110 Euro für Kinderrechte

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Dummheit Verschwendung Peinlichkeit Zorn

Ich bin gerade auf dem Weg von der Arbeit zu meinem Auto. Da wir hier momentan so ein beschissenes Wetter haben, musste ich statt dem üblichen Fußweg eine andere Straße der Innenstadt benutzen, damit ich mir einen Schirm kaufen konnte - und könnte mir für diese spontane Entscheidung jetzt gewaltig in den Arsch treten. Ich bin nämlich durch meine Unachtsamkeit in die Fänge eines Mitarbeiters geraten, der Spenden für eine Organisation für Kinderrechte sammelt. Mit dieser scheißfreundlichen Art und Best-Friend-Gehabe kam ich da so schnell nicht mehr raus zum Weitergehen. Natürlich waren wir auch gleich per Du, was alles so rasend schnell ging, dass ich keine Chance hatte, ihn abblitzen zu lassen.

Natürlich finde ich solche Organisationen gut, da ich auch finde, dass Kinder ein Recht auf ihre Kindheit haben. Ich würde mich aber niemals daran beteiligen, da ich nicht weiß, was die Organisation sonst noch mit meinem Geld anstellt. Außerdem finde ich es absolut lästig, nach der Arbeit direkt abgefangen zu werden und mir irgendein Gelaber von übermotivierten Rechtlern anzuhören, die meine Spende mit einer künstlichen Umarmung abschließen. Nach der Arbeit will ich meine Ruhe. Jetzt gehe ich beschämt und entsetzt von mir selbst zum Auto und ärgere mich dermaßen, dass ich nicht Nein sagen konnte. Eigentlich wurde ich auch dahin gedrängt, um nicht die spießige Alte zu sein, der Kinder, die in einer schlechteren Welt leben, völlig egal sind. Ich beichte hiermit, dass ich nicht den Mumm hatte, abzulehnen und meine Kontaktdaten weitergegeben habe. So viel steht fest: Ich werde, sobald ich zu Hause bin, den Vertrag widerrufen und meine 110 Euro im Jahr für etwas anderes ausgeben.

Beichthaus.com Beichte #00038803 vom 07.10.2016 um 18:42:29 Uhr (18 Kommentare).

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Hat dein Freund dich aus dem Katalog?

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Hass Vorurteile Zorn

Ich muss es endlich loswerden: Ich hasse Deutsche. Ich bin 25 Jahre alt und Koreanerin, ich bin in Seoul geboren und mit meinen Eltern nach Deutschland gezogen, als ich drei Jahre alt war. Schon in der Schule musste ich mir blöde Sprüche anhören, Schlitzauge, Japse […]
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Beichthaus.com Beichte #00038790 vom 04.10.2016 um 18:38:09 Uhr (53 Kommentare).

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“Beichte

Will ich wirklich in so einer Welt leben?!

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Verzweiflung Ungerechtigkeit Aggression Zorn Gesellschaft Nürnberg

Ich (w/26) bin verheiratet und erwarte unser erstes Kind. Leider habe ich in meiner Kindheit und Jugend viele traumatische Erlebnisse gehabt, aber mit einem guten Psychotherapeuten geht es mir ganz gut und ich habe nur selten Schübe einer Depression. Allerdings zweifele ich durch die täglichen schrecklichen Nachrichten, dass Kinder entführt, vergewaltigt, verkauft, getötet oder sogar von eigenen Eltern missbraucht werden, daran in so einer Welt leben zu wollen. Ich werde mir und meinem Kind nichts antun, weil ich mein Leben liebe und das kleine Wunder in mir mehr als alles andere. Aber ich frage mich ständig, wie soll unser Leben weitergehen? Wie kann ich meine Kinder beschützen?

Wie soll ich psychisch damit zurechtkommen, dass heute ein lebendes Mädchen in einem Koffer gefunden wurde? Wenn es nach mir gehen würde, würde ich alle hilflosen Geschöpfe bei mir aufnehmen. Aber weil ich es nicht kann, fühle ich mich so hilflos. Das macht echt fertig. Und ich habe Angst wieder in ein tiefes Loch zu fallen. Meine jahrelange Psychotherapeutin ist im Ruhestand und ich suche verzweifelt nach einer vertrauenswürdigen Person. Ich will beichten, dass ich einen Hass und gewalttätige Gedanken gegenüber Menschen entwickele, die Kindern so grausame Sachen antun.

Beichthaus.com Beichte #00038784 vom 01.10.2016 um 23:49:48 Uhr in 90419 Nürnberg (Sulzbacher Straße) (21 Kommentare).

