend wohnt. Als ich in eine andere Bahn umsteigen musste, fiel mir ein, dass ich ja noch Zigaretten kaufen könnte. Dabei lernte ich einen echt süßen Typen kennen. Wir kamen irgendwie ins Gespräch, gingen noch kurz was trinken und es stellte sich heraus, dass wir in dieselbe Richtung mussten. Also fuhren wir zusammen. Auf der Fahrt grummelte mein Magen heftig und ich merkte, dass ich ganz schnell ein stilles Örtchen benötigte. Dazu kam, dass in der Bahn die Fenster offen waren, es zog und war kalt und ich konnte es kaum aushalten. Als dann endlich unsere Station angesagt wurde, wollte ich einfach schnell aufstehen und nach Hause. Zum Glück stand er vor mir und stieg vor mir aus, denn als ich so abrupt aufstand, entleerte sich mein Durchfall in meine Hose. Geistesgegenwärtig stellte ich fest, dass ich einen langen Mantel an hatte und man es bestimmt nicht sah, aber der Geruch! Verdammt überhaupt die ganze Situation! Wie konnte das nur passieren? Ich sagte ganz schnell "Tschüss" und betete, dass er es nicht bemerkt hat. So etwas Peinliches ist mir noch nie passiert. Zu Hause angekommen brach ich auch erst einmal in Tränen aus. Als erwachsene Frau hatte ich mir in die Hose gemacht. Vor einem Typen. Einem verdammt netten Typen, von dem ich nun nicht mal die Nummer hatte. Bestimmt drei Wochen lang habe ich mich intensiv selbst gehasst. Mittlerweile geht es wieder, aber manchmal will ich trotzdem immer noch im Boden versinken.

Beichthaus.com Beichte #00033145 vom 27.04.2014 um 10:27:52 Uhr in Kesseling (13 Kommentare).

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Vier Kilo zum besseren Körpergefühl

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Eitelkeit Begehrlichkeit Hochmut Leipzig

Ich (w/24) habe nach Beendigung einer langen und schwierigen Beziehung mit viel Herzschmerz vier Kilogramm abgenommen. Nun wiege ich bei einer Größe von 165 Zentimetern knapp 60 Kilo und kann nicht mehr aufhören, in den Spiegel zu gucken. Vier Kilogramm sind nicht die Welt und ich denke fast, dass ich gar nicht so sehr anders aussehe, trotzdem habe ich irgendwie ein komplett neues Körpergefühl und muss mich selbst ständig betrachten. Am schönsten finde ich meine superschlanke Taille. Ich merke auch, wie die Männer wieder gucken, und mache mir einen Spaß daraus, zum Beispiel Verkäufer anzusprechen und das kurze Leuchten in ihren Augen zu sehen, wenn sie aufsehen oder sich umdrehen. Dazu muss man sagen, dass ich auch ein recht hübsches Gesicht habe. Wenn ich dann weitergehe, stelle ich mir vor, wie sie mir hinterherstarren, und genieße das in vollen Zügen. Ich denke, dass das ziemlich eingebildet und selbstverliebt ist, aber ich gebe mir die allergrößte Mühe, mir das von niemandem anmerken zu lassen. Nunja, wahrscheinlich liegt es daran, dass mein damaliger Freund mich nicht gerne in engen Klamotten und mit Make-up gesehen hat, da er extrem eifersüchtig war. Vergebt mir meine Eitelkeit.

Beichthaus.com Beichte #00033131 vom 24.04.2014 um 21:15:53 Uhr in 04228 Leipzig (Hauptstraße) (21 Kommentare).

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Verlangen nach der Kollegin

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Morallosigkeit Kollegen Arbeit

Seit über zehn Jahren arbeite ich nun mit meiner Kollegin zusammen. Seit über einem halben Jahr vis-à-vis. Ich habe mich eigentlich schon immer zu ihr hingezogen gefühlt und ich denke, ihr geht es genauso. Zumindest gab es wirklich viele Situationen, in denen die Luft nur noch elektrisch war und es geknistert hat. Manchmal würde ich sie am liebsten packen und vernaschen. Zwei Dinge halten mich jedoch ab: Wir leben beide in Beziehungen und unsere Zusammenarbeit ist zu konstruktiv. Wenn ich es probiere, mache ich wahrscheinlich alles kaputt - probiere ich es nicht, werde ich nie erfahren, wie sie sich anfühlt. Ein blöder Mist ist das.

