Meine Eltern sind Ärzte ohne Grenzen

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Ungerechtigkeit Verzweiflung Engherzigkeit Selbstsucht Familie

Ich (w/25) habe sämtliche Gefühle für meine Eltern verloren. Ich bin Einzelkind, meine Eltern sind beide Ärzte und seit vielen Jahren für die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" in Afrika tätig. Für mich war nie Zeit. Bereits ab dem ersten Schuljahr lebte ich in einem Internat. Ab diesem Zeitpunkt haben meine Eltern dann ganzjährig in Afrika gelebt, zuvor waren sie auch immer wieder dort. Es passierte, dass ich meine Eltern mal für zwei Jahre nicht gesehen habe. Treffen wurden immer wieder verschoben: "Bald klappt es, wir versprechen es, aber es ist gerade so viel zu tun." Und immer wieder wurde mir erklärt, dass hier viele Kinder überhaupt keine Eltern mehr haben, in Not leben und ich es doch ganz schön habe. Verdammt, aber Geld ist nicht alles!


Ich habe nie verstanden, warum sie überhaupt ein Kind haben wollten. Fremde Kinder waren ihnen immer wichtiger. Fremde Kinder haben sie auch stets mehr geliebt. Letzteres haben sie immer bestritten, mir klargemacht, wie sehr sie mich liebten, doch nur diese Aussage bringt mir auch nichts. Jetzt hat meine Mutter Brustkrebs. Meine Eltern wollten mich unbedingt sehen. Ich will sie aber nicht sehen. Ich werde den Besuch nie vergessen, als ich etwa zwölf Jahre alt war, die Hoffnung auf Liebe durch meine Eltern noch nicht aufgegeben hatte, mich wahnsinnig gefreut habe, sie zu sehen - und dann ein halbes Dutzend kenianischer Kinder an meinen Eltern klebte und ich plötzlich ganz im Abseits stand. Zu dieser Zeit begann, meine Liebe abzukühlen. Man soll es nicht falsch verstehen, ich begreife gut, dass diese Kinder in sehr schlimmen Verhältnissen aufwachsen müssen. Doch ich fühle mich nicht weniger wichtig als sie.


Ich habe seit acht Jahren einen liebenswerten Partner - seit einem Jahr ist er mein Ehemann - und seine Eltern lieben mich über alles. Sie hätten gerne eine Tochter gehabt, haben drei Söhne, doch auch generell sind sie total liebenswert, aufgeschlossen und lustig. Die ganze Familie ist unfassbar lieb. Ich habe jetzt hier eine Familie und möchte nicht noch einmal enttäuscht werden. Sie haben sich damals entschieden, fremden Kindern anstelle von ihrem eigenen Kind ihre Aufmerksamkeit zu schenken und so soll es dann auch bleiben. Ich habe meinen Vater gebeten, keinen Kontakt mehr zu suchen und mich auch nicht über den Gesundheitszustand meiner Mutter zu informieren. Ich will mit ihnen abschließen. Mich hat es zwar getroffen, dass mein Vater geheult hat, aber warum haben sie das damals nicht verstanden?!

Beichthaus.com Beichte #00037972 vom 31.03.2016 um 22:58:07 Uhr (27 Kommentare).

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Chantal, heul leise!

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Zorn Hass Lügen Ungerechtigkeit Gesellschaft

Mir (w/21) gehen diese ganzen Chantal-Witze unglaublich auf die Nerven. Warum? Ich heiße Chantal. Ich kann mich nicht einmal in aller Seelenruhe über etwas beklagen, schon heißt es: "Chantal, heul leise!", wie in diesem Film. Auf jeden Chantal-Witz werde ich verlinkt und meine Mitschüler haben immer "Schantalle" auf meine Schulsachen geschrieben. Anfangs habe ich noch so getan, als wäre es mir egal, aber es ist irgendwann nur noch nervig. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, mich mit Lisa vorzustellen, wenn ich irgendwo unterwegs bin. Es tut mir leid, dass ich manche Leute nach einiger Zeit damit irritieren muss, dass ich ja gar nicht Lisa heiße, aber ich will mich nicht jedes Mal über meinen Namen unterhalten, wenn ich mich vorstelle. Jaja, ich weiß, niemand meint es böse.


Einmal kam ich sogar nicht am Türsteher vorbei, weil er es ja so lustig fand, vor allen eine Show abzuziehen und zu sagen: "Oh, eine Chantal! Nein, Nutten kommen hier nicht rein." Da musste ich mit einer Freundin draußen warten, weil die anderen eine Stunde gefahren sind, um dort zu feiern. Als ich mein Fachabitur gemacht habe, musste ich ein Praktikum im Krankenhaus machen. Wie das halt so ist, musste ich mit einem Namensschild rumlaufen, wo nur der Vorname draufsteht. Auch dort kamen wirklich ständig Sprüche wie: "Du hast einen Schulabschluss, Chantaaaall?", "So heißen doch nur Nuttenkinder!", "Kann das eine Chantal überhaupt?", oder: "Bist du Französin oder Prostituierte?" Gerne hätte ich meine Ausbildung dort gemacht, aber das Krankenhaus besteht auf Namensschilder. Ich mache jetzt eine Ausbildung zur Altenpflegerin. Wenigstens sind die älteren Generationen da anders drauf, auch wenn Angehörige losprusten, wenn sie meinen Namen hören.


