Diebstahl körperlichen Eigentums

16

anhören

Eitelkeit Falschheit Lügen

Ich (w) bin mehr oder weniger erfolgreiche Schauspielerin und habe in einem Spielfilm mitgespielt, in welchem ich eine Nacktszene hatte. Da ich mich nicht nackt oder auch nur halbnackt zeigen wollte, weil ich meinen Körper nackt alles andere als schön finde und deswegen ziemliche Komplexe habe, habe ich um ein Nacktdouble gebeten, welches dann auch eingesetzt wurde. Das Problem ist nun, dass sich die ersten Reaktionen meines Umfelds in zwei Lager spalteten: Die einen fanden anscheinend, dass ich ein ziemliches Flittchen bin (auch wenn sie es mir so direkt nicht ins Gesicht sagen) und die anderen waren überwältigt, wie toll mein Körper doch sei. Ich konnte natürlich nicht allen, die mich kennen, vorher extra sagen, dass das nicht mein Körper ist.

Da die positive Resonanz der zweiten Gruppe wirklich überwältigend war und es mir eigentlich ganz gut gefällt, dass die jetzt alle denken, ich hätte so einen tollen Körper, ich aber nicht für ein zeigefreudiges Flittchen gehalten werden will, befinde ich mich jetzt in einem Dilemma. Soll ich öffentlich machen, dass das nicht ich, sondern ein Nacktdouble ist? Dann würden aber alle wissen, dass ich Komplexe habe. Und ich hätte nicht mehr den Ruf, einen makellosen, sexy Körper zu haben. Ich beichte, dass ich bisher alle habe glauben lassen, dass die perfekten, runden, knackigen Apfel-Pobacken mit der Michaelis-Raute und die wohlgeformten, runden, festen, sinnlichen Wonnebrüste mit den perfekten kleinen Nippeln in der Mitte meine sind. Das ist wohl so etwas wie ein Plagiat. Diebstahl körperlichen Eigentums. Ich bin der Guttenberg der Nackedeis.

Beichthaus.com Beichte #00037713 vom 27.02.2016 um 17:11:28 Uhr (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Als meine Verlobte plötzlich 180 Kilo wog!

25

anhören

Völlerei Maßlosigkeit Ekel Partnerschaft

Ich (m/34) möchte hiermit beichten, dass ich meine langjährige Verlobung wegen Äußerlichkeiten gelöst habe. Als ich meine Ex kennenlernte, war sie 22. Sie war nur 163 Zentimeter groß, hatte aber eine tolle Figur, nicht dürr, aber auch kein Gramm Fett. Sie trug Kleidung Größe 38-40, wog ca 60 Kilo, hatte von Natur aus recht breite Hüften, aber einen festen, kugelrunden Hintern und wundervolle Brüste im Bereich C-Cup, alles also genau richtig. Dazu trug sie hüftlange, kupferrot gefärbte Haare, was ihr aber super stand. Damals war sie sportlich, fuhr viel Rad, ging zum Reiten und betrieb etwas Fitness. Ich selbst bin knapp 196 Zentimeter groß und wiege gut verteilte 95 Kilo, ohne dabei besonders muskulös zu wirken, aber bin auch nicht fett oder schwabbelig. Sie war trotz einem nicht so schönen Gesicht meine Traumfrau. Ich möchte hier gleich vorweg erwähnen, dass ich eine teils sehr sarkastische und kalt wirkende Schreibweise habe, diese aber nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass mich die im Folgenden beschriebenen Ereignisse stark mitgenommen haben, da ich trotz allem sehr gefühlvoll bin. Im Gegenteil, mir käme sonst alles noch stärker wieder hoch.

Als wir dann - nach der Verlobung - zusammenzogen, stellten sich schnell zwei Dinge heraus. Erstens: Sie, die gerne kocht, kann es gar nicht. Ich, der mich bisher entweder mit Fertiggerichten ernährt habe oder bei den Eltern zwei Häuser weiter gegessen habe, bin ein Naturtalent. Wie meine Mum koche ich intuitiv, nicht nach Rezept und von der Menge her großzügig. Man kann ja manches aufbewahren und am nächsten Tag noch einmal essen. Zweitens: Leider war meine Ex jemand, die nichts aufbewahren wollte und daher schnell Fett ansetzte. Sie nahm in einem halben Jahr die ersten 15 Kilo zu. Damals war sie aber noch selbstkritisch und außerdem hatten wir dicke Nachbarin mit einer Männerfrisur, über die sie sich regelmäßig lustig machte und sagte, so wolle sie nie enden. Die zog aber irgendwann weg. Ich kochte dann auch nicht mehr so oft und viel. Nachdem sie sogar fast 20 Kilo abgenommen hatte, dachte ich, okay, koche ich wieder, und dieses Mal nahm sie in einem Jahr 45 Kilo zu. Sie machte keinen Sport mehr, und nachdem ihr Pferd regelrecht unter ihr zusammenbrach, ließ sie auch das Reiten. Auch im Bett lief immer weniger, da alles, was ich liebte, extrem außer Form geraten war.