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Frei von gesellschaftlichen Zwängen

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Ignoranz Engherzigkeit Zorn Gesundheit

Die Menschen in meinem Umfeld gehen mir ziemlich am Arsch vorbei. Ich bin grundsätzlich kein Menschenfreund, nie gewesen. Ich habe viele schreckliche Dinge erlebt und gesehen, das hat definitiv dazu beigetragen. Ich habe mich aber immer angepasst, war hilfsbereit, freundlich, höflich, aufmerksam und respektvoll. Nun sind einige Dinge passiert, an denen ich gemerkt habe, dass ich allen (mir wichtigen Personen) gleichgültig bin (ich habe Magersucht und bin fast abgekratzt - mit knapp 38 Kilo. Ich habe kaum noch etwas hinbekommen - außer Schimpf und Schande vonseiten meiner Mutter und meinem Partner habe ich keine Unterstützung erhalten).

Ich bin immer noch stark untergewichtig, habe aber den Karren so weit aus dem Dreck, dass ich wieder arbeiten und meine Tiere versorgen kann. Alleine habe ich das geschafft. Nur mit dem Gedanken, dass ich, wenn ich sterbe, das Einzige, was mir etwas bedeutet, zurücklassen muss: meine Tiere. Mein Partner hätte sie sicher weggegeben. Und nun hält mich (endlich) nichts mehr. Meinem Partner habe ich schon gesagt, er könne ausziehen, sobald er eine Bleibe hat. Geburtstage von Angehörigen? Vergesse ich liebend gern. Einladungen schlage ich aus. Hilfe biete ich niemandem an und lehne spöttisch ab, wenn ich gefragt werde. Plötzlich sind alle in Aufruhr.

Ich beichte, dass ich, wenn ein Feuer ausbrechen würde, definitiv zuerst meine Tiere retten würde. Ich weiß, das gehört sich nicht, darum beichte ich. Andererseits fühle ich mich besser denn je - von diesen gesellschaftlichen Zwängen befreit zu sein und diese angeblichen Gutmenschen hinter mir zu lassen ist ausgesprochen erfrischend.

Beichthaus.com Beichte #00038776 vom 28.09.2016 um 13:13:21 Uhr (24 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Meine Ex ist eine billige Schlampe!

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Neugier Zorn Rache Fremdgehen Ex

Ich (m/38) habe kürzlich erfahren, dass meine Ex nicht nur eine totale Schlampe war (5 Männer in anderthalb Jahren Beziehung nebenbei), sondern sich auch von mindestens vier Anderen für Sex bezahlen ließ. Ich habe immer noch Zugang zu ihren Accounts in Chats und dem sozialen Netzwerk und sehe daher, wer ihre nächsten Opfer sind. Bevor sich einer fragt, was das soll: Ich mache das nicht zum Spionieren, sondern einfach um mir selbst zu bestätigen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Wenn ich schon sehe, dass ihr Postfach von Schwanzbildern überquillt, die sie alle mit Kommentaren wie: "Geil, will ihn in den Mund nehmen" beantwortet. Ich empfinde auch keine Liebe mehr, sondern Ekel, aber nachts kommen Sehnsüchte hoch und dann mache ich eben genau das.

Ich bin auf den Account eines der Herren im Chat versehentlich jedoch mal mit meinem Account gegangen, was mir sofort eine wutschnaubende Nachricht einbrachte, ich solle "Seine Süße" und ihn gefälligst in Ruhe lassen, er liebe sie und es nicht wagen, weiter herumzuspionieren, sonst bekäme ich die Fresse voll. Das ganze testosterongesteuerte Pöbelprogramm eben. Ich habe in seinem Account gesehen, dass er frisch geschieden ist, und dachte kurz daran, ihn zu warnen, da sie mir inzwischen gestanden hat, dass sie damit niemals aufzuhören gedenke und es ihr eben Spaß mache, ein Mistvieh zu sein. Ich habe dann aber nur als Antwort geschrieben: "Viel Glück und viel Geduld - Du wirst beides brauchen!", und lasse ihn jetzt ins Unglück laufen.

Meiner Erfahrung nach würde er mir eh nicht glauben, da sogar ein früherer Kumpel, der sich auch auf sie einließ, es auch nicht tat, da wir Männer ja immer zu glauben scheinen, dass sie bei uns dann ganz anders ist. Und das Miststück ist schlau genug, es so zu machen, dass man sehr lange nichts merkt. Sie hat mindestens drei Handys, unzählige Accounts mit anderen Bildern (sie ist sehr wandelbar), und so weiter. Auch einen weiteren Bekannten habe ich inzwischen in ihrem Postkasten entdeckt, der eigentlich nur fragen wollte, was mit uns los sei und inzwischen schon um den Finger gewickelt ist. Tja, klein und niedlich ist eben nicht so unschuldig, wie es wirkt. Ich jedenfalls werde lachend zusehen, so wie wahrscheinlich auch ich ausgelacht wurde - denn ich wurde damals auch gewarnt, habe die Nachricht aber nie beantwortet.

Beichthaus.com Beichte #00038768 vom 27.09.2016 um 14:49:09 Uhr (9 Kommentare).

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