Doppelnamen sind furchtbar!

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Hass Zorn Vorurteile Ungerechtigkeit

Ich beichte, dass ich nach Jahren der Berufstätigkeit im Kundenservice eine irrationale Abneigung gegen Personen mit Doppelnachnamen entwickelt habe. Ich weiß nicht genau, warum das so ist, aber es kommt mir so vor, als wären diese noch unfähiger, inkompetenter und ahnungsloser als andere Kunden. Immerhin konnten sie sich in ihrem eigenen Leben nicht einmal für einen Namen entscheiden. Es ist auch extrem unangenehm, Namen auszusprechen wie "Frau Ansberger-Geißbucher". Ich meine - wirklich?! Wenn man seinen Namen bei einer Eheschließung nicht ändern will, soll man doch einfach den eigenen behalten. Warum ein Doppelname? Da kann man gleich den Nachnamen des Partners nehmen, der Papierkram bzgl. Dokumentenänderung bleibt einem dann ja nicht erspart!


Besonders unverständlich ist es für mich, wenn man wie ein österreichischer Nachrichtenjournalist einen Namen wie "Schwitzer-Fürnsinn" trägt. Warum möchte man den Schwitzer-Teil behalten?! Und ja, manche armen Schweine werden mit dem Namen schon geboren, das ist mir klar, das tut mir für die dann glatt leid, dass die solche Eltern haben. Wie werden die sich in der Kindererziehung einig? Jedenfalls möchte ich beichten, dass mich solche Namen extrem aufregen, obwohl es dafür keinen wirklich vernünftigen Grund gibt, und ich diese Menschen in meinem beruflichen und auch privaten Umfeld weniger ernst nehme, als andere. Das Schlimme an der Sache ist ja eigentlich nur, dass meine eigene Schwester plant, ihren Freund zu heiraten und von da an einen Doppelnamen zu tragen.

Beichthaus.com Beichte #00036942 vom 29.10.2015 um 14:14:43 Uhr (11 Kommentare).

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Ich belüge meine Eltern

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Lügen Falschheit Familie

Vor fast zwei Jahren bin ich (w/25) in meine erste eigene Wohnung gezogen, da meine Eltern umzogen und ich ihnen nicht weiter auf der Pelle sitzen wollte. Außerdem wollte ich in der Nähe meines Freundeskreises bleiben. Leider gibt es in dieser Gegend überwiegend teure Wohnungen. Ich hatte jedoch Glück und fand eine kleine, wunderschöne bezahlbare, trotzdem aber überteuerte kleine Wohnung. Ich arbeite in der Pflege und verdiene nicht sehr viel. Leider komme ich nur ganz knapp mit meinem Geld zurecht. Und das, obwohl ich wirklich nur das Nötigste damit bezahle. Nun habe ich einen Zweitjob in der Gastronomie angenommen, um finanziell nicht ganz unterzugehen. Nun zu meiner Beichte: Ich belüge regelmäßig meine Eltern, indem ich ihnen vorgaukle, dass ich ein wunderbares Leben führe. Sie wissen nichts von meinem Zweitjob und dass ich teilweise 7-Tage-Wochen habe.


Ich möchte sie nicht belügen - und trotzdem tue ich es, weil ich sie nicht enttäuschen möchte. Als sie mich neulich fragten, ob ich mit ihnen zusammen in den Urlaub fahren möchte, verneinte ich. Das kann ich mir einfach nicht leisten. Ich erzählte ihnen aber, dass ich keine Lust auf dieses Urlaubsland hätte. Es tut mir so unglaublich leid, aber ich bringe es nicht übers Herz, ihnen die Wahrheit zu erzählen.

Beichthaus.com Beichte #00036934 vom 28.10.2015 um 14:59:24 Uhr (10 Kommentare).

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Beziehung während eines Auslandsjahres

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Verzweiflung Selbstsucht Partnerschaft

Ich (w/22) beichte, dass ich vor knapp einem Jahr mit meinem langjährigen Freund Schluss gemacht habe und ihm somit das Herz gebrochen habe. Ich war damals im Ausland und hatte auch vor, dort noch einige Monate zu bleiben. Unsere Beziehung lief bis zu meiner Abreise super, wir liebten und respektierten uns und konnten uns ein Leben ohne einander nicht vorstellen. Trotzdem traf ich damals die Entscheidung nach der Schule etwas erleben zu wollen, bevor ich studieren und später arbeiten gehen müsste. In den ersten Tagen und Wochen im Ausland lernte ich jedoch so viele neue Menschen kennen und fand schnell neue Freunde, dass ich meinen Freund daheim erst einmal kaum vermisste. Ich dachte nicht oft an ihn und ihm ging es immer schlechter, da ich mich kaum noch meldete. Als ich dann hörte, dass er kaum noch aß und extrem abnahm, vor lauter Kummer über mein Fehlen und mein Verhalten, beschloss ich, einen Schlussstrich zu ziehen, sodass er mit mir abschließen könnte und es ihm bald auch wieder besser ging.


Mir ging es die ganze Zeit gut und ich genoss mein Leben, während er in Deutschland vor sich hin trauerte. Durch mein Verhalten riss ich ihn jedoch noch tiefer in die Trauer und es ging ihm lange Zeit sehr schlecht. Ich habe in der Zeit einen Anderen kennengelernt und bin nach einigen Monaten schon in der nächsten Beziehung gewesen. Doch bis heute habe ich nie wieder das Gleiche für irgendjemanden empfunden wie für meinen ersten Freund. Bis heute konnte ich nicht mit ihm abschließen und ich beichte, dass ich damals zu voreilig gehandelt und dadurch viel kaputtgemacht habe. Er hat sich natürlich nach einiger Zeit wieder gefangen und führt eine glückliche, neue Beziehung, aber ich habe mich durch meine Unfähigkeit damals beziehungsunfähig gemacht und habe das auch verdient.