Ich hörte zwar wieder auf, täglich zu kochen, aber das spielte keine Rolle mehr, dann wurde das Essen eben bestellt. Da wir beide verdienten, gab es keine Probleme mit Geld. Drei Döner waren am Ende keine Herausforderung mehr für sie. Alle Versuche, mit ihr zu reden, schlugen fehl, sie nahm es entweder nicht ernst oder heulte, dass man dachte, die Welt ginge unter. Sie war der Fall, die dachte, wenn sie einen Mann hat, kann sie sich gehen lassen, denn sie wird ja geliebt. Ich liebte sie auch, aber ich selbst hielt mich gesund und fit und das erwartete sie ja sogar. Als sie dann bei 145 Kilo - oder mehr, unsere Waage gab auf - angekommen war, ließ sie sich auch noch die Haare raspelkurz abschneiden. Sie verkaufte sogar ihren Kleinwagen, einen bei Frauen sehr beliebten Franzosen, weil sie kaum noch hinter das Steuer passte, und ließ sich einen uralten 190er Diesel von Mercedes andrehen, der sich fuhr wie ein kaputter Traktor, aber Platz genug hatte.

Auch die Körperpflege ließ extrem zu wünschen übrig. Sie wuchtete ihren Körper nur noch dann in die Duschkabine, wenn sie von Freunden und Kollegen angesprochen wurde. Wenn ich vorsichtig anmerkte, dass sie leicht nach Schweiß riechen würde (in Wirklichkeit stank es aus ihrer nicht mehr rasierten Achselhöhle nach mehreren Arten von Tod), wurde sie teils hysterisch. Auch Kuscheln war nicht mehr möglich, da sie mir entweder mit ihrem Ranzen den Rücken zu ruinieren drohte, oder es für mich unbequem war, den Arm, den ich eigentlich um sie legen wollte, fast gerade nach oben zu strecken, da sie seitlich liegend fast um die Hälfte höher war als ich. Sie war nicht nur zu der ehemaligen Nachbarin geworden, sie hatte sie weit übertroffen. Außerdem hatte sie kaum noch passende Kleidung und lief zu Hause nur noch im Slip durch die Gegend, und hielt mir das Fett so dauernd vor Augen. Wenn Leute zu Besuch kamen, zog sie sich ein langes Shirt - immer das gleiche - mit den Ausmaßen eines mittleren Zirkuszeltes darüber und sonst nichts. Dieses sah nach einiger Zeit trotz Waschen grausig aus, gräulich, fleckig und ausgeleiert. Die peinlich berührten Blicke bemerkte sie nicht.

Ich musste mir teils von anderen anhören, ich wäre ein "Feeder". Ich musste erst einmal googeln, was das ist. Es sind Männer, die eine Frau absichtlich mästen, was bis zum Tod gehen kann. Die finden das sogar erotisch anregend. Ich war erschrocken, denn eine solche Intention hatte und habe ich nicht. Alle Versuche, mit ihr zu reden, waren vergebens. Da reichte es mir. Ich sagte ihr, die Verlobung sei aufgelöst und sie habe drei Monate, um sich etwas Neues zum Wohnen zu suchen. Da wir ein Gästezimmer hatten, habe ich sie mit sofortiger Wirkung dahin verbannt. Sie fing an zu heulen und schreien. Ich solle sie gefälligst nehmen, wie sie wäre und nicht auf Äußerlichkeiten achten. Hätte ich doch angeblich früher auch nicht gemacht, sie sei ja hässlich.

