Geld fürs Nichtstun

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Faulheit Trägheit Schamlosigkeit Geld Arbeit

Geld fürs Nichtstun
Hiermit beichte ich, dass ich mein Geld mit Nichtstun verdiene. Nach einem Vorgesetzten-Wechsel in meiner Firma habe ich einfach nichts, wirklich gar nichts mehr zu tun - außer alle paar Wochen oder eher Monate ein größeres arbeitsintensives Projekt, welches aber auch innerhalb von maximal zwei Wochen abgeschlossen ist. Ich habe aus diesem Anlass bereits mehrmals mit meinen Vorgesetzten gesprochen - welche dann sogar ihr Mitgefühl geäußert haben, dass es ja wirklich schrecklich ist, über Wochen gar nichts zu tun zu haben. Danach sprach ich mit der Personalerin, nochmals mit den Vorgesetzten und frage auch ständig Kollegen, ob ich jemanden unterstützen kann.

Irgendwann war es mir wirklich zu dumm, jeden Tag am Schreibtisch zu sitzen und Arbeit vorzutäuschen, sodass ich mittlerweile einfach nur noch im Internet surfe, Bücher auf meinem Tablet lese und mit meiner Kollegin, der es ähnlich geht, Quizduell spiele. Ich habe wirklich alles in meiner Machtstehende getan, um die Situation zu ändern, aber da dies anscheinend nicht gewünscht ist und mich die Firma fürs Nichtstun bezahlen will - bitte. Trotzdem habe ich auch ein schlechtes Gewissen, da ich jetzt zwar nicht überdimensional verdiene, für meine Berufssparte aber doch ziemlich gut. Ich würde mein Gehalt dann doch lieber für Leistung und nicht für Anwesenheit bekommen.

Beichthaus.com Beichte #00034548 vom 08.12.2014 um 15:42:49 Uhr (17 Kommentare).

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Die geheime Lohnliste

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Neid Ungerechtigkeit Arbeit Geld

Ich habe heute bemerkt, dass wir Angestellten versehentlich Zugang zu heiklen Dateien auf dem Server hatten. Anstatt meinen Vorgesetzten zu informieren, habe ich die komplette Lohnliste durchgeackert und analysiert, wer wie viel verdient, wer eine Lohnerhöhung hatte, in welchem Zeitraum das war und so weiter. Zudem bin ich auf den CV meiner Vorgängerin gestoßen, die sage und schreibe 1.400 Euro mehr verdiente als ich und in ihrer CV jeden Pipifax geschrieben hatte. Unter dem Strich haben wir jedoch dieselben Qualifikationen. Wäre ich mit meinem Lohn zufrieden, hätte ich das nicht gemacht. Nun habe ich schwarz auf weiß, wie ungerecht die Löhne sind, und bin wenigstens nicht mehr blauäugig beim Qualifikationsgespräch. Leider habe ich nicht einmal ein schlechtes Gewissen dabei, meine Vorgesetzten hintergangen zu haben. Im Gegenteil, ich fühle mich hintergangen.

Beichthaus.com Beichte #00034511 vom 05.12.2014 um 13:50:59 Uhr (9 Kommentare).

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Das Leben als Vertreter

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Lügen Falschheit Geld Arbeit

Ich (m/36) bin Vertreter für Schrauben und verdiene damit nicht sehr viel Geld, dafür habe ich aber lange Arbeitszeiten. Ich muss, wenn ich auf meiner größten Tour bin, einmal im Monat übernachten. Ich gehe dann immer in einen kleinen und nicht zu teuren Gasthof. Dort bin ich mit einem Vertreter eines großen Unternehmens ins Gespräch gekommen. Dieser meinte, dass es ihm finanziell bestens gehe und er sich ganz bestimmt nicht überarbeitet. Ich berichtete von meiner Seite, dass ich ein tolles Leben führe und meine teuren Hobbys, wie Golf spielen und Cabrio fahren auch locker durch meinen Beruf finanzieren könne. Doch nichts davon hat gestimmt, ich kann meiner Familie leider nicht viel bieten. Ich habe Mist erzählt und das möchte ich beichten.

