Der eingeklemmte Schuh

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Lügen Habgier Bahn & Co. Köln

Der eingeklemmte Schuh
Ich habe die Deutsche Bahn betrogen. Vor kurzem hatte mein Regional Express wieder Verspätung und ich hätte fast meine S-Bahn verpasst. Als ich die Treppe hochgerannt bin ging gerade die Tür zu. Ich habe meinen Fuß dann durch die Tür gesteckt. Die Tür ging leider trotzdem zu, ich habe mein Bein rauszgezogen als die Bahn anfuhr, mein Schuh blieb aber in der S-Bahn. Ich stand also mit nur einem Schuh am Hauptbahnhof. Ich musste zur Arbeit, hatte Frühschicht. Ich bin dann mit dem nächsten Zug 10 Minuten später gefahren. Ich musste nur eine Haltestelle, circa 3 Minuten fahren. Dann die Überraschung: An der nächsten Haltestelle stand ein junger Mann, der alles mitangesehen hatte und wartete auf mich. Mit meinem Schuh! Ich habe ihn schon öfter gesehen, er wusste also auch, dass wir immer zusammen aussteigen. Er hat mir dann meinen Schuh wieder gegeben und ich war glücklich. Trotzdem war ich dann sauer auf die Bahn!


Ich habe am Abend dann ein Schreiben für die Deutsche Bahn aufgesetzt und geschildert, dass mein Schuh in der Bahn verloren ging, ich dann Barfuß in der Pause zu einem Schuhgeschäft ging und mir dort Schuhe gekauft habe. Ich gab an, dass mein altes Paar Schuhe 50 Euro kostete und mein neues paar 100 Euro, da meine Schuhgröße 50 nicht in jedem Schuhgeschäft verfügbar ist. Ich habe dann nach einer Woche ein Entschuldigungsschreiben der Bahn und einen 150 Euro Gutschein ausgestellt bekommen. Da ich - außer mit dem Jobticket zur Arbeitsstelle - nie die Bahn nutze, habe ich den Gutschein verschenkt. Und zwar an den Typen, der mit dem Schuh auf mich gewartet hat. Ich habe ihm alles erzählt und seitdem fahren wir morgens gemeinsam mit dem Zug. Da er außerhalb arbeitet konnte er den Gutschein für seine Fahrten am Wochenende nach Hause gut gebrauchen.

Beichthaus.com Beichte #00030156 vom 08.08.2012 um 10:52:12 Uhr in Köln (Bahnhofsvorplatz) (34 Kommentare).

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Die Fahrausweise bitte...

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Geiz Betrug Lügen Bahn & Co. Urlaub Griechenland

Vor vielen Jahren habe ich in den Ferien meine Verwandten in Griechenland besucht. In der Mittagshitze, wenn alle schliefen, nahm ich gerne den Bus und fuhr aus der Stadt hinaus zu den Badestränden. Einmal hatte ich kein Busticket gelöst, so guckte ich vor jeder nahenden Station aus dem Fenster, um wartende Kontrolleure auszumachen, welche als solche recht gut zu erkennen waren. In einer solchen Situation kann man rasch und unauffällig noch den Bus verlassen. An besagtem Tag war ich nur noch eine Station vor meinem Ziel entfernt, als ich bei nahender Haltestelle tatsächlich so einen Wicht dort stehen sah und sofort auf den Knopf drückte, um rechtzeitig aus dem Bus zu kommen. Leider war ich die einzige Person, die hier aussteigen wollte und der Chauffeur hatte wohl rechtzeitig die Sachlage erkannt und ließ mich nicht raus, wohl aber den Kontrolleur beim Vordereingang rein. Als dieser sich zu mir durchgearbeitet hatte, konnte ich keine Erklärung abgeben, außer dass ich kein Geld habe und auch die Strafe von 70 Euro nicht bezahlen könne. Außer mir hatte er auch noch eine andere Frau erwischt. Uns beiden drohte er an, uns zur nächsten Polizeistation zu schleppen. Er bewachte uns wie ein Kerkermeister, bis der Bus die Endstation erreicht hatte, und dort musste der Fahrer sämtliche anderen Fahrgäste aussteigen lassen. Ich nahm da all meinen Mut zusammen und drängte zum Ausgang, der Kontrolleur riss mich an meiner Handtasche zurück, und ich rief so laut ich konnte: lasst mich sofort da raus, oder ich mache mir in die Hose! Die Leute waren entsetzt wegen des Aufruhrs und riefen dem Mann zu, er solle dieses Mädchen in Ruhe lassen. Es gelang mir mich loszureissen und ich lief was die Beine hergaben so weit wie möglich weg und versteckte mich bei den Felsen am Strand. Ich habe mir tatsächlich fast in die Hosen gemacht vor Angst, die Polizei würde mich suchen kommen und verhaften und ich habe noch ein paar Stunden dort gesessen. Nach Hause gefahren bin ich dann per Anhalter. Ich beichte, dass ich schwarz gefahren bin und mir das alles angetan habe, nur weil ich mir den Ticketpreis sparen wollte.