Wie gesagt, sie ist vom Gesicht her kein Model, aber auch nicht hässlich gewesen. Sie fiel dann auch noch auf die Knie, dass die Fensterscheiben wackelten, und umklammerte meine Beine. Sie sah heulend zu mir hoch und bat mich um eine letzte Chance, sie würde auch abnehmen. Ihre Haare mussten ja ab, weil sie kaputt gewesen wären, auch die würde sie wieder wachsen lassen. Ich sah nach unten, und was ich sah, ließ nur noch Verachtung in mir hochsteigen. Ein feistes, verquollenes Gesicht, an dem man nicht mal mehr sah, ob es männlich oder weiblich war, mit einem mehrfachen Doppelkinn und Augen, die man vor lauter Fettwülsten kaum mehr sah. Ich sagte ihr, sie solle mich loslassen, und zwar sofort. Da ging sie in die Küche und holte ein Messer. Dieses hielt sie sich ans Handgelenk und schnitt sich leicht. Sie meinte, sie ziehe das durch, wenn ich sie rauswerfen würde. So, wie ich sie kannte, war sie dazu auch tatsächlich fähig.

Da sagte ich, sie solle sich beruhigen, ich würde jetzt eine Runde spazieren gehen und dann würden wir in Ruhe reden. Kaum aus der Haustür und außer Hörweite, holte ich mein Handy raus, rief die Polizei an und sagte meine Ex-Verlobte habe wegen der Trennung gedroht sich, das Leben zu nehmen und habe sich bereits verletzt. Ich hätte die Wohnung verlassen und ein schlechtes Gewissen. Die sagten, sie kämen sofort und ich solle vor der Tür warten und mit ihnen hochgehen. Ich sollte zuerst rein, um eine Panikreaktion zu vermeiden. Ein paar Minuten danach standen zwei Polizisten, eine Frau und ein Mann, vor der Tür, sowie zwei Sanitäter. Ich lieferte einen kurzen Abriss der Ereignisse und Gründe. Dabei merkte ich, dass die junge Polizistin noch etwas säuerlich war.

Das legte sich aber schnell, als sie sahen, was los war. Sie saß da, weinend und in sich zusammengesunken und wirkte fast wie ein traurige Karikatur von Jabba dem Hutten aus Krieg der Sterne. Als die junge Beamtin das sah, bat sie erst einmal ihren Kollegen aus dem Zimmer, da es so aussah, als wäre meine Ex nackt. Sie trug den Slip, aber man sah ihn nicht unter dem Bauch im Sitzen. Mich bat sie, etwas zum Anziehen zu suchen. Sie setze sich zu meiner Ex und sprach sehr lieb mit ihr. Als meine Ex allerdings die Sanitäter sah, wurde sie hysterisch und schlug um sich und versuchte wieder, an das Messer zu gelangen. Das Ende vom Lied an diesem Tag war, dass ein Notarzt hinzugezogen wurde, sie eine Spritze bekam und mehr tragend als laufen die Wohnung verließ.

Ihr Vater und Bruder holten eine Woche später ihre Sachen und zeigten sich zum Glück verständnisvoll. Sie erzählten mir, dass meine Ex erst einmal für sechs Wochen in der Psychiatrie bleiben müsse und dort auf eine strenge Diät gesetzt wurde. Dort wurde sie nämlich auf 178 Kilo gewogen. Nach dieser Zeit kam sie für ein Jahr in eine Spezialklinik, wo sie erst wieder auf 80, dann 65 Kilo runtergebracht und bei jedem erfolgreichen Schritt, also insgesamt zwei Mal operiert wurde, um die überschüssige Haut loszuwerden. Wir haben uns in dieser Zeit auch mehrmals mit und ohne psychologische Begleitung getroffen, da ich gebeten wurde, zu kommen, weil ihr das helfen sollte, was es wohl auch tat. Ihr Selbstbild war völlig zerstört und musste komplett neu eingestellt werden. Sie verstand so nach und nach auch, was sie sowohl sich selber, aber auch mir und anderen, die sie liebten und lieben und sich Sorgen machten, angetan hat.

Heute sieht sie wieder normal aus, hat aber zwei große Narben und sehr schlaffe Brüste, die aber noch gestrafft werden sollen, und ernährt sich streng nach einem für ihre Bedürfnisse erstellten Plan. Sie darf sich da auch einmal die Woche gönnen, was und wie viel sie will, aber gerade dieser Freiraum hilft ihr, selbstständig zu handeln und es nicht zu übertreiben. Ich wünsche ihr alles erdenklich Gute, denn ich habe sie immer noch irgendwie gern, und ich weiß, dass sie derzeit vorsichtig eine neue Beziehung zu einem sehr netten Mann aufbaut, den ich flüchtig kenne, und der auch Bescheid weiß und sie unterstützt. Das sei ihr von Herzen gegönnt. Aber ich frage mich oft, ob ich nicht mehr oder anderes hätte tun können und bitte daher um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037706 vom 26.02.2016 um 14:08:44 Uhr (25 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Mein Schwarm war ein Arschloch!

