Rassistische Ossis

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Vorurteile Hass Aggression Misstrauen Gesellschaft

Ich bin Türke und hasse die Ossis! Ich bin hier aufgewachsen, habe zu 60-70 Prozent deutsche Freunde, habe mein Abi gemacht, gearbeitet und studiere jetzt auch noch. Nirgendwo und niemals hatte ich Probleme mit Rassismus - bis ich vor fünf Jahren das erste Mal nach Dresden ging. Ich war auf der Durchfahrt nach Prag mit meiner Schwester und wir machten einen kleinen Abstecher, um uns das verlorene Weltkulturerbe mit der Semperoper, der Frauenkirche und so weiter anzusehen. Wir wurden dort schon direkt komisch angeguckt - ich dachte zuerst, ich bilde mir das nur ein, doch kaum hatte ich in einem Café einen Satz auf Türkisch gesagt, kam schon das Erste: "Sprecht gefälligst Deutsch! Ihr seid hier nicht auf dem Basar!" Nachdem ich den alten Sack auch nur ganz normal gefragt habe, was sein Problem ist, wurden wir rausgebeten, nicht er!


Ich dachte, das war nur ein Einzelfall, bis ich die Jahre über öfter Ossis aus Sachsen bis zur Ostseeküste getroffen habe. Jedes Mal irgendein dummer Spruch oder eben Pöbelei! Es wundert mich auch nicht, dass so viele von diesem Pack diesen Beschiss in Buchform von Sarrazin gekauft haben, oder dass sie jetzt in Dresden marschieren gehen, um "gegen die Islamisierung von Deutschland und für christliche Werte zu demonstrieren." Klar doch - vor allem in einer Stadt, in der die Ausländeranzahl Promille-Werte hat und eine Gegend, die als eine der atheistischsten der ganzen Welt gilt. Was mich am meisten aufregt? Meine Eltern und Geschwister haben jahrzehntelang hier in Deutschland gearbeitet, wir sind länger in der Bundesrepublik als diese kollektiven Landeier!


Ich habe es satt, dass wir Steuern zahlen und es dann in den Solidarpakt für diesen Haufen dort geht! Damit die dort auch noch die Nerven haben, um zu behaupten, dass wir sie ausbluten würden! Damit sie regelmäßig die Internet-Foren mit ihrem Scheiß gegen Muslime und Türken oder Araber zukleistern können! Damit sie wieder Neo-Nazi-Banden auf die Welt setzen, die vielleicht wie die NSU mordend durch das Land reisen können?! Ich weiß natürlich, dass es Rassismus überall gibt, auch im Westen von Deutschland, aber nirgendwo hatten ich und viele meiner Freunde, das so oft und so heftig erlebt, wie im Gebiet der ehemaligen DDR, bzw. mit Menschen aus den neuen Bundesländern.

Beichthaus.com Beichte #00034672 vom 23.12.2014 um 02:54:12 Uhr (64 Kommentare).

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Verdachtsfälle am Gymnasium

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Peinlichkeit Vorurteile Medien

Ich (m/30) bin Lehrer an einem großen Gymnasium in Niedersachsen und gucke zwei bis drei Mal in der Woche nachmittags zur Entspannung meine Lieblings-Trash-TV-Serie "Verdachtsfälle." Und das schon seit einiger Zeit. Manchmal schäme ich mich dafür, aber solange meine Schüler wissen, dass das alles Fake ist und meine Freundin das lächelnd akzeptiert, ist meines Erachtens doch alles in Butter, oder? Eben lief auch wieder eine großartige Folge!

Beichthaus.com Beichte #00034103 vom 13.10.2014 um 16:51:47 Uhr (9 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Breaking Bad in Sachsen

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Drogen Waghalsigkeit Dresden

Breaking Bad in Sachsen
Ich (m/34) bin vor einiger Zeit auf die US-Serie Breaking Bad aufmerksam geworden und habe die kompletten fünf Seasons angeschaut. Diese geniale Serie hat mein Leben verändert. Seitdem fühle ich mich wie Jesse Pinkman in der abgemilderten Version. Ich produziere kein 96-prozentiges blue meth, sondern feinstes Hanf. Teils zum Eigenbedarf und teils um es zu verkaufen. Ich habe einen großen Garten, der in einer sehr ruhigen Gegend liegt und mein alter Nachbar ist wie Walter White, gibt Tipps und freut sich über jede Ernte. Ich verdiene jetzt nicht so viel, dass ich mein Geld stapeln könnte, aber ich verdiene genug, um gut leben zu können. Ich experimentiere auch mit exotischeren Pflanzen. Ich sehe mich eher als Hobby-Gärtner. Ich will das Ganze jetzt nicht verharmlosen. Ich weiß, dass das in Deutschland noch nicht so legal ist, wie in anderen Ländern und meiner Meinung nach auch zurecht. Irgendwie kann ich aber nicht aufhören. Nicht, weil ich süchtig nach Weed wäre und auch nicht wegen des Geldes. Es ist die Garten-Arbeit, die mir einfach so viel Freude bereitet und auch die Anerkennung von Abnehmern über die hohe Qualität. Würden die Leute sich so sehr freuen und mich beglückwünschen, wenn ich ihnen selbst gezüchtete Tomaten geben würde?