Beichthaus.com Beichte #00030148 vom 06.08.2012 um 17:32:18 Uhr in Griechenland (Athen) (13 Kommentare).

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Falsche Kontonummer

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Hass Falschheit Boshaftigkeit Telefon

Leider habe ich vor mehreren Monaten scheinbar an der falschen Stelle meine Telefonnummer angegeben. Dies wird mir seitdem zunehmend zum Verhängnis. Zu Beginn habe ich mich sehr über die Anrufe geärgert, mittlerweile denke ich mir die schönsten Strategien aus, die […]
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Beichthaus.com Beichte #00030145 vom 05.08.2012 um 23:06:20 Uhr (19 Kommentare).

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Hier noch jemand zugestiegen?

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Betrug Schamlosigkeit Bahn & Co. Vilsbiburg

Ich stelle mich auf längeren Zugfahrten gerne schlafend oder ignoriere sämtliche "Hier noch jemand zugestiegen?"-Rufe der patrouillierenden Kontrolleure um zu vermeiden, einen Zangenabdruck auf die gnadenlos überteuerte Fahrkarte zu bekommen. Am Zielbahnhof angekommen lasse ich mir das Ticket dann von den freundlichen Mitarbeitern an den Schaltern erstatten. Im Nachhinein habe ich ab und zu ein schlechtes Gewissen, jedoch beruhige ich mein Engelchen auf der Schulter gerne damit, dass die Fahrkartenpreise in keinster Weise gerechtfertigt sind und das Teufelchen auf der anderen Schulter stachelt mich immer wieder an, weil es unglaublich Spaß macht, wenn meine Strategie aufgeht. Dennoch bitte ich um Vergebung!

Beichthaus.com Beichte #00030139 vom 05.08.2012 um 08:39:53 Uhr in Vilsbiburg (32 Kommentare).

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Der Social Network Verweigerer

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Eitelkeit Vorurteile Internet

Ich bin nicht bei Facebook oder einem anderen Social Network angemeldet. An und für sich habe ich damit auch kein Problem und nicht im geringsten das Gefühl, dass ich irgendetwas verpassen würde. Einige meiner Freunde sind zwar auf solchen Networks angemeldet aber ich schaffe es trotzdem mit ihnen Kontakt zu halten und weiß, was so in ihrem Leben passiert. Wenn mich Leute fragen, ob ich bei Facebook angemeldet bin und ich dies verneine, gucken sie mich ungläubig an. Ich bin auch gar nicht böse, dass ich keinen Kontakt mehr zu einigen ehemaligen Klassenkameraden, Bekannten usw. habe, da ich der Meinung bin, dass man nicht mit jedem Menschen über eine lange Zeit in Verbindung stehen kann. Bei vielen möchte ich das auch gar nicht und es interessiert mich absolut nicht ob deren Katze das neue Streu nicht mag oder das Mittagessen nicht geschmeckt hat. Bei den Generationen vor uns war es doch auch so - man hat mit besonders guten Freunden Kontakt gehalten und einige wenige Freundschaften hielten bis zum Tod oder zumindest sehr lange und andere hat man dann aus den Augen und dem Sinn verloren. Ich denke nicht, dass es ihnen geschadet hat. Mit den wenigsten Menschen, die man in seiner Freundesliste in solchen Netzwerken hat, ist man auch so eng befreundet, dass sie auch auf selbige gehören.

Vor Kurzem habe ich auf der Homepage eines bekannten deutschen Magazins über den Attentäter aus Aurora gelesen. Die Leute gingen auf die Suche nach Gründen für seine Tat und mussten feststellen, dass dieser Mann auf keinem der einschlägigen sozialen Netzwerke vertreten war, und waren über diese Tatsache entsetzt. Ich allerdings war entsetzt darüber, dass man als social-network-Verweigerer als Sonderling gilt und nun - so wurde es dargestellt - als Verdächtiger gilt. Hiermit möchte ich beichten, dass ich mich trotzdem nicht auf einem sozialen Netzwerk anmelden werde, auch wenn ich nun quasi gefährlich bin.

Beichthaus.com Beichte #00030137 vom 03.08.2012 um 08:51:23 Uhr (33 Kommentare).

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