Eine Mail mit internen Dokumenten

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Neugier Kollegen Arbeit

Ich arbeite in einer großen, namenhaften Kanzlei als Anwalt im dritten Berufsjahr. Trotz meines sechsstelligen Jahresgehalts bin ich im Herzen oft noch der Alte und kann mir so manchen Scherz nicht verkneifen. Leider ist es letztes Mal so geendet, dass eine junge Kollegin fristlos entlassen wurde. Ich hatte von ihrem Computer wichtige Unterlagen einer großen Mandantin (Bank) an ihre private Mailadresse geschickt. Ich wollte einfach mal sehen, was dann passiert, weil ich wissen wollte, inwiefern wir seitens der IT überwacht werden. Ich habe darauf vertraut, dass sie sich rausreden kann. Konnte sie aber offenbar nicht. Das tut mir sehr leid.

Beichthaus.com Beichte #00037119 vom 26.11.2015 um 21:15:02 Uhr (22 Kommentare).

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Das Wichtigste bei der Wohnungssuche

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Begehrlichkeit Zorn Verzweiflung Nachbarn

Meine Nachbarin hat sich gestern verlobt. Das hat sie mir heute freudestrahlend berichtet. Wieso ich das beichte? Weil ich Idiot vor drei Monaten bei der Wohnungssuche so naiv war und gedacht hätte, ich könnte die Kleine flachlegen. Ursprünglich habe ich als ausschlaggebendes Kriterium gesetzt, den Telekommunikationsanbieter A zu haben. Diesen habe ich hier nicht, sondern Telekommunikationsanbieter B, für 15 Euro mehr im Monat. Ich dachte mir jedoch, dass es die 360 Euro Mehrkosten in 24 Monaten wert wäre, da ich ja ein nettes Umfeld habe. Denkste. Nächste Woche ziehen die beiden endgültig zusammen und ich versauere hier. Ich schaue mich nun wieder nach Wohnungen um, und hoffe, demnächst nicht so schwanzgesteuerte K.O.-Kriterien zu setzen.

Beichthaus.com Beichte #00037116 vom 26.11.2015 um 19:02:26 Uhr (11 Kommentare).

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Star Wars im Sexshop

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Schamlosigkeit Maßlosigkeit Shopping

Ich (m/25) möchte hiermit beichten, dass ich seit gerade eben Hausverbot in der großen Sexshop-Kette habe, die nach einem Sternbild benannt ist. Aber nicht, weil ich gestohlen habe, sondern weil meine Freundin und ich, die dort eigentlich nur unser Sexleben etwas aufpeppen wollten, riesige Star Wars-Fans sind und beim Anblick zweier roter und blauer Dildos in Meterlänge nicht mehr anders konnten und den Endkampf zwischen Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi nachgestellt haben und dabei auch auf oder über den einen oder anderen Tisch gesprungen sind. Zerstört haben wir zwar nichts, aber viel hinuntergeworfen. Wir wurden dann, beide fast schon hysterisch lachen, von der Security aus dem Laden gezerrt. Uns ist es egal, und der Spaß war es allemal wert.

Beichthaus.com Beichte #00037112 vom 25.11.2015 um 18:43:39 Uhr (22 Kommentare).

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Die lästernde Versagerin aus meiner Vergangenheit

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Rache Zorn Hochmut Vorurteile Schöppingen

Ich (w/28) habe mich während meiner Schul- und der anschließenden Ausbildungszeit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ich bin eher durch Fehlzeiten, Männergeschichten und durchzechten Nächten in den Köpfen meiner Mitschüler und Lehrer geblieben, als durch Fleiß oder gute Leistungen. Dennoch habe ich vor acht Jahren erfolgreich meine Ausbildung beendet, bin umgezogen und habe seitdem einen tollen Job, bin glücklich verheiratet und führe ein vorbildliches, ja schon nahezu langweiliges, Leben ohne größere Exzesse oder Ausschweifungen. Vor ein paar Monaten haben wir meine Eltern übers Wochenende besucht und ich bin mit meinen drei Nichten und Neffen (4,2 und 1 Jahre alt) am Sonntagmorgen Brötchen holen gegangen.


Ich war ungeschminkt, trug einen Jogginganzug und schob recht unmotiviert einen Croozer (diese übergroßen Fahrradanhänger, die man auch als Kinderwagen für zwei Kinder nutzen kann) vor mir her. Beim Bäcker angekommen stellte ich fest, dass eine ehemalige Klassenkameradin dort hinter der Theke stand und bediente, sie schien mich zu erkennen, erwiderte meinen Gruß aber nicht. Nachdem ich die Brötchen bezahlt und den Laden verlassen hatte, fiel meinem ältesten Neffen auf, dass er seinen Kuschelbären verloren hat, also mussten wir nochmal in die Bäckerei. Offensichtlich wurde mein Eintreten nicht bemerkt, sodass ich Zeuge einer recht unschönen Unterhaltung über mich wurde. Mein ungepflegtes Aussehen ließe auf Hartz-IV schließen, zwischen den Kindern wäre kaum Zeit vergangen, wahrscheinlich alle von unterschiedlichen Männern, aber das alles hätte sich ja damals schon abgezeichnet.