Beichthaus.com Beichte #00033254 vom 12.05.2014 um 14:07:31 Uhr in Dresden (21 Kommentare).

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Ein harter Job mit den Gewürzgurken

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Prostitution Habgier Ekel Schamlosigkeit Studentenleben

Ich (w/22) studiere aktuell Kunstgeschichte an einer Universität in Sachsen. Das Geld reicht hinten und vorne nicht - trotz BAföG und kleineren Nebenjobs. Oft kann ich nur gerade so die Miete bezahlen und meine Eltern können, oder eher wollen, mir nicht helfen, was ich ihnen sehr ankreide. Aber gut, bei meiner Suche nach schnellem Geld bin ich auf ein Inserat in der lokalen Zeitung gestoßen. Dort bietet jemand an, "Taschengeld" für sexuelle Tätigkeiten zu bezahlen. Ich wusste sofort, dass es die unterste moralische Stufe ist, um an Geld zu kommen, aber das Leben ist ja bekanntlich kein Ponyhof. Sofort rief ich den Herren an und meinte, ich könnte sofort bei ihm einsteigen. Am nächsten Tag erklärte mir der Herr dann mein Aufgabengebiet. Meine Aufgabe war es, drei Stunden täglich gegen Abend in seiner Wohnung zu sein und Männer aller Art zu erleichtern. Schon am ersten Tag saß ich splitternackt im Wohnzimmer des Mannes und musste elf Gewürzgurken saugen. Obwohl ich in Sachen Blowjobs nicht untalentiert bin, war es trotzdem ein harter Bissen, da die Männer Körperpflege für ein Fremdwort hielten. Aber ich als ehrliche Arbeiterin saugte mich da schon durch. So ging es Wochen für Wochen weiter - immer nach demselben Spiel. Ich hatte schon Gefallen gefunden, so als mündliche Aushilfe. Mein Monatseinkommen verblieb bei etwa 2.500 Euro und das für ein bisschen Sperma schlucken. Mir ist bewusst, dass Prostitution eine Sünde ist, aber Blowjobs sind ja nicht so schlimm, und wenn man dafür noch Geld bekommt, schwebt man fast im siebten Himmel!

Beichthaus.com Beichte #00033138 vom 25.04.2014 um 21:46:11 Uhr (35 Kommentare).

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Gestank im KZ

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Morallosigkeit Ekel Schamlosigkeit Falschheit Schule Oranienburg

Vor etwa 16 Jahren war unsere Klasse, gemeinsam mit der Nachbarklasse, im KZ Sachsenhausen. Ich hatte an dem Tag ziemlich starke und äußerst delikat anmutende Blähungen und war froh, dass wir die ganze Zeit draußen waren. Nun begab es sich, dass beide Klassen in einen kleinen Vorführraum gebracht wurden, um einen etwa 45-minütigen Film über die Verbrechen der Nazis anzuschauen. Es freuten sich natürlich alle tierisch darüber, denn es war doch recht kalt draußen - nur ich nicht. Es fing nach wenigen Minuten schon an, dass sich gewisse Geruchsbringer am Ausgang meiner Rosette versammelten und über die Zeit des Films zu einer monströsen Ansammlung von stinkender Luft anwuchsen. Unter Aufbringung all meiner Kraft, damit verbundenen Bauchschmerzen und dem Gefühl, als würde ich im Sekundentakt von der Wüste in die Arktis wechseln, hielt ich das, was da kommen mochte, zurück. Aber ich wusste, das würde nicht gut enden. In meiner kindlichen Blödheit wagte ich es jedoch nicht, den Raum zu verlassen und mich meiner Qual zu entledigen - nein, ich stand den ganzen Film durch, ohne auch nur ein Tönchen von mir zu geben.


Als der Film nach gefühlten sieben Stunden dann endlich zu Ende war, versuchte ich so schnell wie möglich nach draußen zu kommen. Jedoch war die Tür zu klein, um die Massen von zwei Schulklassen mit je 25 Schülern auf einmal durchzulassen, also stand ich mitten drin und konnte nicht mehr an mich halten. Das Ergebnis war ein sehr langer, unhörbar leiser Ziehfurz mit dem Aroma von verfaulten Eiern, gepaart mit wochenaltem Harzer Käse inmitten zweier Schulklassen. Innerlich fing ich an zu grinsen, äußerlich schaffte ich es dann doch recht schnell, den Ort des Geschehens zu verlassen, und, draußen angekommen, fingen die meisten schon an zu meckern, welches Schwein denn da geschissen hätte. Was mir dabei leid tut, ist, dass keiner auf die Idee kam, dass ich der Übeltäter war, denn den Anschiss dafür bekam einer meiner Freunde. Ich fand das damals so lustig, dass ich den ganzen Tag vor mich hingegrinst habe und noch heute anfange zu lachen, wenn ich daran denke. Sorry mein alter Schulfreund.

Beichthaus.com Beichte #00032150 vom 31.10.2013 um 13:08:07 Uhr in 16515 Oranienburg (Straße der Nationen) (24 Kommentare).

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