13

anhören

Zorn Aggression Rache Begehrlichkeit Schule

Ich möchte beichten, dass ich ein Jahr vor dem Abitur einem Jungen aus meiner Schule eine Faust verpasst habe. Es war so, dass ich viele Jahre wirklich sehr verliebt in ihn war. Ich habe ihn unterstützt, mir seine Sorgen angehört und war wirklich hin und weg von ihm. Er war allerdings ein ziemlicher Fiesling. Per SMS und unter vier Augen hieß es immer, wie gerne er mich hätte und dass er sich mit mir wirklich wohl und gut fühlt, dass er sich nicht verstellen muss. Ich habe mir sogar angehört, dass er in ein Mädchen unserer Schule verliebt ist und sein ganzes Gejammer, obwohl er wusste, was ich für ihn fühle. Wie dem auch sei, er hat dann öfter hinter meinem Rücken schlecht geredet, um sich als den Coolen vor anderen Mädchen zu präsentieren und hat in der ganzen Schule herumerzählt, dass ich ihm hinterherlaufen würde. Es hat mich ziemlich schockiert und verletzt. Ich war wütend, habe ihm die Meinung gesagt und den Kontakt zu ihm abgebrochen.


Als wir dann auf Klassenfahrt in England waren, kam er mir nach und umarmte mich eine gefühlte halbe Stunde lang und sagte sogar meiner damaligen besten Freundin, sie solle verschwinden. Er sagte mir, dass er mich vermisst hätte und dass er so viel für mich empfinden würde. Er sagte, ich würde denken, dass ich ihm egal wäre, aber es sei genau umgekehrt, er würde mich am Liebsten nie wieder aus den Armen lassen. Als sein Freund kam, trank er aus seiner Saftpackung und wollte mich immer noch nicht loslassen, weshalb wir alle 1,5 Stunden zu spät bei unserer Gastfamilie ankamen. Wieder zurück im Schulalltag tat er so, als wäre das nie passiert. Ich fing wieder an, ihn zu ignorieren. Bis er mich einmal an meinem Arm packte, zu sich zog und mich fragte, was los sei. Monate später rief er mich nachts um vier Uhr an und wollte meine Stimme hören. Irgendwann schrieb er mir per SMS: Ich liebe dich. Doch danach tat er, als wäre ich Luft.


Ich stellte ihn zur Rede und er sagte Dinge wie, das muss ja nichts geheißen haben. Er könnte jetzt auch sagen: "Ich will dich ficken", und das würde nicht heißen, dass es so ist. Ich mache immer alles kompliziert, es sei schließlich alles gut zwischen uns. Ich fing an zu weinen und verließ das Gebäude. Er erzählte herum, dass ich ihm nachlaufen würde, wegen ihm total geweint hätte und dass er total überfordert ist und nicht weiß, was mit mir Psycho abginge. Er meinte, das hätte schon in England angefangen, als ich mich an ihn presste und er mich nicht wegbekam. Dass er sich grauenhaft fühlte und ich total gestört wäre. Meine beste Freundin wollte ihn am nächsten Tag zur Rede stellen und fragte ihn, was das sollte. Er sagte, er würde jeder schreiben, dass er sie liebt und das nicht so meinen. Sie erinnerte ihn daran, dass er mich fest im Arm hielt und nicht umgekehrt - und dass er ihr sogar andeutete, sie solle verschwinden. Er antwortete, dass er ihr ein Zeichen gab, das auf mich zeigen sollte und dass ich ihn nicht loslassen würde.


Ich war so wütend, als sie es mir danach erzählte! Ich war wütend, dass er mich zum Gespött machte und mir dreckig einen Tag vorher ins Gesicht log. Ich war außer mir vor Wut und sagte ihr, sie soll ihm sagen, dass er sofort aus der Umkleidekabine kommen soll, sonst gehe ich rein. Er traute sich erst nicht, kam aber dann mit einem falschen Grinser hinaus. Ich schrie ihn an, stellte ihn zur Rede und er lachte mir direkt ins Gesicht und sagte, es wäre so, wie er es sagte. Da verlor ich die Kontrolle, holte mit voller Wut aus und schlug ihm mit der Faust auf die Brust. Ich beschimpfte ihn lautstark und schrie, dass ich ihn nicht mal mehr sehen wollen würde, wenn er der letzte Mensch auf Erden wäre. Der Aufprall war trotz des Versuchs, mitten im Schlag abzubremsen, als lautes, dumpfes Geräusch zu hören und ich sah, wie er vor Schmerzen die Luft anhielt.


