Der perfekte Job für Faule

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Faulheit Arbeit Neubrandenburg

Ich bin faul. Während meines Studiums habe ich schnell gemerkt, dass ich einen Job brauche, in dem ich geregelte Arbeitszeiten habe und die Arbeitsbelastung möglichst gering ist. Den perfekten Job habe ich dann für mich gefunden, als ich ein Praktikum in einer Behörde gemacht habe. Das war wie eine andere Welt, als im wirtschaftlichen Berufsleben. Die Leute waren alle entspannt, die Arbeitsaufgaben überschaubar, man konnte viel krank sein, ohne Konsequenzen zu fürchten und war unkündbar. Es ist allgemein üblich in Behörden, dass rund 45 Minuten pro Tag zusätzliche Pause gemacht wird, das ist sogar so angeordnet. Echt eine andere Welt.

So habe ich dann schnell einen Job als Beamter ergattert. Der Job ist wie oben beschrieben, da ich in einem Saisongeschäft tätig bin, habe ich sieben Monate normal zu tun (rund 20 - 25 Stunden lockere Arbeit bei einer 40-Stunden-Woche) und fünf Monate fast nichts. Das Lustige ist, dass viele hier in der Behörde immer erzählen, dass sie viel arbeiten und ausgelastet sind, aber in Wahrheit noch weniger zu tun haben als ich. Auch gibt es Kollegen, die ihren Ehepartner belügen, was die Arbeit angeht, einfach nur damit keiner neidisch wird.

Hiermit beichte ich, dass ich seit Dezember kaum gearbeitet habe. Die freie Zeit verbringe ich mit Musik hören, mit Kollegen reden, Filme schauen, youtube oder damit, im Netz zu surfen. Schrecklich der Gedanke, wie manche im Job missbraucht werden und ich locker mein Geld verdiene. Ich kann nur jedem raten, in die Behörde zu gehen.

Beichthaus.com Beichte #00039717 vom 08.05.2017 um 17:08:40 Uhr in Neubrandenburg (16 Kommentare).

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Ich werde vom Teufel verfolgt

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Zwang Manie Gesundheit Verzweiflung

Ich (m) möchte beichten, dass ich meine Zwangsstörung mit Zwangsgedanken zu Satanisten verbinde und immer die Angewohnheit habe, das Haus in einem perfekten Bewegungsrhythmus zu betreten und zu verlassen, denn wenn ich das nicht tue, könnte ich vielleicht jemanden verletzen. In meinen Zwängen kommt Gewalt in jeder Form gegen andere vor - und diese Gedanken, die gegen meinen Willen in meinen Kopf eindringen, versuche ich zu unterdrücken. Vergeblich. Eine falsche Fußbewegung, und ich schreie meine Mutter oder andere Angehörige an. Ich hasse andere Leute, weil ich im Unterbewusstsein fühle, dass sie den Teufel indirekt auf mich übertragen und der Auslöser für meine gezwungenen Gedanken sind, aber nachdem ich mich ausgeschrien habe, realisiere ich erst, wie sehr ich meinen Angehörigen seelisch wehtue und dann tut es mir leid. Es fühlt sich immer so an, als ob ich nachdem Ausrasten das Anschreien als unnötig sehe.

Manchmal schlage ich auch Schränke kaputt und randaliere in der Wohnung, während ich aggressiv sage, dass der Satan meine Seele nicht zum Sündiger macht und mich auch nicht dazu bringt, gegen meinen Willen einen Menschen physisch zu verletzen. Einmal wollte ich meine Hände abhacken, sodass ich niemals jemanden verletzen könnte, falls es zum Kontrollverlust kommen sollte. Von all dem hat meine Mutter übrigens Depressionen bekommen, was mir sehr leidtut.

Meine Familie muss die Sachen reparieren und bezahlen, die ich kaputt mache, und egal wie sehr ich zur Last falle - sie geben mich nicht auf. Ich kann für diese Zwangsstörung nichts und leide jeden Tag unter der Angst, ich könnte jemanden Schlimmes antun und dadurch falle ich meiner Familie zur Last. Ich hoffe, man kann mir verzeihen, psychisch eingeschränkt zu sein, und anderen Leuten die Laune mit meinem Geschrei zu verderben. Es tut mir so leid. Ich weiß auch nicht, vorher diese Zwänge kommen.