Ich habe mir das Kuscheltier geschnappt, deutlich noch einen schönen Sonntag gewünscht und bin von dannen gezogen. Irgendwie hat mich diese Unterhaltung schon sehr getroffen, weil ich aus meinen "Jugendsünden" gelernt habe und mein Leben schon vor acht Jahren komplett umgekrempelt habe. Letzte Woche hat mein Arbeitgeber inseriert, weil wir neue Mitarbeiter im sozialen/integrativen Bereich einstellen wollen und unter den Bewerbungen, die eingegangen sind, war auch eine von eben dieser ehemaligen Klassenkameradin. Ihrem Lebenslauf konnte ich entnehmen, dass sie ihre Ausbildung damals abgebrochen und sich danach mit Nebenjobs über Wasser gehalten hat.


Nun obliegen Vorstellungsgespräche meiner Verantwortung, da ich eben dieses Team leite und ich habe sie eingeladen. Offensichtlich war ihr mein neuer Nachname nicht geläufig, denn nachdem wir den Raum betraten, in dem sie wartete, konnte ich tatsächlich Zeuge einer allerfeinsten Gesichtskirmes werden. Trotz meiner Freundlichkeit schien sie nicht zu entspannen, ich ging die regulären Punkte mit ihr durch und ließ mir noch ein paar Unstimmigkeiten im Lebenslauf erklären. Zur besseren Einschätzung der Bewerber hatten wir einige Fallbeispiele vorbereitet, um die Sozialkompetenzen grob einschätzen zu können. Ihr Fallbeispiel beinhaltete einen unserer wichtigsten Grundsätze, nämlich das alle Menschen gleichwertig sind, unabhängig von Sozialstatus, Religionszugehörigkeit und Herkunft.


Ich ließ sie eine geschlagene Viertelstunde über das Thema schwadronieren und hoffte, dass ihr von selbst ein Licht aufgehen würde. Tat es aber nicht. So sah ich mich gezwungen, sie süffisant darauf hinzuweisen, dass ich mich bei ihr melden werde, wenn ich Zeit zwischen all den Kindern und den Hartz-IV-Anträgen finden würde. Meine Kollegin war irritiert, aber das Stottern und rote Gesicht meiner ehemaligen Klassenkameradin war einfach göttlich. Ich beichte hiermit, dass ich meine Position für einen persönlichen Rachefeldzug ausgenutzt, meine Klassenkameradin blamiert und ihre Zeit verschwendet habe und mich noch stundenlang mit meiner Kollegin kaputtgelacht habe.

Beichthaus.com Beichte #00037111 vom 25.11.2015 um 17:06:18 Uhr in 48624 Schöppingen (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ich liebe einen älteren und verheirateten Mann

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Begehrlichkeit Ehebruch Waghalsigkeit Fremdgehen Partnerschaft

Vor ein paar Monaten habe ich einen netten Mann auf einer Video-Internetplattform kennengelernt. Eine Mischung aus Skype und Chatroulette für Gruppenkonferenzen. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch und das Leben könnte so einfach sein. Doch bin ich etwa 20 und er etwa 30. Über 10 Jahre trennen uns. Per Auto dauert die Fahrt zum Anderen fast zwei Stunden. Dazu ist er unglücklich verheiratet und ist dabei, sich von seiner Frau zu trennen, da er mich aus ganzem Herzen liebt und ich ihn.

Mein Geständnis? Obwohl er mir viel zu spät gestand, dass er eine Frau hat, habe ich den Kontakt nicht abgebrochen - weil ich es ganz einfach nicht konnte. Jetzt habe ich mit meinen jungen Jahren bereits eine Ehe auf dem Gewissen und habe ständig Angst, was passiert, nachdem rosa-rot vorbei ist. Wird er bereuen, diese Schritte zu tun? Kann das überhaupt funktionieren mit dem Start? Ich wohne übrigens noch bei meinen Eltern und meine Mutter weiß schon Bescheid. Sie ist alles andere als begeistert, da sie zum Beispiel ganz nebenbei strenge Christen sind. Mal habe ich Angst, dass ich ihn nicht genug liebe, um das durchzustehen – mal frage ich mich, ob es nicht nur ein zweiter Frühling für ihn ist, der ihn überfordert. Doch ich empfinde einfach zu viel, um es zu lassen.

Mittlerweile gibt es eh keinen Weg mehr zurück. Denn er gibt sein gesamtes jetziges Leben für mich auf. Es ist echt traurig, wie verantwortungslos viele mit ihrem und mit dem Leben anderer umgehen. Während ich mich wie das letzte Loch fühle, für das, was ich seiner Frau antue. Denn sie ist kein böser Mensch. Die Gefühle sind nur seit Jahren schon nicht mehr, wie sie sein sollten. Also bitte, liebe Mitmenschen. Überlegt, was ihr mit eurem Handeln alles anstellt und nehmt Rücksicht, ob es euch wirklich wert ist, euch selbst so zu versauen. Denn ihr seid die Person, mit der ihr 24/7 Leben müsst.

Beichthaus.com Beichte #00037110 vom 25.11.2015 um 14:10:40 Uhr (18 Kommentare).

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