Ich beichte, dass ich mich dafür schäme, den stärksten Jungen der Schule geschlagen zu haben. Ich schäme mich nicht nur, weil es mir peinlich ist, sondern auch weil ich es rückblickend immer noch als richtig empfinde, damit ich mit der ganzen Sache abschließen konnte. Natürlich würde ich nie wieder etwas mit Gewalt austragen, aber nach drei Jahren tiefster Verliebtheit und "Freundschaft" so hintergangen worden zu sein, hat mich in dem Moment erblinden lassen. Ich habe mich im Nachhinein auch für die Kraftausdrücke entschuldigt, aber nicht dafür, ihm eine verpasst zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00037701 vom 25.02.2016 um 19:59:57 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ich habe alles erreicht, jetzt kann ich sterben

24

anhören

Verzweiflung Drogen Selbstverletzung Tod

Ich (w/35) habe einiges in meinem Leben erlebt. Ich habe in meiner Jugend Drogen ausprobiert, und das nicht zu kurz. Ich habe das Abitur gemacht und erfolgreich studiert. Ich habe einen Teilzeitjob, mit dem ich trotz geringen Aufwands gut verdiene. Ich brauche nur zwei Drittel von meinem Lohn. Ich habe einen tollen Freund, der zwar 20 Jahre älter ist als ich, aber seine außergewöhnliche Persönlichkeit liebe ich. Wir haben eine schöne Wohnung und uns letztens ein schönes Auto gekauft. In meiner vielen Freizeit mache ich Sport und kümmere mich um Pferde, die ich über alles liebe. Sexuell ist früher einiges gelaufen, von mehreren ONS, Sex mit dem Chef, zwei Typen an einem Wochenende und sogar Strap-On. Ich hatte viele Männer und sogar mal etwas mit einer Frau, was mir aber leider nicht entspricht. Ich habe interessante und gut aussehende Freunde. Im Prinzip ist alles gut.


Meine Beichte: Wenn ich in der Zeitung lese, dass jemand wie Peter Lustig gestorben ist und alle trauern, dann denke ich, dass ich auch lieber tot sein wollen würde. Würde ich morgen sterben, wäre das kein Trauertag. Ich bezeichne mich nicht als depressive Persönlichkeit, aber ich habe irgendwie alles erreicht, was ich wollte und nun steht nur noch das Altern im Vordergrund. Ich möchte nicht alt und frustriert sein, wie ganz viele Leute. Ich liebe Kinder über alles, vielleicht habe ich auch bald eigene, aber ich finde diese Welt nicht so besonders gut im Moment. Von mir aus könnten wir alle viel mehr Spaß haben, aber alles ist immer so todernst, als wären wir ständig an 20 Beerdigungen gleichzeitig. Unter Lebensfreude verstehe ich etwas anderes und daher erwische ich mich oft bei dem Gedanken, dass für mich das ideale Alter um zu gehen zwischen 40-45 ist, sofern man keine Kinder hat oder einen extrem wichtigen Job. Und das wäre bei mir in etwa 10 Jahren so. Manchmal frage ich mich trotzdem, ob ich nur so denke, weil ich aus dysfunktionalen und ärmlichen Familienverhältnissen komme, aber ich denke, dass ich das Herauswachsen, wie alle Familienmitglieder, gut gemeistert habe, aber trotzdem finde ich das Leben schwierig.

Beichthaus.com Beichte #00037695 vom 25.02.2016 um 11:23:55 Uhr (24 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Mandy und die Stasi-Oma

22

anhören

Vorurteile Engherzigkeit Boshaftigkeit

Mandy und die Stasi-Oma
Ich (m/27) bin in der Nähe von Hannover groß geworden. Nach der Ausbildung habe ich weiterhin in meinem Ausbildungsbetrieb gearbeitet. Ich sah keine Aufstiegsmöglichkeiten (Familienbetrieb) und es gab deutschlandweit nur wenig Stellen in meinem Ausbildungsberuf. Vor zwei Jahren hat mich mein Chef zu einem Gespräch gebeten und teilte mir mit, dass ich in einer anderen Filiale hoch aufsteigen könne. Diese liegt in einer Stadt, deren Name mir zwar bekannt war, ich aber ich dachte, sie würde in Baden-Württemberg liegen. Diese Chance wollte ich natürlich nicht ungenutzt lassen uns sagte halb zu. Später suchte ich die Stadt im Internet und landete in Ostdeutschland. Ich gab die gleiche Stadt noch einmal mit dem Zusatz "Baden Württemberg" ein. Kein Treffer. Nachdem ich noch andere Schreibweisen ausprobiert habe, habe ich akzeptiert, dass die Stadt wohl doch im Osten liegt.