Momentan date ich einen sehr lieben Mann, dem ich mich bei einem Stadtfest leider auch als Lisa vorgestellt habe. Wir werden wohl zusammenkommen, aber ich finde einfach nicht den richtigen Moment, um ihm zu sagen, dass ich eigentlich Chantal heiße und auch seine Eltern denken, dass ich Lisa heiße. Dieser Name macht mich noch völlig fertig. Ich kann ihn leider nicht ändern lassen. Wenigstens hoffe ich, dass sich mein Nachname irgendwann ändert, da der sich leider auch noch auf meinen Vornamen reimt.

Beichthaus.com Beichte #00037965 vom 31.03.2016 um 00:14:40 Uhr (38 Kommentare).

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“Beichte

Kurven sind sexy!

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Vorurteile Engherzigkeit

Ich bin eine Frau und kurvig. Ich hasse es, von sehr schlanken Frauen als pummelig, stämmig oder Ähnliches bezeichnet zu werden. Ich bin doch auch nett zu Frauen mit einem männlichen Körperbau! Aber lange schaffe ich das nicht mehr. Nächstes Mal kommt die Antwort: "Ja, du bist wirklich beneidenswert schlank, aber du hast leider keine Brust und keinen Hintern!" Ich beichte, dass ich mich auf dieses Niveau herablassen werde, nur um mich dann besser zu fühlen!

Beichthaus.com Beichte #00037907 vom 22.03.2016 um 23:31:58 Uhr (32 Kommentare).

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Ich schwimme gegen den Strom!

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Zorn Ignoranz Gesellschaft

Ich (m/25) möchte Folgendes beichten: Mich macht das Schwimmen im gesellschaftlichen Strom mal so etwas von nicht an. Ich schwimme gerne dagegen. Dies zeigt sich nicht nur durch meine Lebensweise, sondern vielmehr auch in meinen Gedanken. Ein Beispiel gefällig? Es entspricht der gesellschaftlichen Norm, dass man runde und große Brüste toll findet und die besten Pornos diejenigen sind, welche genau solche Frauen als Darstellerinnen zeigen. 99 Prozent der Gesellschaft entsprechen diesem Bild. Ich zähle mich zu dem einen Prozent, da mich solche Pornos und allgemein auch solche Frauen in keinster Weise interessieren. Vielmehr bin ich interessiert an unförmigen Brüsten, am besten, wenn nicht beide gleich groß sind. Des Weiteren kann ich die Leute nicht verstehen, welche sich der Norm an Körperbehaarung nicht entziehen wollen, einfach weil alle anderen sagen, Körperhaare müssten weg. Da kann ich als Einprozenter noch so dagegenhalten, 99 Prozent finden trotzdem, wenn ich sage, ich rasiere mich nicht, was ich den für ein Schwein bin.

Beichthaus.com Beichte #00037868 vom 18.03.2016 um 18:34:41 Uhr (19 Kommentare).

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“Beichte

Hilfe, ich darf meine Freundin nicht nackt sehen!

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Fetisch Begehrlichkeit Partnerschaft

Ich (m/34) beichte hiermit, dass ich die wohl seltsamste Beziehung der Welt führe. Und zwar bin ich mehr oder weniger mit einer jungen Türkin, die aber schon mit 22 geschieden ist, zusammen. Das Komische ist aber, dass wir keinen Sex haben - uns eigentlich nicht einmal berühren, da sie einen seltsamen Fetisch hat. Schon als sie mich das erste Mal besuchte, hat sie mich nach knapp einer Stunde gebeten, mich auszuziehen. Ich dachte natürlich, das läuft jetzt schön auf Sex raus, aber nein, nichts dergleichen. Sie wollte mich einfach nackt sehen. Selbstverständlich hatte ich in Anbetracht der Situation ein extremes Rohr, aber von ihr blieb jegliche sexuelle Aktion aus, sie blieb auch selbst komplett angezogen. Ich habe ihr aber gesagt, dass ich, wenn sie nichts tut, die Sache selbst in die Hand nehme, worauf sie sehr frech: "Ja, dann mach doch", sagte. Mittlerweile weiß ich, dass sie an mir auslebt, was sie selbst erleben musste, denn ihr Ex-Mann hat ihr verboten, in der Wohnung jemals Kleidung zu tragen.


Seltsamerweise betrachtet sie uns dennoch als Paar. Und bevor jemand fragt: Nein, ihre Familie hat kein Problem damit und ihr großer Bruder ist viel zu fett und faul, um irgendwelchen Stress anzufangen und noch dazu ein lieber Kerl. Tatsächlich kam es gestern endlich einmal zum Sex, aber sie war dabei bis auf einen Slip komplett angezogen und ich habe nichts zu sehen bekommen. Sie zog lediglich den Slip unter ihrem Rock aus und setzte sich auf mich. Ich durfte ihre Brüste nur durch das Shirt massieren. Es war zwar geil, aber ich würde meine Freundin trotzdem gerne mal nackt sehen.

Beichthaus.com Beichte #00037849 vom 16.03.2016 um 09:30:39 Uhr (30 Kommentare).

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