Beichthaus.com Beichte #00036932 vom 27.10.2015 um 23:41:15 Uhr (18 Kommentare).

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Frauen in Burka

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Engherzigkeit Vorurteile Gesellschaft

Frauen in Burka
Es tut mir irgendwie leid, aber ich (w/34) kann Frauen in Burka nicht richtig ernst nehmen. Unser Sohn ist jetzt in der ersten Klasse und zwei Mütter aus der Klasse tragen Burka. Letztens war Elternabend. Ich nehme diese beiden Frauen zwar wahr, aber ich kann und will mit ihnen kein Gespräch beginnen. Zum einen weiß ich nie, wer welche Frau ist. An Augenschlitzen erkenne ich keinen Menschen. Und außerdem sind mir Burkas ehrlich gesagt irgendwie suspekt. Eine Frau in Burka ist für mich irgendwie kein Individuum, sie hat ja nichts, woran man sie erkennen kann. Das alles ist bei mir teilweise bewusst und teilweise unbewusst. Ich ignoriere die beiden Mütter nicht absichtlich, aber sie sind für mich quasi nicht richtig vorhanden. Sie wirken auf mich wie wandelnde Bettlaken mit Augen. Ich möchte niemandem die Burka verbieten (außer an bestimmten Orten, wie Kreditinstituten, Gerichten, Polizeibehörden etc., gehören sie für mich verboten), aber ich möchte auch ehrlich gesagt mit niemandem, der sich bis auf die Augen verhüllt, mehr Worte als "Guten Tag" und "Auf Wiedersehen" wechseln. Dazu muss ich aber auch sagen, dass die beiden Mütter mit Burka auch nie Kontakt zu anderen suchen, sondern immer nur miteinander im Gespräch sind. Meine Hauptbeichte ist aber, dass ich sie eben nicht so richtig für voll nehmen kann.

Beichthaus.com Beichte #00036931 vom 27.10.2015 um 19:13:19 Uhr (39 Kommentare).

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Ein Prokurist aus dem viktorianischen London

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Hass Peinlichkeit Zorn Maßlosigkeit

Ich (m/20) muss meine latenten Agressionen gegenüber einigen Personen aus meiner Bekanntschaft beichten. Über einen Freund, der extrem modebewusst ist, kenne ich einige weitere Leute, die wir mittlerweile nur noch die "Ben-Sherman-Gang" nennen, weil sie nur in besagtem Laden einkaufen gehen und dort teilweise auch arbeiten. Einer von ihnen bringt mich besonders auf die Palme. Alle kleiden sie sich im Vintage-Look mit Anzug, Krawatte und Armbanduhr (je älter, desto besser), und das alles rund um die Uhr, dabei sind sie alle gerade mal 18 bis 20 Jahre alt! Das kann ich noch irgendwie akzeptieren, aber einer übertreibt es einfach nur noch: neulich kam er ernsthaft mit Messer, Tabakblock zum Runterschneiden und Pfeife in unsere Stammkneipe, zieht sich bei Gelegenheit die Taschenuhr aus der Anzughose und gibt gerne den weltmännischen englischen Gentleman, samt gefaktem "british working class accent", dabei hat er zwei Jahre nach seinem Abitur immer noch nichts Anständiges auf die Reihe gebracht, außer einem Praktikum in einer Klinik.


Wenn er auf dem Oktoberfest bei uns bedient, schlüpft er übrigens in die Rolle des kernigen bayrischen Bua, samt ebenfalls gefaktem bayrischen Akzent. Trotz mittelmäßigem Abischnitt ist es nämlich der Wunsch des jungen Herren, Medizin oder Psychologie zu studieren, was er jetzt auch durch Vaters Geld und Connections tun wird. Ich habe ihn auch schon in der Stadt mit Skizzenblock und - ganz stilecht - Gläschen Wein beim Zeichnen gesehen, kein Witz. Allein beim Schreiben kommt in mir wieder der Hass hoch. Unser Verhältnis ist nicht besonders gut, aufgrund des überschneidenden Freundeskreises habe ich aber leider oft mit ihm zu tun und ihm so im nicht mehr ganz nüchternen Zustand schon öfter merken lassen, wie affig ich sein Getue finde. Das kam nicht gut an, denn wenn er eins nicht ab kann, ist es, nicht ernst genommen zu werden. Aber wieso kleidet er sich dann auch wie ein Prokurist im viktorianischen London, verdammt noch eins?


Zur Information: Das Ganze spielt sich an den Wochenenden in unserer schummrigen Stammkneipe in einer Kleinstadt ab, nicht im Montmartre zur Belle Epoque. Sogar seinen eigenen steinernen Bierkrug bringt er in die Kneipe mit, dunkles Bier kann der Connaisseur nämlich nur daraus trinken, und wenn er dann auch noch allen Ernstes Limericks aus seinem Reclam-Heftchen liest, natürlich so, dass es alle mitkriegen, wie gebildet und interessiert er ist, hat das Ganze etwas von Realsatire. Was ich beichten möchte, ist also meine Aggression gegenüber diesem Clown, die so weit geht, dass ich ihn schon heimlich mit allerlei Sachen aus dem Hinterhalt beworfen habe - mit Geldmünzen, zusammengeknüllte Bierdeckel, etc. Das bereue ich, denn es war kindisch und hat unter uns zum Streit geführt. Ich bereue es aufrichtig.

Beichthaus.com Beichte #00036930 vom 27.10.2015 um 18:34:07 Uhr (22 Kommentare).

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