Beichthaus.com Beichte #00033043 vom 12.04.2014 um 15:52:15 Uhr (6 Kommentare).

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In den Fängen meiner Pflegeeltern

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Hass Engherzigkeit Familie

Ich muss beichten, dass ich Leute wie meine Pflegeeltern hasse. Deren Lebensinhalt besteht bis heute nur aus ihrer Arbeit und der nicht unerheblichen vierstelligen Zahl, die sich am Ende des Monats auf ihrem Konto dazurechnet. Sie haben ein dickes Haus, einen riesigen […]
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Beichthaus.com Beichte #00032998 vom 05.04.2014 um 04:43:39 Uhr (13 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Öl auf der Fahrbahn

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Betrug Waghalsigkeit Boshaftigkeit Auto & Co.

Beim 24-Stunden-Rennen auf einer langen deutschen Rennstrecke im Jahre 1992 habe ich einen großen Fehler begangen, der mich bis heute um den Schlaf bringt. Die Schlaflosigkeit wird immer schlimmer, je näher das 24-Stunden-Rennen jedes Jahr rückt. Damals war ich mit einigen Freunden zum Rennen gefahren. Wir schlugen unser Camp im Bereich Metzgesfeld auf. Für Unwissende: Hier bremsen die Autos von ungefähr 200 km/h auf 130 km/h runter und fahren eine Links-Links-Rechts-Kurven-Kombination. Ich, als eingefleischter BMW-Fan, war natürlich voll und ganz in der Erwartung, dass BMW alles in Grund und Boden fährt und gewinnt. Beim Start sah das auch noch ganz gut aus, dann aber kam die Nacht. Es wurde kalt, das Wetter schlug auf Nebel und Regen um, die allrad-getriebenen Autos wurden immer schneller. Meine geliebten Heckantrieb-BMWs versanken in der Tiefe der Ergebnisliste. Das konnte ich nicht ertragen. Dann kam mir diese verdammte Schnapsidee. Ich nahm kurzerhand eine Rolle Butterbrot-Tüten für Pausenbrote, füllte einzelne Tüten mit Speiseöl und knotete sie gespannt zu. Dann - jedes Mal, wenn so ein Allrad-Ingolstädter kam, schleuderte ich einen dieser Beutel über den Zaun auf die Rennstrecke. Auch er schleuderte - aber gut geölt in die Leitplanken.


Keine Sorge: Die Autos und deren Sicherheitseinrichtung sind so sicher, kein Fahrer hat Schaden erlitten. Sonst hätte ich das nie gemacht. Aufgrund dessen gab es - keine Ahnung wie viele - "Gelbe-Flaggen-Phasen". Während einer solchen hielt mein geliebter BMW-Werksfahrer (genannt Smoking Joe) direkt bei uns an der Unfallstelle an und schnorrte sich eine Zigarette. Was ihm vom Rennleiter eine Stop Go Zeitstrafe bescherte - er wurde zum Kaffee geboten. BMW gewann dann dennoch mit einem traumhaft schönen M3 vor einem weiteren BMW, Opel wurde ganz starker Dritter. Mein Gewissen plagt mich bis heute, weil ich derjenige bin, der Audi um den Sieg gebracht hat. Der bin, der den Streckenposten einen Arsch voll Arbeit beschert hat, meine Freunde um unser Speiseöl beraubt hat und Smoking Joe zu einem Kaffeekränzchen beim Rennleiter verholfen hat. Reumutig erbitte ich Ablass.

Beichthaus.com Beichte #00032987 vom 03.04.2014 um 13:27:58 Uhr (21 Kommentare).

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