Da mir meine Arbeit wirklich schon zu eintönig war, habe ich trotzdem zugesagt. Schon bald ging es nach Ostdeutschland. Ich habe mir eine kleine Wohnung in einem Dreifamilienhaus gemietet. "Wenigstens günstige Mieten hier", dachte ich völlig frustriert. Am Tag des Umzugs schaute eine ältere Dame aus dem Fenster, die ich schon nach wenigen Minuten "Stasi-Omi" taufte. Nachdem ich alle Möbel eingepackt hatte, klingelte es an der Haustür. Es war die Omi von eben. Sie lud mich auf Kaffee und Kuchen ein. Ich lehnte ab und sagte ihr, ich sei zu müde vom Umzug. Die erste Arbeitswoche überlebte ich erstaunlich gut. Am Wochenende wollte ich wieder in meine Heimat fahren, aber mein Auto streikte. Da schaute die Omi aus dem Fenster. Ich war auf 180, öffnete die Motorhaube und murmelte "Ja, guck nicht so doof, Stasi-Omi."

Kurz darauf verließ sie das Fenster und kam aus der Haustür raus. Sie erzählte mir, dass sie damals in der DDR mit Autos gearbeitet hätte und ihr Vater etwas vorlaut war und sie deswegen nicht studieren konnte. Sie fand heraus, dass es an einem oxidierten Massekabel lag. Sie holte ihr Auto und schleppte meinen Wagen in die Werkstatt. Ich war sehr überrascht über so viel Hilfsbereitschaft und bekam das schlechteste Gewissen meines Lebens. Ich lud sie am Tag darauf auf einen Kaffee ein und holte Kuchen beim Bäcker. Sie erzählte mir, dass ihre Enkeltochter Mandy am nächsten Tag zu Besuch kommt, und fragte mich, ob ich Lust hätte, auch vorbeizukommen. Da mein Gewissen immer noch nicht das Beste war, sagte ich zu, obwohl ich die Situation komisch fand.

Ich zog am Tag darauf nicht gerade meine besten Klamotten an, da ich mir von einer "Mandy" nicht allzu viel erwarte. Ja, da waren sie wieder, meine Vorurteile. Meine Nachbarin öffnete mir die Tür, wir unterhielten uns ein wenig und warten auf diese Mandy. Es klingelte und da stand sie, die Mandy. Wow, so eine beeindruckende Frau: Hüftlange knallrote Haare, grüne Augen, super Figur und nicht zu vergessen ist das schönste Gesicht, das ich je gesehen habe. Sie strahlte mich an und fragte mich ganz frech, ob ich sie denn gar nicht reinlassen möchte. Ich stammelte irgendwas und wir saßen nun gemeinsam am Tisch. Wir haben uns gut unterhalten. Dann musste Mandy nach Hause und ihre Oma fragte mich, ob ich verstehen könne, dass dieses Mädchen noch Single ist. Nein, das konnte ich wirklich nicht. Diese Frau ging mir nicht aus dem Kopf. An einem Tag traf ich sie im Treppenhaus und sie fragte mich, ob sie mir mal die Altstadt zeigen dürfte. Spontan ging ich mit.

Die Architektur war beeindruckend und ich verliebte mich, und zwar nicht nur in die Stadt. Sie war nicht nur verdammt heiß, sondern ich mochte auch ihre humorvolle, freche und irgendwie auch tiefgründige Art. Ein weiterer Pluspunkt: Sie ist Krankenschwester. Und wie auch immer habe ich es geschafft, dass Mandy nun mit mir zusammen ist. Ich finde sie immer noch so beeindruckend, an ihren Namen habe ich mich auch gewöhnt und ich möchte gar nicht mehr aus dieser Stadt weg. Meine anfänglichen Vorurteile tun mir leid, dabei hat auch der Osten verdammt viel Positives zu bieten.

Beichthaus.com Beichte #00037668 vom 22.02.2016 um 15:44:08 Uhr (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000