Beichthaus.com Beichte #00039698 vom 04.05.2017 um 14:56:36 Uhr (17 Kommentare).

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“Beichte

Die Nadel meines HIV-positiven Patienten

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Dummheit Waghalsigkeit Gesundheit

Ich habe nichts Schlimmes getan. Kann dies aber nirgends sonst erzählen. Ich habe mich bei meiner Arbeit im Krankenhaus mit der Nadel eines HIV-positiven Patienten gestochen. Eigentlich meldet man das und bekommt eine Prophylaxe. Ich habe es aber verschwiegen und sechs Wochen später den Test im Gesundheitsamt gemacht, der dann negativ war. Ich wollte mich nicht blamieren. Ich hatte keinerlei Angst, es war mir vollkommen gleichgültig.

Ich bin Medizinstudentin und beichte, dass ich sehr unverantwortlich gehandelt habe. Allerdings habe ich auch während der unsicheren Phase vor dem Test keinerlei Geschlechtsverkehr gehabt und auch einem Freund die Friends-with-benefits-Freundschaft einfach so gekündigt. Er denkt jetzt, ich sei irgendwie in ihn verliebt und käme nicht klar, was mich doch stört. Man hätte safer sex haben können, aber so ganz ohne was zu sagen... Und die Infektionsgefahr bei frischen Neuinfektionen ist erstmal sehr viel höher, Oralverkehr wäre ja auch drin gewesen, Kondome können reißen. Dass ich anderen auch dieses geringe Risiko nicht antun wollte, spricht ja für mich und meine Moral.

Beichthaus.com Beichte #00039679 vom 27.04.2017 um 23:46:22 Uhr (10 Kommentare).

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Mein Mann ist nicht für diese Welt gemacht

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Hass Partnerschaft Weimar

Mein Mann ist nicht für diese Welt gemacht
Ich hasse manchmal meinen Partner, weil er ein absoluter Versager ist. Nichts bringt er zu Ende, alles ist zu schwer und nur die anderen sind an dieser Situation Schuld. Ich weiß nicht, wie es für uns weitergehen soll - ich muss mich wahrscheinlich alleine durchschlagen. […]
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Beichthaus.com Beichte #00039668 vom 26.04.2017 um 19:38:34 Uhr in Weimar (23 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Mein Gehalt reicht nicht zum Leben!

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Diebstahl Verzweiflung Ungerechtigkeit Geld München

Ich beichte, Reinigungsmittel aus unserem Wohnheim gestohlen zu haben. Da ich als Praktikant (ich arbeite momentan in einer großen Psychiatrie und beginne im Herbst die Ausbildung zur Krankenpflegerin) kaum Geld zur Verfügung habe - es reicht nicht einmal für Lebensmittel, am Ende des Monats muss ich tagelang hungern und das Amt hilft mir auch nicht und Eltern habe ich keine - bin ich in meinem Wohnheim in die Putzkammer eingebrochen und habe diverse Reiniger mitgehen lassen und was ich sonst noch so gebrauchen könnte. Ich sehe es nicht ein, dafür zu bezahlen, da ich mich ungerecht behandelt fühle und niemand mir hilft - nicht einmal der Staat! Versteht mich nicht falsch, ich lasse mich für die Arbeit, die ich dort leiste, ausbeuten. Und zwar für nicht einmal 200 Euro im Monat! Aber dennoch mache ich meine Arbeit gerne, ich liebe es meine Patienten zu betreuen und will in diesem Bereich unbedingt meine Ausbildung machen. Aber diese ganzen Umstände lassen mich schon so verzweifeln, dass ich Reiniger stehle, weil ich ihn mir ganz einfach niemals leisten könnte! Was tut man nicht alles, um wenigstens ein sauberes Zimmer haben zu können?! Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00039659 vom 24.04.2017 um 01:12:40 Uhr in München (40 Kommentare).

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