Beichthaus.com Beichte #00034509 vom 05.12.2014 um 11:36:50 Uhr (13 Kommentare).

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Die Schulden meiner Kollegin

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Falschheit Lügen Habgier Kollegen Geld

Eine gute Kollegin hat sich vor zwei Jahren in einer angeblichen Notsituation 3.000 CHF von mir (w) geliehen, besiegelt per Handschlag. Ja, ich weiß, das war naiv. Sie versprach mir hoch und heilig, das Geld innerhalb von drei Monaten zurückzuzahlen. Als sie kurz darauf das Unternehmen verließ, wollte sie wohl den Kontakt zu mir abbrechen. Wir wohnen aber immer noch in der gleichen Kleinstadt. Dort habe ich sie nach einem halben Jahr - obwohl sie mir aus dem Weg geht - mehrmals auf die Schulden angesprochen. Sie gab irgendwann zu, einfach kein Geld zu besitzen, um die Schulden zu begleichen. Ich habe ihr auch Ratenzahlung angeboten - sie lehnte ab. "Einen Beweis hast du ja schließlich nicht", meinte sie frech. Ich bin tief bestürzt, weil ich eigentlich immer an das Gute in meinen Mitmenschen geglaubt habe. Einer guten Bekannten habe ich abends im Danceclub von der Sache erzählt. Sie meinte, wenn sie sich darum kümmern würde, erhalte ich mein Geld innerhalb von vier Wochen zurück. Sie würde nur zehn Prozent für eine Art "Bearbeitungsgebühr" verlangen. Ich habe nicht weiter nachgefragt, sondern mein Einverständnis gegeben und ihr Name und Adresse notiert. Sie ist gleich im Anschluss zu den Türstehern gegangen, die sie wohl sehr gut kennt. Dort hat sie eindringlich mit den Typen gesprochen und ihnen dann die Adresse überreicht. Jetzt bin ich total unsicher, was weiter passiert, denn diese Typen sind ziemlich zwielichtig.

Beichthaus.com Beichte #00034500 vom 04.12.2014 um 16:36:13 Uhr (12 Kommentare).

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Von Geld und Schulden

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Hass Zorn Verschwendung Studentenleben Geld

Ich möchte beichten, dass ich einen Hass auf Menschen habe, die ohne Not Schulden anhäufen. Ich habe in meinem Leben nie viel Geld gehabt. Aber egal, ob als Schüler, ob als Arbeitsloser oder als Student, ich konnte davon immer sehr gut leben. Als ich eine Zeit lang arbeitslos war, reichte es sogar, um mir einen Auslandsurlaub zu ersparen. Quasi als feierlichen Abschluss, nachdem ich endlich nicht mehr arbeitslos war. Auch mit meinem Studenten-BAföG konnte ich immer gut umgehen. So habe ich trotz aller Ausgaben, die ein Student so hat, immer noch jeden Monat etwas zurücklegen können, was dazu führte, dass ich am Ende fast nichts zusätzlich aufbringen musste, um mein BAföG zurückzuzahlen.


Natürlich habe ich dabei auch auf vieles verzichtet. Dauernd Party, Kino, Restaurant und Klamotten waren einfach nicht drin. Aber dafür stand ich stets ohne Schulden da, während Kommilitonen nach drei Semestern darüber meckerten, wie verschuldet sie schon seien. Klar, ich sehe ein, dass man gerade als Student nicht immer finanziell flüssig ist und mal ein wenig Miese macht. Wenn man aber einigermaßen gut ist, sollte das Geld im Normalfall auch später im Beruf wieder reinkommen. Wofür ich aber gar kein Verständnis habe, sind Menschen, die nichts haben und sich dann immer neue Sachen kaufen, die sie sich nicht leisten können. Wenn dann die Bombe platzt und sie zahlen müssen, ist das Gejammer groß. Erst heute wieder erlebt. Dabei werden ausgerechnet diese Leute in die Privatinsolvenz gehen, die Schulden verlieren und die schuldlosen Gläubiger sehen nichts.

Beichthaus.com Beichte #00034493 vom 04.12.2014 um 00:58:21 Uhr (8 Kommentare).

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